A 10 Tauern Autobahn: Unterschied zwischen den Versionen
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Etwa 108 Kilometer befinden sich im [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]]. Die Tauernautobahn verläuft südwärts durch den [[Flachgau]], [[Tennengau]], [[Pongau]] und [[Lungau]]. | Etwa 108 Kilometer befinden sich im [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]]. Die Tauernautobahn verläuft südwärts durch den [[Flachgau]], [[Tennengau]], [[Pongau]] und [[Lungau]]. | ||
Die längsten Tunnels sind der [[ | Die längsten Tunnels sind der [[Tauern-Tunnel (Tauernautobahn)]] mit 6 765 Metern (erste Röhre) und der [[Katschberg-Tunnel]] mit 5 898 Metern (zweite Röhre); in letzterem verläuft die Landesgrenze zwischen Salzburg und [[Kärnten]]. Der Scheitelpunkt der Tauernautobahn liegt im Lungau auf 1 340 Metern beim Südportal des Tauern-Tunnels in [[Wald (Zederhaus)|Wald]] in der Gemeinde [[Zederhaus]]. | ||
Tauern-Tunnel und Katschberg-Tunnel sind [[Mautstraße|Mautstrecken]]. Die Tauernautobahn ist zweispurig je Fahrtrichtung befahrbar. | |||
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Ende der [[1950er]]-Jahre wurde eine Nord-Süd-Autobahn wieder ein Thema. Der Salzburger Rechtsanwalt [[Hans Freyborn]] engagierte sich für den Bau und gründete dafür [[1964]] eine Studiengesellschaft. Erst [[1965]] begann man mit der Planung und dem Bau des ersten Abschnitts von Salzburg bis [[Golling an der Salzach]].<ref name="SN2018">{{Quelle SN|21. Juli 2018}}</ref> Eine Entschließung des Nationalrats leitete [[1966]] konkrete Schritte ein. Mit einer Bundesstraßen-Gesetzesnovelle wurde die Strecke [[1968]] offiziell zur Autobahn. | Ende der [[1950er]]-Jahre wurde eine Nord-Süd-Autobahn wieder ein Thema. Der Salzburger Rechtsanwalt [[Hans Freyborn]] engagierte sich für den Bau und gründete dafür [[1964]] eine Studiengesellschaft. Erst [[1965]] begann man mit der Planung und dem Bau des ersten Abschnitts von Salzburg bis [[Golling an der Salzach]].<ref name="SN2018">{{Quelle SN|21. Juli 2018}}</ref> Eine Entschließung des Nationalrats leitete [[1966]] konkrete Schritte ein. Mit einer Bundesstraßen-Gesetzesnovelle wurde die Strecke [[1968]] offiziell zur Autobahn. | ||
[[1969]] begannen die Bauarbeiten an den beiden großen Tunnelabschnitten, im Jänner [[1971]] die Bauarbeiten für die beiden Haupttunnel, Katschberg- und | [[1969]] begannen die Bauarbeiten an den beiden großen Tunnelabschnitten, im Jänner [[1971]] die Bauarbeiten für die beiden Haupttunnel, Katschberg- und Tauern-Tunnel.<ref name="SN2018"></ref> Am [[21. Dezember]] [[1974]] wurde der Katschberg-Tunnel für den Verkehr freigegeben, am [[21. Juni]] [[1975]] der 44 Kilometer lange Abschnitt von [[Eben im Pongau]] bis [[St. Michael im Lungau]]. [[1980]] wurde der Abschnitt im Kärntner Liesertal fertiggestellt. | ||
Chronologie der Eröffnungen | Chronologie der Eröffnungen | ||
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* [[10. Oktober]] [[1974]]: ASt Golling – ASt [[Pass Lueg]] (6,141 km, [[Ofenauer Tunnel (Tauernautobahn)|Ofenauer]]-/[[Hiefler Tunnel]]) | * [[10. Oktober]] [[1974]]: ASt Golling – ASt [[Pass Lueg]] (6,141 km, [[Ofenauer Tunnel (Tauernautobahn)|Ofenauer]]-/[[Hiefler Tunnel]]) | ||
