Chiemseehof: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | In der Folge wurden umliegende Häuser dazu gekauft und im [[16. Jahrhundert]] zu einem Ensemble verschmolzen. <ref>[http://www.ubs.sbg.ac.at/sosa/graphiken/G1152III.jpg www.ubs.sbg.ac.at/Kupferstich 1669 "Ware und eigentliche Abbildung der ertzbischoflichen Residenz Statt Saltzburg" von Lucas Schnitzer und Paulus Fürst/Universitätsbibliothek Salzburg, Graphiksammlung, Sign. G 1152 III]</ref> Nach einem Brand [[1694]] wurde das Ensemble aus fünf zusammengehörigen Häusern bis [[1700]] wiederaufgebaut. | ||
Die Bischöfe [[Sigmund Ignaz von Wolkenstein-Trostburg]] ([[1696]] und [[Sigmund Carl von Castel-Barco]] gaben dann dem Gebäude ihr Aussehen, das es im Grunde noch heute hat. | Die Bischöfe [[Sigmund Ignaz von Wolkenstein-Trostburg]] ([[1696]] und [[Sigmund Carl von Castel-Barco]] gaben dann dem Gebäude ihr Aussehen, das es im Grunde noch heute hat. | ||
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| − | Eine neuerliche Veränderung erhielt es [[1862]], als es der neuen Landesvertretung übergeben wurde. [[1866]] erwarb den Chiemseehof das [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] für den neu eingerichteten [[Salzburger Landtag|Landtag]] und er wurde zum [[Landhaus]]. Es kam zum Bau des Landtagssaales. [[1873]] wurden das [[Kumpfmühltor]] samt Zubauten | + | Eine neuerliche Veränderung erhielt es [[1862]], als es der neuen Landesvertretung übergeben wurde. [[1866]] erwarb den Chiemseehof das [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] für den neu eingerichteten [[Salzburger Landtag|Landtag]] und er wurde zum [[Landhaus]]. Es kam zum Bau des Landtagssaales. [[1873]] wurden das [[Kumpfmühltor]] samt Zubauten, sowie [[1875]] die Hofkapelle im Zuge der Adaptierungsarbeiten abgetragen und es entstand dort der [[Landtagssaal]]. |
[[1967]] wurde die Fassade saniert und vereinheitlicht, 1977 kam es zu einer Innenrenovierung. [[2011]] musste das Büro von [[Landeshauptmann|Landeshauptfrau]] [[Gabi Burgstaller]] wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. Schon im April [[2010]] haben Techniker das Problem erkannt: die Decken im Eingangsbereich der Stiege 1 sowie im zweiten Obergeschoss ("[[Dippelbaum]]-Konstruktion") mussten daraufhin mit Metallstehern abgesichert werden. Allerdings dürften die im April 2010 entdeckten Schäden schon länger bestanden haben. Erst nach einer Öffnung der Zwischendecke kann das Gesamtausmaß des Schadens geschätzt werden. Experten gingen im März von Kosten von rund 250.000 Euro aus. | [[1967]] wurde die Fassade saniert und vereinheitlicht, 1977 kam es zu einer Innenrenovierung. [[2011]] musste das Büro von [[Landeshauptmann|Landeshauptfrau]] [[Gabi Burgstaller]] wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. Schon im April [[2010]] haben Techniker das Problem erkannt: die Decken im Eingangsbereich der Stiege 1 sowie im zweiten Obergeschoss ("[[Dippelbaum]]-Konstruktion") mussten daraufhin mit Metallstehern abgesichert werden. Allerdings dürften die im April 2010 entdeckten Schäden schon länger bestanden haben. Erst nach einer Öffnung der Zwischendecke kann das Gesamtausmaß des Schadens geschätzt werden. Experten gingen im März von Kosten von rund 250.000 Euro aus. | ||
Version vom 4. Juli 2018, 11:14 Uhr
Der Chiemseehof im Kaiviertel der Salzburger Altstadt ist ein Amtsgebäude des Landes Salzburg.
Einleitung
Hier befinden sich jeweils der Sitz von Landtag (Gesetzgebung), Landeshauptmann (Vollziehung Bund und Land) und Landesregierung (Vollziehung Land), sowie der Landesamtsdirektion des Amtes der Salzburger Landesregierung, insgesamt der Sitz der Gebietskörperschaft Land Salzburg. [1]
Wer ist wo?
