Gnigl: Unterschied zwischen den Versionen
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(Landschaftsräume ganz weg, da sie ja definitiv nicht Teile von Gnigl sind, Radauerkurve nicht mehr in Gnigl, Bäume im Gemeindepark als Natur anzuführen, ist vielleicht dann doch zu differenziert, da es wohl mehrere Bäume in Gnigl gibt) |
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[[Datei:Gnigl, Ansicht vom Gaisberg aus.jpg|thumb|Gnigl, Ansicht vom Gaisberg aus, sehr eindrucksvoll die Begrenzung durch den Frachtenbahnhof, den Heuberg und Kühberg]] | [[Datei:Gnigl, Ansicht vom Gaisberg aus.jpg|thumb|Gnigl, Ansicht vom Gaisberg aus, sehr eindrucksvoll die Begrenzung durch den Frachtenbahnhof, den Heuberg und Kühberg]] | ||
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== Bevölkerung == | == Bevölkerung == | ||
| − | In Gnigl (inkl. Langwied) leben 6 343 Bewohner (Stand 1. Jänner 2015, statistischer Zählbezirk 48 <ref>Quelle [http://www.stadt-salzburg.at/internet/bildung_kultur/salzburg_in_zahlen/einwohner_321402/statistische_zaehlbezirke_und_zaehlspren_251948.htm?redirect=404 www.stadt-salzburg.at1. Jänner 2015</ref>). | + | In Gnigl (inkl. [[Langwied]]) leben 6 343 Bewohner (Stand 1. Jänner 2015, statistischer Zählbezirk 48 <ref>Quelle [http://www.stadt-salzburg.at/internet/bildung_kultur/salzburg_in_zahlen/einwohner_321402/statistische_zaehlbezirke_und_zaehlspren_251948.htm?redirect=404 www.stadt-salzburg.at1. Jänner 2015</ref>). |
== Geografie == | == Geografie == | ||
=== Lage === | === Lage === | ||
| − | Der Siedlungsraum von Gnigl wird im Osten vom [[Kühberg (Stadt Salzburg)]] und vom [[Heuberg (Berg)|Heuberg]] begrenzt. Im Süden | + | Der Siedlungsraum von Gnigl wird im Osten vom [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Küh]]- und vom [[Heuberg (Berg)|Heuberg]] begrenzt. Im Süden bilden die [[Neuhauser Straße]] und die [[Anton-Graf-Straße]] die alte Grenzlinie zum Stadtteil [[Parsch]]. Im Norden grenzt der [[Alterbach]] den Stadtteil gegen [[Langwied]] und [[Sam]] ab. Im Westen bilden die Gleise der [[Salzburg-Tiroler-Bahn]] und der [[Rangierbahnhof Gnigl]] heute die Grenze zu [[Schallmoos]]. |
== Stadtteil und seine Teile == | == Stadtteil und seine Teile == | ||
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[[Datei:Obergnigl mit Obuskehre.JPG|thumb|Obergnigl mit Obuskehre]] | [[Datei:Obergnigl mit Obuskehre.JPG|thumb|Obergnigl mit Obuskehre]] | ||
[[Datei:Mühlendenkmal mit Brunnen in Obergnigl.jpg|thumb|Mühlendenkmal mit Brunnen in Obergnigl]] | [[Datei:Mühlendenkmal mit Brunnen in Obergnigl.jpg|thumb|Mühlendenkmal mit Brunnen in Obergnigl]] | ||
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=== Obergnigl === | === Obergnigl === | ||
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| − | Im [[Mittelalter]] war der Standort am [[Alterbach]] | + | Im [[Mittelalter]] war der Standort am [[Alterbach]] im heutigen Obergnigl vor allem für Mühlen von Bedeutung. Neben Getreidemühlen standen dort auch mehrere Schmieden und Hämmer. Etliche alte Mühlen dieses Mühlendorfes sind erhalten, etwa die [[Freyhammermühle]], die [[Gmahlmühle]], [[Glockmühle]], [[Sturmmühle (Gnigl)|Sturmmühle]], [[Kirchtagsmühle]], [[Staudenböckmühle]], [[Haselbachermühle]] oder die [[Schnoderbacher Mühle]]. Seit etwa [[1485]] führen von hier die ersten noch hölzernen Wasserleitungen in die Stadt Salzburg, die seit [[1488]] das Wasser über die Stadtbrücke bis zum Marktbrunnen am heutigen [[Alter Markt|Alten Markt]] brachten. [[1898]] gab es noch dreizehn Mühlen in Obergnigl, von denen [[1930]] nur mehr drei bestanden. |
