Griesgassen-Durchbruch: Unterschied zwischen den Versionen
K Peter Krackowizer verschob die Seite Griesgassendurchbruch nach Griesgassen-Durchbruch |
ergänzt |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei: | [[Datei:Münzgasse.jpg|thumb|Blick von der [[Griesgasse]] auf den Griesgassen-Durchbruch]] | ||
[[Datei: | [[Datei:Bürgerspitalplatz.jpg|thumb|Blick vom [[Bürgerspitalplatz]] auf den Griesgassend-Durchbruch]] | ||
Der '''{{PAGENAME}}''' bezeichnet die heutige [[Münzgasse]] in der | Der '''{{PAGENAME}}''' bezeichnet die heutige [[Münzgasse]] in der [[Salzburg]]er [[Altstadt]], wo ehedem Gebäude standen. | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Bereits [[1908]] bis [[1918]] wurden mehrere [[Nicht realisierte Projekte und Pläne in der Stadt Salzburg#Straßendurchbruch-Projekte|Straßendurchbruch-Projekte]] für die linke | Bereits [[1908]] bis [[1918]] wurden mehrere [[Nicht realisierte Projekte und Pläne in der Stadt Salzburg#Straßendurchbruch-Projekte|Straßendurchbruch-Projekte]] für die linke Altstadt diskutiert. | ||
[[1950]] waren 1 600 Pkw in der Stadt zugelassen. [[2002]] überquerten bis zu 2 000 Pkw stündlich den [[Ferdinand-Hanusch-Platz|Hanuschplatz]], 20 000 täglich. Der kurze | [[1950]] waren 1 600 Pkw in der Stadt zugelassen. [[2002]] überquerten bis zu 2 000 Pkw stündlich den [[Ferdinand-Hanusch-Platz|Hanuschplatz]], 20 000 täglich. Der kurze Griesgassen-Durchbruch in der Münzgasse Richtung [[Neutor]] entsprang dem damaligen Bemühen, die Altstadt möglichst "fahrgerecht" zu machen. Plätze wie der [[Ferdinand-Hanusch-Platz]] mutierten zu Verkehrsflächen, und der ruhende Verkehr okkupierte zunehmend den öffentlichen Raum. Der [[Residenzplatz]] war beispielsweise Pkw-Parkplatz und Autobusbahnhof und über den [[Universitätsplatz]] fuhren die Obusse. Die Straßenverbindung zwischen [[Bürgerspitalskirche]] und [[Griesgasse]] sollte eine wesentliche Entlastung des innerstädtischen Verkehrs bringen, der einige Häuser und ein Teil der [[Stadtmauern der Stadt Salzburg|Stadtmauer]] nach Plänen von Architekt [[Josef Becvar]] zum Opfer fielen. | ||
Am [[13. Dezember]] [[1948]] beschloss der [[Salzburger Gemeinderat]], nach dem Entwurf von Prof. Erwin Ilz, Professor an der Technischen Hochschule in [[Wien]], einen Durchbruch von der [[Getreidegasse]] zur Griesgasse. Das damalige [[AVA-Haus (alt)|AVA-Haus]] (Getreidegasse 50) wurde nach diesen Plänen auf einem Areal eines bombengeschädigten Hauses errichtet. | |||
Für die erforderlichen Ersatzwohnungen waren der Wohnhausneubau [[Ignaz-Harrer-Straße]] 19 vorgesehen, in dem auch die Polizeiwachstube untergebracht wurde. Am [[7. April]] begann man mit dem Neubau und am [[6. August]] [[1953]] war dann der | Doch finanzielle Engpässe der [[Stadtgemeinde Salzburg]] ließen das Projekt zunächst ruhen. Unter Vorsitz von [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Stanislaus Pacher] beschloss [[1952]] ein Fackonsortium eine einheitliche Bauhöhe des Griesgassen-Durchbruchs, die sich an der Vorgabe des AVA-Hauses orientierte. Architekt Becvar musste drei Entwürfe vorlegen, bevor der Gemeinderat nach einigen Kontroversen wegen Bauhöhe und Altstadtgerechtigkeit am [[15. August]] 1952 diesem zustimmte. | ||
Ab [[7. Jänner]] [[1953]] wurden die Häuser Griesgasse 35 und 37 und [[Getreidegasse]] 54 abgerissen. Die Objekte [[Badergässchen]] 4, [[Gstättengasse]] 2 und Getreidegasse 56 fielen nur zum Teil der Spitzhacke zum Opfer. Der alte Pfarrhof (Getreidegasse 52) war durch [[Bomben auf Salzburg|Bomben]] bereits zerstört. Die Pfarrkanzlei befindet sich jetzt im [[Bürgerspital St. Blasius]]. Am [[10. Juni]] wurden bei den Aushubarbeiten von [[Landesarchäologe]]n [[Martin Hell]] Reste des alten Friedhofs der [[Bürgerspitalskirche St. Blasius]] freigelegt. | |||
Das Haus Griesgasse 33-Münzgasse 4 (auch [[Münzturm]] genannt) wurde erst [[1955]]–[[1956]] von der [[Salzburger Wohnsiedlungsgesellschaft]] nach Plänen der Architekten Erich Horvath und Sepp Ullrich erbaut. | |||
Für die erforderlichen Ersatzwohnungen waren der Wohnhausneubau [[Ignaz-Harrer-Straße]] 19 vorgesehen, in dem auch die Polizeiwachstube untergebracht wurde. Am [[7. April]] begann man mit dem Neubau und am [[6. August]] [[1953]] war dann der Griesgassen-Durchbruch fertig gestellt. Der Verkehrsfluss in der Altstadt wurde neu geregelt. | |||
Geplant wurde dieser Straßendurchbruch von Architekt [[Josef Becvar]]. | Geplant wurde dieser Straßendurchbruch von Architekt [[Josef Becvar]]. | ||
== | == Ehemalige Gebäude im Bereich des Durchbruchs == | ||
* [[Griesgasse]] | * Eine der ehemaligen [[Münzstätte Salzburg|Münzstätten]] in der Stadt Salzburg an der Griesgasse (wohl ehemals Griesgasse 35) | ||
* Ein ''Volksbrausebad'' | |||
* Ein Gebäude an der [[Gstättengasse]] (Nr. 54) | |||
== Quellen == | |||
{{Quelle Befreit und besetzt}} | |||
* Salzburgwiki-Artikel ''Griesgasse'' | |||
[[Kategorie:Infrastruktur]] | |||
[[Kategorie:Verkehr]] | [[Kategorie:Verkehr]] | ||
[[Kategorie:Verkehr (Geschichte)]] | |||
[[Kategorie:Stadt Salzburg]] | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] | ||
[[Kategorie:Altstadt]] | [[Kategorie:Altstadt]] | ||