Stiege I
- Landeshauptmann (Vollziehung Bund und Land)
- Landesregierung (Vollziehung Land)
- Landesamtsdirektion des Amtes der Salzburger Landesregierung
Stiege II
- Landtag (Gesetzgebung), Landtagspräsident, Landtagsklubs
- Großer Sitzungssaal, 1. OG
- Landtagsausschusssitzungszimmer, EG
Stiege III
- Großer Sitzungssaal, 1. OG
- Landtagsausschusssitzungszimmer, EG
- Landtagsklubs
Stiege IV
- Landesamtsdirektion
Geschichte
Das Areal, auf dem sich heute der Chiemseehof befindet, gehörte ursprünglich dem Erzstift St. Peter. Als es für die Bischöfe von Chiemsee, die den Erzbischof von Salzburg zu vertreten hatten, notwendig wurde, in Salzburg einen ständigen Wohnsitz einzurichten, erwarb Bischof Albert 1305 den Grund von St. Peter. Die Hauskapelle entstand 1355. 1512 erwarben die Bischöfe ein hinter dem Gebäude gelegenes Grundstück von St. Peter, das sie zu einem Garten gestalteten. In der Folge wurden umliegende Häuser dazu gekauft und im 16. Jahrhundert zu einem Ensemble verschmolzen. [2] Nach einem Brand 1694 wurde das Ensemble aus fünf zusammengehörigen Häusern bis 1700 wiederaufgebaut.
Die Bischöfe Sigmund Ignaz von Wolkenstein-Trostburg (1696 und Sigmund Carl von Castel-Barco gaben dann dem Gebäude ihr Aussehen, das es im Grunde noch heute hat.
Die Auflösung des Bistums Chiemsee 1805 überstand der Chiemseehof unbeschadet. Der Chiemseehof diente bis 1814 als Residenz der Bischöfe zu Chiemsee. 1824 bis 1835 residierte hier Erzbischof Augustin Gruber.
Amtssitz Land Salzburg
Eine neuerliche Veränderung erhielt es 1862, als es der neuen Landesvertretung übergeben wurde. 1866 erwarb den Chiemseehof das Land Salzburg für den neu eingerichteten Landtag und er wurde zum Landhaus. Es kam zum Bau des Landtagssaales. 1873 wurden das Kumpfmühltor samt Zubauten, sowie 1875 die Hofkapelle im Zuge der Adaptierungsarbeiten abgetragen und es entstand dort der Landtagssaal.
1967 wurde die Fassade saniert und vereinheitlicht, 1977 kam es zu einer Innenrenovierung. 2011 musste das Büro von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. Schon im April 2010 haben Techniker das Problem erkannt: die Decken im Eingangsbereich der Stiege 1 sowie im zweiten Obergeschoss ("Dippelbaum-Konstruktion") mussten daraufhin mit Metallstehern abgesichert werden. Allerdings dürften die im April 2010 entdeckten Schäden schon länger bestanden haben. Erst nach einer Öffnung der Zwischendecke kann das Gesamtausmaß des Schadens geschätzt werden. Experten gingen im März von Kosten von rund 250.000 Euro aus.
Eine bereits seit längerem beschlossene Sanierung, die aus Kostengründen sich über mehrere Jahre verteilt, hatte 2010 bereits zur Sanierung der Fassade im Eingangsbereich geführt. Im Sommer und Herbst wurde dann die Ton- und Übertragungstechnik im Landtagssitzungsaal erneuert, sowie dieser ausgeweißt und dessen Vorhänge ausgetauscht (Gesamtkosten 120.000 Euro).
Bildergalerie
- Chiemseehof Landtag und Landesregierung 01.jpg
Chiemseehof: v.l.n.r.: Landtag und Landesregierung
Chiemseehof Haupteingang, Sitz des Landeshauptmanns, der Landesregierung und der Landesamtsdirektion
Chiemseegasse 8, Eingang Chiemseehof, Landeswappen
- Wappen von Sigmund Ignaz von Wolkenstein-Trostburg im Chiemseehof.jpg
Wappen von Sigmund Ignaz von Wolkenstein-Trostburg, der von 1687 bis 1696 Fürstbischof von Chiemsee war
- Chiemseehof Eingang Portal Chiemseegasse Nr 8 Landeswappen.jpg
Chiemseehof: Portal in der Chiemseegasse Nr 8 mit dem Landeswappen darüber
- Chiemseehof Stiege I Amtssitz Landeshauptmann Landesregierung Landesamtsdirektor.jpg
Chiemseehof: Stiege I, Eingangsportal zum Amtssitz von Landeshauptmann, Landesregierung und Landesamtsdirektor
- Gedenktafel für Sigmund Carl von Castel-Barco im Chiemseehof.jpg
Gedenktafel für Sigmund Carl von Castel-Barco, Bischof von Chiemsee; Jahr 1700
Alte Ansichten
- Salzburg Kupferstich 1750 Detail Nr 07 Chiemseehof.jpg
weitere Bilder
Chiemseehof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- www.salzburg.gv.at
- "Salzburger Nachrichten", 15. März 2011
- diglib.tugraz.at, Die profanen Denkmale der Stadt Salzburg - digitalisierte Kapitel über Salzburg aus dem Jahr 1914
Fußnoten
- ↑ Land Salzburg_Fyler_Der_Chiemseehof (Sitz des Landtages und der Landesregierung).pdf | August 2013
- ↑ www.ubs.sbg.ac.at/Kupferstich 1669 "Ware und eigentliche Abbildung der ertzbischoflichen Residenz Statt Saltzburg" von Lucas Schnitzer und Paulus Fürst/Universitätsbibliothek Salzburg, Graphiksammlung, Sign. G 1152 III