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[[Datei:Festung Hohensalzburg Burghof 01.jpg|thumb|Die [[Georgskirche (Festung Hohensalzburg)|Georgskirche]] im Burghof.]]
 
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[[Datei:Hoher Stock Festung Hohensalzburg Feuergang 04.jpg|thumb|Im '[[Feuergang (Festung Hohensalzburg)|Feuergang]]' im Erdgeschoß des  [[Hoher Stock (Festung Hohensalzburg)|Hohern Stocks]].]]
 
[[Datei:Hoher Stock Festung Hohensalzburg Feuergang 04.jpg|thumb|Im '[[Feuergang (Festung Hohensalzburg)|Feuergang]]' im Erdgeschoß des  [[Hoher Stock (Festung Hohensalzburg)|Hohern Stocks]].]]
Die '''Festung Hohensalzburg''' ist das Wahrzeichen von [[Stadt Salzburg|Salzburg]] und befindet sich auf dem [[Festungsberg]] in der historischen Innenstadt [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg|Stadt]]. Der [[Reißzug]] ist die älteste betriebene Standseilbahn der Welt und der [[Salzburger Stier (Festung Hohensalzburg)|Salzburger Stier]] ist weltweit das älteste betriebene (Orgel-)Hornwerk. Die Festung ist auch Teil der Dachmarke [[Hello salzburg|hello salzburg]].
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Die '''Festung Hohensalzburg''' ist das Wahrzeichen der [[Stadt Salzburg]] und befindet sich auf dem [[Festungsberg]] in der historischen [[Altstadt]]. Der [[Reißzug]] ist die älteste betriebene Standseilbahn der Welt und der [[Salzburger Stier (Festung Hohensalzburg)|Salzburger Stier]] ist weltweit das älteste betriebene (Orgel-)Hornwerk. Die Festung ist auch Teil der Dachmarke [[Hello salzburg|hello salzburg]].
    
== Allgemeines ==
 
== Allgemeines ==
Die über 900 Jahre alte Festung ist Europas größte Festungsanlage aus dem [[11. Jahrhundert]] und eine der besterhaltenen Festungsanlagen Europas. Der Bau der Festung begann während des Investiturstreits zwischen dem deutschen Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor im Jahr [[1077]] von [[Erzbischof]] [[Gebhard]] mit dem Zweck, [[Erzbistum (Überblick)|Fürsterzbistum]] und Bevölkerung zu schützen. Der Erzbischof war aber folgerichtig gleichzeitig auch dem Papst verpflichtet. Damals war Salzburg noch ein Teil von [[Bayern]] (bis um 1330/50) und auch Teil des [[Reich#Heiliges Römisches Reich|römisch-deutschen Reiches]] (bis 1803).  
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Die über 900 Jahre alte Festung ist Europas größte Festungsanlage aus dem [[11. Jahrhundert]] und eine der besterhaltenen Festungsanlagen Europas. Der Bau der Festung begann während des Investiturstreits zwischen dem deutschen Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor im Jahr [[1077]] von [[Erzbischof]] [[Gebhard]] mit dem Zweck, das die Stadt Salzburg und Bevölkerung zu schützen. Der Erzbischof war aber folgerichtig gleichzeitig auch dem Papst verpflichtet. Damals war Salzburg noch ein Teil des [[Herzogtum Bayern|Herzogtums Bayern]] (bis um [[1330]]–[[1350]]) und auch Teil des [[Reich#Heiliges Römisches Reich|römisch-deutschen Reiches]] (bis [[1803]]).  
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Die Festung ist nicht nur wegen ihrer spannenden Geschichte einen Besuch mit Führung wert: auch die Aussicht über die Stadt und das [[Salzburger Becken]] bis hin zu den Randgebirgen ([[Osterhorngruppe]], [[Salzburger Kalkhochalpen]], [[Berchtesgadener Alpen|Berchtesgadener]] und [[Chiemgauer Alpen]]) machen die Festung Hohensalzburg zu einem beliebten Ausflugsziel. Die Festung wird alljährlich von rund 900 000 Personen besucht. An Spitzentagen im August kommen bis zu 7 000 Personen auf die Festung, womit auch die Kapazitätsgrenze erreicht wird. Mit 996 000 Besuchern hatte die Festung Hohensalzburg im Jahr 2012 das beste Ergebnis aller Zeiten verzeichnet.
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Die Festung ist nicht nur wegen ihrer spannenden Geschichte einen Besuch mit Führung wert. Auch die Aussicht über die Stadt und das [[Salzburger Becken]] bis hin zu den Randgebirgen ([[Osterhorngruppe]], [[Salzburger Kalkhochalpen]], [[Berchtesgadener Alpen|Berchtesgadener]] und [[Chiemgauer Alpen]]) machen die Festung Hohensalzburg zu einem beliebten Ausflugsziel. Die Festung wird alljährlich von rund 900 000 Personen besucht. An Spitzentagen im August kommen bis zu 7 000 Personen auf die Festung, womit auch die Kapazitätsgrenze erreicht wird. Mit 996 000 Besuchern hatte die Festung Hohensalzburg im Jahr 2012 das beste Ergebnis aller Zeiten verzeichnet.
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== Lage ==
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== Erreichbarkeit ==
Die Festung befindet sich südwestlich der Salzburger Altstadt am Festungsberg auf 540 [[m ü. A.]] (Niveau im Burghof beim Reißzug). Der höchste Punkt der Festung ist liegt bei 568 m ü. A. (Niveau der Aussichtsplattform am Reckturm).  
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Die Festung befindet sich südwestlich der Salzburger Altstadt am Festungsberg auf 540 [[m ü. A.]] (Niveau im [[Burghof (Festung Hohensalzburg)|Burghof]] beim Reißzug). Der höchste Punkt der Festung ist liegt bei 568 m ü. A. (Niveau der Aussichtsplattform am [[Reckturm (Festung Hohensalzburg)|Reckturm]]).  
    
