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'''Perchtenlaufen''' ist ein auch in Teilen [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]]s noch heute lebendiger uralter Brauch, der an bestimmten Wintertagen im abendlichen Dunkel zwecks Austreibung des bösen Winters (der bösen Wintergeister) ausgeübt wird.  
[[Datei:Percht.jpg|thumb|Die "[[Percht]]" mit einer hellen und einer dunklen Seite - hier ihre helle Seite beim [[Goldegger Perchtenlauf]] am 1. Jänner 2015. Im Bildhintergrund der Hanswurst.]]
[[File:Goldegger Perchtenlauf 03.JPG|thumb|[[Schiachpercht]] beim Goldegger Perchtenlauf am 1. Jänner 2015]]
'''Perchtenlaufen''' ist ein auch in Teilen [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]]s noch heute lebendiger uralter [[Brauch]], der an bestimmten Wintertagen im abendlichen Dunkel zwecks Austreibung des ''bösen'' Winters (der bösen Wintergeister) ausgeübt wird.  


== Allgemeines ==
== Allgemeines ==
Perchtenlaufen findet in der Form des [[Anklöcken]]s und in Form von Umzügen verlarvter Burschen und Männer statt. Das Anklöcken ist ein alter Heischebrauch, bei dem Verlarvte und Vermummte an den Donnerstagen der [[Advent]]zeit an den Häusern anklopfen. Nach altem Brauch sind die Anklöckler Perchtenläufer. Im [[Pinzgau]] hat sich im[[20. Jahrhundert]] aus dem Anklöckeln das Herbergesuchen entwickelt.  
Perchtenlaufen findet in der Form des [[Anklöcken]]s und in Form von Umzügen verlarvter Burschen und Männer statt. Das Anklöcken ist ein alter Heischebrauch, bei dem Verlarvte und Vermummte an den Donnerstagen der [[Advent]]zeit an den Häusern anklopfen. Nach altem Brauch sind die Anklöckler Perchtenläufer. Im [[Pinzgau]] hat sich im [[20. Jahrhundert]] aus dem Anklöckeln das Herbergesuchen entwickelt.  


Perchtenlaufen wird von „verlarften“ Burschen und Männern in gemeinsamen Auf- und Umzügen ausgeübt. Sie stellen dabei Hell- oder Dunkelgestalten - [[Schönperchten]] oder [[Schiachperchten]] genannt – dar. Ihre Aufzüge gehören zur Winterszeit, beginnend mit der „Großperchtennacht“ (Nacht auf den [[Dreikönigstag]]) und enden am „Unsinnigen Pfinsda(g)“, dem Donnerstag vor dem Faschingsende. Dieser uralte Brauch findet regional und lokal in abgewandelten Formen statt.  
Perchtenlaufen wird von verlarften Burschen und Männern in gemeinsamen Auf- und Umzügen ausgeübt. Sie stellen dabei Hell- oder Dunkelgestalten - [[Schönperchten|Schön-]] oder [[Schiachperchten]] genannt – dar. Ihre Aufzüge gehören zur Winterszeit, beginnend mit der „''Großperchtennacht''“ (Nacht auf den [[Dreikönigstag]]) und enden am „''Unsinnigen Pfinsda(g)''“, dem Donnerstag vor dem Faschingsende. Dieser uralte Brauch findet regional und lokal in abgewandelten Formen statt.  
   
   
Im [[Bundesland Salzburg]] sind besonders der [[Pongauer Perchtenlauf]], der abwechselnd in den Gemeinden [[Altenmarkt im Pongau]], [[St. Johann im Pongau]], [[Bischofshofen]] und [[Bad Gastein]] stattfindet, sowie [[Die Wilde Jagd vom Untersberg]] bekannt. In [[Goldegg]] im [[Pongau]] findet der dort [[1995]] wieder belebte Brauch des [[Goldegger Perchtenlauf]]es jeweils am 1. Jänner statt.
Im [[Bundesland Salzburg]] sind besonders der [[Pongauer Perchtenlauf]], der abwechselnd in den Gemeinden [[Altenmarkt im Pongau]], [[St. Johann im Pongau]], [[Bischofshofen]] und [[Bad Gastein]] stattfindet, sowie [[Die Wilde Jagd vom Untersberg]] bekannt. In [[Goldegg]] im [[Pongau]] findet der dort [[1995]] wieder belebte Brauch des [[Goldegger Perchtenlauf]]es jeweils am [[1. Jänner]] statt.


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[[Kategorie:Pongau]]
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[[Kategorie:Pinzgau]]
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[[kategorie:Flachgau]]
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