* [[21. Dezember]] 1974: ASt [[St. Michael im Lungau]] – ASt Rennweg (8,860 km, [[Katschberg-Tunnel]]) | * [[21. Dezember]] 1974: ASt [[St. Michael im Lungau]] – ASt Rennweg (8,860 km, [[Katschberg-Tunnel]]) | ||
* [[21. Juni]] [[1975]]: ASt [[Eben im Pongau]] – ASt St. Michael im Lungau (44,071 km, [[ | * [[21. Juni]] [[1975]]: ASt [[Eben im Pongau]] – ASt St. Michael im Lungau (44,071 km, [[Tauern-Tunnel (Tauernautobahn)|Tauern-Tunnel ]]) | ||
* [[2. Juli]] [[1976]]: Lieserhofen – Knoten Spittal/Millstättersee (1,940 km) | * [[2. Juli]] [[1976]]: Lieserhofen – Knoten Spittal/Millstättersee (1,940 km) | ||
* 2. Juli 1976: ASt [[Gmünd]]-Maltatal – Knoten Spittal/Millstättersee (9,638 km) | * 2. Juli 1976: ASt [[Gmünd]]-Maltatal – Knoten Spittal/Millstättersee (9,638 km) | ||
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=== Zweite Tunnelröhren === | === Zweite Tunnelröhren === | ||
[[File: | [[File:Tauern-Tunnel zweiröhrig 2.JPG|thumb|Nordportal des Tauern-Tunnels]] | ||
Nach dem [[Tauern-Tunnel-Brand 1999]] entschied man sich für den Bau einer zweiten Röhre je Tunnel. Die Bauarbeiten waren dann mit der Freigabe der zweiten Röhre im | Nach dem [[Tauern-Tunnel-Brand 1999]] entschied man sich für den Bau einer zweiten Röhre je Tunnel. Die Bauarbeiten waren dann mit der Freigabe der zweiten Röhre im Tauern-Tunnel am [[30. Juni]] [[2011]] beendet. | ||
Die Errichtung der der Scheitelstrecke von [[Eben im Pongau]] bis Rennweg ([[Kärnten]] kostete 1975 rund 11,8 Milliarden Schilling. Dabei kam ein Autobahnkilometer auf 11,12 Mill. Euro Baukosten. Dazu im Vergleich: 2011 kostete derselbe Autobahnkilometer aufgrund der umfangreichen Umweltmaßnahmen rund 29 Mill. Euro. | Die Errichtung der der Scheitelstrecke von [[Eben im Pongau]] bis Rennweg ([[Kärnten]] kostete 1975 rund 11,8 Milliarden Schilling. Dabei kam ein Autobahnkilometer auf 11,12 Mill. Euro Baukosten. Dazu im Vergleich: 2011 kostete derselbe Autobahnkilometer aufgrund der umfangreichen Umweltmaßnahmen rund 29 Mill. Euro. | ||
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== Verkehrssituation == | == Verkehrssituation == | ||
Die steigende Verkehrsfrequenz führte immer wieder zu Überlastung und Staus vor allem vor den Tunnels und dies wiederum besonders in den Sommerferien. Ein schwerer Unfall im | Die steigende Verkehrsfrequenz führte immer wieder zu Überlastung und Staus vor allem vor den Tunnels und dies wiederum besonders in den Sommerferien. Ein schwerer Unfall im Tauern-Tunnel im Mai [[1999]] bestätigte die Befürworter eines zweiröhrigen Ausbaus der Tunnels. Die Arbeiten an den beiden zweiten Röhren waren [[2010]] abgeschlossen. | ||
Im Eröffnungsjahr 1975 fuhren 649 000 Fahrzeuge über die Tauernautobahn bei der [[Mautstelle St. Michael]], [[2017]] waren es nach einer Analyse des Verkehrsclubs Österreich rund acht Millionen Fahrzeuge.<ref name="SN2018"></ref> | Im Eröffnungsjahr 1975 fuhren 649 000 Fahrzeuge über die Tauernautobahn bei der [[Mautstelle St. Michael]], [[2017]] waren es nach einer Analyse des Verkehrsclubs Österreich rund acht Millionen Fahrzeuge.<ref name="SN2018"></ref> | ||