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| | Aigen war ursprünglich nur der Name des [[1402]] zum ersten Mal urkundlich genannten hier gelegenen Ansitzes und wurde später auf die ganze Siedlung bzw. Gegend übertragen. Ein aigen, mhd. eigen bedeutet „Eigentum, namentlich ererbtes Grundeigentum“, also einen freien Eigenbesitz im Gegensatz zum Lehen. Ein Aigner ist ein freier Bauer, der ein nicht abgabepflichtiges Gut („Aigen“) besitzt. | | Aigen war ursprünglich nur der Name des [[1402]] zum ersten Mal urkundlich genannten hier gelegenen Ansitzes und wurde später auf die ganze Siedlung bzw. Gegend übertragen. Ein aigen, mhd. eigen bedeutet „Eigentum, namentlich ererbtes Grundeigentum“, also einen freien Eigenbesitz im Gegensatz zum Lehen. Ein Aigner ist ein freier Bauer, der ein nicht abgabepflichtiges Gut („Aigen“) besitzt. |
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| − | Den Kern des Stadtteils bildete Kirche und [[Schloss Aigen]], in der Umgebung waren verstreut Bauernhöfe, Gutshöfe und Ansitze, so genannte "Schlössln". Diese ländliche Iydelle vor den Toren der Stadt [[Salzburg]] wurde dann Ausflugsziel. Besonders um [[1800]] besuchten die Salzburger gerne den [[Naturpark Aigen]], der unter [[Ernst Fürst Schwarzenberg]] in Form des romantischen englischen Landschaftsgartens umgebaut wurde. | + | Den Kern des Stadtteils bildeten Kirche und [[Schloss Aigen]], in der Umgebung waren verstreut Bauernhöfe, Gutshöfe und Ansitze, so genannte "Schlössln". Diese ländliche Iydelle vor den Toren der Stadt [[Salzburg]] wurde dann Ausflugsziel. Besonders um [[1800]] besuchten die Salzburger gerne den [[Naturpark Aigen]], der unter [[Ernst Fürst Schwarzenberg]] in Form des romantischen englischen Landschaftsgartens umgebaut wurde. |
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| | Die Napoleonischen Kriege und die damit zusammenhängende Wirtschaftskrise ließ erst wieder um [[1850]] neue Bautätigkeiten zu: | | Die Napoleonischen Kriege und die damit zusammenhängende Wirtschaftskrise ließ erst wieder um [[1850]] neue Bautätigkeiten zu: |
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| | die die Eröffnung der [[Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]] [[1860]] beginnt wieder ein wirtschaftlicher Aufschwung, den auch Aigen merkt. Das wohlhabende Bürgertum entdeckt Aigen neu als bevorzugten Wohnort. Auch adelige Verwaltungsbeamte und Offiziere im Ruhestand begannen sich in Aigen ihre Sitze zu errichten: Lanser, Andessner, Schnehen, Esterhazy, [[Friedrich Mayr-Melnhof|Mayr-Melnhof]] und andere kamen. | | die die Eröffnung der [[Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]] [[1860]] beginnt wieder ein wirtschaftlicher Aufschwung, den auch Aigen merkt. Das wohlhabende Bürgertum entdeckt Aigen neu als bevorzugten Wohnort. Auch adelige Verwaltungsbeamte und Offiziere im Ruhestand begannen sich in Aigen ihre Sitze zu errichten: Lanser, Andessner, Schnehen, Esterhazy, [[Friedrich Mayr-Melnhof|Mayr-Melnhof]] und andere kamen. |
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| − | Am [[1. Jänner]] [[1939]] nach Salzburg eingemeindet. | + | Am [[1. Jänner]] [[1939]] nach Salzburg eingemeindet. |
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| | ==Ortsteile== | | ==Ortsteile== |