Theodor Herzl: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Bild:Theodor_Herzl.jpg|thumb|300px| | [[Bild:Theodor_Herzl.jpg|thumb|300px|Die umstrittene Gedenktafel in Salzburg]] | ||
'''Dr. Theodor Herzl''' (* [[2. Mai]] [[1860]] Budapest, Ungarn | '''Dr. Theodor Herzl''' (* [[2. Mai]] [[1860]] in Budapest, Ungarn; † [[3. Juli]] [[1904]] in Edlach, Gemeinde Reichenau an der Rax, Niederösterreich) war Schriftsteller, Publizist und Journalist. | ||
==Leben== | ==Leben== | ||
Im Sommer [[1883]] bestand Theodor Herzl das juristische Staatsexamen. Nach kurzer Tätigkeit beim | Im Sommer [[1883]] bestand Theodor Herzl das juristische Staatsexamen. Nach kurzer Tätigkeit beim Landesgericht in Wien ließ er sich nach [[Salzburg]] versetzen, wandte sich aber nun der schriftstellerischen Laufbahn zu und wurde vor allem als Dramatiker und Feuilletonist bekannt. | ||
[[1891]] bis [[1894|94 ]] war er als Korrespondent der | |||
[[1891]] bis [[1894|94 ]] war er als Korrespondent der „Neuen Freien Presse“ in Paris, Frankreich, tätig. Während seines Jus-Studiums wurde er Mitglied der deutschnationalen Burschenschaft „Albia“ und begründete mit seiner Schrift „Der Judenstaat“ ([[1896]]) den theoretischen Zionismus. | |||
[[1897]] initiierte er mit O. Marmorek und M. Nordau den 1. zionistischen Weltkongress in Basel, Schweiz. In Weiterentwicklung seiner Gedanken erfolgte [[1948]] die Gründung des Staates Israel. | [[1897]] initiierte er mit O. Marmorek und M. Nordau den 1. zionistischen Weltkongress in Basel, Schweiz. In Weiterentwicklung seiner Gedanken erfolgte [[1948]] die Gründung des Staates Israel. | ||
Dr. Theodor Herzl, der sein Rechtsreferendariat am [[Salzburger Landesgericht]] ableistete, schrieb in sein Tagebuch: | Dr. Theodor Herzl, der sein Rechtsreferendariat am [[Salzburger Landesgericht]] ableistete, schrieb in sein Tagebuch: ''„In Salzburg brachte ich einige der glücklichsten Stunden meines Lebens zu. Ich wäre auch gerne in der schönen Stadt geblieben; aber als Jude wäre ich nie zur Stellung eines Richters befördert worden.“'' | ||
Die Stadt Salzburg brachte im Jahr [[2001]] am | Die Stadt Salzburg brachte im Jahr [[2001]] am Landesgericht eine Marmortafel mit dem sinnentstellend verkürzten Zitat an: ''„In Salzburg brachte ich einige der glücklichsten Stunden meines Lebens zu.“'' Am [[29. August]] nahmen Wolfram P. Kastner und Martin Krenn mit den Studierenden in aller Öffentlichkeit eine handschriftliche Vervollständigung des Zitats vor. Heute ist diese Tafel an einem der Gebäude am [[Mozartplatz]] angebracht. | ||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||