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[[Datei:Norman Dyhrenfurth Ehrenbecher der Stadt Salzburg 2017.jpg|thumb|Am [[9. Mai]] [[2017]] verlieh ihm anlässlich seines 99. Geburtstags der Salzburger [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]] den [[Ehrenbecher der Stadt Salzburg]].]]
 
[[Datei:Norman Dyhrenfurth Ehrenbecher der Stadt Salzburg 2017.jpg|thumb|Am [[9. Mai]] [[2017]] verlieh ihm anlässlich seines 99. Geburtstags der Salzburger [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]] den [[Ehrenbecher der Stadt Salzburg]].]]
'''Norman G. Dyhrenfurth''' (* [[7. Mai]] [[1918]] in Breslau, [[Schlesien]], heute [[Polen]]; † [[24. September]] [[2017]] in der [[Stadt Salzburg]]) war Bergfilmpionier.
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'''Norman G. Dyhrenfurth''' (* [[7. Mai]] [[1918]] in Breslau, [[Schlesien]]; † [[24. September]] [[2017]] in der [[Stadt Salzburg]]) war ein Bergfilmpionier.
    
== Leben ==
 
== Leben ==
Geboren auf Schloss Carlowitz bei Breslau als Sohn des Geologen und Himalaya-Expeditionsleiters Oskar Dyhrenfurth und der Bergsteigerin Hettie Dyhrenfurth war ihm die Höhenluft sozusagen schon die Wiege gelegt. Sein Vater hatte nach der Machtergreifung der [[Nationalsozialisten]] seine Professur in Breslau niedergelegt und sich mit seiner Familie in der [[Schweiz]] niedergelassen.
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Geboren auf Schloss Carlowitz bei Breslau als Sohn des Geologen und Himalaya-Expeditionsleiters Günter Oskar Dyhrenfurth und der Bergsteigerin war ihm die Höhenluft sozusagen schon die Wiege gelegt. Sein Vater hatte [[1933]] nach der Machtergreifung der [[Nationalsozialisten]] seine Professur in Breslau niedergelegt und sich mit seiner Familie in der [[Schweiz]] niedergelassen.
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Hettie Dyhrenfurth wanderte [[1937]] in die [[USA]] aus, wohin ihr der damals 19-jährige Norman folgte. Norman, der mit seinem Vater vor seiner Abreise in die USA noch den Mont Blanc und andere Alpengipfel bestiegen hatte, arbeitete in Amerika als Skilehrer, Bergführer und Kameramann. Schon sein Vater hatte seine Himalaya-Expeditionen durch Filme finanziert und das Interesse seines Sohnes an diesem Metier geweckt.
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Zusammen mit seinem Vater und seinen beiden Geschwistern Harald (* [[1913]]) und Hiltraud (* [[1915]]) unternahm er kleinere Ski- und Bergtouren. Bereits im Alter von elf Jahren erstieg er Dreitausender-Gipfel.  
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Im [[Zweiten Weltkrieg]] nahm Norman Dyhrenfurth auf Seiten der amerikanischen Truppen am Kampf um die Aleuten teil. Nach dem Krieg wurde er Leiter einer Filmproduktionsgesellschaft und erhielt die Berufung als Lektor an die ''University of California'' in Los Angeles, wo er schließlich Leiter der ''UCLA Film School'' wurde. In dieser Position kam er mit vielen berühmten Regisseuren wie Alfred Hitchcock und Fred Zinnemann oder dem Schauspieler Clint Eastwood in Kontakt und produzierte über 100 Dokumentarfilme.
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Seine Mutter war zunächst in Österreich, dann auch in der Schweiz die beste Tennisspielerin. Dieses Talent hatte auch Norman, der zwischen [[1934]] und [[1937]] mehrmals die Ostschweizer Meisterschaft im Herren-Einzel sowie im Tischtennis die internationale Herren-Doppelmeisterschaft der Schweiz.  
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Über die Vermittlung seines Vaters wurde Dyhrenfurth Mitglied der zweiten Schweizer Mount-Everest-Expedition [[1952]]. Nach der Rückkehr in die USA legte Norman Dyhrenfurth die Leitung der ''UCLA Film School'' nieder, um sich nur noch dem Himalaya zu widmen.