=== Niedergnigl === | === Niedergnigl === | ||
| − | + | Schon in der [[Römer|römischen]] Zeit war der Ortsteil Niedergnigl an der Gabelung zweier wichtiger Straßenverbindungen gelegen von Bedeutung. | |
| − | + | Die Straße Richtung Linz entlang der ''Linzer Reichsstraße'' war die vermutlich meist befahrene Verkehrsader der Stadt Salzburg. Sie hieß damals auch Österreichstraße. Der Weg nach Ebensee und zum steirischen Erzberg war als ''Eisenstraße'' bekannt und hieß hier ''Grazer Reichsstraße'' oder ''Ebenseer Straße''. An der Gabelung der Grazer Straße und der Linzer Straße befand sich einst das in der Bausubstanz erhaltene alte Mauthaus. Neben dem alten großen Gasthof, dem heutigen [[Hotel Thurnerwirt]], waren an dieser wichtigen Weggabelung neben Kleinbauern vor allem Handwerker angesiedelt. Das Bader-, das Schmied- und das Wagner-Haus sind in der Bausubstanz erhalten. | |
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=== Neuhauserfeldsiedlung === | === Neuhauserfeldsiedlung === | ||
: ''Hauptartikel [[Neuhauserfeldsiedlung]]'' | : ''Hauptartikel [[Neuhauserfeldsiedlung]]'' | ||
| − | Von Obergnigl aus wurde das 30 Hektar große Neuhauserfeld, unterhalb | + | Von Obergnigl aus wurde das 30 Hektar große Neuhauserfeld, unterhalb des [[Schloss Neuhaus|Schlosses Neuhaus]], bald nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] immer mehr verbaut. Hier überwiegt insgesamt eine offene Bauweise und eine niedrige Bebauung. |
=== Gnigl Nord === | === Gnigl Nord === | ||
| − | Der Nordteil von Gnigl, der nördlich an Niedergnigl anschließt, | + | Der großteils als Gewerbegebiet genutzte Nordteil von Gnigl, der nördlich an Niedergnigl anschließt, wurde ebenfalls erst nach dem Zweiten Weltkrieg verbaut. Im Zuge der Bebauung verschwanden auch etliche hier zuvor gelegene Weiher, die aus Ziegelteichen entstanden waren. |
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=== Neuzeit === | === Neuzeit === | ||
| − | [[1881]] wurde die [[Freiwillige Feuerwehr Gnigl]] gegründet. Einen wirtschaftlichen Aufschwung nahm das Mühlendorf durch den Bau der Bahnlinie nach [[1860]], vor allem aber nach Fertigstellung des neuen | + | [[1881]] wurde die [[Freiwillige Feuerwehr Gnigl]] gegründet. Einen wirtschaftlichen Aufschwung nahm das Mühlendorf durch den Bau der Bahnlinie nach [[1860]], vor allem aber nach Fertigstellung des neuen Rangierbahnhofes [[1908]]. [[1934]] war die [[Gemeinde Gnigl-Itzling]] nach der Stadt Salzburg mit über 10 000 Einwohner die bevölkerungsreichste Gemeinde des [[Salzburg (Bundesland)|Landes Salzburg]]. Der damit stark angewachsene Verkehr führte zur Neutrassierung der Bundesstraße quer durch den alten [[Minnesheimpark]], der im [[19. Jahrhundert]]s mit seinen damaligen pittoresken Miniaturbauten eine viel besuchte Sehenswürdigkeit dargestellt hatte. Eine frühe Bürgerinitiative konnte zwar den Straßenneubau nicht verhindern, erreichte aber die dauernde Unterschutzstellung und damit Sicherung des restlichen Parkareals. |
