Infektionskrankheit Covid-19: Unterschied zwischen den Versionen

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Quellen [https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Neuartiges-Coronavirus-(2019-nCov).html www.sozialministerium.at] sowie [[Salzburger Nachrichten]]
Quellen [https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Neuartiges-Coronavirus-(2019-nCov).html www.sozialministerium.at] sowie [[Salzburger Nachrichten]]
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Die Tankstellenbetreiber spüren weiterhin massiv den "Shutdown" durch die Corona-Krise. Kurzarbeit und Kündigungen sind auch hier die Folge. Die Obfrau der Tankstellenbetreiber in Kärnten, Iris Kraiger, beziffert den Umsatzrückgang beim Treibstoff seit Mitte März mit 70 und 80 Prozent. Der Shopumsatz bzw. die Nebengeschäfte sind teilweise komplett eingebrochen, sagte sie zu "orf.at".
Die Tankstellenbetreiber spüren weiterhin massiv den "Shutdown" durch die Corona-Krise. Kurzarbeit und Kündigungen sind auch hier die Folge. Die Obfrau der Tankstellenbetreiber in Kärnten, Iris Kraiger, beziffert den Umsatzrückgang beim Treibstoff seit Mitte März mit 70 und 80 Prozent. Der Shopumsatz bzw. die Nebengeschäfte sind teilweise komplett eingebrochen, sagte sie zu "orf.at".
; 4. April
Ein '''Oster-Erlass zur Corona-Krise''' soll großen Festen in den eigenen vier Wänden einen Strich durch die Rechnung machen. Rechtzeitig vor den Feiertagen veranlasste das Gesundheitsministerium, dass sich nicht mehr als fünf Personen, die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben, versammeln dürfen. Kritik kam nicht nur aus der Opposition, auch für Verfassungsexperten ist dies nicht haltbar. Der Erlass des Gesundheitsministeriums erging bereits am 2. April an die Landeshauptleute. Diese sollen die Bezirksverwaltungsbehörden anweisen, private Zusammenkünfte bis auf Weiteres zu untersagen. Konkret heißt es darin dass "sämtliche Zusammenkünfte in einem geschlossenen Raum, an denen mehr als fünf Personen teilnehmen, die nicht im selben Haushalt leben, ab Erhalt dieses Erlasses bis auf Weiteres zu untersagen" sind. Das Problem, das sich etwa für den Verfassungsjuristen Bernd-Christian Funk nun stellt: Das Epidemiegesetz, auf das sich der Erlass bezieht, sieht gar keinen Eingriff in den Privatbereich vor. Geregelt werden darin, konkret in Paragraf 15, lediglich öffentliche Veranstaltungen.<ref>[[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/panorama/oesterreich/keine-grossen-familienfeiern-zu-ostern-neuer-erlass-regelt-haeusliche-zusammenkuenfte-85806571 4. April 2020</ref>
Der Erlass des Gesundheitsministeriums, wonach vor allem im Hinblick auf Ostern Zusammenkünfte im Privatbereich beschränkt werden, ist für Verfassungsrechtler Bernd-Christian Funk mehr als fragwürdig. "''Das geht zu weit''", sagte er im Gespräch mit der APA. Es gebe keine gesetzliche Grundlage dafür - auch nicht das Epidemiegesetz, das sich lediglich auf öffentliche Veranstaltungen bezieht. Wörtlich besagt das Epidemiegesetz: "''Die Bezirksverwaltungsbehörde hat Veranstaltungen, die ein Zusammenströmen größerer Menschenmengen mit sich bringen, zu untersagen, sofern und solange dies im Hinblick auf Art und Umfang des Auftretens einer meldepflichtigen Erkrankung zum Schutz vor deren Weiterverbreitung unbedingt erforderlich ist.''"
In Österreich waren mit Stand Samstag, 10:30 Uhr, 11&nbsp;781 Menschen am Coronavirus SARS-CoV-2 erkrankt. 186 Menschen hatten Covid-19 nicht überlebt, 2&nbsp;507 hatten sich hingegen bereits wieder von der Erkrankung erholt, teilte das Innenministerium mit. 1&nbsp;071 Menschen waren wegen einer Covid-19-Erkrankung in Spitalsbehandlung, davon wie am Freitag 245 auf Intensivstationen.
