Viktor Tschusi zu Schmidhoffen: Unterschied zwischen den Versionen
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Tschusis Vater war ein ehemaliger Offizier aus einer [[Tirol]]er Adelsfamilie; er starb, als der Sohn 17 Jahre alt war. | Tschusis Vater war ein ehemaliger Offizier aus einer [[Tirol]]er Adelsfamilie; er starb, als der Sohn 17 Jahre alt war. | ||
Tschusi zeigte schon als Knabe eine große Vorliebe für die Natur und widmete sein Leben früh der Vogelkunde. Er erlernte die Präparierung von Vögeln von einem Präparator des Hofnaturalien-Kabinetts (Naturhistorischen Museums) in Wien. Von 1868 bis 1870 reiste er u.a. nach [[Italien]] und an die Nordsee. | Tschusi zeigte schon als Knabe eine große Vorliebe für die Natur und widmete sein Leben früh der Vogelkunde. Er erlernte die Präparierung von Vögeln von einem Präparator des Hofnaturalien-Kabinetts (Naturhistorischen Museums) in Wien. Von 1868 bis 1870 reiste er u.a. nach [[Italien]] und an die Nordsee. | ||
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Tschusi sammelte in seinem Leben mehr als 10 000 Exemplare. Diese befinden sich nun im Naturhistorischen Museum in Wien, in der Zoologischen Staatssammlung München oder in Salzburg. | Tschusi sammelte in seinem Leben mehr als 10 000 Exemplare. Diese befinden sich nun im Naturhistorischen Museum in Wien, in der Zoologischen Staatssammlung München oder in Salzburg. | ||
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* ''Bibliographia ornithologica salisburgensis (Die ornithologische Literatur Salzburgs)'', in: [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19090003&zoom=2&seite=00000179 MGSLK 49, 1909, S. 179-194] | * ''Bibliographia ornithologica salisburgensis (Die ornithologische Literatur Salzburgs)'', in: [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19090003&zoom=2&seite=00000179 MGSLK 49, 1909, S. 179-194] | ||
*''Ornithologische Beobachtungen von Tännenhof (Hallein)'', in: [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19100023&zoom=2&seite=00000025 MGSLK 50, 1910, S. 25-34] | *''Ornithologische Beobachtungen von Tännenhof (Hallein)'', in: [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19100023&zoom=2&seite=00000025 MGSLK 50, 1910, S. 25-34] | ||
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* Lorenz-Liburnau, Ludwig: ''Viktor Tschusi zu Schmidhoffen †'', in: Verhandlungen der zoologisch-botanischen Gesellschaft [http://81.10.184.26:9001/personen_add/VZBG_74-75_1925_0032-0035_Tschusi_Viktor.pdf 74/75 (1925), S. 32-35.] | * Lorenz-Liburnau, Ludwig: ''Viktor Tschusi zu Schmidhoffen †'', in: Verhandlungen der zoologisch-botanischen Gesellschaft [http://81.10.184.26:9001/personen_add/VZBG_74-75_1925_0032-0035_Tschusi_Viktor.pdf 74/75 (1925), S. 32-35.] | ||
| + | * Dr. Gengler, Josef: ''Viktor von Tschusi zum Gedächtnis.'', in: [https://www.zobodat.at/pdf/Verhandlungen-Ornith-Ges-Bayern_16_1_1924_0086-0090.pdf Verhandlungen der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern (1924), S. 86ff.] | ||
* [[Wikipedia]]-Artikel [http://en.wikipedia.org/wiki/Viktor_von_Tschusi_zu_Schmidhoffen ''„Viktor von Tschusi zu Schmidhoffen“'' (englisch)] | * [[Wikipedia]]-Artikel [http://en.wikipedia.org/wiki/Viktor_von_Tschusi_zu_Schmidhoffen ''„Viktor von Tschusi zu Schmidhoffen“'' (englisch)] | ||
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Version vom 26. April 2020, 18:58 Uhr
Dr. Viktor Ritter von Tschusi zu Schmidhoffen (* 28. Dezember 1847 in Prag-Smíchov, Böhmen; † 5. März 1924 in der Villa Tännenhof in Adnet-Gries) war ein österreichischer Ornithologe.
Leben
Tschusis Vater war ein ehemaliger Offizier aus einer Tiroler Adelsfamilie; er starb, als der Sohn 17 Jahre alt war.
Tschusi zeigte schon als Knabe eine große Vorliebe für die Natur und widmete sein Leben früh der Vogelkunde. Er erlernte die Präparierung von Vögeln von einem Präparator des Hofnaturalien-Kabinetts (Naturhistorischen Museums) in Wien. Von 1868 bis 1870 reiste er u.a. nach Italien und an die Nordsee.
1870 kaufte er die Villa Tännenhof nahe Hallein, wo er bis an sein Lebensende wohnte und sich dem von ihm erwählten Wissenschaftszweig hingab.
1871 heiratete er Natalie Kuhn von Kuhnenfeld. Das NS-Opfer Friedrich Tschusi (* 1877; † 1941 in Schloss Hartheim) ist sein Sohn.
Tschusi sammelte in seinem Leben mehr als 10 000 Exemplare. Diese befinden sich nun im Naturhistorischen Museum in Wien, in der Zoologischen Staatssammlung München oder in Salzburg.
Tschusi war ein eifriger und angesehener Fachschriftsteller. Er veröffentlichte mehr als 700 Arbeiten und übte auf die Entwicklung der Ornithologie in Österreich-Ungarn großen Einfluss aus. Zeitweise war er auch für Kronprinz Rudolf tätig, der selbst ein passionierter und ausgewiesener Naturforscher war: Er gründete in Österreich-Ungarn ornithologischen Beobachtungsstationen und redigierte deren Jahresberichte. Tschusi begründete und verlegte weiters das Ornithologische Jahrbuch, das von 1890 bis zum Ersten Weltkrieg jährlich erschien.
Schon vor dem Ersten Weltkrieg verschlechterten sich seine Vermögensverhältnisse; noch konnte er durch Verkauf von Sammlungsstücken gegensteuern, schließlich starb er aber auf seinem Gut in tristen wirtschaftlichen Verhältnissen.
1921 hatte ihm die Universität Innsbruck das Ehrendoktorat und Hallein die Ehrenbürgerschaft verliehen.
Nach ihm ist eine Unterart des Distelfinks, Carduelis carduelis tschusii (beheimatet von Sizilien bis Korsika), benannt.
Werke
(Auswahl) In den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK):
- Bibliographia ornithologica salisburgensis (Die ornithologische Literatur Salzburgs), in: MGSLK 49, 1909, S. 179-194
- Ornithologische Beobachtungen von Tännenhof (Hallein), in: MGSLK 50, 1910, S. 25-34
Straßenbenennung
Nach Viktor Tschusi zu Schmidhoffen ist im Halleiner Stadtteil Gries die Viktor-von-Tschusi-Straße benannt.
Quellen
- Lorenz-Liburnau, Ludwig: Viktor Tschusi zu Schmidhoffen †, in: Verhandlungen der zoologisch-botanischen Gesellschaft 74/75 (1925), S. 32-35.
- Dr. Gengler, Josef: Viktor von Tschusi zum Gedächtnis., in: Verhandlungen der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern (1924), S. 86ff.
- Wikipedia-Artikel „Viktor von Tschusi zu Schmidhoffen“ (englisch)