| − | Zur einstigen Gemeinde Gnigl gehörte auch die [[Baron-Schwarz-Villa]] im Stadtteil Schallmoos mit den zugehörigen weitläufigen Parkanlagen. Davon geblieben ist lediglich der Grünraum des heutigen [[Baron-Schwarz-Park]]es. | + | Zur einstigen Gemeinde Gnigl gehörte auch die [[Baron-Schwarz-Villa]] im heutigen Stadtteil Schallmoos mit den zugehörigen weitläufigen Parkanlagen. Davon geblieben ist lediglich der Grünraum des heutigen [[Baron-Schwarz-Park]]es. |
| − | Gnigl wurde größtenteils [[1935]] in die | + | Gnigl wurde größtenteils [[1935]] in die Landeshauptstadt eingemeindet. Zu dieser Gemeinde hatte zuvor auch [[Itzling]] gehört. Kleine randliche Teile von Gnigl wurden [[1939]] eingemeindet. |
| − | [[Datei:SMD Besuche Kapuzinerbergblick nach Gnigl 14.5. 2003 002.jpg|thumb|Blick auf Gnigl vom Kapuzinerberg, Schwabenwirtsbrücke im Vordergrund]] | + | [[Datei:SMD Besuche Kapuzinerbergblick nach Gnigl 14.5. 2003 002.jpg|thumb|Blick auf Gnigl vom [[Kapuzinerberg]], die [[Schwabenwirtsbrücke]] im Vordergrund]] |
| − | [[Datei:Gnigl, Turnerwirt.jpg|thumb| Turnerwirt]] | + | [[Datei:Gnigl, Turnerwirt.jpg|thumb|[[Hotel Turnerwirt]]]] |
[[Datei:HAMO Firmengebäude in Gnigl Bachstraße.jpg|thumb|HAMO Bekleidung-Firmengebäude in Gnigl]] | [[Datei:HAMO Firmengebäude in Gnigl Bachstraße.jpg|thumb|HAMO Bekleidung-Firmengebäude in Gnigl]] | ||
| − | [[Datei:Gnigl, 042.jpg|thumb|Linzer Bundesstraße auf der Höhe der Bachstraße - eines der Tore zur Stadt Salzburg]] | + | [[Datei:Gnigl, 042.jpg|thumb|Linzer Bundesstraße auf der Höhe der [[Bachstraße]] - eines der Tore zur Stadt Salzburg]] |
| − | Im November 2010 erschien eine umfassende [[Gnigler Stadtteilchronik|Chronik zu Gnigl]] mit dem Titel: | + | Im November 2010 erschien eine umfassende [[Gnigler Stadtteilchronik|Chronik zu Gnigl]] mit dem Titel: ''Gnigl. Mittelalterliches Mühlendorf, Gemeinde an der Eisenbahn, Salzburger Stadtteil'' |
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== Sehenswürdigkeiten == | == Sehenswürdigkeiten == | ||
=== Pfarrkirche Gnigl === | === Pfarrkirche Gnigl === | ||
| − | : ''Hauptartikel: [[ | + | : ''Hauptartikel: [[Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt und hl. Michael]]'' |
| − | + | Die Kirche steht am Rand des historischen Ortskerns von Obergnigl. Der heutige [[Gnigler Friedhof]] hatte in einem römerzeitlichen und einer [[Bajuwaren|bajuwarischen]] Reihengrabstätte würdige Vorfahren. Erstmals erwähnt ist eine Kapelle St. Michael in Gnigl erst [[1585]], diese Messkapelle, benannt nach einem im Mittelalter sehr beliebten Heiligen dürfte aber [[mittelalter]]lichen Ursprungs sein. | |
| − | Die Kirche steht am Rand des historischen | ||
[[Datei:P1010983.JPG|thumb| Stadtpfarrkirche Gnigl]] | [[Datei:P1010983.JPG|thumb| Stadtpfarrkirche Gnigl]] | ||
[[Datei:P1010987.JPG|thumb| Stadtpfarrkirche Gnigl, innen]] | [[Datei:P1010987.JPG|thumb| Stadtpfarrkirche Gnigl, innen]] | ||