In Form von '''Corona-Virus''' werden Süßigkeiten auf den Markt gebracht.
; AGES: Ischgl-Kellnerin am 8. März positiv getestet
Nach dem Zahlen-Chaos vom Vortag hat sich die AGES am Freitag um weitere Aufklärung in der Ischgl-Causa bemüht. Bei jener einheimischen Kellnerin aus dem Wintersportort, die als erster gesicherter Corona-Fall in Tirol gilt, wurde demnach ein Beginn der Erkrankung am 8. Februar ermittelt. Ihr positiver Test erfolgte am 8. März.


== Sonstige Ereignisse in Österreich ==
== Sonstige Ereignisse in Österreich ==
=== AUA-Maschine brachte 184 Passagiere aus Nigeria zurück nach Europa ===
'''4. April''': Eine AUA-Maschine hat in der Nacht auf Samstag 184 Passagiere aus Nigeria zurück nach Europa gebracht. Neben Österreichern befanden sich Reisende aus 24 weiteren Ländern an Bord. "''Passenderweise lautete der Name der AUA-Maschine 'Sibanye', das ist Zulu und bedeutet auf Deutsch so viel wie 'Wir sind eins'''", verriet Claudia Türtscher, Sprecherin von Außenminister Alexander Schallenberg, der APA.
=== Erste FFP2-Masken aus heimischer Produktion ===
'''4. April''': Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) hat am Samstag die ersten FFP2-Schutzmasken aus heimischer Herstellung präsentiert, die im Kampf gegen SARS-CoV-2 von Ärzten, Pflegepersonal und in Krankenhäusern eingesetzt werden können. Produziert werden die Masken für den medizinischen Bereich von einem Vorarlberger Konsortium um die Grabher-Group. Derzeit werden 15&nbsp;000 Stück täglich erzeugt.
Die Produktion der Schutzmasken, die zu 95 Prozent Viren filtern, soll in unmittelbarer Zukunft auf 100&nbsp;000 pro Tag hochgefahren werden. Die Herstellung einer halben Million am Tag wäre möglich, wenn ausreichend Näherinnen gefunden werden. Zumindest 100 zusätzliche Facharbeiterinnen würden dafür benötigt, erklärte Schramböck in einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt.
=== Erster Fall in Ischgl bereits am 8. Februar ===
=== Erster Fall in Ischgl bereits am 8. Februar ===
'''3. April'''. Der "erste gesicherte Corona-Fall" in Tirol betrifft eine einheimische Kellnerin. Das sagte Ingrid Kiefer, Leiterin der Krisenkommunikation der AGES, der APA. Das kam bei der epidemiologischen Abklärung heraus. Bestätigt wurde die Infektion erst im März. Zuvor war irrtümlich angegeben worden, dass eine Kellnerin aus der Schweiz bereits am 5. Februar die sogenannte Patientin Null gewesen sei. Der bisher viel genannte Barkeeper, dem in Medien unterstellt wurde, Dutzende in einem Apres-Ski-Lokal angesteckt zu haben, war demnach nicht der "Spreader". Vielmehr war er laut Allerberger der Erste von den in Ischgl Erkrankten, der zum Arzt ging und Anfang März positiv getestet wurde. Er habe fälschlicherweise die Rolle des angeblichen Weiterverbreiters "umgehängt bekommen", betonte Allerberger.
'''3. April'''. Der "erste gesicherte Corona-Fall" in Tirol betrifft eine einheimische Kellnerin. Das sagte Ingrid Kiefer, Leiterin der Krisenkommunikation der AGES, der APA. Das kam bei der epidemiologischen Abklärung heraus. Bestätigt wurde die Infektion erst im März. Zuvor war irrtümlich angegeben worden, dass eine Kellnerin aus der Schweiz bereits am 5. Februar die sogenannte Patientin Null gewesen sei. Der bisher viel genannte Barkeeper, dem in Medien unterstellt wurde, Dutzende in einem Apres-Ski-Lokal angesteckt zu haben, war demnach nicht der "Spreader". Vielmehr war er laut Allerberger der Erste von den in Ischgl Erkrankten, der zum Arzt ging und Anfang März positiv getestet wurde. Er habe fälschlicherweise die Rolle des angeblichen Weiterverbreiters "umgehängt bekommen", betonte Allerberger.