Salzträger: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Salzträger''' ist ein heraldisches (Wappenkunde) und künstlerisches Motiv, welches als Personifikation für die Stadt [[Hallein]] und ihre Bürger gilt.
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Der '''Salzträger''' war ein Arbeiter im Salinenwesen und stellt ein heraldisches (Wappenkunde) sowie künstlerisches Motiv dar, welches in der "Salzstadt"  [[Hallein]] als Personifikation für die Stadt und ihre Bürger gilt.
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Im Salzbergwerk und in der Saline gab es zahlreiche Berufe und Arbeiter. Einer davon war der Salzträger. Er musste zunächst vom Rand der Sudpfanne, der ''Perstatt'', das noch nasse [[Salz]], sogenannte ''grüne Fuder'',  in [[Salzfass (Perkufe)|Perkufen]] abgefüllt zur ''Pfiesel'', der Salztrockenkammer, tragen. Dann mussten sie die Salzstöcke zur ''Halfahrt'' zu den [[Salzschifffahrt|Salzschiffen]] tragen.  Ein trockenes Halleiner Fuder wog 100 Pfund, was einem Gewicht zwischen 56 bis 60 Kilogramm entsprach.
  
 
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* [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]] und [[Nikolaus Pfeiffer|Pfeiffer, Nikolaus]]: ''Salzburger Gemeindewappen'', [[Verlag Alfred Winter]], [[Schriftenreihe des Salzburger Landesarchivs]] 178 Seiten, Salzburg, 1985, ISBN 3-85380-048-3
 
* [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]] und [[Nikolaus Pfeiffer|Pfeiffer, Nikolaus]]: ''Salzburger Gemeindewappen'', [[Verlag Alfred Winter]], [[Schriftenreihe des Salzburger Landesarchivs]] 178 Seiten, Salzburg, 1985, ISBN 3-85380-048-3
 
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* [[Salz (Begleitbuch der Landessausstellung 1994)]]
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* [[Hallein. Ursprung und Geschichte der Salinenstadt]]
 
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Version vom 17. Dezember 2018, 18:11 Uhr

Datei:Salzträger Jakob Adlhart Plastik Holz 02.jpg
"Der Salzträger", Holz-Plastik, 1957
Halleiner Stadtwappen

Der Salzträger war ein Arbeiter im Salinenwesen und stellt ein heraldisches (Wappenkunde) sowie künstlerisches Motiv dar, welches in der "Salzstadt" Hallein als Personifikation für die Stadt und ihre Bürger gilt.

Geschichte

Im Salzbergwerk und in der Saline gab es zahlreiche Berufe und Arbeiter. Einer davon war der Salzträger. Er musste zunächst vom Rand der Sudpfanne, der Perstatt, das noch nasse Salz, sogenannte grüne Fuder, in Perkufen abgefüllt zur Pfiesel, der Salztrockenkammer, tragen. Dann mussten sie die Salzstöcke zur Halfahrt zu den Salzschiffen tragen. Ein trockenes Halleiner Fuder wog 100 Pfund, was einem Gewicht zwischen 56 bis 60 Kilogramm entsprach.

Gemeindewappen

Hallein besitzt seit dem 13. Jahrhundert das Stadtrecht und führt seit der zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts ein Stadtwappen. Das Wappen zeigt einen Salzträger (Salinenarbeiter), der eine Salzkufe trägt. Salzbergbau und Salzhandel waren die wirtschaftliche Grundlage von Hallein.[1]

Wappenbeschreibung: Im roten Schilde, beiderseits von je einer naturfarbenen, nach oben sich verjüngenden Perkufe begleitet, einen nach rechts schreitenden Salzträger in weißer Kleidung, der auf der Schulter in einer Holzmulde einen Salzstock trägt, während er mittels eines in der Rechten gehaltenen Stockes die Last unterstützt.

Kunst

Malerei

In einem Bilderzyklus von 1757 in den Fürstenzimmer des Pfleggebäudes (heute Keltenmuseum, 2. Stock) wird der Salzbergbau und Salzhandel dargestellt. Das Tragen der Salzkufen ist dort mehrfach dargestellt. Das "Salz muss weißen eine Wochen hindurch" (Von der Sudpfanne ins Salzlager), sowie das "Saltz Antragen an die schiff".

Bildhauerei und Plastik

"Der Salzträger" ist eine Plastik aus Holz von Jakob Adlhart, 1957, aufgestellt im Eingangsbereich der Salzwelten Hallein bei Salzburg.

"Der Salzträger" ist eine Plastik aus Bronze am Schifferplatz in Hallein. Die Inschrift lautet:

"Der Salzträger - Symbol der Salinenstadt Hallein: ein Werk des Bildhauers Jakob Adlhart wurde dem Bürgermeister Regierungsrat Rudolf Müller für besondere Verdienste um die Verschönung der Altstadt vom Kiwanis Club Hallein, Loinsclub Hallein, Lionsclub Salina, Rotary Club Hallein und Stadtgemeinde Hallein und Gemein-Wohn-und Siedlungsgenossenschaft Salzburg gewidmet. A. 1985 D."

Erwähnenswert

In Hallein weisen einige ältere Kanaldeckel das Motiv des Salzträgers auf und sind so ein Erinnerungszeichen an den jahrhundertealten Salzbergbau in dieser Gemeinde.

Bildergalerie

Quellen

Fußnoten