Rainer von Österreich: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | Erzherzog Rainer wurde am 11. Jänner 1827 als Sohn von Erzherzog Rainer dem Älteren (30.09.1783 - 16.01.1853) und Elisabeth von Savoyen-Carignan (13.04.1800-25.12.1856) in Mailand geboren. Er war der Neffe 2. Grades von Kaiser Franz Joseph. | ||
| − | + | Erzherzog Rainer wurde 1857 von Kaiser Franz Joseph I. an die Spitze des ernannten Reichsrat (Österreich) berufen. Und war 1861-65 als nomineller Ministerpräsident Haupt des liberalen Kabinetts von Anton von Schmerling, 1868-1906 Oberkommandierender der Kaiserlich Königliche Landwehr und 1874 Feldzeugmeister. | |
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| + | Erzherzog Rainer galt als Förderer der Kunst und Wissenschaft. So war er unter anderem Kurator der Österreichische Akademie der Wissenschaften und Protektor des Österreichischen Museums für Kunst und Industrie. 1884 erwarb er die in Fayum gefundene Österreichische Nationalbibliothek#Papyrussammlung und Papyrusmuseum|Papyrussammlung, die er 1899 der Hofbibliothek (heute Österreichische Nationalbibliothek) schenkte. | ||
| − | == | + | == Leben == |
| − | + | 1852 heiratete Erzherzog Rainer seine Cousine 1. Grades Erzherzogin Maria Karolina (1825-1899), die Ehe galt als glücklich, blieb jedoch kinderlos. Er residierte bis zu seinem Tod in seinem Palais Erzherzog Rainer auf der Wieden. | |
| + | Erzherzog Rainer und seine Gattin waren, unter anderem dank ihrer häufigen Präsenz in der Öffentlichkeit und ihrer zahlreichen sozial-caritativen Aktivitäten, jahrzehntelang die populärsten Mitglieder des Kaiserhauses. Die Ehe von Rainer und Maria Karolina war sehr glücklich. Die Feier zu ihrer Diamantenen Hochzeit 1912 galt als das letzte Großereignis der untergehenden Donaumonarchie. | ||
| + | Da Erzherzog Rainer und Erzherzogin Maria Karolina kümmerten sich intensiv um die Belange von Kindern und Jugendlichen, auch im eigenen Erzhaus. | ||
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| + | == Infanterieregiment Nummer 59 == | ||
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| + | Erzherzog Rainer war von 1852 bis 1913 Inhaber des Infanterieregiments No. 59. Nach seinem Tod erhielt das Salzburger Hausregiment (IR 59) auf immerwährende Zeiten die Bezeichnung "Erzherzog Rainer". Hans Schmid verfasste zu Ehren dieses ruhmreichen Regiments den „[[Rainermarsch]]“.<ref>[http://www.rainermarsch.at www.rainermarsch.at]</ref>. Seine Tradition wird heute vom ''Jägerregiment Salzburg - Erzherzog Rainer'' des Österreichischen Bundesheeres fortgeführt. | ||
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| + | Desgleichen erinnert die Rainerstraße in Salzburg an den Erzherzog. | ||
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| + | Dieser verstarb am 21. Jänner 1913 hochbetagt in Wien und fand in der Wiener Kapuzinergruft (Kaisergruft) in der neuen Gruft im Sarg Nr.110 seine letzte Ruhestätte. | ||
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== Quellen == | == Quellen == | ||
| − | Gigi ''Beutler'', Die Kaisergruft, Wien 2001 | + | Gigi ''Beutler'', Die Kaisergruft, Wien 2001, Seite 73 |
Mag. Andreas ''Martin'' (Hrsg.), Salzburger Straßennamen, Salzburg 2006 | Mag. Andreas ''Martin'' (Hrsg.), Salzburger Straßennamen, Salzburg 2006 | ||
Richard ''Reifenscheid'', Die Habsburger in Lebensbildern, 2. Auflage München 2007 | Richard ''Reifenscheid'', Die Habsburger in Lebensbildern, 2. Auflage München 2007 | ||
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| + | *''Meyers Großes Konversations-Lexikon'', sechste Auflage, 1904-1911 | ||
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| + | * Erzherzog Rainer. In [[Constantin von Wurzbach]]: ''Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich'', Band 7; 1861. [http://www.literature.at/webinterface/library/ALO-BOOK_V01?objid=11810&page=132&zoom=3&ocr= Online-Version] | ||
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| + | == Weblinks == | ||
| + | * {{aeiou|r/r093425}} | ||
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| + | [[de:Rainer von Österreich (1827-1913) | ||
| + | [[en:Archduke Rainer Ferdinand of Austria]] | ||
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| + | [[Kategorie:Geboren 1827]] | ||
| + | [[Kategorie:Gestorben 1913]] | ||
| + | [[Kategorie:Mann]] | ||
Version vom 25. Januar 2009, 14:50 Uhr
Erzherzog Rainer Ferdinand Maria Johann Evangelist Franz Ignaz von Österreich * (11. Jänner]] 1827 in Mailand; † 27. Jänner 1913 in Wien), General der k.u.k. Armee , Mitglied des Hauses Habsburg-Lothringen.
