Pfarrkirche Hll. Leonhard und Georg: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 8. November 2019, 13:51 Uhr
Die Pfarrkirche zu den Hll. Leonhard und Georg ist seit 1891 die Pfarrkirche der Flachgauer Pfarre Hintersee. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Gebäuden in Hintersee.
Geschichte
Vor der Errichtung der Kirche 1785 gingen die Hinterseer 150 Jahre lang jeden Sonntag nach Faistenau zum Gottesdienst. Erst im Jahr 1784 veranlasste der Fürsterzbischof Hieronymus Colloredo die Erstellung von Bau- und Kostenplänen zur Errichtung einer Pfarrkirche in Hintersee. 1785 setzten Hofmaurermeister Jakob Pogensberger und Zimmermeister W. Reindl aus Thalgau die Pläne um. Das Grundstück in der Ortsmitte stellte Georg Oberascher zur Verfügung. Die Geldmittel zum Bau kamen vom Erzstift St. Peter und vom Erzbischof persönlich, da sich sonst die arme Gemeinde den Bau nicht hätte leisten können. Der Bau der Kirche konnte bald abgeschlossen werden, es dauerte aber noch bis zum 7. Juni 1838 bis Erzbischof Kardinal Friedrich von Schwarzenberg die neue Pfarrkirche dem hl. Leonhard und dem hl. Georg weihte.
Das Patrozinium wird am Leonhardstag, dem 6. November, begangen.
Architektur und Ausstattung
Äußeres
Die einschiffige Kirche mit rechteckigem Chor und angebauter Sakristei wird vom ebenfalls 1785 angelegten Friedhof umgeben.An der Südseite des Friedhofs steht der ebenfalls denkmalgeschützte Pfarrhof. Am Eingangstor zum Friedhof befindet sich das Kriegerdenkmal, die Aufbahrungshalle steht östlich des Friedhofs. An der Westseite der Kirche ragt der ursprünglich hölzerne und flach gedeckte Turm empor, sein heutiges Aussehen bekam er im Jahr 1965. Den Turm schmückt eine Kette, das Symbol des Kirchenpatrons Leonhard. Die Turmuhr ist eine Konstruktion von Uhrmacher Johann Bentele, die alte Glocke stammte von Johann Oberascher. Am 31. Oktober 1982 wurde die neue Glocke der Gießerei Grassmayr in Innsbruck geweiht.
Inneres
Der Hochalter ist ein Werk des Bildhauers Andre Altmann aus Neumarkt am Wallersee. Die Seitenaltäre sind von Spendern finanziert worden. Ciborium und Kelche gehörten einst dem Kapuzinerkloster in Tamsweg. Der Kreuzweg wurde 1787 aufgestellt, das Kreuzigungsbild stammt von Maler Franz Streicher.
Die letzte Renovierung fand zwischen 1984 und 1987 unter dem Pfarrprovisor Monsignore Franz Krispler. Unter ihm wurde 1980 der Palmeselritt wieder eingeführt, den Erzbischof Colloredo abgeschafft hatte.
Sonstiges
Der Textdichter des Weihnachtsliedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!“, Joseph Mohr, war von Dezember 1827 bis Februar 1837 in Hintersee als Vikar tätig.
Bilder
Pfarrkirche Hll. Leonhard und Georg – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI