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=== Tugendensaal === | === Tugendensaal === | ||
Der ''Tugendensaal'' | Der ''Tugendensaal'' (einem ''studiolo'', einen dem Studium und der Beschäftigung mit den Künsten gewidmeter Raum in der [[Renaissance]]), der zwischen dem 'Gloriensaal' (''gardaroba'' [?]) und 'Bischofssaal' (kleines Konsistorium, Versammlungsort) gelegen ist und in dem der Stiegenaufgang endet, hatte die Funktion eines Vorzimmers (''antecamera''). Im Stuck an der Decke sind die sieben Tugenden als allegorische weibliche Figuren in Farbe dargestellt. In der Mitte - in quadratischen Kartuschen - die drei christlichen oder theologischen Tugenden: die ''Liebe'' (lat. ''caritas'' mit dem Attribut Kinder), der ''Glaube'' (lat. ''fides'' mit den Attributen Kelch und Hostie) und die ''Hoffnung'' (lat. ''spes'' mit dem Attribut Anker). In vier dreieckigen Kartuschen darum herum angeordnet zu sehen sind die vier Grundtugenden oder Kardinaltugenden: die ''Gerechtigkeit'' (lat. ''iustitia'' mit den Attributen Waage und Schwert), die ''Mäßigung'' (lat. ''temperantia'' mit den Attributen Wasserkrug und Wasserschale), die ''Stärke'' (lat. ''fortitudo'' mit den Attributen Säule und Löwe) und die ''Weisheit'' (lat. ''sapientia'' mit den Attributen Spiegel und zwei Schlangen). In symbolisch bester Gesellschaft präsentiert sind das Wappen von Wolf Dietrich von Raitenau und das [[Salzburger Landeswappen]]. | ||
=== Gloriensaal === | === Gloriensaal === | ||
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=== Ständesaal === | === Ständesaal === | ||
In diesem großen Saal (großes Konsistorium) traf sich - erst nach dem Tod von Wolf Dietrich - ab [[1620]] die [[Hohe Salzburger Landschaft]], weshalb er bis heute den Namen "Ständesaal" trägt. Der Deckenstuck nimmt Bezug auf die weltliche Macht des Erzbischofs als Fürst. Die Bilder der Stuckdecke zeigen staatstreues und aufopferndes Verhalten aus der römischen Königsgeschichte nach Titus Livius: ''Horatius Cocles verteidigt die Tiberbrücke'' (Oval Mitte), ''Mucius Scaevola legt seine Hand ins Feuer'' und ''Opfertod des Marcus Curtius''. | In diesem großen Saal (großes Konsistorium, Versammlungsort) traf sich - erst nach dem Tod von Wolf Dietrich - ab [[1620]] die [[Hohe Salzburger Landschaft]], weshalb er bis heute den Namen "Ständesaal" trägt. Der Deckenstuck nimmt Bezug auf die weltliche Macht des Erzbischofs als Fürst. Die Bilder der Stuckdecke zeigen staatstreues und aufopferndes Verhalten aus der römischen Königsgeschichte nach Titus Livius: ''Horatius Cocles verteidigt die Tiberbrücke'' (Oval Mitte), ''Mucius Scaevola legt seine Hand ins Feuer'' und ''Opfertod des Marcus Curtius''. | ||
=== Feldherrenzimmer === | === Feldherrenzimmer === | ||