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| | Wenig später, [[1209]], scheint Ebenau mit der entsprechenden Benennung, Ebenau als ''Ebenowa'' auf, wo Erzbischof [[Eberhard II. von Regensburg]] dem [[Domkapitel]] einen Wald bei Schindelave, heutiges Schindlau, schenkte. | | Wenig später, [[1209]], scheint Ebenau mit der entsprechenden Benennung, Ebenau als ''Ebenowa'' auf, wo Erzbischof [[Eberhard II. von Regensburg]] dem [[Domkapitel]] einen Wald bei Schindelave, heutiges Schindlau, schenkte. |
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| − | [[1585]] erhielten die Gebrüder Stainhauser (auch: St'''e'''inhauser) vom [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischof]] die Genehmigung einen [[Hammerwerk Ebenau|Messinghammer]] und eine Drahtmühle zu errichten. Von da an begann der wirtschaftliche Aufstieg. | + | [[1585]] erhielten die Gebrüder Stainhauser (auch: St'''e'''inhauser) vom [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischof]] die Genehmigung einen [[Hammerwerke in Ebenau|Messinghammer]] und eine Drahtmühle zu errichten. Von da an begann der wirtschaftliche Aufstieg. |
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| | Die Blütezeit erlebte Ebenau im [[17. Jahrhundert]], als unter der Familie Klett zwischen [[1636]] und den späten [[1690er]] Jahren Ebenau als Zentrum der Waffenproduktion im [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum]] Salzburg galt. Mit dem Ende der Waffenproduktion/Metallverarbeitung, die [[1875]] endgültig eingestellt wurde, brachen für Ebenau schwierige Zeiten an, die erst in den [[1950er]] Jahren überwunden werden konnten. | | Die Blütezeit erlebte Ebenau im [[17. Jahrhundert]], als unter der Familie Klett zwischen [[1636]] und den späten [[1690er]] Jahren Ebenau als Zentrum der Waffenproduktion im [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum]] Salzburg galt. Mit dem Ende der Waffenproduktion/Metallverarbeitung, die [[1875]] endgültig eingestellt wurde, brachen für Ebenau schwierige Zeiten an, die erst in den [[1950er]] Jahren überwunden werden konnten. |
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| | ==Religion und Kirche== | | ==Religion und Kirche== |
| | Ebenau war ursprünglich der Pfarre Thalgau angeschlossen und wurde [[1703]] zum Vikariat und [[1857]] zur selbstständigen Pfarre erhoben. | | Ebenau war ursprünglich der Pfarre Thalgau angeschlossen und wurde [[1703]] zum Vikariat und [[1857]] zur selbstständigen Pfarre erhoben. |
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| | + | [[1694]] ersuchten die Offiziere (heute würde man sie Ingenieure nennen) und Werksarbeiter der [[Hammerwerke in Ebenau|Hammerwerke]] beim Bischof um eine eigene Seelsorgestation, in dem sie klagten, dass bei einem so großen Handelswerk gar keine Andacht und geistliches Bildnis zu sehen sei, weswegen sie von vielen fremden Arbeitern als die „lutherischen“ Ebenauer verschrien wurden. |
| | + | [[1698]] - neues Ansuchen mit der Bemerkung, dass Erzbischof Paris Lodron schon eine Kirche versprochen habe, die aber wegen den Kriegsereignissen nicht gebaut werden konnte. [[1699]] wird der Bau dann bewilligt, aber nicht ohne Verdruss des Pfarrers Steiner von Thalgau. Die Bauleitung hatte Hofbaumeister Johann Rieger übernommen. Der Überschlag (Kostenvoranschlag) betrug ca. 3.000 [[Florin|fl.]], welcher Betrag um mehr als 100 % überschritten wurde. Zum Schutzheiligen erwählten sie den Feuerpatron St. Florian. |
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| | + | ==Sehenswertes== |
| | [[Bild:Waschlmühle.JPG|thumb|350px|Die Waschlmühle bei Ebenau]] | | [[Bild:Waschlmühle.JPG|thumb|350px|Die Waschlmühle bei Ebenau]] |
| − | ==Sehenswertes== | + | Im Bereich von Ebenau befinden sich sieben alte Bauernmühlen. Eine davon ist die [[Waschlmühle]] am Ortsrand. Sie stammt aus dem siebzehnten Jahrhundert. Es handelt sich dabei um eine sehr seltene, noch betriebsbereite Doppelmühle mit zwei Wasserrädern aus dem 18. Jahrhundert. Sie dient als Ausgangspunkt des [[Ebenauer Mühlenwanderweg]]es, an dem sich insgesamt fünf gut erhaltene Bauernmühlen finden, die dem Ort auch den Beinamen "Dorf der alten Mühlen" gaben. Über diesen Wanderweg sind auch der Wasserfall und das Naturbad "Plötz" zu erreichen. |
