Geschichte des Lungaus: Unterschied zwischen den Versionen
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==Die Christianisierung beginnt== | ==Die Christianisierung beginnt== | ||
Allerdings finden sich so gut wie keine Aufzeichnungen über die Bekehrungsmaßnahmen im Lungau selbst. Selbst die wichtigste Quelle der [[Salzburger Missionsgeschichte]], die ''Bekehrungsgeschichte der Bayern und Karantanen (Conversio Bagoariorum et Carantanorum)'' erwähnt darüber nichts. Spekulationen über diesen Zeitabschnitt lassen lediglich ein Deckenfresko in der [[Filialkirche Althofen]] bei Mariapfarr von [[ | Allerdings finden sich so gut wie keine Aufzeichnungen über die Bekehrungsmaßnahmen im Lungau selbst. Selbst die wichtigste Quelle der [[Salzburger Missionsgeschichte]], die ''Bekehrungsgeschichte der Bayern und Karantanen (Conversio Bagoariorum et Carantanorum)'' erwähnt darüber nichts. Spekulationen über diesen Zeitabschnitt lassen lediglich ein Deckenfresko in der [[Filialkirche Althofen]] bei Mariapfarr von [[Gregor Lederwasch IV.]] zu. Eine Inschrift mit der Jahreszahl [[754]] verrät ''Vom Bischof von Maria Saal Gott geweiht''. Jedenfalls wird die Kirche von Mariapfarr in einer Urkunde aus dem Jahre [[923]] als die ''Mutterkirche des gesamten Lungaus'' genannt. Diese Urkunde ist die älteste Urkunde, die es aus dem Lungau gibt! | ||
==Der Lungau kommt zum Erzbistum== | ==Der Lungau kommt zum Erzbistum== | ||
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Im [[15. Jahrhundert]] setzte die Wallfahrt zur [[Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Tamsweg]] ein. | Im [[15. Jahrhundert]] setzte die Wallfahrt zur [[Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Tamsweg]] ein. | ||
Im [[16. Jahrhundert]] sicherte sich das [[Domkapitel]] großes Grundeigentum im Lungau neben dem [[Benediktinenstift Nonnberg]] und dem [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstift St. Peter]]. Zu großer Bedeutung kam das Geschlecht der [[Herren von Moosham]]. Im ausgehenden [[Mittelalter]] prägten [[Samer]], [[Sauschneider]] und der [[Zauberer | Im [[16. Jahrhundert]] sicherte sich das [[Domkapitel]] großes Grundeigentum im Lungau neben dem [[Benediktinenstift Nonnberg]] und dem [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstift St. Peter]]. Zu großer Bedeutung kam das Geschlecht der [[Herren von Moosham]]. Im ausgehenden [[Mittelalter]] prägten [[Samer]], [[Sauschneider]] und der [[Zauberer Jackl]] die Geschichte. | ||
==Bergbau== | ==Bergbau== | ||
Trotz der geografischen Abgeschiedenheit des Lungaus vom übrigen [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum]] gelangte ein sehr bescheidener Wohlstand mit dem Einsetzen des [[Bergbau]]s ([[Goldbergbau]], [[Silbererzbergbau]], [[Hüttrauch]] und [[Eisenerz]]) ab dem [[13. Jahrhundert]]. | Trotz der geografischen Abgeschiedenheit des Lungaus vom übrigen [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum]] gelangte ein sehr bescheidener Wohlstand mit dem Einsetzen des [[Bergbau]]s ([[Goldbergbau]], [[Silbererzbergbau]], [[Hüttrauch]] und [[Eisenerz]]) ab dem [[13. Jahrhundert]]. | ||
Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]] erteilte am [[20. Mai]] [[1287]] seinem im Lungau begüterten [[Domkapitel]] ein Privileg: Wo sie auf ihren Besitzungen im Lungau oder anderwärts Gold-, Silber- oder andere Metalladern entdecken werden, müssen sie dem Erzbischof von den Erträgen nicht nur den ''Fangpfennig'' bezahlen, sondern auch die einem Grundherrn "schuldigen Rechte" (= jeder 40. Kübel an gewonnenem Erz) bezahlen.<ref>Quelle [[Mosaiksteine zur Geschichte Gasteins und seiner Salzburger Umgebung. Bergbau - Badewesen - Bauwerke - Ortsnamen - Biografien - Chronologie]], Seite 57</ref> | |||
==Industrialisierung== | ==Industrialisierung== | ||
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==Quelle== | ==Quelle== | ||
* ''Salzburg Archiv'', Band 25, 1998, ''Reisen im Lungau'', [[Heinz Dopsch]]: '' Der Lungau: Salzburger Land im Süden der Tauern'' | * ''Salzburg Archiv'', Band 25, 1998, ''Reisen im Lungau'', [[Heinz Dopsch]]: '' Der Lungau: Salzburger Land im Süden der Tauern'' | ||
== Fußnote == | |||
<references/> | |||
[[Kategorie:Lungau]] | [[Kategorie:Lungau]] | ||
[[Kategorie:Geschichte]] | [[Kategorie:Geschichte]] | ||