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Version vom 3. November 2010, 15:04 Uhr
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Die Stille-Nacht-Spiele „Hirten erst kund gemacht“ sind ein Historienspiel, das von der Schiffertheater Laufen – Theatergruppe Standl seit 2007 alljährlich im Advent aufgeführten werden.
Geschichte
Das Historienspiel „Hirten erst kundgemacht“ erzählt in eindrucksvoller Weise die Entstehung des Weihnachtsliedes Stille Nacht, Heilige Nacht.
Armut und Resignation hatten sich nach den napoleonischen Kriegen und dem Niedergang der Salzachschifffahrt breit gemacht. Am Heiligen Abend 1818 schenkten Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr den Schiffern dieses Weihnachtslied. Ein Lied, das die Menschen dieser Welt berührt: Zwei Freunde, der Lehrer und Organist Franz Xaver Gruber und der Priester Joseph Mohr, schufen gemeinsam das Weihnachtslied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“. Es entstand aus der Not heraus, weil am Heiligen Abend 1818 die Orgel versagte.
Das Historienspiel wird in drei Programmteilen gegeben:
Dem Besuch des stimmungsvollen Oberndorfer Adventmarktes am Stille-Nacht-Platz mit einer Einführung über die Entstehungsgeschichte des Liedes durch den Historiker Dr. Fritz Lepperdinger und der Möglichkeit des Besuches der Stille-Nacht-Gedächtniskapelle. Es folgt ein Laternenmarsch, der von Schifferschützen und einer Bläsergruppe begleitet wird, über den Stille-Nacht-Laternenweg durch die Altstadt von Laufen zur Spielstätte in der Salzachhalle. In der Salzachhalle, dem städtischen Theater von Laufen, wird dann das Historienspiel gegeben.
Das Historienspiel zeigt auch den Kontext auf, in dem dieses Lied entstand, und lässt eine Parallele zur biblischen Geschichte erkennen: die Demütigung durch die napoleonischen Truppen, die Kraft junger Menschen gegen die Mächtigen, die Liebe zweier Menschen zueinander und das christliche Leben in der Familie. Es gewährt auch einen tiefen Einblick in die Adventbräuche der Schiffergemeinde, die heute noch gelebt werden. Schließlich wird die Entstehungsgeschichte dieses Weihnachtsliedes, wie es Gruber und Mohr schufen, dargestellt. Und es wird die Botschaft der beiden nachvollzogen.
2010
2010 singen und spielen erstmals die Oberndorfer Hirtenkinder aus dem Musikum Oberndorf auch alte Advent- und Weihnachtslieder. Dieses Adventsingen zeigt aber auch die historischen Umstände auf, unter denen das Lied in Oberndorf (damals Teil von Laufen) entstanden ist. 2010 Regie hat wieder in bewährter Weise Gerard Es, für die musikalischen Inszenierungen ist wie im Vorjahr Mag. Sabine Zaunschirm mit ihren Kindern des Musikums Oberndorf verantwortlich.
Aufführungstermine
- Samstag, 4. Dezember 2010, 19 Uhr
- Sonntag, 5. Dezember 2010, 16 Uhr
- Samstag, 11. Dezember 2010, 19 Uhr
- Sonntag, 12. Dezember 2010, 16 Uhr
Programm
Drei interessante Programmpunkte mit einer Eintrittskarte
◊ Führung im Stille-Nacht-Bezirk Oberndorf (Beginn: 15 bzw. 18 Uhr) bei der Stille-Nacht-Kapelle) mit Dr. Friedrich Lepperdinger, Autor des jüngsten „Stille-Nacht“-Buches. Das Schiffertheater Laufen gewährt seinen Besuchern einen Einblick in die Legende dieses Weihnachtsliedes. Geführter Besuch bei der Gedenkstätte. Hier erfährt der Besucher am historischen Ort der Entstehung Interessantes über Entstehung und Verbreitung des Liedes, verbunden mit einem stimmungsvollen Besuch des Oberndorfer Adventmarktes am Stille-Nacht-Platz.
◊ Anschließend Laternen-Fußmarsch am historischen Stille-Nacht-Weg: Auf dem romantischen Fußmarsch mit Laternen auf dem Salzachdamm gewinnt der Besucher einen Eindruck vom historischen Stadtkern von Laufen. Eine Bläsergruppe begleitet stimmungsvoll den Fußmarsch. Erklärungen zur Stadtgeschichte.
◊ Aufführung historisches Schauspiel: (16 bzw.19 Uhr in der Salzachhalle Laufen): Hauptprogramm ist sodann die Aufführung des historischen Schauspiels über die Entstehung von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ in der Salzachhalle Laufen. Adventsingen. Das Lied berührt die Menschen. Es ist inszeniert als szenische Darstellung im Kontext der historischen dörflichen Gegebenheiten anno 1818 in Oberndorf.
Eintrittspreis
- Einheitliche Eintrittskategorie: 19,90 Euro Euro
- Dauer der Veranstaltung rund drei Stunden