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1934 war Hettie Dyhrenfurth war sie mit ihrem Mann Oscar bei der Expedition zum Oberern Baltoro-Gletscher im östlichen Karakorum dabei. Mit ihrem Mann und dem Kameramann Hans Ertl erreichte sie den Gipfel des ''Sia Kangri'' (7 422 [[m ü. A.]]) und stellte damit einen bis [[1954]] gültigen Höhenweltrekord für Frauen dar. [[1936]] wurde sie zu Vortragsreisen in die [[USA]] eingeladen, sogar von Präsident Roosevelt ins Weiße Haus. Sie versuchte ihre Familie vom Übersiedeln nach Amerika zu überzeugen, was aber bei ihrem Mann auf Unverständnis stieß. Aber der damals 19-jährige Norman folgte ihr zusammen mit seiner Schwester Hiltraud im Spätherbst [[1937]]. Er sollte seinen Vater erst 15 Jahre später wiedersehen. Norman, der mit seinem Vater vor seiner Abreise in die USA noch den Mont Blanc in den Westalpen und andere Alpengipfel bestiegen hatte, arbeitete in Amerika als Skilehrer, Bergführer und Kameramann. Schon sein Vater hatte seine Himalaya-Expeditionen durch Filme finanziert und das Interesse seines Sohnes an diesem Metier geweckt.
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[[1955]] leitete er eine internationale Himalaya-Expedition zum Lhotse. [[1958]] war er stellvertretender Leiter einer wissenschaftlichen Gruppe auf Suche nach dem „Yeti“. 1960 ging er als Kameramann mit einem Schweizer Bergsteigerteam zum Dhaulagiri. [[1971]] organisierte Dyhrenfurth eine weitere Expedition zum Mount Everest. Wie sein Vater, der im Namen des Völkerbundes Bergsteiger in den Himalaya geführt hatte, wollte er eine internationale Gruppe auf dem Everest versammeln. Dreißig Bergsteiger aus dreizehn verschiedenen Nationen nahmen daran teil.
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[[1938]] war er bei einer Expedition der ''National Geographic Society'' und der ''Harvard University'' in Alaska. Die New Yorker Filmgesellschaft ''Willard Pictures'' bot ihm dann im Herbst [[1939]] eine Stellung als Kameramann, wurde dort bereits nach kurzer Zeit ''Director of Photography'' und drehte Filme.
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==Vorgestellt==
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Der Ausbruch des [[Zweiten Weltkrieg]]s verhinderte eine Besuch bei seinem Vater in der Schweiz. In Folge nahm Dyhrenfurth die amerikanische Staatsbürgerschaft an und meldete sich freiwillig  zu den amerikanischen Truppen, wo er am Kampf um die Aleuten teilnahm.
Im [[Heimatmuseum Sigl-Haus|Sigl-Haus]] in [[St. Georgen bei Salzburg]] konnte man 2010 bis zum [[17. Oktober]] [[2010]] jedes Wochenendedie Ausstellung ''Norman G. Dyhrenfurth, Wozu ein Himmel, sonst?'' sehen. Die Filme des Bergsteigers und Regisseurs sowie Bilder und Erinnerungsstücke liessen einige Jahrzehnte Geschichte lebendig werden.  
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Nach dem Krieg wurde er Leiter einer Filmproduktionsgesellschaft und erhielt die Berufung als Lektor an die ''University of California'' in Los Angeles, wo er schließlich Leiter der ''UCLA Film School'' wurde. In dieser Position kam er mit vielen berühmten Regisseuren wie Alfred Hitchcock und Fred Zinnemann oder dem Schauspieler Clint Eastwood in Kontakt und produzierte über 100 Dokumentarfilme.
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Über die Vermittlung seines Vaters, den er [[1952]] endlich wiedersehen konnte, wurde Dyhrenfurth Mitglied der zweiten Schweizer ''Mount-Everest''-Expedition 1952. Dabei erreicht der Schweizer Raymond Lambert mit Sherpa Tensing Norgay eine Höhe von 8 550 m ü. A. und setzte damit den Grundstein für die ein Jahr erfolgreiche Gipfelbezwingung durch Sherpa Tensing Norgay und dem Australier Edmund Hillary. Nach der Rückkehr in die USA legte Norman Dyhrenfurth die Leitung der ''UCLA Film School'' und seine Tätigkeit an der Universität nieder, um sich nur noch dem Himalaya zu widmen.
