Josef Klaus (Politiker): Unterschied zwischen den Versionen
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| − | * [[1962]] – [[1963]] und [[1966]] – [[1970]]: Abgeordneter zum Nationalrat | + | Nach dem Besuch des Gymnasiums in Klagenfurt studierte Klaus in Wien Jus. Nach der Promotion wurde er Sekretär von Josef Staud, dem damaligen Vorsitzenden der ständestaatlichen Einheitsgewerkschaft. Klaus wechselte dann in die ebenfalls gleichgeschaltete Arbeiterkammer. |
| − | * [[1960]] – [[1963]]: stellvertretender Bundesparteiobmann | + | |
| − | * [[1963]] – [[1970]]: Bundesparteiobmann der ÖVP | + | Nach dem Krieg, in dem Klaus als Soldat aktiv in Kanzleien arbeitete und gegen Schluss des Krieges jedoch als kämpfender Soldat in amerikanische Kriegsgefangenschaft geraten war, eröffnete er seine eigene Rechtsanwaltskanzlei. |
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| − | * [[1964]] – [[1966]]: Bundeskanzler der ÖVP-SPÖ-Koalition | + | Im Jahre [[1949]] wurde Klaus Vizebürgermeister von Hallein, wo seine Ehefrau, die er im Jahre [[1936]] geheiratet hatte, beheimatet war. Noch im selben Jahr, und zwar am [[1. Dezember]], wurde er im Alter von 39 Jahren zum Landeshauptmann von Salzburg. Diese Funktion blieb er 12 Jahre lang treu, bis ihn im Jahre [[1961]] Bundeskanzler Alfons Gorbach als Finanzminister in sein Regierungsteam holte. Klaus setzte eine harte Sparpolitik bei allen Bundesausgaben um. Sein Motto, welches er im Laufe der Zeiten oft zitierte, war: ''"Man kann nur ausgeben, was man einnimmt."'' Nach der Nationalratswahlim Jahre [[1962]] war er nicht mehr bereit, das Finanzministerium weiter zu führen. Ein Jahr später ([[1963]]) wurde Klaus in einer Kampfabstimmung gegen Heinrich Drimmel zum ÖVP-Bundesparteiobmann gewählt. Die damaligen "Parteireformer" der Volkspartei rund um Generalsekretär Hermann Withalm setzten schließlich durch, dass Kanzler Gorbach das Kanzleramt an Josef Klaus abgab. So wurde Josef Klaus am [[2. April]] [[1964]] wurde Josef Klaus als Bundeskanzler einer Koalitionsregierung mit der [[SPÖ]] angelobt. Im Jahre [[1966]] gelang es Klaus mit seiner ÖVP bei den Nationalratswahlen, die absolute Mehrheit der Partei wieder zu sichern. |
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| + | * [[1949]] – [[1961]]: Landeshauptmann von Salzburg<br> | ||
| + | * [[1952]] – [[1964]]: Landesparteiobmann in Salzburg<br> | ||
| + | * [[1962]] – [[1963]] und [[1966]] – [[1970]]: Abgeordneter zum Nationalrat<br> | ||
| + | * [[1960]] – [[1963]]: stellvertretender Bundesparteiobmann<br> | ||
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| + | * [[1961]] – [[1963]]: Bundesminister für Finanzen<br> | ||
| + | * [[1964]] – [[1966]]: Bundeskanzler der ÖVP-SPÖ-Koalition<br> | ||
* [[1966]] – [[1970]]: Bundeskanzler der ÖVP-Alleinregierung | * [[1966]] – [[1970]]: Bundeskanzler der ÖVP-Alleinregierung | ||
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| + | Josef Klaus gilt als "Reformkanzler" der Nachkriegszeit. Als Landeshauptmann und Bundeskanzler war er Kritiker des Proporzes und strebte eine Versachlichung der Politik an. Ferner holte er hauptsächlich Fachleute in die Bundesregierung und förderte den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik ("Aktion 20"). Zu seinen Verdiensten gehören die von ihm forcierten Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen mit der EWG, sein Eintreten für die Einheit Europas unter Einbeziehung von Mittel- und Osteuropa und seine Entspannungspolitik in der [[Südtirol]]-Frage. | ||
