Salzburger Kommunalfriedhof: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Ausbruch einer Cholera-Epidemie machte [[1873]] die ersten Bestattungen noch vor der Eröffnung des Friedhofsgeländes notwendig. Erst ein Jahr darauf erfolgte die Vermessung des Grundstücks samt Einteilung der Grabfelder. Durch Auseinandersetzungen über die Reihenbeerdigung ohne Ansehen der Konfession der Verstorbenen verzögerte sich die Fertigstellung um weitere Jahre.  
Der Ausbruch einer Cholera-Epidemie machte [[1873]] die ersten Bestattungen noch vor der Eröffnung des Friedhofsgeländes notwendig. Erst ein Jahr darauf erfolgte die Vermessung des Grundstücks samt Einteilung der Grabfelder. Durch Auseinandersetzungen über die Reihenbeerdigung ohne Ansehen der Konfession der Verstorbenen verzögerte sich die Fertigstellung um weitere Jahre.  


Nach der Eröffnung am [[1. Jänner]] [[1879]] wurden im ersten Jahr seines Bestehens 378 Beerdigungen abgehalten. Das erste Begräbnis, von Theresia Mayr, Nonntalwirtin, war am [[4. Jänner]]. 1893-95 wurde die erste Aussegnungehalle von Franz Drobny errichtet, die heute Verwaltungsgebäude ist. [[1914]] folgte die Errichtung der neuen von [[Eduard Wiedemann]] geplanten Leichenhalle und [[1931]] der Bau des ebenfalls von Eduard Wiedemann geplanten ersten Salzburger Krematoriums, womit das Ausweichen bei Feuerbestattungen in die oberösterreichischen Städte [[Linz]] und Steyr ein Ende fand. Bis zum Jahr [[2005]] fanden am Salzburger Kommunalfriedhof rund 150 000 Menschen ihre letzte Ruhestätte.
Nach der Eröffnung am [[1. Jänner]] [[1879]] wurden im ersten Jahr seines Bestehens 378 Beerdigungen abgehalten. Das erste Begräbnis, von Theresia Mayr, Nonntalwirtin, war am [[4. Jänner]]. 1893-1895 wurde die erste Aussegnungehalle von Franz Drobny errichtet, die heute Verwaltungsgebäude ist. [[1914]] folgte die Errichtung der neuen von [[Eduard Wiedemann]] geplanten Leichenhalle und [[1931]] der Bau des ebenfalls von Eduard Wiedemann geplanten ersten Salzburger Krematoriums, womit das Ausweichen bei Feuerbestattungen in die oberösterreichischen Städte [[Linz]] und Steyr ein Ende fand. Bis zum Jahr [[2005]] fanden am Salzburger Kommunalfriedhof rund 150 000 Menschen ihre letzte Ruhestätte.




[[Datei:Das kunstvolle schmiedeiserne Eingangstor samt der Erinnerungstafelan den Schöpfer .jpg|200px|right|Das schmiedeiserne Eingangstor mit der Erinnerungstafel an den Künstler Josef Salm]]
[[Datei:Das kunstvolle schmiedeiserne Eingangstor samt der Erinnerungstafelan den Schöpfer .jpg|200px|right|Das schmiedeiserne Eingangstor mit der Erinnerungstafel an den Künstler Josef Salm]]
[[Datei:Erinnerungstafel an Josef Salb.jpg|200px|right|Erinnerungstafel an Josef Salb, den Schöpfer des schmiedeeisernen Eingangstores]]
[[Datei:Erinnerungstafel an Josef Salb.jpg|200px|right|Erinnerungstafel an Josef Salb, den Schöpfer des schmiedeeisernen Eingangstores]]
==Gestaltung==
==Gestaltung==
Von der Friedhofsanlage aus sind die [[Festung Hohensalzburg]] und im Süden die Gebirgsketten des [[Tennengebirge]]s und des [[Hagengebirge]]s sowie der [[Untersberg]] zu sehen. Geprägt wird der Friedhof, der seit seiner Eröffnung seinen ursprünglichen Charakter erhalten konnte, von etwa 1 600 teils alten und eindrucksvollen Bäumen im Inneren des Geländes und rund 200 Bäumen, welche als Umrandung der Anlage dienen. Die reichliche Verwendung von Laubhölzern und -bäumen sorgt im Einklang mit der künstlerischen und gärtnerischen Gestaltung der Anlage für ein farbenfrohes Bild eines Naherholungsgebietes, das die wenigen Nadelhölzer auch gut als Stätte der Trauer zur Geltung bringen.  
Von der Friedhofsanlage aus sind die [[Festung Hohensalzburg]] und im Süden die Gebirgsketten des [[Tennengebirge]]s und des [[Hagengebirge]]s sowie der [[Untersberg]] zu sehen. Geprägt wird der Friedhof, der seit seiner Eröffnung seinen ursprünglichen Charakter erhalten konnte, von etwa 1 600 teils alten und eindrucksvollen Bäumen im Inneren des Geländes und rund 200 Bäumen, welche als Umrandung der Anlage dienen. Die reichliche Verwendung von Laubhölzern und -bäumen sorgt im Einklang mit der künstlerischen und gärtnerischen Gestaltung der Anlage für ein farbenfrohes Bild eines Naherholungsgebietes, das die wenigen Nadelhölzer auch gut als Stätte der Trauer zur Geltung bringen.