Archäologie: Unterschied zwischen den Versionen
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Mit der archäologischen Grabung in [[Loig]] nahe dem heutigen [[Flughafen Salzburg]], der einen [[Römischer Gutshof|römischen Gutshof]] zu Tage förderte, begann am [[9. August]] [[1815]] die Archäologie in Salzburg. Im selben Jahr wurde dann noch eine Testgrabung beim [[Bürglstein]] durchgeführt. Das brachte einen Anrainer, den Gutsbesitzer [[Josef Rosenegger]], auf den Gedanken, selbst zu graben. Was er dann auch tat, bis ihm die Funde ausgingen und er mit Fälschungen weiterhin Geld machte, unter anderem mit König [[Ludwig I. von Bayern]]. | |||
[[1817]] führte Louis Grenier unter der Patronanz des Fürsten [[Schwarzenberg, Fürsten|Schwarzenberg]] Grabungen in [[Glas]] ([[Gemeinde Aigen]]) durch. Dabei wurde ein Trakt eines Herrenhauses mit elf Räumen gefunden. [[1869]] forschte die [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] neuerlich auf diesem Feld in Glas | [[1817]] führte Louis Grenier unter der Patronanz des Fürsten [[Schwarzenberg, Fürsten|Schwarzenberg]] Grabungen in [[Glas]] ([[Gemeinde Aigen]]) durch. Dabei wurde ein Trakt eines Herrenhauses mit elf Räumen gefunden. [[1869]] forschte die [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] neuerlich auf diesem Feld in Glas. | ||
In der [[Altstadt]] von Salzburg fand dann [[1840]] die erste archäologische Grabung beim Bau des [[Mozart-Denkmal am Mozartplatz|Mozart-Denkmals]] statt. Dabei wurde ein großes Mosaik des Archeloos mit einem Athletenkampfbild geborgen. Dieses durch Fotografien erhaltene Mosaik ist dann spurlos verschwunden. | In der [[Altstadt]] von Salzburg fand dann [[1840]] die erste archäologische Grabung beim Bau des [[Mozart-Denkmal am Mozartplatz|Mozart-Denkmals]] statt. Dabei wurde ein großes Mosaik des Archeloos mit einem Athletenkampfbild geborgen. Dieses durch Fotografien erhaltene Mosaik ist dann spurlos verschwunden | ||
Die Domgrabungen im Bereich des [[Residenzplatz]]es ([[1956]] bis [[1958]]) und des [[Domplatz]]es ([[1968]]/[[1969]]) in der Salzburger Altstadt unter Leitung von Dr. [[Hermann Vetters]] war das bedeutendste Forschungsprojekt der [[Nachkriegszeit]]. Davon geblieben ist das [[Domgrabungsmuseum]]. | |||
Zu Fundbergungen bei Notgrabungen kam es im Zuge des Umbaus des [[Toskanatrakt]]s der [[Alte Residenz|Alten Residenz]] für die [[Universität Salzburg]] in den [[1980er]]-Jahren. | |||
Neben Grabungen in der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter, die Klosteranlage|Klosteranlage der Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] waren erst 2017 Grabungen im [[Burghof (Festung Hohensalzburg)|Burghof]] der Festung Hohensalzburg durchgeführt worden. | |||
=== Weltweit erste prähistorische Bergbau-Grabungen im Land Salzburg === | === Weltweit erste prähistorische Bergbau-Grabungen im Land Salzburg === | ||
Erste Grabungen am [[Dürrnberg (Berg)|Dürrnberg]] wurden [[1823]] durchgeführt. | |||
[[1879]] wurde der [[Götschenberg]] im [[Mühlbachtal (Hochkönig)|Mühlbachtal]] bei [[Bischofshofen]] archäologisch untersucht, wo sich die erste prähistorische Siedlung Salzburgs befand. In diesem Jahr begannen, weltweit gesehen, die ersten Erforschungen des prähistorischen Bergbaus der Bergbauanlagen am [[Mitterberg (Pongau)|Mitterberg]]. | [[1879]] wurde der [[Götschenberg]] im [[Mühlbachtal (Hochkönig)|Mühlbachtal]] bei [[Bischofshofen]] archäologisch untersucht, wo sich die erste prähistorische Siedlung Salzburgs befand. In diesem Jahr begannen, weltweit gesehen, die ersten Erforschungen des prähistorischen Bergbaus der Bergbauanlagen am [[Mitterberg (Pongau)|Mitterberg]]. | ||
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Der Salzburger Gymnasiallehrer und Archäologe [[Olivier Klose]] öffnete zwischen [[1928]] und [[1932]] insgesamt 16 Hügelgräber am Dürrnberg. Dabei wurde auch die [[Kelten|keltische]] [[Schnabelkanne]] entdeckt. Schon zuvor hatte er römische Gebäudereste in [[Plain-Kemating]] ([[Maria Plain]], Gemeinde [[Bergheim]]) und in der [[Kellau]] in [[Kuchl]] entdeckt. | Der Salzburger Gymnasiallehrer und Archäologe [[Olivier Klose]] öffnete zwischen [[1928]] und [[1932]] insgesamt 16 Hügelgräber am Dürrnberg. Dabei wurde auch die [[Kelten|keltische]] [[Schnabelkanne]] entdeckt. Schon zuvor hatte er römische Gebäudereste in [[Plain-Kemating]] ([[Maria Plain]], Gemeinde [[Bergheim]]) und in der [[Kellau]] in [[Kuchl]] entdeckt. | ||
Der [[Georgenberg (Kuchl)|Georgenberg]] in Kuchl wurde zu einem archäologischen Forschungsprojekt der Universität München und des Österreichischen Archäologischen Instituts ([[1962]]/63). [[1970]] wurde aus dem Städtischen Museum in [[Hallein]] das [[Keltenmuseum]] und am Dürrnberg wurde das archäologische [[Forschungszentrum Dürrnberg]] eingerichtet. | |||
Die Freilegung des [[Das hallstattzeitliche Gräberfeld in Uttendorf im Pinzgau|hallstattzeitlichen Gräberfeldes]] in [[Uttendorf]] im [[Pinzgau]] erfolgte zwischen [[1975]] und [[1990]]. | Die Freilegung des [[Das hallstattzeitliche Gräberfeld in Uttendorf im Pinzgau|hallstattzeitlichen Gräberfeldes]] in [[Uttendorf]] im [[Pinzgau]] erfolgte zwischen [[1975]] und [[1990]]. | ||
In [[Neumarkt am Wallersee]] werden seit [[1988]] [[Archäologische Grabungen in Pfongau]] an einem Wirtschaftsgebäude einer römischen Villa durchgeführt. In [[Hof bei Salzburg]], in [[Elsenwang]], wurde [[1990]]/[[1991]] eine römische Villenanlage entdeckt, [[2000]] ein großartiges Badegebäude einer Villa in Salzburg-[[Morzg]]. | In [[Neumarkt am Wallersee]] werden seit [[1988]] [[Archäologische Grabungen in Pfongau]] an einem Wirtschaftsgebäude einer römischen Villa durchgeführt. In [[Hof bei Salzburg]], in [[Elsenwang]], wurde [[1990]]/[[1991]] eine römische Villenanlage entdeckt, [[2000]] ein großartiges Badegebäude einer Villa in Salzburg-[[Morzg]]. | ||