Zur Festung gelangt man über mehrere Wege:
 
Zur Festung gelangt man über mehrere Wege:
 
* zu Fuß
 
* zu Fuß
: a) aus der Altstadt über die [[Festungsgasse]] zum [[Hoher Weg (Festungsberg)|Hohen Weg]], weiter bergauf bis zu Kasse im [[Keutschachbogen (Festung Hohensalzburg)|Keutschachbogen]], weiter bergauf über den Aufgang an der Ostseite; Zeitbedarf: ca. 20-30 Minuten; Länge: ca. 1 000 m; Höhenunterschied: ca. 115 m  
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: a) aus der Altstadt über die [[Festungsgasse]] und einem geschotterten, etwas steilen Weg bis zu [[Keutschachbogen (Festung Hohensalzburg)|Keutschachbogen]], in welchem sich die Kassa befindet; man geht dann weiter bergauf und gelangt über den Aufgang an der Ostseite in das Innere der Festung; Zeitbedarf: ca. 20–30 Minuten vom [[Kapitelplatz]]; Länge: ca. 550 m (Kapitelplatz bis zur Kassa) und ca. 850 m bis in den Burghof; Höhenunterschied: ca. 115 m  
: b) von der [[Kaigasse]] über die [[Nonnbergstiege]], die zum [[Hoher Weg (Festungsberg)|Hohen Weg]] führt,  
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: b) von der [[Kaigasse]] über die [[Nonnbergstiege]], die zur oberen [[Nonnberggasse]] nahe der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] führt,  
 
: c) vom [[Mönchsberg]] kommend, zu dem es mehrere Aufgänge gibt,  
 
: c) vom [[Mönchsberg]] kommend, zu dem es mehrere Aufgänge gibt,  
: d) von [[Nonntal]] aus,
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: d) von [[Nonntal]]
 
:: von der [[Brunnhausgasse]] über den [[Hans-Sedlmayr-Weg]] und über das [[Bürgermeisterloch]] oder  
 
:: von der [[Brunnhausgasse]] über den [[Hans-Sedlmayr-Weg]] und über das [[Bürgermeisterloch]] oder  
:: über das [[Erhardgässchen]] oder die [[Nonnberggasse]] zum [[Benediktinenstift Nonnberg]] und weiter über den Hohen Weg.
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:: über das [[Erhardgässchen]] oder die Nonnberggasse zur Benediktinerinnenabtei Nonnberg und weiter die Nonnberggasse bis zur Festungsgasse.
* mit der [[Festungsbahn]], Standseilbahn
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* mit der [[Festungsbahn]], einer Standseilbahn
 
: von der Festungsgasse (Talstation), im zehn-Minuten-Takt verkehrend
 
: von der Festungsgasse (Talstation), im zehn-Minuten-Takt verkehrend
: Fahrtzeit: ca. 1 Minute; Länge: 198,5 m; Höhenunterschied: 96,6 m  
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: Fahrtzeit: ca. eine Minute; Länge: 198,5 m; Höhenunterschied: 96,6 m  
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
 
Die meisten Kenntnisse zur Baugeschichte der Festung besitzen wir auf Grund der zahlreich erhaltenen [[Wappen der Fürsterzbischöfe|Wappen]] <ref>http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Kategorie:Datei:Wappen_auf_der_Festung_Hohensalzburg</ref> und durch [[Historische Ansichten der Stadt Salzburg|Historische Ansichten]].
 
Die meisten Kenntnisse zur Baugeschichte der Festung besitzen wir auf Grund der zahlreich erhaltenen [[Wappen der Fürsterzbischöfe|Wappen]] <ref>http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Kategorie:Datei:Wappen_auf_der_Festung_Hohensalzburg</ref> und durch [[Historische Ansichten der Stadt Salzburg|Historische Ansichten]].
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=== Begriffe Burg - Festung ===
 
=== Begriffe Burg - Festung ===
Der Begriff ''Burg'' hat seine Wurzeln in germanischer Zeit und wurde über die Althochdeutsche und die Mittelhochdeutsche Sprache in das Neuhochdeutsche übernommen. Im [[14. Jahrhundert]] verbreitete sich langsam auch die zusätzliche Bezeichnung ''veste'' („Feste“) oder ''vestunge'' („Festung“) für Burgen.<ref>{{wikipedia-de|Burg|Burg}}</ref>. Üblich ist es oft, den Begriff Burg vorrangig für mittelalterliche Wehranlagen zu verwenden, Festung aber für neuzeitliche. Damit es zu keinen Verwirrungen kommt, wird hier im Artikel für die neuzeitliche Wehranlage auf dem Festungsberg ebenfalls der Begriff ''Festung'' verwendet.  
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Der Begriff ''Burg'' hat seine Wurzeln in germanischer Zeit und wurde über die Althochdeutsche und die Mittelhochdeutsche Sprache in das Neuhochdeutsche übernommen. Im [[14. Jahrhundert]] verbreitete sich langsam auch die zusätzliche Bezeichnung ''veste'' („Feste“) oder ''vestunge'' („Festung“) für Burgen.<ref>{{wikipedia-de|Burg|Burg}}</ref>. Üblich ist es oft, den Begriff Burg vorrangig für [[mittelalter]]liche Wehranlagen zu verwenden, Festung aber für neuzeitliche. Damit es zu keinen Verwirrungen kommt, wird hier im Artikel für die neuzeitliche Wehranlage auf dem Festungsberg ebenfalls der Begriff ''Festung'' verwendet.  
    