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| | + | Die Mühle wird vom Heimatmuseum betreut und kann jeden Freitag von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr (Juli - August), oder nach Vereinbarung besichtigt werden. |
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| | + | =====Ebenauer Mühlenwanderweg zum „Naturdenkmal Plötz“(Glücksplatz) - Arnoweg===== |
| | + | :''Hauptartikel: [[Ebenauer Mühlenwanderweg]]'' |
| | + | Gehzeit: 2,5 Stunden - Länge: 6 km - Höhendifferenz:130 m - mittel<br /> |
| | + | Ausgangspunkt: Parkplatz/Infotafel - zur „Waschl-Mühle“ - vorbei am Feuerwehrhaus, rechts Richtung Koppl - vor der „Pertill-Mühle“ rechts zum „Marterl“ - ca. 300m steiler Anstieg zum „Watzmannblick“ - Richtung „Plötz“ - hinunter zum Staubecken und Wasserfall Rückweg über den Steg des Staubeckens nach Ebenau. |
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| | + | =====Messingweg===== |
| | + | Der Weg führt Sie begleitet von Informationstafeln durch den Ortskern von Ebenau mit einem wunderbaren Ausblick auf die umgebende Landschaft. |
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| | + | Gehzeit: 30 Min.- Länge: 1,2 km - Höhendifferenz: 50 m - Schwierigkeitsgrad: leicht |
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| | + | Ausgangspunkt: Parkplatz/Infotafel - Richtung Zentrum - 1.Schautafel gegenüber dem Kriegerdenkmal – |
| | + | 2. Tafel beim “Muskathaus“ – |
| | + | 3. u .4.Tafel im „Brunnengarten“ (Musikpavillon) – |
| | + | 5. Tafel bei der Kirche – |
| | + | 6. Tafel auf der „Kirchenberg Stoawand“- |
| | + | 7. Tafel beim Kleinkraftwerk Itzlinger - Kellerweg. |
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| − | Nahe dem Ort befindet sich an der Umfahrungsstraße die [[Waschlmühle]] aus dem 18. Jahrhundert. Sie dient als Ausgangspunkt des [[Ebenauer Mühlenwanderweg]]es, an dem sich insgesamt fünf gut erhaltene Bauernmühlen finden, die dem Ort auch den Beinamen "Dorf der alten Mühlen" gaben. Über diesen Wanderweg sind auch der Wasserfall und das Naturbad "Plötz" zu erreichen.
| + | Eine Wegbeschreibung erhalten Sie im Museum und im Büro des Tourismusverbandes. |
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| | + | =====Fürstenstöckl===== |
| | + | :''Hauptartikel: [[Fürstenstöckl]]'' |
| | Neben dem Gemeindehaus, das ehedem als Schmelzhütte diente, liegt das um 1635 erbaute [[Fürstenstöckl]]. Heute beherbergt die ehemalige Logis der Erzbischöfe das Heimatmuseum mit der fürsterzbischöflichen Waffenschmiede. | | Neben dem Gemeindehaus, das ehedem als Schmelzhütte diente, liegt das um 1635 erbaute [[Fürstenstöckl]]. Heute beherbergt die ehemalige Logis der Erzbischöfe das Heimatmuseum mit der fürsterzbischöflichen Waffenschmiede. |
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| | <!--==Wirtschaft==--> | | <!--==Wirtschaft==--> |
| | ==Bildung== | | ==Bildung== |
| | Nicht unerwähnt bleiben darf das [[Werkschulheim Felbertal]] (WSH), das [[1964]] in Ebenau angesiedelt wurde. In dieser Österreich weit einzigartigen Schule schließen die Schüler mit einem Gesellenbrief und einer Matura ab. | | Nicht unerwähnt bleiben darf das [[Werkschulheim Felbertal]] (WSH), das [[1964]] in Ebenau angesiedelt wurde. In dieser Österreich weit einzigartigen Schule schließen die Schüler mit einem Gesellenbrief und einer Matura ab. |
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| | + | [[1680]] bestand bereits eine Schule. Der Unterricht wurde im Clittenhäusl, heute Ebenau Nr. 17 erteilt. |
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| | + | [[1792]] wurde von der Handelsbruderschaft ein neues Schulhaus erbaut. Besucht wurde es von 90 Werktagsschülern und 43 Wiederholungsschülern. Der Lehrer war zugleich Mesner und Organist und wurde von der Handelskasse des Werkes bezahlt. Der Schulsprengel Ebenau setzte sich aus Teilen von sieben Gemeinden zusammen: Ebenau, [[Aigen]], [[Adnet]], [[Koppl]], [[Hof bei Salzburg]], [[Faistenau]] und [[Thurnberg]]. |
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| | <!--==Sport und Freizeit== --> | | <!--==Sport und Freizeit== --> |