| − | Unter | + | Unter [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] wurde vermutlich nur ein Anbau an die bestehende Kapelle errichtet. Die Pläne für die neue Kirche stammten von Tobias Kendler. Dieser heute stehende Kirchbau wurde unter Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian|Firmian]] [[1731]] begonnen, dann aber [[1732]] vorübergehend eingestellt. Ob die damals für den Weiterbau fehlenden Geldmittel mit hohen Ausgaben des Erzbischofs im Zusammenhang mit der [[Protestantenvertreibung]] standen, bleibt ungeklärt. Die Weihe der Kirche erfolgt [[1738]] durch Erzbischof Firmian. Die Kirche ist ein barocker Saalbau. Der dominante Turm mit Zwiebelhaube über dem Haupteingang ist als dominante Fassade vorgestellt. Der heutige Hochaltar von [[Sebastian Stumpfegger]] gefertigt, die Orgelempore und der Zwiebelturm wurden zwischen [[1732]] und [[1738]] ebenfalls unter Erzbischof Firmian errichtet. Einige Statuen stammen vom bekannten Bildhauer [[Josef Anton Pfaffinger]]. [[1852]] ist die Pfarre Gnigl selbständig. |
Im Jahr [[1700]] wurde unweit der Kirche in Obergnigl die Luggaukapelle ''Unsere liebe Frau am Schnoderbach'' errichtet. | Im Jahr [[1700]] wurde unweit der Kirche in Obergnigl die Luggaukapelle ''Unsere liebe Frau am Schnoderbach'' errichtet. | ||
[[Datei:Blick auf Gnigl m. Kirche.jpg|thumb|Stadtteil Gnigl mit Pfarrkirche: Blick auf die Pfarrkirche Gnigl vom [[Hotel Restaurant Schöne Aussicht]]]] | [[Datei:Blick auf Gnigl m. Kirche.jpg|thumb|Stadtteil Gnigl mit Pfarrkirche: Blick auf die Pfarrkirche Gnigl vom [[Hotel Restaurant Schöne Aussicht]]]] | ||
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=== Gnigler Friedhof === | === Gnigler Friedhof === | ||
| − | Der Friedhof besteht | + | :''Hauptartikel [[Friedhof Gnigl]]'' |
| + | Der Friedhof besteht seit [[1696]]. [[1963]] wurde dieser Friedhof neben der Kirche zur dritten Mal erweitert. Eine Seltenheit im Stadtgebiet ist die erhaltene Totenkapelle im Friedhof mit seinem Allerseelen-Kulissenaltar und mit fein beschrifteten Totenschädeln, die in Holzkästchen aufbewahrt sind. | ||
An der der Kirche abgewandten Seite befindet sich an der alten Kirchhofmauer eine Gruftreihe, in denen sich u. a. folgende Grabstätten befinden: | An der der Kirche abgewandten Seite befindet sich an der alten Kirchhofmauer eine Gruftreihe, in denen sich u. a. folgende Grabstätten befinden: | ||
| − | * [[Karl Freiherr von Schwarz]] ( | + | * [[Karl Freiherr von Schwarz]] (* 1817, † 1898) |
| − | * [[Emanuel Czuber | + | * [[Emanuel Czuber]],Hofrat Dr. Univ. Prof. der Technischen Universität in Wien, (* 1851, † 1925) und seine Frau Berta |
* Familiengrab der Familien Toncic-Sorinj von Schmielerloew und de Plason de la Woerstyne. | * Familiengrab der Familien Toncic-Sorinj von Schmielerloew und de Plason de la Woerstyne. | ||
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:''Hauptartikel: [[Schloss Neuhaus]] | :''Hauptartikel: [[Schloss Neuhaus]] | ||
| − | Am Kühberg befindet sich das auch als im Kern wohl älteste erhaltene Bauwerk von Gnigl, das Schloss Neuhaus. Es liegt auf einem steilen Vorberg des Kühberges (dem Neuhauserberg) und wurde erstmalig bereits [[1219]] unter | + | Am [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Kühberg]] befindet sich das auch als im Kern wohl älteste erhaltene Bauwerk von Gnigl, das Schloss Neuhaus. Es liegt auf einem steilen Vorberg des Kühberges (dem Neuhauserberg) und wurde erstmalig bereits [[1219]] unter Konrad von Neuhaus genannt. |