Das ''Castrum superius'' (vielleicht auch [[Salzpurch]] genannt) war ein Vorgängerbau der Festung Hohensalzburg, von dem sehr wenig bekannt ist.
 
Das ''Castrum superius'' (vielleicht auch [[Salzpurch]] genannt) war ein Vorgängerbau der Festung Hohensalzburg, von dem sehr wenig bekannt ist.
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=== Anfänge ===
 
=== Anfänge ===
 
Die erste Nachricht von einer Wehranlage ''auf'' dem Festungsberg findet sich in der Zeit von Erzbischof [[Gebhard]]. Erzbischof Gebhard wurde [[1085]] ins Exil gezwungen und so konnte sein Burgvorhaben erst von seinen Nachfolgern fertig gestellt werden.  
 
Die erste Nachricht von einer Wehranlage ''auf'' dem Festungsberg findet sich in der Zeit von Erzbischof [[Gebhard]]. Erzbischof Gebhard wurde [[1085]] ins Exil gezwungen und so konnte sein Burgvorhaben erst von seinen Nachfolgern fertig gestellt werden.  
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=== Romanische Burg ===
 
=== Romanische Burg ===
Um [[1250]] bestand Hohensalzburg aus einem [[Romanik|romanischen]], gemauerten ''Palas'', dem Wohnturm, einer Kapelle und einem Nebengebäude und einer Ringmauer. Unter Fürsterzbischof [[Burkhard II. von Weißpriach]] (1461–1466) wurde die Ringmauer durch vier Rundtürme - [[Glockenturm (Festung Hohensalzburg)|Glockenturm]], [[Trompeterturm (Festung Hohensalzburg)|Trompeterturm]], [[Krautturm (Festung Hohensalzburg)|''Krautturm'']] und den [[Schmiedturm (Festung Hohensalzburg)|Schmiedturm]] - verstärkt und die Wehranlage ausgebaut. Sein Nachfolger, Fürsterzbischof [[Bernhard von Rohr]] (1466–1482), baute zum Schutz vor verschiedenen Feinden und vor aufständischen Salzburgern an der Ost- und an der [[Bernhard-von-Rohr-Bastei (Festung Hohensalzburg)|Südseite]] der Festung zwei Basteien, erhöhte die [[Äußere Ringmauer (Festung Hohensalzburg)|Ringmauer]] (vergleiche: Jahreszahl [[1479]] am [[Hoher Stock|Hohen Stock]]) und sicherte den östlichen Aufgang vom Nonnberg durch einen [[Schlangengang (Festung Hohensalzburg)|Zwinger]] mit einer drei Meter dicken Mauer. [[Johann III. Beckenschlager]], Fürsterzbischof von 1482 bis 1489, erweiterte die Festung um zwei Gebäude: das erste [[Großes Zeughaus (Festung Hohensalzburg)|Zeughaus]] und den [[Schüttkasten (Festung Hohensalzburg)|Schüttkasten]].
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Um [[1250]] bestand Hohensalzburg aus einem [[Romanik|romanischen]], gemauerten ''Palas'', dem Wohnturm, einer Kapelle und einem Nebengebäude und einer Ringmauer. Unter Fürsterzbischof [[Burkhard II. von Weißpriach]] (1461–1466) wurde die Ringmauer durch vier Rundtürme - [[Glockenturm (Festung Hohensalzburg)|Glockenturm]], [[Trompeterturm (Festung Hohensalzburg)|Trompeterturm]], [[Krautturm (Festung Hohensalzburg)|''Krautturm'']] und den [[Schmiedturm (Festung Hohensalzburg)|Schmiedturm]] - verstärkt und die Wehranlage ausgebaut. Sein Nachfolger, Fürsterzbischof [[Bernhard von Rohr]] (1466–1482), baute zum Schutz vor verschiedenen Feinden und vor aufständischen Salzburgern an der Ost- und an der [[Bernhard-von-Rohr-Bastei (Festung Hohensalzburg)|Südseite]] der Festung zwei Basteien, erhöhte die [[Äußere Ringmauer (Festung Hohensalzburg)|Ringmauer]] (vergleiche: Jahreszahl [[1479]] am [[Hoher Stock (Festung Hohensalzburg)|Hohen Stock]]) und sicherte den östlichen Aufgang vom Nonnberg durch einen [[Schlangengang (Festung Hohensalzburg)|Zwinger]] mit einer drei Meter dicken Mauer. [[Johann III. Beckenschlager]], Fürsterzbischof von 1482 bis 1489, erweiterte die Festung um zwei Gebäude: das erste [[Großes Zeughaus (Festung Hohensalzburg)|Zeughaus]] und den [[Schüttkasten (Festung Hohensalzburg)|Schüttkasten]].
    