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| + | Josef Klaus lebte nach seiner Hochzeit in [[Hallein]]-[[Rif]] in der so genannten ''Klaus Villa''. Diese bewohnte er während seiner Zeit als Halleiner Vizebürgermeister und Salzburger Landeshauptmann. Später, als er in die Bundespolitik einstieg, wechselte er seinen Wohnsitz in die Bundeshauptstadt Wien. | ||
== Werke == | == Werke == | ||
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* ''Macht und Ohnmacht in Österreich'', Wien, München, Zürich: Molden, 1971. | * ''Macht und Ohnmacht in Österreich'', Wien, München, Zürich: Molden, 1971. | ||
== Literatur == | == Literatur == | ||
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* Beatrice Weimann: ''Josef Klaus: ein großer Österreicher'', Molden, Wien, 2000, ISBN 3-85485-047-6. | * Beatrice Weimann: ''Josef Klaus: ein großer Österreicher'', Molden, Wien, 2000, ISBN 3-85485-047-6. | ||
== Weblinks == | == Weblinks == | ||
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| − | == | + | * [http://aeiou.iicm.tugraz.at/aeiou.encyclop.k/k410456.htm Josef Klaus im aeiou-Österreichlexikon] |
| − | * aeiou-Österreich Lexikon | + | |
| + | == Quellen == | ||
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| + | * aeiou-Österreich Lexikon<br> | ||
| + | * Wiener Zeitung<br> | ||
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Version vom 8. Februar 2009, 22:37 Uhr
Josef Klaus (* 15. August 1910 in Mauthen, Kärnten; † 25. Juli 2001 in Wien) war Jurist, Rechtsanwalt, ÖVP-Politiker, Vizebürgermeister von Hallein, Salzburger Landeshauptmann und Österreichischer Bundeskanzler.
Leben
Josef Klaus wurde am 15. August des Jahres 1910 in Mauthen in Oberkärnten geboren. Sein Vater war dort Bäckermeister, seine Mutter, die vier Kinder alleine aufgezogen hatte, lehrte Klaus die Liebe zu Büchern und zur Natur.
Nach dem Besuch des Gymnasiums in Klagenfurt studierte Klaus in Wien Jus. Nach der Promotion wurde er Sekretär von Josef Staud, dem damaligen Vorsitzenden der ständestaatlichen Einheitsgewerkschaft. Klaus wechselte dann in die ebenfalls gleichgeschaltete Arbeiterkammer.
Nach dem Krieg, in dem Klaus als Soldat aktiv in Kanzleien arbeitete und gegen Schluss des Krieges jedoch als kämpfender Soldat in amerikanische Kriegsgefangenschaft geraten war, eröffnete er seine eigene Rechtsanwaltskanzlei.
Im Jahre 1949 wurde Klaus Vizebürgermeister von Hallein, wo seine Ehefrau, die er im Jahre 1936 geheiratet hatte, beheimatet war. Noch im selben Jahr, und zwar am 1. Dezember, wurde er im Alter von 39 Jahren zum Landeshauptmann von Salzburg. Diese Funktion blieb er 12 Jahre lang treu, bis ihn im Jahre 1961 Bundeskanzler Alfons Gorbach als Finanzminister in sein Regierungsteam holte. Klaus setzte eine harte Sparpolitik bei allen Bundesausgaben um. Sein Motto, welches er im Laufe der Zeiten oft zitierte, war: "Man kann nur ausgeben, was man einnimmt." Nach der Nationalratswahlim Jahre 1962 war er nicht mehr bereit, das Finanzministerium weiter zu führen. Ein Jahr später (1963) wurde Klaus in einer Kampfabstimmung gegen Heinrich Drimmel zum ÖVP-Bundesparteiobmann gewählt. Die damaligen "Parteireformer" der Volkspartei rund um Generalsekretär Hermann Withalm setzten schließlich durch, dass Kanzler Gorbach das Kanzleramt an Josef Klaus abgab. So wurde Josef Klaus am 2. April 1964 wurde Josef Klaus als Bundeskanzler einer Koalitionsregierung mit der SPÖ angelobt. Im Jahre 1966 gelang es Klaus mit seiner ÖVP bei den Nationalratswahlen, die absolute Mehrheit der Partei wieder zu sichern.
