Geschichte der Stadt Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Eröffnung der [[Westbahn|Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]] im Jahr [[1860]], die Salzburg mit Wien und [[München]] verband, führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Als Kaiser [[Franz Joseph I.]] im selben Jahr Salzburg als Festung aufließ und die Bastionen, die bis dahin die Stadt wie ein Korsett eingeschnürt hatten, der Bürgerschaft schenkte, setzte ein zunehmender Bauboom ein.  
Die Eröffnung der [[Westbahn|Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]] im Jahr [[1860]], die Salzburg mit Wien und [[München]] verband, führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Als Kaiser [[Franz Joseph I.]] im selben Jahr Salzburg als Festung aufließ und die Bastionen, die bis dahin die Stadt wie ein Korsett eingeschnürt hatten, der Bürgerschaft schenkte, setzte ein zunehmender Bauboom ein.  


Die Grundlinien für die Stadterweiterung wurden [[1861]] in mehreren Varianten von einem Planungs-Ko­mi­tee erörtert. In der Sitzung vom [[30. November]] einigte man sich auf die Plan-Skizze von [[Rudolf Bayer]], nach welcher Salzburg nicht den Charakter einer großen [[Residenz]]- oder Fabrikstadt, sondern einer Saisonstadt anstreben sollte.<ref>Die Plan-Skizze sah auf einen neuen Platz radial verlaufende Straßenzüge vor</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18611227&seite=5 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], 27. Dezember 1861: "Plan-Skizze zur Erweiterung der Stadt Salzburg"</ref> Die Plan-Skizze war 1882 Gegenstand einer lebhaften öffentlichen Diskussion.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18620226&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, 26. Februar 1862</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18620227&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, 27. Februar 1862</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18620228&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, 28. Februar 1862</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18620307&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, 7. März 1862</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18620409&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, 9. April 1862</ref> Im Juni 1862 überließ die [[Stadtgemeinde Salzburg|Stadt Salzburg]] zur [[Salzachregulierung|Regulierung]] der Salzach den Bauunternehmern [[Carl Andeßner]] und dem Eisenbahn-Bauunternehmer [[Karl Freiherr von Schwarz]] vertraglich das Areal zwischen der [[Staatsbrücke|Stadtbrücke]] und der [[Eisenbahnbrücke (Stadt Salzburg)|Eisenbahnbrücke]],<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18620623&query=%22Stadterweiterung%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, 23. Juni 1862</ref> wodurch dort die bauliche Entwicklung mit Villen entlang dem neuen [[Elisabethkai|'Elisabeth-Damm']] und der neuen  [[Schwarzstraße|'Rudolf-Straße']] am rechten Salzachufer praktisch festgelegt war. Karl Freiherr von Schwarz legte dem [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderat]] in der Folge auch für den Teil östlich von [[Schloss Mirabell]] einen neuen Plan vor, wodurch in der [[Neustadt]] die typische Straßengliederung in Form von parallelen und rechtwinkelig angeordneten Straßen innerhalb und außerhalb des Bogens der ehemaligen Stadtbefestigungen festgelegt wurde.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18621224&seite=2 ANNO], Salzburger Zeitung, 24. Dezember 1862</ref>  
Die Grundlinien für die Stadterweiterung wurden [[1861]] in mehreren Varianten von einem Planungs-Ko­mi­tee erörtert. In der Sitzung vom [[30. November]] einigte man sich auf die Plan-Skizze von [[Rudolf Bayer]], nach welcher Salzburg nicht den Charakter einer großen [[Residenz]]- oder Fabrikstadt, sondern einer Saisonstadt anstreben sollte.<ref>Die Plan-Skizze sah auf einen neuen Platz radial verlaufende Straßenzüge vor</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18611227&seite=5 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], 27. Dezember 1861: "Plan-Skizze zur Erweiterung der Stadt Salzburg"</ref> Die Plan-Skizze war 1882 Gegenstand einer lebhaften öffentlichen Diskussion.
<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18611016&seite=1&query=%22stadterweiterung%22 ANNO], Salzburger Zeitung, 16. Oktober 1861</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18620226&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, 26. Februar 1862</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18620227&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, 27. Februar 1862</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18620228&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, 28. Februar 1862</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18620307&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, 7. März 1862</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18620409&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, 9. April 1862</ref> Im Juni 1862 überließ die [[Stadtgemeinde Salzburg|Stadt Salzburg]] zur [[Salzachregulierung|Regulierung]] der Salzach den Bauunternehmern [[Carl Andeßner]] und dem Eisenbahn-Bauunternehmer [[Karl Freiherr von Schwarz]] vertraglich das Areal zwischen der [[Staatsbrücke|Stadtbrücke]] und der [[Eisenbahnbrücke (Stadt Salzburg)|Eisenbahnbrücke]],<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18620623&query=%22Stadterweiterung%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, 23. Juni 1862</ref> wodurch dort die bauliche Entwicklung mit Villen entlang dem neuen [[Elisabethkai|'Elisabeth-Damm']] und der neuen  [[Schwarzstraße|'Rudolf-Straße']] am rechten Salzachufer praktisch festgelegt war. Karl Freiherr von Schwarz legte dem [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderat]] in der Folge auch für den Teil östlich von [[Schloss Mirabell]] einen neuen Plan vor, wodurch in der [[Neustadt]] die typische Straßengliederung in Form von parallelen und rechtwinkelig angeordneten Straßen innerhalb und außerhalb des Bogens der ehemaligen Stadtbefestigungen festgelegt wurde.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18621224&seite=2 ANNO], Salzburger Zeitung, 24. Dezember 1862</ref>  


Das bürgerliche Selbstbewusstsein kam in großen Festen und in zahlreichen Vereinsgründungen, darunter der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]] ([[1880]]) zum Ausdruck.  
Das bürgerliche Selbstbewusstsein kam in großen Festen und in zahlreichen Vereinsgründungen, darunter der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]] ([[1880]]) zum Ausdruck.