=== Spätgotische Burg ===
 
=== Spätgotische Burg ===
[[Leonhard von Keutschach]] (1495–1519) baute die Burg zum prunkvollen Herrschersitz weiter aus. Er fügte dem Hohen Stock weitere Etagen hinzu und stattete diesen mit den [[Fürstenzimmer (Festung Hohensalzburg)|Fürstenzimmern]] im Stil der [[Gotik]] kostbar aus. Er legte die [[Keutschach-Zisterne (Festung Hohensalzburg)|Keutschach-Zisterne]] neu an und erhöhte die bereits bestehenden Rundtürme. Es entstand das Innere Schloss mit den [[Feuertürme (Festung Hohensalzburg)|Feuertürmen]], um das er die [[Schlossbastei (Festung Hohensalzburg)|Schlossbastei]] errichten und einen Burggraben aus dem Fels schlagen lies. Er legte den [[Reißzug]] als Transportanlage zur Burg an und ließ [[Kuchlturm (Festung Hohensalzburg)|Kuchlturm]] und Bäckerei bauen. So entstand die 'Burg in der Burg'. Das [[Denkmal von Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach]] steht als sichtbares Symbol dafür, welcher Höhepunkt in Kunst und Bautätigkeit in dieser Zeit erreicht wird. Leonhard von Keutschach "schenkte" er den Salzburgern die Orgel im Krautturm, den [[Salzburger Stier (Festung Hohensalzburg)|Salzburger Stier]].  
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[[Leonhard von Keutschach]] ([[1495]]–[[1519]]) baute die Burg zum prunkvollen Herrschersitz weiter aus. Er fügte dem Hohen Stock weitere Etagen hinzu und stattete diesen mit den [[Fürstenzimmer (Festung Hohensalzburg)|Fürstenzimmern]] im Stil der [[Gotik]] kostbar aus. Er legte die [[Keutschach-Zisterne (Festung Hohensalzburg)|Keutschach-Zisterne]] neu an und erhöhte die bereits bestehenden Rundtürme. Es entstand das Innere Schloss mit den [[Feuertürme (Festung Hohensalzburg)|Feuertürmen]], um das er die [[Schlossbastei (Festung Hohensalzburg)|Schlossbastei]] errichten und einen Burggraben aus dem Fels schlagen ließ. Er legte den [[Reißzug]] als Transportanlage zur Burg an und ließ [[Kuchlturm (Festung Hohensalzburg)|Kuchlturm]] und Bäckerei bauen. So entstand die 'Burg in der Burg'. Das [[Denkmal von Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach]] steht als sichtbares Symbol dafür, welcher Höhepunkt in Kunst und Bautätigkeit in dieser Zeit erreicht wird. Leonhard von Keutschach "schenkte" er den Salzburgern die Orgel im Krautturm, den [[Salzburger Stier (Festung Hohensalzburg)|Salzburger Stier]].  
    
Das Geld für den Ausbau der Burg stammte zum Teil aus dem [[Bergbau]] der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] und so regte sich von Seiten der organisierten Bergknappen Widerstand gegen die Salzburger Fürsterzbischöfe. Infolgedessen belagerten [[Vor und nach den Bauernkriegen (Überblick)#Der Aufstand der Bauern|Bauern]] und Bergknappen im Jahre [[1525]] den Salzburger Landesfürsten [[Matthäus Lang von Wellenburg]] 14 Wochen lang in seiner Burg. Jedoch ohne Erfolg - die Festung Hohensalzburg blieb uneinnehmbar.  
 
Das Geld für den Ausbau der Burg stammte zum Teil aus dem [[Bergbau]] der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] und so regte sich von Seiten der organisierten Bergknappen Widerstand gegen die Salzburger Fürsterzbischöfe. Infolgedessen belagerten [[Vor und nach den Bauernkriegen (Überblick)#Der Aufstand der Bauern|Bauern]] und Bergknappen im Jahre [[1525]] den Salzburger Landesfürsten [[Matthäus Lang von Wellenburg]] 14 Wochen lang in seiner Burg. Jedoch ohne Erfolg - die Festung Hohensalzburg blieb uneinnehmbar.  
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Der nächste Landesfürst, [[Wolf Dietrich von Raitenau]] (1587–1612), förderte während seiner Regentschaft die Bautätigkeit in der Stadt Salzburg stark. Ein Ausbau der Wehranlagen unterbleib damals aber weitgehend. Der damals Er wurde später von seinem Nachfolger [[Markus Sittikus von Hohenems]] (1612–1653) bis zu seinem Tod auf der Festung gefangen gehalten.
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Der nächste Landesfürst, [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ([[1587]]–[[1612]]), förderte während seiner Regentschaft die Bautätigkeit in der Stadt Salzburg stark. Ein Ausbau der Wehranlagen unterblieb damals aber weitgehend. Wolf Dietrich wurde später von seinem Nachfolger [[Markus Sittikus von Hohenems]] (1612–[[1653]]) bis zu seinem Tod auf der Festung gefangen gehalten.
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Die Rosspforte ist als Rundbogen- oder Tonnengewölbe ausgeführt. Die Anlage schützt auch hier den Verteidiger. Allfällige Angreifer können die Verteidiger auch hier nicht sehen. Die Pforte ich auxch hier so gestaltet, dass Schüsse an den gebogenen Innenwänden abprallen. In den Decke der Rosspforte und der Schleuderpforte befindet sich je eine Öffnung oder Luke, durch die man Handgranaten herabwerfen konnte.  
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Nach Betreten der Festungsanlage erreicht man die [[Rosspforte (Festung Hohensalzburg)|Rosspforte]]. Sie ist als Rundbogen- oder Tonnengewölbe ausgeführt. Die Anlage schützt auch hier den Verteidiger. Allfällige Angreifer können durch die gebogenen Innenwänden die Verteidiger auch hier nicht sehen. Die Pforte ist auch hier so gestaltet, dass Schüsse an den gebogenen Innenwänden abprallen. In den Decke der Rosspforte und der [[Schleuderpforte (Festung Hohensalzburg)|Schleuderpforte]] befindet sich je eine Öffnung (Luke), durch die man Handgranaten herabwerfen konnte.  
    
