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* [http://aeiou.iicm.tugraz.at/aeiou.encyclop.b/b511652.htm aeiou Österreich] | * [http://aeiou.iicm.tugraz.at/aeiou.encyclop.b/b511652.htm aeiou Österreich] | ||
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Version vom 22. Januar 2018, 13:20 Uhr
Die Birnlücke (volkstümlich Birnluckn genannt) ist in 2 665 m ü. A. ein Alpenübergang im Bereich des Krimmler Achentals zwischen dem Bundesland Salzburg und Südtirol.
Geografie
Sie befindet sich in den östlichen Ausläufern der Zillertaler Alpen am Westende der Hohen Tauern. Die Lücke verbindet das Krimmler Achental in Salzburger Pingau mit dem Ahrntal in Südtirol. Und somit ist sie auch eine Fußwegverbindung zwischen dem Salzach- und dem Pustertal. Die Birnlucke an sich befindet sich im südlichen Gemeindegebiet von Krimml.
Geschichtliches
Der Name Birnlücke leitet sich von Pyrlücke (1888), nach dem alten Namen Pirra bzw. Birlbach des Wasserlaufs im Südtiroler Ahrntal ab. Lucke bzw. Lücke bedeutet in der Bergnamengebung "Einschnitt, Bergjoch". Durch den früheren Erzreichtum im Gebiet des Zillertals und des Oberpinzgaus war der Weg über den Krimmler Tauern und die Birnlücke bis ins späte Mittelalter ein wichtiger Alpenübergang. Erst mit der Erschöpfung der Erzvorkommen und einem Preisverfall verlor der Übergang seine Bedeutung.
Europäische Geschichte schrieb die Birnlücke, als im Jahre 1365 Kaiser Karl IV. über sie nach Italien zog.
Über die Birnlücke verläuft seit 1919 die Grenze Österreich−Italien.
Im Sommer 1947 wurde dieser Übergang im Zuge der so genannten Krimmler Judenflucht über den Krimmler Tauern als Ausweichroute verwendet.
Quellen
- aeiou Österreich
- Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Birnlücke"
- Heinz Dieter Pohl: "Die Bergnamen der Hohen Tauern", OeAV-Dokumente Nr. 6, Innsbruck 2009