Gasthaus Gerbl: Unterschied zwischen den Versionen

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{{#ev:youtube|und1Rq_QeUA|280|right|Wiener Heurigen Musik im Gastgarten 2014, 02:17 min Video}}
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[[Datei:Herrnhuter Stern 2019 Neumarkt am Wallersee 02.jpg|thumb|270px|Ein [[Herrnhuter Sterne|Herrnhuter Stern]] über dem Eingang zum Gasthof Gerbl im Sonnenlicht.]]
[[Datei:Herrnhuter Stern 2019 Neumarkt am Wallersee 02.jpg|thumb|270px|Ein [[Herrnhuter Sterne|Herrnhuter Stern]] über dem Eingang zum Gasthof Gerbl im Sonnenlicht.]]
Der '''Gasthof Gerbl''' ist ein gastronomischer Betrieb in [[Neumarkt am Wallersee]] im nördlichen [[Flachgau]].
Das '''Gasthaus Gerbl''' ist ein gastronomischer Betrieb in [[Neumarkt am Wallersee]] im nördlichen [[Flachgau]].


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Als ''Gasthaus zum Adler'' wurde es erstmals während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] erwähnt. Wobei damals zwei Häuser standen: der "Adlerwirt" und die "Uhrbehausung". Letzteres hatte seinen Namen daher, dass sich neben dem Torbogen des Hauses die Markt-Uhr befand. Beim großen [[Marktbrand Neumarkt|Marktbrand]] [[1879]] brannte die Markt-Uhr jedoch ab und wurde nicht mehr aufgebaut. Heute ist dort ein kleiner Platz zwischen dem Gasthof und dem [[Stadtamt Neumarkt am Wallersee|Stadtamt]].
Als ''Gasthaus zum Adler'' wurde es erstmals während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] erwähnt. Wobei damals zwei Häuser standen: der "Adlerwirt" und die "Uhrbehausung". Letzteres hatte seinen Namen daher, dass sich neben dem Torbogen des Hauses die Markt-Uhr befand. Beim großen [[Marktbrand Neumarkt|Marktbrand]] [[1879]] brannte die Markt-Uhr jedoch ab und wurde nicht mehr aufgebaut. Heute ist dort ein kleiner Platz zwischen dem Gasthaus und dem [[Stadtamt Neumarkt am Wallersee|Stadtamt]].


Der Name "Adlerwirt" geht wahrscheinlich auf den Besitzer Thomas Adler ([[1620]]) zurück. Es war auch gleichzeitig der Beginn der Wirthaus[[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|gerechtsame]], [[1760]] kaufte es Postmeister Franz Xaver Eisenhut und [[1790]] Ignaz Eisenhut, ebenfalls Postmeister. In dieser Poststation ist belegt, dass [[Wolfgang Amadé Mozart]] anlässlich seiner Reise nach [[Wien]] in den Jahren [[1767]] als Elfjähriger und dann nochmals im Juli [[1773]] hier Station gemacht hatte und die Pferde gewechselt wurden. Die Poststation wurde [[1808]] von Postmeister Alois von [[Rauchenbichler]] in das heutige Haus Hauptstraße 21 ([[Haus Kranzinger]]) verlegt.
Der Name "Adlerwirt" geht wahrscheinlich auf den Besitzer Thomas Adler ([[1620]]) zurück. Es war auch gleichzeitig der Beginn der Wirthaus[[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|gerechtsame]], [[1760]] kaufte es Postmeister Franz Xaver [[Eisenhut (Familie)|Eisenhut]] und [[1790]] Ignaz Eisenhut, ebenfalls Postmeister. In dieser Poststation ist belegt, dass [[Wolfgang Amadé Mozart]] anlässlich seiner Reise nach [[Wien]] in den Jahren [[1767]] als Elfjähriger und dann nochmals im Juli [[1773]] hier Station gemacht hatte und die Pferde gewechselt wurden. Die Poststation wurde [[1808]] von Postmeister Alois von [[Rauchenbichler]] in das heutige Haus Hauptstraße 21 ([[Haus Kranzinger]]) verlegt.


Die Besitzer des Karlmetzergutes, Pauline und Johann Karl, erwarben dann [[1913]] den Adlerwirt und verlegten ihre Fleischhauerei ins Haus. Noch heutig gibt es einen Filialbetrieb der Fleischhauerei Gerbl aus [[Straßwalchen]] im Gerblwirt.
Die Besitzer des Karlmetzergutes, Pauline und Johann Karl, erwarben dann [[1913]] den Adlerwirt und verlegten ihre Fleischhauerei ins Haus. Noch heutig gibt es einen Filialbetrieb der Fleischhauerei Gerbl aus [[Straßwalchen]] im Gerblwirt.


[[1936]] erwarben Alois und Theresia Gerbl das Gasthaus. Es wurde zusammen mit einem Viehhandel und einem Fleischhauereibetrieb bis zum Tode von Alois Gerbl im Jahr [[1955]] geführt. Seine Witwe übergab dann schließlich am [[29. Dezember]] [[1978]] (Übernahmevertrag) das Unternehmen an ihre Tochter Antonia Gerbl, die nun das Gasthaus seit 40 Jahren führt (Stand 2019).
[[1936]] erwarben Alois und Theresia Gerbl das Gasthaus. Es wurde zusammen mit einem Viehhandel und einem Fleischhauereibetrieb bis zum Tode von Alois Gerbl im Jahr [[1955]] geführt. Seine Witwe übergab dann schließlich am [[29. Dezember]] [[1978]] (Übernahmevertrag) das Unternehmen an ihre Tochter Antonia Gerbl, die nun das Gasthaus seit 41 Jahren führt (Stand 2020).


Die heutige Gaststube wurde [[1947]] eingerichtet und ist noch heute im Originalstil erhalten.   
Die heutige Gaststube wurde [[1947]] eingerichtet und ist noch heute im Originalstil erhalten.   
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== Gasthof oder Gasthaus? ==
== Gasthof oder Gasthaus? ==
Im Firmenwortlaut wird "Gasthof" angeführt, was auch grundsätzlich den Tatsachen entspricht. Da jedoch seit Jahren die Zimmer Ende der [[1990er]]-Jahre an  [[Asylwerber in Salzburg|Asylwerbern in Salzburg]] vermietet sind, gibt es keine Zimmer für andere Gäste. Daher die passendere Bezeichnung "Gasthaus" (Stand Februar 2018).
Im Firmenwortlaut wird "Gasthof" angeführt, was auch grundsätzlich den Tatsachen entspricht. Da jedoch seit Jahren die Zimmer Ende der [[1990er]]-Jahre an  [[Asylwerber in Salzburg|Asylwerbern in Salzburg]] vermietet sind, gibt es keine Zimmer für andere Gäste. Daher wird nun an der Fassade die Bezeichnung "Gasthaus" verwendet (Stand Juli 2020).


== Anschrift ==
== Anschrift ==
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* {{Quelle FN|5. Mai 2011}}
* {{Quelle FN|5. Mai 2011}}
* [[Helmut Deinhammer]]: ''[[Haus- und Hofchronik Neumarkt am Wallersee]]'', Seite 78
* [[Helmut Deinhammer]]: ''[[Haus- und Hofchronik Neumarkt am Wallersee]]'', Seite 78
* [[Stadtschreiber Neumarkt am Wallersee|Neumarkter Stadtschrei(b)er]]


{{SORTIERUNG: Gerbl, Gasthaus}}
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