Eröffnungsbilanz des Landes Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Wie reich ist Salzburg nun tatsächlich? ===  
=== Wie reich ist Salzburg nun tatsächlich? ===  


"''Wir haben eine stabile Situation''", erklärt [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior|Wilfried Haslauer]]. Bei einer Bilanzsumme von 6,3 Milliarden Euro stünden lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten von 1,7 Milliarden Euro Finanzforderungen im Ausmaß von 2,7 Milliarden Euro gegenüber. "''Mit 1,2 Milliarden Euro verfügt Salzburg über eine Eigenkapitalquote von 20 Prozent - und das, obwohl wir in den Verbindlichkeiten auch sämtliche Rückstellungen für künftige Pensionen berücksichtigt haben''", ergänzt er. Das sei nicht zwingend so vorgeschrieben, "''aber wir haben uns dazu entschieden, das zu machen, denn diese finanzielle Last kommt eines Tages auf uns zu''". Ohne die Pensionsrückstellungen in der Höhe von 2,6 Milliarden Euro läge die Eigenkapitalquote des Landes sogar bei rund 60 Prozent, unterstreicht Haslauer. Den Vorteil gegenüber der alten, kameralistischen Darstellung sieht er in der nun auf einen Blick erfassbaren Gesamtvermögenssituation. "''Wir sehen nicht mehr nur Einnahmen und Ausgaben, sondern auch, was unsere Forderungen, unsere Verbindlichkeiten und unsere Schulden sind. Oder am Beispiel von Beteiligungen: In der Kameralistik war unser Anteil am Nominalkapital angeführt - was nichts darüber ausgesagt hat, wie hoch der Wert unseres Anteils tatsächlich war. Und den sehen wir jetzt.''"
"''Wir haben eine stabile Situation''", erklärt [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer (junior)]]. Bei einer Bilanzsumme von 6,3 Milliarden Euro stünden lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten von 1,7 Milliarden Euro Finanzforderungen im Ausmaß von 2,7 Milliarden Euro gegenüber. "''Mit 1,2 Milliarden Euro verfügt Salzburg über eine Eigenkapitalquote von 20 Prozent - und das, obwohl wir in den Verbindlichkeiten auch sämtliche Rückstellungen für künftige Pensionen berücksichtigt haben''", ergänzt er. Das sei nicht zwingend so vorgeschrieben, "''aber wir haben uns dazu entschieden, das zu machen, denn diese finanzielle Last kommt eines Tages auf uns zu''". Ohne die Pensionsrückstellungen in der Höhe von 2,6 Milliarden Euro läge die Eigenkapitalquote des Landes sogar bei rund 60 Prozent, unterstreicht Haslauer. Den Vorteil gegenüber der alten, kameralistischen Darstellung sieht er in der nun auf einen Blick erfassbaren Gesamtvermögenssituation. "''Wir sehen nicht mehr nur Einnahmen und Ausgaben, sondern auch, was unsere Forderungen, unsere Verbindlichkeiten und unsere Schulden sind. Oder am Beispiel von Beteiligungen: In der Kameralistik war unser Anteil am Nominalkapital angeführt - was nichts darüber ausgesagt hat, wie hoch der Wert unseres Anteils tatsächlich war. Und den sehen wir jetzt.''"


"''Wir können besser in die Zukunft schauen''", betont Finanzreferent Landeshauptmannstellvertreter [[Christian Stöckl]]. In der Eröffnungsbilanz werden die Gesamtschulden des Landes mit 1,7 Milliarden Euro angegeben. Heute liegen sie bei knapp 1,5 Milliarden Euro. Rund 900 Millionen Euro dieser Schulden basieren auf alten Wohnbaudarlehen, die das Land bis zur Umstellung 2015 aufgenommen und an Wohnbauförderungsnehmer weitergegeben hatte. Diese Schuldenberge habe man im kameralistischen System wie mit einem Schneepflug vor sich hergeschoben, ohne ein genaues Bild vom sich aufbauenden Schuldenberg zu haben. "''Das System der Wohnbauförderung alt in Kombination mit der Kameralistik war brandgefährlich''", sagt Haslauer. "''Seit 2014 haben wir rund 760 Millionen Euro an Schulden abgebaut und den Zinsendienst von 63 auf 30 Millionen Euro reduziert''", ergänzt Stöckl.
"''Wir können besser in die Zukunft schauen''", betont Finanzreferent Landeshauptmannstellvertreter [[Christian Stöckl]]. In der Eröffnungsbilanz werden die Gesamtschulden des Landes mit 1,7 Milliarden Euro angegeben. Heute liegen sie bei knapp 1,5 Milliarden Euro. Rund 900 Millionen Euro dieser Schulden basieren auf alten Wohnbaudarlehen, die das Land bis zur Umstellung 2015 aufgenommen und an Wohnbauförderungsnehmer weitergegeben hatte. Diese Schuldenberge habe man im kameralistischen System wie mit einem Schneepflug vor sich hergeschoben, ohne ein genaues Bild vom sich aufbauenden Schuldenberg zu haben. "''Das System der Wohnbauförderung alt in Kombination mit der Kameralistik war brandgefährlich''", sagt Haslauer. "''Seit 2014 haben wir rund 760 Millionen Euro an Schulden abgebaut und den Zinsendienst von 63 auf 30 Millionen Euro reduziert''", ergänzt Stöckl.