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Der Film, den Norman Dyhrenfurth während der ''Mount-Everest''-Expedition 1952 gedreht hatte, wurde international mehrfach ausgezeichnet.
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[[1955]] leitete er eine internationale Himalaya-Expedition zum ''Lhotse'' (8 516 m ü. A.). [[1958]] war er stellvertretender Leiter einer wissenschaftlichen Gruppe auf Suche nach dem „Yeti“. [[1960]] ging er als Kameramann mit einem Schweizer Bergsteigerteam zum ''Dhaulagiri''. Bei dieser Expedition war erstmals ein Flugzeug zur Transportunterstützung im Einsatz. Acht Teilnehmern der Expedition erreichten den Gipfel. Unter ihnen war der Salzburger [[Kurt Diemberger]], der [[1957]] den [[Erstbesteigung des Broad Peak|''Broad Peak'' erstbestiegen]] bestiegen hatte, dem mit dem ''Dhaulagiri'' seine zweite Erstbesteigung gelang.
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Am [[1. Mai]] [[1963]] konnte Dyhrenfurth mit Sherpa Ang Dawa am ''Mount Everest'' bis auf 8 650 m ü. A. vordringen. Später schrieb er, dass sie die letzten 150 Höhenmeter wohl nicht mehr lebend geschafft hätten und so die Entscheidung zur Umkehr getroffen hatten.
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Sein Film ''Americans on Everest'' wurde vielfach ausgezeichnet, Sprecher im Film war Orson Welles. Als Norman Dyhrenfurth [[1964]] während einer Vortragsreise durch Europa lernt er bei einem Zwischenstopp in der Schweiz beim Skifahren auf der Kleinen Scheidegg seine aus [[Wagrain]] stammende Lebensgefährtin [[Maria Sernetz Dyhrenfurth|Maria Sernetz]] kennen. Ab [[1970]] lebte er dann in der [[Stadt Salzburg]], von wo aus er [[1971]] seine letzte große internationale Expediton auf den  ''Mount Everest'' organisiert. Wie sein Vater, der im Namen des Völkerbundes Bergsteiger in den Himalaya geführt hatte, wollte er eine internationale Gruppe auf dem Everest versammeln. 30 Bergsteiger aus dreizehn verschiedenen Nationen nahmen daran teil. Ihr Ziel war die erste Durchsteigung der schwierigen Südwestwand des höchsten Berges der Welt. Doch die Expedition stand unter keinem guten Stern, ein Inder starb an Erschöpfung, unter den Teilnehmern entstanden Spannungen, einige erkranken, auch Dyhrenfurth, der vorzeitig ausgeflogen werden musste. Letztlich erreichten der Brite Don Whillans und der Schotte Dougal Haston mit 8 350 m ü. A. den bis dato höchsten Punkt in dieser Wand.
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Diese letzte große Expedition hatte bei Dyhrenfurth auch geistig neue Anstöße gegeben. Er erkannte, dass jeder Besteigungsversuch eines Achttausenders ohne die Hilfe der Sherpas chancenlos sein würde. Ihre buddhistische Lebenseinstellung berührte ihn tief. In seinem Leben begegnete er dem [[Dalai Lama]] zweimal.
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Dyhrenfurth leitete fortan Wander-, Trekking- und Bergsteigergruppen im Himalaya, in Bolivien und Peru. [[1968]] erinnerte man sich in Hollywood an seine Erfahrungen als Bergfilmer. Er wurde für ein Projekt mit Steve McQueen als Kameramann und Fotograf für den Actionfilm ''Man on a Nylon String'', das in der Eiger-Nordwand spielen sollte, engagiert, das aber nicht realisiert wurde. [[1974]] wurde er technischer Berater von Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood für den Spielfilm ''The Eiger Sanction'' (deutscher Titel "Im Auftrag des Drachen"). Dabei drehte er zahlreiche dramatische Szenen in der Eiger-Nordwand.
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Im letzten Jahr des [[Erster Weltkrieg|ersten Weltkriegs]] auf Schloss Carlowitz bei Breslau geboren, zog er mit seinen Eltern als Bub [[1923]] für zwei Jahre in die [[Stadt Salzburg]], wo die Familie am Fuße des Plainbergs lebte. 1925 zog Dyhrenfurth weiter in die Schweiz. Nach Kriegsende wurde Norman Dyhrenfurth Professor und Leiter der "Film-Abteilung" an der ''University of California'', Los Angeles, [[USA]], später als Bergfilmpionier berühmt: Das Schicksal hat mit Norman G. Dyhrenfurth viel vorgehabt. "''Wir waren die Ersten, die auf den Gipfeln gefilmt haben''", erzählte der groß gewachsene 92-Jährige, der um mindestens zwanzig Jahre jünger wirkt.
