Schloss Leopoldskron: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Leopoldskron v. Lambert Gierlinger.jpg|thumb|Schloss Leopoldskron und [[Leopoldskroner Weiher]], Ansicht vom [[Untersberg]] aus ]] | [[Datei:Leopoldskron v. Lambert Gierlinger.jpg|thumb|Schloss Leopoldskron und [[Leopoldskroner Weiher]], Ansicht vom [[Untersberg]] aus ]] | ||
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Das '''Schloss Leopoldskron''' befindet sich im Südwesten der [[Stadt Salzburg]] im Stadtteil [[Riedenburg]] und steht unter [[Denkmalschutz]]. | Das '''Schloss Leopoldskron''' befindet sich im Südwesten der [[Stadt Salzburg]] im Stadtteil [[Riedenburg]] und steht unter [[Denkmalschutz]]. | ||
== | == Lage == | ||
Schloss Leopoldskron befindet sich an der nordöstlichen Uferzone am [[Leopoldskroner Weiher]], der Teil des großen [[Schlosspark Leopoldskron|Schlossparkes]] ist. Der Weiher wird vom vorbeifließenden [[Almkanal]] gespeist. Heute liegt das Schloss im Grünraum zwischen den Stadtteilen [[Gneis]]-[[Gneis#Gneis und seine Teile|Moos]] und [[Riedenburg]]-[[St. Paul]]. Nach dem Schloss benannt ist der Stadtteil [[Leopoldskroner Moos]] (siehe dort). Nordwestlich des Schlosses befindet sich der dazugehörige Meierhof. | |||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Schloss Leopoldskron wurde in den Jahren [[1736]] bis [[1740]] an einem schon vorher bestehenden Weiher von [[Fürsterzbischof]] [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] errichtet. Die Pläne stammen von Pater [[Bernhard Stuart]]. Der Name des Schlosses entstand aus dem Vornamen des Erzbischofs, „Leopold“, und dem zweiten Teil des Namens seines Südtiroler Heimatortes „Mezzocorone“ – also „-corona“ = Krone<ref>Quelle [http://www.schloss-leopoldskron.com www.schloss-leopoldskron.com]</ref>. | |||
[[1744]] starb der Erzbischofs und vermachte das Schloss seinem Neffe [[Franz Laktanz Graf von Firmian]]. Laktanz bewohnte das Schloss mehr als vierzig Jahre. Laktanz war ein großer Kunstkenner und Kunstsammler. Das Schloss blieb bis [[1828]] im Besitz der Grafen von [[Firmian]]. | |||
Mit dem Ende des Erzbistums bot Laktanz´ Sohn die Kunstwerke seines Vaters zum Verkauf an und verkaufte auch das Schloss. [[1837]] erwarb es [[Georg Zierer]] und verkaufte einen großen Teil der Bilder, Stiche und Skulpturen. | |||
In den nachfolgenden Jahrzehnten gab es weitere Besitzerwechsel. | |||
[[1851]] erwarb es König [[Ludwig I. von Bayern]] vom Vorbesitzer, dem [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]], [[Heinrich Ritter von Mertens]]<ref>Quelle ''Salzburger Volksblatt'', Sonderausgabe anlässlich der 100-Jahr-Feier am [[29. Dezember]] [[1970]]</ref> das Schloss, der es zu einem vielbeachteten Mittelpunkt aristokratischen Lebens machte. [[1869]] kaufte es nach dem Tod Ludwigs I. um 40.000 [[Gulden]] der in Salzburg heimisch gewordene Schriftsteller und Politiker [[Alexander Julius Schindler]]. Unter Schindler wurde es zu einem Treffpunkt verschiedener Künstler. Auch [[Theodor Storm]] brachte von Ende Juli bis Mitte August [[1872]] im Rahmen einer größeren Reise einen Aufenthalt im Schloss<ref>Buch [[Die Welt zu Gast in Salzburg]], Beitrag [[Theodor Storm]]</ref>. | |||
[[1918]] erwarb es [[Max Reinhardt]], dem das Schloss bis zur Enteignung durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] [[1938]] gehörte. Der britische Premierminister Sir Winston Churchill besuchte Reinhardt Anfang der [[1930er]] Jahre auf seinem Schloss und war von der hier servierten Ente so begeistert, dass er sich das Rezept geben ließ<ref>Quelle [http://www.salzburg-rundgang.at/sehenswuerdigkeiten/burgen_und_schloesser/schloss_leopoldskron/ www.salzburg-rundgang.at]</ref>. Stéphanie zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst gelang es nach [[1938]], das Schloss für sich zu nutzen und gestaltete es auf Kosten der Partei großzügig um. Sie plante eine Begegnungsstätte für das internationle Festspielpublikum.<ref>''Herrin auf Schloss Leopoldskron''. In: Martha Schad: ''Hitlers Spionin'', München 2002, S. 104-118.</ref> Für kurze Zeit bewohnte dann aber der bekannte, politisch opportunistische Dirigent [[Clemens Krauss]] das Schloss. | |||
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde es an die Erben Reinhardts restituiert. Schon [[1955]] verhandelten Stadt und Land Salzburg über den Ankauf von Schloss Leopoldskron samt den weitläufigen umgebenden Grünflächen, dessen Kaufpreis bei sechs Millionen Schilling liegen sollte (ca. € 440.000.--). Nach dem Verkauf von Schloss, den umgebenden Grünflächen samt dem Weiher an die Stadt Salzburg verkaufte diese Schloss und den engeren Bereich des Schlossparks [[1969]] an die US-Stiftung „Salzburg Seminar“. | Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde es an die Erben Reinhardts restituiert. Schon [[1955]] verhandelten Stadt und Land Salzburg über den Ankauf von Schloss Leopoldskron samt den weitläufigen umgebenden Grünflächen, dessen Kaufpreis bei sechs Millionen Schilling liegen sollte (ca. € 440.000.--). Nach dem Verkauf von Schloss, den umgebenden Grünflächen samt dem Weiher an die Stadt Salzburg verkaufte diese Schloss und den engeren Bereich des Schlossparks [[1969]] an die US-Stiftung „Salzburg Seminar“. | ||
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== Quellen und Fußnoten == | == Quellen und Fußnoten == | ||
* Informationsblatt, Tag der offenen Tür | |||
<references/> | <references/> | ||
== Weblinks == | == Weblinks == | ||