In den auskragenden Wehrgängen der Ringmauer konnten die vordersten Bodenbretter herausgenommen werden. Ein Schütze hatte so nicht nur ein Schussfeld nach vorne durch die Brustwehr, sondern vor der Wehrmauer auch direkt nach unten und war gleichzeitig gegen Beschuss gedeckt. Schräg in die Mauer eingelassene Senkscharten ermöglichen hingegen keine so steile Schusswinkel.<ref name="Haslacher"></ref>
 
In den auskragenden Wehrgängen der Ringmauer konnten die vordersten Bodenbretter herausgenommen werden. Ein Schütze hatte so nicht nur ein Schussfeld nach vorne durch die Brustwehr, sondern vor der Wehrmauer auch direkt nach unten und war gleichzeitig gegen Beschuss gedeckt. Schräg in die Mauer eingelassene Senkscharten ermöglichen hingegen keine so steile Schusswinkel.<ref name="Haslacher"></ref>
    
=== Festung ===
 
=== Festung ===
Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] (1619–1653) ließ Salzburg während der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] durch große [[Befestigung der Stadt Salzburg|Wehrbauten]] schützen und schloss auch die Festung Hohensalzburg in seinen Verteidigungsring mit ein. Die stetig zunehmende Feuerkraft der damaligen Mörser, Feldschlangen und ersten Kanonen machte es notwendig, die mittelalterliche Burg zur neuzeitlichen ''Festung'' umzubauen, so dass sie der Artillerie standhalten konnte. In einer Festung sind innerhalb der Bastionen keine schusstoten Winkel mehr vorhanden und der Feind konnte von den verschiedenen Geschützstellungen aus durch die eigene, schlagkräftige Artillerie in alle Richtungen auf Distanz gehalten werden.  
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Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] ([[1619]]–1653) ließ Salzburg während der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] durch große [[Befestigung der Stadt Salzburg|Wehrbauten]] schützen und schloss auch die Festung Hohensalzburg in seinen Verteidigungsring mit ein. Die stetig zunehmende Feuerkraft der damaligen Mörser, Feldschlangen und ersten Kanonen machte es notwendig, die mittelalterliche Burg zur neuzeitlichen ''Festung'' umzubauen, so dass sie der Artillerie standhalten konnte. In einer Festung sind innerhalb der Bastionen keine schusstoten Winkel mehr vorhanden und der Feind konnte von den verschiedenen Geschützstellungen aus durch die eigene, schlagkräftige Artillerie in alle Richtungen auf Distanz gehalten werden.  
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Ein ausgeklügeltes Dach- und Dachrinnensystem sammelte schon lange vor Leonhard Keutschach das Regenwasser in Zisternen. Leonhard Keutschach erbaute zur Verbesswerung der Wasserversorgung zwei Zisternen, die [[Keutschach-Zisterne (Festung Hohensalzburg)|Keutschach-Zisterne]] und eine weitere im Osten des Hohen Stockes, Matthäus Lang die sehr große [[Matthäus-Lang-Zisterne]].  
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Ein ausgeklügeltes Dach- und Dachrinnensystem sammelte schon lange vor Leonhard Keutschach das Regenwasser in Zisternen. Leonhard Keutschach erbaute zur Verbesserung der Wasserversorgung zwei Zisternen, die [[Keutschach-Zisterne (Festung Hohensalzburg)|Keutschach-Zisterne]] und eine weitere im Osten des Hohen Stockes, Matthäus Lang die sehr große [[Matthäus-Lang-Zisterne]].  
    
Heute ist die Festung an das Netz der [[Wasserversorgung der Stadt Salzburg]] angeschlossen, das hier auf die Festung hinaufgepumpt wird. Für Besucher gibt es einen Trinkwasserbrunnen, den [[Burghof-Brunnen (Festung Hohensalzburg)|Burghof-Brunnen]].
 
