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[[Datei:Wappen von Johann III. Beckenschlager Schüttkasten Festung Hohensalzburg.jpg|mini|Wappen am Schüttkasten auf der Festung]]
 
[[Datei:Wappen von Johann III. Beckenschlager Schüttkasten Festung Hohensalzburg.jpg|mini|Wappen am Schüttkasten auf der Festung]]
'''Johann III. Beckenschlager''', auch ''Johann Beckensloer'', ''Johann Pfluger'' oder ''Johann Peckensloer'' (* um [[1435]] in Breslau, [[Schlesien]], heute [[Polen]]; † [[15. Dezember]] [[1489]] in [[Salzburg]]) war [[Fürsterzbischof]] von [[Erzdiözese Salzburg|Salzburg]].
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[[File:Wappen Salzburger Erzbischöfe Johannes III Beckenschlager.jpg|thumb|left|Wappen  Johannes III. Beckenschlager]]
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'''Johann III. Beckenschlager''', auch ''Johann Beckensloer'', ''Johann Pfluger'' oder ''Johann Peckensloer'' (* um [[1435]] in Breslau, [[Schlesien]], heute [[Polen]]; † [[15. Dezember]] [[1489]] in [[Salzburg]]) war [[Fürsterzbischof]] des [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistums Salzburg]].
    