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Den großen Erfolg dieses Filmes erlebten seine Eltern nicht mehr. Hetti Dyhrenfurth starb [[1972]] im Alter von 82 Jahren in den USA, Günter Oscar Dyhrenfurth im April [[1975]] im Berner Oberland in der Schweiz.
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Mit Gipfeln meinte Dyhrenfurth die eisigen Regionen des ''Mount Everest'' (1952 als Kameramann der 2. Schweizer ''Mount Everest'' Expedition), des ''Lhotse'' (1955 erstmals als Expeditionsleiter) oder des ''Dhaulagiri'' (8 167 [[m ü. A.]]), wo 1960 auch der Salzburger [[Kurt Diemberger]] zur Seilschaft gehört hatte.  
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[[1981]] drehte er mit seinem aus Wien stammenden Freund und Hollywood-Regisseur und Oscar-Preisträger Fred Zimmermann dessen letzten Film mit Sean Connery in der Hauptrolle.  
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Seit [[1970]] lebte der Sohn des Bergsteigerpaares Günter und Hettie Dyhrenfurth (Olympiagold 1936 in der Sparte Alpinismus) wieder in der Stadt Salzburg. Das aktive Bergsteigen gab er auf. Vorträge hielt er nach wie vor und [[Michael Bilic]] vom [[Das Kino|Filmkulturzentrum "Das Kino"]] schätzte Dyhrenfurths Beratung bei den Vorbereitungen zum alljährlichen [[Bergfilmfestival]]. 1986 drehte Norman G. Dyhrenfurth bei der Herrligkoffer-Karakorum-Expedition zum K2 und Broad Peak einen Dokumentarfilm für das Westdeutsche Fernsehen. Insgesamt schuf er mehr als 100 Dokumentarfilme.
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Sein Film "Tibetische Totenfeier" wurde beim Bergfilmfestivl in Trient, Trentino und in Les Diablertes beim Filmfestvial mit dem ersten Preis ausgezeichnet. [[1986]] drehte er einen Dokumentationsfilm für das Westdeutsche Fernsehen bei der von Karl Maria Herrligkoffer geleiteten deutschen Karakorum-Expedition zum ''Broad Peak'' und ''K2''.
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Beim jüngsten Festival knüpfte Dyhrenfurth den Kontakt zu [[Hiltrud Oman]] vom [[Heimatmuseum Sigl-Haus]]. Breiten Raum nimmt die ''American Mount Everest Expedition'' [[1963]] ein, bei der Dyhrenfurth die erste Überschreitung von Westgrat und Südostgrat leitete. "''Danach wurden wir in den Medien groß gefeiert, ja, wir waren so etwas wie Stars. Präsident John F. Kennedy überreichte uns die selten verliehene Hubbard-Medaille der National Geographic Society.''" Auch der Yeti, das Wesen im Himalaya, spielte in Dyhrenfurths Leben eine Rolle: ''"Er ist mehr als eine Sage. Wir haben eine drei Tage alte Spur des Yeti fotografiert.''" Als Beobachter der Bergsteigerszene übte Dyhrenfurth Kritik am modernen Alpinismus. "''Es ist gut, dass viele Leute in die Berge gehen''", sagte er, "''nur fehlt oft die Liebe zu den Bergen. Die Kameradschaft ist aus der Mode gekommen, das Orientieren am Langsamsten in der Seilschaft. Die Leute klettern allein. Dann dieser Drang zu den Achttausendern. Da zahlen sie 65.000 Dollar für einen Aufstieg auf den Mount Everest und haben im Leben nie zuvor einen Pickel gesehen. Zu Hause lassen sie sich als Held feiern – wenn sie überhaupt nach Hause kommen.''"
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Im Alter von 74 Jahren drehte Dyhrenfurth [[1992]] seine letzten Filme, darunter ''Children in Exile''. Es ist eine berührende Dokumentation über ein tibetisches Kinderdorf am Ort der tibetischen Exilregierung im indischen Dharamsala. Die Schwester des Dalai Lama sprach die Schlussworte im Film, den Dalai Lama traf Dyhrenfurth [[2012]] bei dessen Besuch in Salzburg.  
    