Heute ist die Festung an das Netz der [[Wasserversorgung der Stadt Salzburg]] angeschlossen, das hier auf die Festung hinaufgepumpt wird. Für Besucher gibt es einen Trinkwasserbrunnen, den [[Burghof-Brunnen (Festung Hohensalzburg)|Burghof-Brunnen]].
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Im [[17. Jahrhundert]] errichtete Fürsterzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg]] (1668–1687) aus Furcht vor einer Türkenbelagerung die [[Kuenburgbastei (Festung Hohensalzburg)|Kuenburgbastei]] an der Nordseite.
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Im [[17. Jahrhundert]] errichtete Fürsterzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg]] ([[1668]]–[[1687]]) aus Furcht vor einer Türkenbelagerung die [[Kuenburgbastei (Festung Hohensalzburg)|Kuenburgbastei]] an der Nordseite.
    
=== Kaserne ===
 
=== Kaserne ===
Um [[1800]] hat die Festung ihre militärische Funktion und Bedeutung schon weitestgehend verloren. Nach der [[Schlacht am Walserfeld]] wurde die Festung kampflos an die Franzosen übergeben. Als [[1816]] das Land Salzburg zum [[Österreich#Kaisertum Österreich|Österreich]] kam wurde die Festung vor allem als Kaserne genutzt. Auch nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurden bis [[1938]] Teile der Festung noch als Kaserne genutzt (''Hohe-Stock-Kaserne'').<ref name="Haslacher">[[Stefan Haslacher|Haslacher, Stefan]]; [[Michael Günther|Günther, Michael]]: [[Unbekannte Festung Hohensalzburg]], [[Verlag Anton Pustet]], 2013</ref>
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Um [[1800]] hatte die Festung ihre militärische Funktion und Bedeutung schon weitestgehend verloren. Nach der [[Schlacht am Walserfeld]] wurde die Festung kampflos an die [[Franzosenkriege|Franzosen]] übergeben. Als [[1816]] das Land Salzburg zum [[Österreich#Kaisertum Österreich|Österreich]] kam wurde die Festung vor allem als Kaserne genutzt. Auch nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurden bis [[1938]] Teile der Festung noch als Kaserne genutzt (''Hohe-Stock-Kaserne'').<ref name="Haslacher">[[Stefan Haslacher|Haslacher, Stefan]]; [[Michael Günther|Günther, Michael]]: [[Unbekannte Festung Hohensalzburg]], [[Verlag Anton Pustet]], 2013</ref>
    
[[1861]] hob Kaiser [[Franz Joseph I.]] Hohensalzburg als Festung auf, d. h. sie war nicht mehr militärische Sperrgebiet und konnte nun auch von der Bevölkerung betreten werden. Anfangs waren dafür aber noch Passierscheine notwendig, weil sie weiter als Kaserne genutzt wurde. Sie blieb auch im Besitz des kaiserlichen Ärars<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84rar Wikipedia Ärar]</ref> - ganz im Gegensatz zu anderen [[Stadtbefestigung]]sanlagen, die er damals der Stadt Salzburg schenkte. Später kam sie in den Besitz der Republik Österreich und anlässlich der Feiern [[200 Jahre Salzburg bei Österreich]] im Jahr [[2016]] übergab die Republik die Festung in das Eigentum des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]].
 
[[1861]] hob Kaiser [[Franz Joseph I.]] Hohensalzburg als Festung auf, d. h. sie war nicht mehr militärische Sperrgebiet und konnte nun auch von der Bevölkerung betreten werden. Anfangs waren dafür aber noch Passierscheine notwendig, weil sie weiter als Kaserne genutzt wurde. Sie blieb auch im Besitz des kaiserlichen Ärars<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84rar Wikipedia Ärar]</ref> - ganz im Gegensatz zu anderen [[Stadtbefestigung]]sanlagen, die er damals der Stadt Salzburg schenkte. Später kam sie in den Besitz der Republik Österreich und anlässlich der Feiern [[200 Jahre Salzburg bei Österreich]] im Jahr [[2016]] übergab die Republik die Festung in das Eigentum des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]].
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==== An der Inneren Bastei (Schlossbastei) ====
 
==== An der Inneren Bastei (Schlossbastei) ====
   
* [[Kuchlturm (Festung Hohensalzburg)|Kuchlturm]]
 
* [[Kuchlturm (Festung Hohensalzburg)|Kuchlturm]]
 
* [[Scheibelter Turm (Festung Hohensalzburg)|Scheibelter Turm]]
 
* [[Scheibelter Turm (Festung Hohensalzburg)|Scheibelter Turm]]
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* [[Höllenpforte (Festung Hohensalzburg)|Höllenpforte]], ein Stiegenaufgang zum Burghof
 
* [[Höllenpforte (Festung Hohensalzburg)|Höllenpforte]], ein Stiegenaufgang zum Burghof
 
* Fünf [[Reißzug]]-Pforten, dessen oberste Pforte ein kleiner Turm mit dem Namen "[[Reißturm|Reisturm]]" ist. Er stand ursprünglich frei und, wurde aber um 1550 durch Ausbauten des Großen Zeughauses und durch Nebenbauten des Trompeterturmes großteils umbaut.  
 
* Fünf [[Reißzug]]-Pforten, dessen oberste Pforte ein kleiner Turm mit dem Namen "[[Reißturm|Reisturm]]" ist. Er stand ursprünglich frei und, wurde aber um 1550 durch Ausbauten des Großen Zeughauses und durch Nebenbauten des Trompeterturmes großteils umbaut.  
   