Werdegang
Erzherzog Rainer wurde am 11. Jänner 1827 als Sohn von Erzherzog Rainer dem Älteren (30.09.1783 - 16.01.1853) und Elisabeth von Savoyen-Carignan (13.04.1800-25.12.1856) in Mailand geboren. Er war der Neffe 2. Grades von Kaiser Franz Joseph.
Erzherzog Rainer wurde 1857 von Kaiser Franz Joseph I. an die Spitze des ernannten Reichsrat (Österreich) berufen. Und war 1861-65 als nomineller Ministerpräsident Haupt des liberalen Kabinetts von Anton von Schmerling, 1868-1906 Oberkommandierender der Kaiserlich Königliche Landwehr und 1874 Feldzeugmeister.
Erzherzog Rainer galt als Förderer der Kunst und Wissenschaft. So war er unter anderem Kurator der Österreichische Akademie der Wissenschaften und Protektor des Österreichischen Museums für Kunst und Industrie. 1884 erwarb er die in Fayum gefundene Österreichische Nationalbibliothek#Papyrussammlung und Papyrusmuseum|Papyrussammlung, die er 1899 der Hofbibliothek (heute Österreichische Nationalbibliothek) schenkte.
Leben
1852 heiratete Erzherzog Rainer seine Cousine 1. Grades Erzherzogin Maria Karolina (1825-1899), die Ehe galt als glücklich, blieb jedoch kinderlos. Er residierte bis zu seinem Tod in seinem Palais Erzherzog Rainer auf der Wieden.
Erzherzog Rainer und seine Gattin waren, unter anderem dank ihrer häufigen Präsenz in der Öffentlichkeit und ihrer zahlreichen sozial-caritativen Aktivitäten, jahrzehntelang die populärsten Mitglieder des Kaiserhauses. Die Ehe von Rainer und Maria Karolina war sehr glücklich. Die Feier zu ihrer Diamantenen Hochzeit 1912 galt als das letzte Großereignis der untergehenden Donaumonarchie. Da Erzherzog Rainer und Erzherzogin Maria Karolina kümmerten sich intensiv um die Belange von Kindern und Jugendlichen, auch im eigenen Erzhaus.
Infanterieregiment Nummer 59
Erzherzog Rainer war von 1852 bis 1913 Inhaber des Infanterieregiments No. 59. Nach seinem Tod erhielt das Salzburger Hausregiment (IR 59) auf immerwährende Zeiten die Bezeichnung "Erzherzog Rainer". Hans Schmid verfasste zu Ehren dieses ruhmreichen Regiments den „Rainermarsch“.[1]. Seine Tradition wird heute vom Jägerregiment Salzburg - Erzherzog Rainer des Österreichischen Bundesheeres fortgeführt.
Desgleichen erinnert die Rainerstraße in Salzburg an den Erzherzog.
Dieser verstarb am 21. Jänner 1913 hochbetagt in Wien und fand in der Wiener Kapuzinergruft (Kaisergruft) in der neuen Gruft im Sarg Nr.110 seine letzte Ruhestätte.
Quellen
Gigi Beutler, Die Kaisergruft, Wien 2001, Seite 73
Mag. Andreas Martin (Hrsg.), Salzburger Straßennamen, Salzburg 2006
Richard Reifenscheid, Die Habsburger in Lebensbildern, 2. Auflage München 2007
- Meyers Großes Konversations-Lexikon, sechste Auflage, 1904-1911
- Erzherzog Rainer. In Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, Band 7; 1861. Online-Version
Weblinks
[[de:Rainer von Österreich (1827-1913) en:Archduke Rainer Ferdinand of Austria nl:Reinier van Oostenrijk (1827-1913)