== Privat ==
 
== Privat ==
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Am [[9. Mai]] [[2017]] verlieh ihm anlässlich seines 99. Geburtstags der Salzburger [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]] den [[Ehrenbecher der Stadt Salzburg]].  
 
Am [[9. Mai]] [[2017]] verlieh ihm anlässlich seines 99. Geburtstags der Salzburger [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]] den [[Ehrenbecher der Stadt Salzburg]].  
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Im [[Heimatmuseum Sigl-Haus|Sigl-Haus]] in [[St. Georgen bei Salzburg]] konnte man 2010 bis zum [[17. Oktober]] [[2010]] jedes Wochenendedie Ausstellung ''Norman G. Dyhrenfurth, Wozu ein Himmel, sonst?'' sehen. Die Filme des Bergsteigers und Regisseurs sowie Bilder und Erinnerungsstücke liessen einige Jahrzehnte Geschichte lebendig werden.
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Im letzten Jahr des [[Erster Weltkrieg|ersten Weltkriegs]] auf Schloss Carlowitz bei Breslau geboren, zog er mit seinen Eltern als Bub [[1923]] für zwei Jahre in die [[Stadt Salzburg]], wo die Familie am Fuße des Plainbergs lebte. 1925 zog Dyhrenfurth weiter in die Schweiz. Nach Kriegsende wurde Norman Dyhrenfurth Professor und Leiter der "Film-Abteilung" an der ''University of California'', Los Angeles, [[USA]], später als Bergfilmpionier berühmt: Das Schicksal hat mit Norman G. Dyhrenfurth viel vorgehabt. "''Wir waren die Ersten, die auf den Gipfeln gefilmt haben''", erzählte der groß gewachsene 92-Jährige, der um mindestens zwanzig Jahre jünger wirkt.
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Mit Gipfeln meinte Dyhrenfurth die eisigen Regionen des ''Mount Everest'' (1952 als Kameramann der 2. Schweizer ''Mount Everest'' Expedition), des ''Lhotse'' (1955 erstmals als Expeditionsleiter) oder des ''Dhaulagiri'' (8 167 [[m ü. A.]]), wo 1960 auch der Salzburger [[Kurt Diemberger]] zur Seilschaft gehört hatte.
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Seit [[1970]] lebte der Sohn des Bergsteigerpaares Günter und Hettie Dyhrenfurth (Olympiagold 1936 in der Sparte Alpinismus) wieder in der Stadt Salzburg. Das aktive Bergsteigen gab er auf. Vorträge hielt er nach wie vor und [[Michael Bilic]] vom [[Das Kino|Filmkulturzentrum "Das Kino"]] schätzte Dyhrenfurths Beratung bei den Vorbereitungen zum alljährlichen [[Bergfilmfestival]]. 1986 drehte Norman G. Dyhrenfurth bei der Herrligkoffer-Karakorum-Expedition zum K2 und Broad Peak einen Dokumentarfilm für das Westdeutsche Fernsehen. Insgesamt schuf er mehr als 100 Dokumentarfilme.
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Beim jüngsten Festival knüpfte Dyhrenfurth den Kontakt zu [[Hiltrud Oman]] vom [[Heimatmuseum Sigl-Haus]]. Breiten Raum nimmt die ''American Mount Everest Expedition'' [[1963]] ein, bei der Dyhrenfurth die erste Überschreitung von Westgrat und Südostgrat leitete. "''Danach wurden wir in den Medien groß gefeiert, ja, wir waren so etwas wie Stars. Präsident John F. Kennedy überreichte uns die selten verliehene Hubbard-Medaille der National Geographic Society.''" Auch der Yeti, das Wesen im Himalaya, spielte in Dyhrenfurths Leben eine Rolle: ''"Er ist mehr als eine Sage. Wir haben eine drei Tage alte Spur des Yeti fotografiert.''" Als Beobachter der Bergsteigerszene übte Dyhrenfurth Kritik am modernen Alpinismus. "''Es ist gut, dass viele Leute in die Berge gehen''", sagte er, "''nur fehlt oft die Liebe zu den Bergen. Die Kameradschaft ist aus der Mode gekommen, das Orientieren am Langsamsten in der Seilschaft. Die Leute klettern allein. Dann dieser Drang zu den Achttausendern. Da zahlen sie 65.000 Dollar für einen Aufstieg auf den Mount Everest und haben im Leben nie zuvor einen Pickel gesehen. Zu Hause lassen sie sich als Held feiern – wenn sie überhaupt nach Hause kommen.''"
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== Literatur ==
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* Dyhrenfurth, Norman G.: ''[[Wozu ein Himmel sonst? Erinnerungen an meine Zeit im Himalaya.]]''
    
==Quellen==
 
==Quellen==
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* [http://www.kammerlander.com/pdf/SiglHaus_Dyhrenfurth_2010_aktuell.pdf Hans Kammerlander]
 
* [http://www.kammerlander.com/pdf/SiglHaus_Dyhrenfurth_2010_aktuell.pdf Hans Kammerlander]
 
* [https://www.stadt-salzburg.at/index.php?id=36084 www.stadt-salzburg.at]
 
* [https://www.stadt-salzburg.at/index.php?id=36084 www.stadt-salzburg.at]
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* ''Wozu ein Himmel sonst?''
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==== Einzelnachweise ====
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<references/>
 
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[[Kategorie:Alpinismus]]
 
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[[Kategorie:Alpinismus (Geschichte)]]
 
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