[[Datei:Panorama von der Festung Hohensalzburg 20160914.jpg|thumb|600px|Panoramaansicht der Stadt Salzburg vom [[Reckturm]]]]
 
[[Datei:Panorama von der Festung Hohensalzburg 20160914.jpg|thumb|600px|Panoramaansicht der Stadt Salzburg vom [[Reckturm]]]]
[[Datei:Festung Hohensalzburg Hoher Stock Fürstensaal Panorama 20160914.jpg|thumb|600px|[[Fürstenzimmer (Festung Hohensalzburg)|Der Goldene Saal]] des Fürsterzbischofs [[Leonhard von Keutschach]] im dritten Obergeschoß des  [[Hoher Stock|Hohen Stockes]]]]
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[[Datei:Festung Hohensalzburg Hoher Stock Fürstensaal Panorama 20160914.jpg|thumb|600px|[[Fürstenzimmer (Festung Hohensalzburg)|Der Goldene Saal]] des Fürsterzbischofs [[Leonhard von Keutschach]] im dritten Obergeschoß des  Hohen Stockes.]]
    
== Museen ==
 
== Museen ==
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Die Festung Hohensalzburg war als - wenig schlüssiger - Standort für das [[The-Sound-of-Music-Museum]] im Gespräch. Kritik regte sich bei diesem Vorschlag, den der für Kultur zuständige [[Landeshauptmann-Stellvertreter|LH-Stv]]. [[David Brenner]] ([[SPÖ]]) 2010 präsentierte. Er schlug vor, ein bis zu 500 Quadratmeter großes Ausstellungsareal im [[Speisehaus (Festung Hohensalzburg)|Speisehaus]] auf der Festung Hohensalzburg einzurichten. Kritiker hielten fest, dass einerseits ein zusätzlicher Eintritt für die Festung zu bezahlen gewesen wäre, andererseits meinten Fachleute, dass ein Gros der amerikanischen Touristen ein straff gehaltenes Besichtigungsprogramm für Salzburg habe und daher wohl kaum Zeit für Auffahrt auf die Festung und deren Besichtigung bliebe. Untermauert wurden diese Kritiken durch eine Umfrage unter 560 Personen, die 2010 an der Kasse umdrehten. Der Eintrittspreis von 10,50 Euro pro Person, der zwar alle in der Festung möglichen Besichtigungen inkludiert, sei für viele zu teuer. Auch sei die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 145 Minuten auf 120 Minuten gesunken.
 
Die Festung Hohensalzburg war als - wenig schlüssiger - Standort für das [[The-Sound-of-Music-Museum]] im Gespräch. Kritik regte sich bei diesem Vorschlag, den der für Kultur zuständige [[Landeshauptmann-Stellvertreter|LH-Stv]]. [[David Brenner]] ([[SPÖ]]) 2010 präsentierte. Er schlug vor, ein bis zu 500 Quadratmeter großes Ausstellungsareal im [[Speisehaus (Festung Hohensalzburg)|Speisehaus]] auf der Festung Hohensalzburg einzurichten. Kritiker hielten fest, dass einerseits ein zusätzlicher Eintritt für die Festung zu bezahlen gewesen wäre, andererseits meinten Fachleute, dass ein Gros der amerikanischen Touristen ein straff gehaltenes Besichtigungsprogramm für Salzburg habe und daher wohl kaum Zeit für Auffahrt auf die Festung und deren Besichtigung bliebe. Untermauert wurden diese Kritiken durch eine Umfrage unter 560 Personen, die 2010 an der Kasse umdrehten. Der Eintrittspreis von 10,50 Euro pro Person, der zwar alle in der Festung möglichen Besichtigungen inkludiert, sei für viele zu teuer. Auch sei die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 145 Minuten auf 120 Minuten gesunken.
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[[2017]] war die Sound-of-Music-Museums-Idee vom Tisch und man wandte sich der Planung eines seit langem geplanten ''Mittelalter-Museum'' zu. Darin sollen wichtige seit der [[Ars Sacra]]-Ausstellung im Depot verwahrte Schätze des Mittelalters in einer neuen Dauerausstellung präsentiert werden. Dazu werde das Festungsmuseum mit seinen 1&nbsp;270 Quadratmetern bis Ende 2018 Schritt für Schritt umgestaltet. Es sollte dann 2019 zum 500-Jahr-Jubiläum des Amtsantritts von Fürsterzbischof [[Matthäus Lang von Wellenburg]] fertiggestellt sein. Dafür werden 750.000 Euro investiert. <ref>{{Quelle SN|18. Jänner 2017}}</ref>
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[[2017]] war die ''Sound-of-Music''-Museums-Idee vom Tisch und man wandte sich der Planung eines seit langem geplanten ''Mittelalter-Museum'' zu. Darin sollen wichtige seit der [[Ars Sacra]]-Ausstellung im Depot verwahrte Schätze des Mittelalters in einer neuen Dauerausstellung präsentiert werden. Dazu werde das Festungsmuseum mit seinen 1&nbsp;270 Quadratmetern bis Ende 2018 Schritt für Schritt umgestaltet. Es sollte dann 2019 zum 500-Jahr-Jubiläum des Amtsantritts von Fürsterzbischof [[Matthäus Lang von Wellenburg]] fertiggestellt sein. Dafür werden 750.000 Euro investiert. <ref>{{Quelle SN|18. Jänner 2017}}</ref>
    
== Die Festung als künstlerisches Motiv ==
 
== Die Festung als künstlerisches Motiv ==
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:'' Hauptartikel [[Sturmschaden 2018 auf der Festung Hohensalzburg]]
 
:'' Hauptartikel [[Sturmschaden 2018 auf der Festung Hohensalzburg]]
 
Abgetragene Schindeln, Holzteile vom Dachstuhl und Ziegelsteine: Ein [[Föhn]]sturm <u></u> in der Nacht von [[29. Oktober|29.]] auf [[30. Oktober]] [[2018]] hinterließ auf der Festung Hohensalzburg im südöstlichen Teil Spuren der Verwüstung hinterlassen. Teile der Dachkonstruktion wurden in den Burghof geweht. Die Arbeiten zur Wiederherstellung dauerten bis Mai/Juni 2019 an.
 
