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Die Jahrzehnte der Zugehörigkeit zur Zweiten Republik bieten seit den von Hunger und Entbehrung gezeichneten ersten Nachkriegsjahren das Bild eines beständigen, ungehemmten Aufschwungs. Die langen Regierungszeiten der Landeshauptleute [[Josef Klaus]] ([[1949]] - [[1961]]), [[Hans Lechner|Lechner]] ([[1961]] - [[1977]]), [[Wilfried Haslauer senior|Haslauer]] ([[1977]] - [[1989]]) und [[Hans Katschthaler|Katschthaler]] ([[1989]] - [[1996]]) garantierten die Kontinuität der Landespolitik. | Die Jahrzehnte der Zugehörigkeit zur Zweiten Republik bieten seit den von Hunger und Entbehrung gezeichneten ersten Nachkriegsjahren das Bild eines beständigen, ungehemmten Aufschwungs. Die langen Regierungszeiten der Landeshauptleute [[Josef Klaus]] ([[1949]] - [[1961]]), [[Hans Lechner|Lechner]] ([[1961]] - [[1977]]), [[Wilfried Haslauer senior|Haslauer]] ([[1977]] - [[1989]]) und [[Hans Katschthaler|Katschthaler]] ([[1989]] - [[1996]]) garantierten die Kontinuität der Landespolitik. | ||
Als wirtschaftliche und kulturelle Akzente in dieser Entwicklung sind die Fertigstellung der [[Tauernkraftwerke Kaprun]], der Bau der [[Tauernautobahn]], die Gründung der [[Salzburger Osterfestspiele|Osterfestspiele]], der Bau des [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhauses]], die Wiedererrichtung der [[Universität Salzburg|Universität]] und die Erhebung des [[Mozarteum]]s zur Hochschule hervorzuheben. Dank der Grenzlage kam es zur Niederlassung zahlreicher ausländischer, vor allem deutscher Firmen und Handelsgesellschaften. Damit blieb der [[ | Als wirtschaftliche und kulturelle Akzente in dieser Entwicklung sind die Fertigstellung der [[Tauernkraftwerke Kaprun]], der Bau der [[Tauernautobahn]], die Gründung der [[Salzburger Osterfestspiele|Osterfestspiele]], der Bau des [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhauses]], die Wiedererrichtung der [[Universität Salzburg|Universität]] und die Erhebung des [[Mozarteum]]s zur Hochschule hervorzuheben. Dank der Grenzlage kam es zur Niederlassung zahlreicher ausländischer, vor allem deutscher Firmen und Handelsgesellschaften. Damit blieb der [[Stadt Salzburg]] eine stärkere Industrialisierung erspart. In strukturschwachen Regionen wie dem [[Lungau]] und dem [[Pinzgau]] sorgten gezielte Förderungsmaßnahmen und der Ausbau der Verkehrsverbindungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen und bessere Lebensqualität. | ||
===Grünlandgürtel wird festgelegt=== | ===Grünlandgürtel wird festgelegt=== | ||
Die negativen Auswirkungen des "Wirtschaftswunders" und des übersteigerten Fremdenverkehrs wurden vor allem in der [[ | Die negativen Auswirkungen des "Wirtschaftswunders" und des übersteigerten Fremdenverkehrs wurden vor allem in der [[Stadt Salzburg]] rechtzeitig erkannt. Ein vorbildliches [[Altstadterhaltungsgesetz]] bewahrte den alten Stadtkern vor der Verunstaltung durch Hochhäuser und stillose Geschäftsbauten. Die grüne Bewegung, die sich in der Salzburger [[Bürgerliste]] rasch und schlagkräftig formierte, setzte die Sicherung eines breiten [[Grünlandgürtel]]s im Süden der Stadt durch. Auch auf dem Land formierten sich Protestbewegungen, die [[1988]] den Bau der zweiten Tunnelröhren der [[Tauernautobahn]] und damit ein Überhandnehmen des Durchzugsverkehrs verhinderten. Diese kritische Einstellung der Bevölkerung sorgt dafür, dass es auch nach dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Gemeinschaft zu keinem Ausverkauf kommt. | ||
===Salzburg wird "rot"=== | ===Salzburg wird "rot"=== | ||