Politische Tätigkeiten
- 1949 – 1961: Landeshauptmann von Salzburg
- 1952 – 1964: Landesparteiobmann in Salzburg
- 1962 – 1963 und 1966 – 1970: Abgeordneter zum Nationalrat
- 1960 – 1963: stellvertretender Bundesparteiobmann
- 1963 – 1970: Bundesparteiobmann der ÖVP
- 1961 – 1963: Bundesminister für Finanzen
- 1964 – 1966: Bundeskanzler der ÖVP-SPÖ-Koalition
- 1966 – 1970: Bundeskanzler der ÖVP-Alleinregierung
Leistungen
Josef Klaus gilt als "Reformkanzler" der Nachkriegszeit. Als Landeshauptmann und Bundeskanzler war er Kritiker des Proporzes und strebte eine Versachlichung der Politik an. Ferner holte er hauptsächlich Fachleute in die Bundesregierung und förderte den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik ("Aktion 20"). Zu seinen Verdiensten gehören die von ihm forcierten Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen mit der EWG, sein Eintreten für die Einheit Europas unter Einbeziehung von Mittel- und Osteuropa und seine Entspannungspolitik in der Südtirol-Frage.
Privates
Im Jahre 1936 heiratete Josef Klaus seine Ehegattin Erna aus Hallein. Klaus war die gesamten sechs Kriegsjahre von 1939 bis 1945 als Soldat tätig, allerdings als Akademiker in Kanzleien und nicht als kämpfender Soldat. Erst unmittelbar vor Kriegsende musste Klaus in den Kampf und geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
Josef Klaus lebte nach seiner Hochzeit in Hallein-Rif in der so genannten Klaus Villa. Diese bewohnte er während seiner Zeit als Halleiner Vizebürgermeister und Salzburger Landeshauptmann. Später, als er in die Bundespolitik einstieg, wechselte er seinen Wohnsitz in die Bundeshauptstadt Wien.
Werke
- Macht und Ohnmacht in Österreich, Wien, München, Zürich: Molden, 1971.
Literatur
- Beatrice Weimann: Josef Klaus: ein großer Österreicher, Molden, Wien, 2000, ISBN 3-85485-047-6.
Weblinks
Quellen
- aeiou-Österreich Lexikon
- Wiener Zeitung
- Andere Internetseiten
Monarchie:
Joseph Freiherr von Weiß ∙
Hugo Raimund Reichsgraf von Lamberg ∙
Carl Graf Chorinsky ∙
Albert Schumacher ∙
Alois Winkler ∙
Albert Schumacher ∙
Alois Winkler (erneut)
Erste Republik:
Alois Winkler (erneut) ∙
Oskar Meyer ∙
Franz Rehrl ∙
Anton Wintersteiger
Reichsstatthalter:
Friedrich Rainer ∙
Gustav Adolf Scheel
Zweite Republik:
Adolf Schemel ∙
Albert Hochleitner ∙
Josef Rehrl ∙
Josef Klaus ∙
Hans Lechner ∙
Wilfried Haslauer senior ∙
Hans Katschthaler ∙
Franz Schausberger ∙
Gabriele Burgstaller ∙
Wilfried Haslauer junior ∙
Karoline Edtstadler