Abgetragene Schindeln, Holzteile vom Dachstuhl und Ziegelsteine: Ein [[Föhn]]sturm <u></u> in der Nacht von [[29. Oktober|29.]] auf [[30. Oktober]] [[2018]] hinterließ auf der Festung Hohensalzburg im südöstlichen Teil Spuren der Verwüstung hinterlassen. Teile der Dachkonstruktion wurden in den Burghof geweht. Die Arbeiten zur Wiederherstellung dauerten bis Mai/Juni 2019 an.
      
=== Wem gehört die Festung? ===
 
=== Wem gehört die Festung? ===
Die Festung galt von 1816 bis 2016 als 'Staatseigentum'. Als militärische Verteidigungsanlage gehörte sie dem [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Fürsterzbischof bzw. dem Fürsterzbistum]], sie stand auch unter dem Oberbefehl des Fürsten. Als das Fürsterzbistum aufgelöst wurde, wechselte der "Eigentümer" mehrfach. Abgesehen von Kurfürst Ferdinand (und der Zeit der Beschlagnahmung durch die französischen Besatzungsmacht) waren die das Kaiserthum Österreich und der bayrische Staat. Ab 1816 "gehörte" die Festung dem Kaiserreich [[Österreich]] und wurde weiter als eine militärische Anlage genutzt. Als 1918 das Kaiserreich endete und 1920 die Republik Österreich gegründet wurde, verblieb die Festung lange weiter im Eigentum des Bundes. Die Aufteilung des Vermögens zwischen Bund und Ländern wurde kraft Verfassung aufgeschoben. Der Bund war bis auf weiteres Eigentümer.  
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Die Festung galt von 1816 bis 2016 als 'Staatseigentum'. Als militärische Verteidigungsanlage gehörte sie dem [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Fürsterzbischof bzw. dem Fürsterzbistum]], sie stand auch unter dem Oberbefehl des Fürsten. Als das Fürsterzbistum aufgelöst wurde, wechselte der "Eigentümer" mehrfach. Abgesehen von Kurfürst Ferdinand (und der Zeit der Beschlagnahmung durch die französischen Besatzungsmacht) waren die das Kaiserthum Österreich und der bayrische Staat. Ab 1816 "gehörte" die Festung dem Kaiserreich Österreich und wurde weiter als eine militärische Anlage genutzt. Als 1918 das Kaiserreich endete und 1920 die Republik Österreich gegründet wurde, verblieb die Festung lange weiter im Eigentum des Bundes. Die Aufteilung des Vermögens zwischen Bund und Ländern wurde kraft Verfassung aufgeschoben. Der Bund war bis auf weiteres Eigentümer.  
    
Die Festung hatte schon nach 1861 ihre Funktion als Verteidigungsanlage verloren und entwickelte sich zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Österreich. Seit Gründung der Republik verhandelte das Land Salzburg mit dem Bund über eine Rückgabe oder Übergabe ins Vermögen des Landes Salzburg, jedoch konnte man sich nie einigen, wem die Festung gehören sollte. Macht und Finanzen spielten eine nicht unwesentliche Rolle und so änderte sich bis zum Ende des 20. Jahrhundert an den Eigentumsverhältnissen nichts und der Bund blieb unverändert Besitzer. Die Zeiten vergingen und änderten sich doch. Im Jahr [[2016]] übergab der Bund aus dem Anlass "[[200 Jahre Salzburg bei Österreich]]" die Festung in generalsaniertem Zustand wieder zurück ins Eigentum des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]].<ref>[http://salzburg.orf.at/news/stories/2813136/ salzburg.orf.at/6.12.2016]</ref>
 
Die Festung hatte schon nach 1861 ihre Funktion als Verteidigungsanlage verloren und entwickelte sich zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Österreich. Seit Gründung der Republik verhandelte das Land Salzburg mit dem Bund über eine Rückgabe oder Übergabe ins Vermögen des Landes Salzburg, jedoch konnte man sich nie einigen, wem die Festung gehören sollte. Macht und Finanzen spielten eine nicht unwesentliche Rolle und so änderte sich bis zum Ende des 20. Jahrhundert an den Eigentumsverhältnissen nichts und der Bund blieb unverändert Besitzer. Die Zeiten vergingen und änderten sich doch. Im Jahr [[2016]] übergab der Bund aus dem Anlass "[[200 Jahre Salzburg bei Österreich]]" die Festung in generalsaniertem Zustand wieder zurück ins Eigentum des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]].<ref>[http://salzburg.orf.at/news/stories/2813136/ salzburg.orf.at/6.12.2016]</ref>