== Leben ==
 
== Leben ==
Als Sohn eines Schmieds geboren, war er im geistlichen Stand zunächst Propst von Pécs (Fünfkirchen, [[Ungarn]]), dann Bischof von Großwardein (ungarisch Nagyvárad, heute Oradea Mare), Bischof von Erlau (Ungarn, ungarisch: Eger) und schließlich [[1473]] Erzbischof von Gran (ungarisch: Esztergom) und damit Primas von Ungarn. Nachdem er beim ungarischen König in Ungnade gefallen war, verließ er [[1476]] Ungarn und wurde Berater und Geldgeber [[Kaiser Friedrich III.|Kaiser Friedrichs III.]].
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Als Sohn eines Schmieds geboren, war er im geistlichen Stand zunächst Propst von Pécs (Fünfkirchen, [[Ungarn]]), dann Bischof von Großwardein (ungarisch Nagyvárad, heute Oradea Mare), Bischof von Erlau (Ungarn, ungarisch Eger) und schließlich [[1473]] Erzbischof von Gran (ungarisch Esztergom) und damit Primas von Ungarn. Nachdem er beim ungarischen König in Ungnade gefallen war, verließ er [[1476]] Ungarn und wurde Berater und Geldgeber Kaiser [[Friedrich III.|Friedrichs III.]].
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Dann wurde Beckenschlager am [[22. März]] [[1477]] Koadjutor für Bischof Leo von [[Spaur]] in Wien, ab [[1480]] auch Administrator der Diözese Wien (erst ab 1722 Erzdiözese). Doch als ihm der Salzburger Fürsterzbischofsstuhl angeboten wurde, verzichtete er. Am [[14. Jänner]] [[1482]] wurde er als ''Johann III.'' zunächst Administrator des nur nominell regierenden Fürsterzbischofs von Salzburg und [[1487]] Fürsterzbischof.
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Dann wurde Beckenschlager am [[22. März]] [[1477]] Koadjutor für Bischof Leo von [[Spaur]] in [[Wien]], ab [[1480]] auch [[Administrator (Katholische Kirche)|Administrator]] der Diözese Wien (erst ab 1722 Erzdiözese). Doch als ihm der Salzburger Fürsterzbischofsstuhl angeboten wurde, verzichtete er. Am [[14. Jänner]] [[1482]] wurde er als ''Johann III.'' zunächst Administrator des nur nominell regierenden Fürsterzbischofs von Salzburg und [[1487]] Fürsterzbischof.
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Da sich Johann gerne als weltlicher Kriegsherr sah, zeigte er sich gerne in voller Rüstung, mit der er auch tatsächlich mit ins Feld ausrückte. Er soll über eine außerordentliche körperliche Stärke verfügt und leibliche Genüsse sehr genossen haben. (So benutzte er häufig den Geheimgang seines Vorgängers zu seinen Konkubinen.) Daher war Beckenschlager bei der Bevölkerung nicht sehr beliebt, die ihm wesentliche Mitschuld an vielen Kriegshandlungen (vgl. "[[Ungarischer Krieg]]") und dem damit verbundenen Elend gab.   
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Da sich Johann gerne als weltlicher Kriegsherr sah, zeigte er sich gerne in voller Rüstung, mit der er auch tatsächlich mit ins Feld ausrückte. Er soll über eine außerordentliche körperliche Stärke verfügt und leibliche Genüsse sehr genossen haben. So benutzte er häufig den Geheimgang seines Vorgängers zu seinen Konkubinen im ehemaligen [[Domkloster]]. Daher war Beckenschlager bei der Bevölkerung nicht sehr beliebt, die ihm wesentliche Mitschuld an vielen Kriegshandlungen (vgl. "[[Ungarischer Krieg]]") und dem damit verbundenen Elend gab.   
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Den größten Teil seiner Regierungszeit war Johann Beckenschlager als Diplomat Kaiser Friedrichs III. im Ausland tätig. Schon vor seiner Ernennung zum Salzburger Fürsterzbischof hatte der Kaiser den Erzbischof [[1483]] zum Statthalter der [[Steiermark]] ernannt, dem folgte am [[21. Juni]] [[1486]] die Ernennung durch den Kaiser zum Statthalter von ([[Oö|Ober-]] und [[|Nieder-]])[[Österreich]], [[Kärnten]], der Krain (heute [[Slowenien]]), [[Küstenland#Istrien|Istrien]] und dem Karst (beides heute Slowenien und Kroatien).  
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Den größten Teil seiner Regierungszeit war Johann Beckenschlager als Diplomat Kaiser Friedrichs III. im Ausland tätig. Schon vor seiner Ernennung zum Salzburger Fürsterzbischof hatte der Kaiser den Erzbischof [[1483]] zum Statthalter der [[Steiermark]] ernannt, dem folgte am [[21. Juni]] [[1486]] die Ernennung durch den Kaiser zum Statthalter von ([[Oö|Ober-]] und [[|Nieder-]])[[Österreich]], [[Kärnten]], der Krain (heute [[Slowenien]]), [[Küstenland#Istrien|Istrien]] und dem Karst (beides heute [[Slowenien]] und [[Kroatien]]).  
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In Salzburg vertrat den Fürsterzbischof während seiner Abwesenheit [[Salzburger Hofkanzler|Hofkanzler]] Bischof Georg Althaler von Chiemsee. Das letzte Lebensjahr verbrachte der schon kranke Fürsterzbischof auf der [[Festung Hohensalzburg]], die er zielstrebig ausbauen hatte lassen. Vor allem baute er hier den Hohen Stock als Fürstenresidenz aus und errichtete Schüttkasten (zeitweilig als Wohnraum genutzt) und Arbeitshaus.
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In Salzburg vertrat den Fürsterzbischof während seiner Abwesenheit [[Salzburger Hofkanzler|Hofkanzler]] [[Bischof von Chiemsee]] [[Georg Altdorfer]]. Das letzte Lebensjahr verbrachte der schon kranke Fürsterzbischof auf der [[Festung Hohensalzburg]], die er zielstrebig ausbauen hatte lassen. Vor allem baute er hier den [[Hoher Stock (Festung Hohensalzburg)|Hohen Stock]] als Fürstenresidenz aus und errichtete [[Schüttkasten (Festung Hohensalzburg)|Schüttkasten]] (zeitweilig als Wohnraum genutzt) und [[Arbeitshaus (Festung Hohensalzburg)|Arbeitshaus]].
    
==Literatur und Internetseiten==
 
==Literatur und Internetseiten==
* Dopsch, Heinz: Salzburg im Spätmittelalter, Kapitel VIII/2-Salzburg im 15. Jahrhundert. In: Geschichte Salzburgs-Stadt und Land, Bd.I/1, hg. von Heinz Dopsch, 2. Aufl. 1983, S. 487-661, hier S.545-562.
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* Dopsch, Heinz: Salzburg im Spätmittelalter, Kapitel VIII/2-Salzburg im 15. Jahrhundert. In: Geschichte Salzburgs-Stadt und Land, Bd.I/1, hg. von Heinz Dopsch, 2. Aufl. 1983, S. 487–661, hier S. 545–562.
 
* [[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Beckenschlager "Johann Beckenschlager]
 
* [[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Beckenschlager "Johann Beckenschlager]
    
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