Sigfried Uiberreither: Unterschied zwischen den Versionen
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== Leben == | == Leben == | ||
Uiberreither wurde | Uiberreither wurde in Salzburg als ''Siegfried Josef Überreiter'' geboren. Sein Vater war der k. k. Bezirks-Ingenieur [[Hofrat]] [[Josef Uiberreither|Josef Überreiter]] (* [[19. Dezember]] [[1877]] in Salzburg-[[Nonntal]]; † [[25. Juli]] [[1962]] in Salzburg), der Sohn des Holzhändlers Egid Überreiter (* [[1851]]) und seiner Frau Anna (* [[1853]]), der Tochter des [[Stiegl]]bräuers [[Josef Johann Nepomuk Schreiner|Josef Schreiner]]; seine Mutter war die [[Pongau]]er Wirtstochter Maria-Anna Überreiter, geborene Prem (* [[16. Oktober]] [[1885]] in [[St. Johann im Pongau]]; † [[13. Dezember]] [[1956]] in Salzburg).<ref>[http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/st-johann-im-pongau/TRBVIII/?pg=147 Trauungsbuch der Pfarre St. Johann im Pongau, Band VIII, S. 142]</ref> Der Schulleiter der [[Volksschule Bruck an der Großglocknerstraße]], [[Rudolf Uiberreither]] war sein Bruder. | ||
Nach seiner Matura übersiedelte er nach Graz, wo er Jus studierte und [[1933]] promovierte. | Nach seiner Matura übersiedelte er nach Graz, wo er Jus studierte und [[1933]] promovierte. | ||
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Bei [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsbeginn]] meldete er sich [[1939]] freiwillig zur [[Wehrmacht]] und nahm, nachdem die Landeshauptmann-Funktion am [[31. März]] erloschen war, im April [[1940]] als Gebirgsjäger an der Besetzung [[Norwegen]]s teil. Noch im April wurde er als Leutnant aus der Wehrmacht entlassen und zum ''Reichsstatthalter'' der Steiermark ernannt. Nach der Annexion der Untersteiermark [[1941]] verfolgte er als ''Chef der Zivilverwaltung'' eine gnadenlose Germanisierung des Landes und ließ jeden Widerstand brutal verfolgen. So kam es umfangreichen Deportationen und gegen Kriegsende auch zu Massenerschießungen. | Bei [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsbeginn]] meldete er sich [[1939]] freiwillig zur [[Wehrmacht]] und nahm, nachdem die Landeshauptmann-Funktion am [[31. März]] erloschen war, im April [[1940]] als Gebirgsjäger an der Besetzung [[Norwegen]]s teil. Noch im April wurde er als Leutnant aus der Wehrmacht entlassen und zum ''Reichsstatthalter'' der Steiermark ernannt. Nach der Annexion der Untersteiermark [[1941]] verfolgte er als ''Chef der Zivilverwaltung'' eine gnadenlose Germanisierung des Landes und ließ jeden Widerstand brutal verfolgen. So kam es umfangreichen Deportationen und gegen Kriegsende auch zu Massenerschießungen. | ||
Nach Kriegsende geriet er am [[9. Juni]] [[1945]] bei Murau in [[Großbritannien|britische]] Gefangenschaft und war ab [[12. Oktober]] [[1945]] Zeuge bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen. Als auch gegen ihn Ermittlungen liefen, gelang es ihm zu fliehen und unterzutauchen. Seitdem lebte und arbeitete er seit [[1947]] unter dem Namen | Nach Kriegsende geriet er am [[9. Juni]] [[1945]] bei Murau in [[Großbritannien|britische]] Gefangenschaft und war ab [[12. Oktober]] [[1945]] Zeuge bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen. Als auch gegen ihn Ermittlungen liefen, gelang es ihm zu fliehen und unterzutauchen. Seitdem lebte und arbeitete er seit [[1947]] unter dem Namen ''Friedrich Schönharting'' unbehelligt im [[Württemberg|Württembergischen]] Sindelfingen, wo er [[1984]] von Demenz gezeichnet verstarb. | ||
== Quellen == | == Quellen == | ||