| − | === Minnesheim Schloss und | + | === Minnesheim Schloss und Park === |
| − | Der heutige [[Minnesheimpark]] (auch Gniglerpark genannt) gehörte als Schlossgarten früher zu [[Schloss Minnesheim]], das von Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] erbaut wurde. Das Schloss (heute Grazer | + | Der heutige [[Minnesheimpark]] (auch Gniglerpark genannt) gehörte als Schlossgarten früher zu [[Schloss Minnesheim]], das von Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] erbaut wurde. Das Schloss (heute Grazer Bundesstraße 22, in Privatbesitz) hatte durch den tiefgreifenden Umbau im Jahr [[1888]] seinen früheren Charakter weitestgehend verloren. |
| − | Der nach dem Straßenneubau (ehemalige Johann-Nestroy-Straße) übrig gebliebene Teil des | + | Der nach dem Straßenneubau (ehemalige [[Johann-Nestroy-Straße]]) übrig gebliebene Teil des Minnesheimparks ist heute ein Landschaftsgarten im englischen Stil. Die frühere kleinräumige, kunstvolle Gestaltung des [[18. Jahrhundert]]s ist heute kaum mehr erkennbar. Das dortige Vogelhaus ist ebenso verschwunden wie das Lusthaus, die gotisierende Kapelle, der Ententeich mit der Kanincheninsel, dem holländischen Meierhaus und verschiedene Monumente. |
=== Das ehemalige St.-Anna-Spital === | === Das ehemalige St.-Anna-Spital === | ||
| − | Das St.-Anna-Spital (heute | + | Das [[St.-Anna-Spital]] (heute Grazer Bundesstraße 6) wurde [[1697]] von Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] als [[Pflegegericht|Pfleghaus]] (Gerichtshaus) erbaut und im [[19. Jahrhundert]] zu einem Krankenhaus erweitert. Über dem Portal des Gebäudes befindet sich heute noch das Wappen des Fürsterzbischofs. Hier ist heute das [[Sozial- und Gesundheitszentrum St. Anna]] des [[Salzburger Diakoniewerk]]s untergebracht. |
| − | Hier ist heute das [[Sozial- und Gesundheitszentrum St. Anna]] | ||
=== Gnigler Schule === | === Gnigler Schule === | ||
| + | :''Hauptartikel [[Volksschule Gnigl]]'' | ||
Seit [[1683]] besitzt Gnigl einen eigenen „Schulhalter“ (Lehrer). Der Schulunterricht fand dabei zuerst im ''Blümlhaus'' und später im ''Pfarrerstöckl'' statt. [[1859]] erhielt Gnigl ein neues Schulgebäude. Nachdem [[1869]] die allgemeine Schulpflicht eingeführt worden war und Gnigl im Zuge des Bahnbaues zudem stark anwuchs, herrschten in der Gnigler Schule bald große Platzprobleme. Einzelne Klassen übersiedelten darauf notgedrungen in den Thurnerwirt und in ein Gebäude an der [[Eichstraße]] nächst der Bahnlinie. Am [[4. Mai]] [[1927]] begannen die Arbeiten für das heutige großzügige Schulgebäude. Unter dem Beisein hochrangiger Mitglieder der Landesschulbehörde, der Gemeindevorstehung, des Lehrkörpers, der Schulkinder und einer Reihe geladener Gäste wurde die Schule dann am [[23. September]] [[1928]] eröffnet. | Seit [[1683]] besitzt Gnigl einen eigenen „Schulhalter“ (Lehrer). Der Schulunterricht fand dabei zuerst im ''Blümlhaus'' und später im ''Pfarrerstöckl'' statt. [[1859]] erhielt Gnigl ein neues Schulgebäude. Nachdem [[1869]] die allgemeine Schulpflicht eingeführt worden war und Gnigl im Zuge des Bahnbaues zudem stark anwuchs, herrschten in der Gnigler Schule bald große Platzprobleme. Einzelne Klassen übersiedelten darauf notgedrungen in den Thurnerwirt und in ein Gebäude an der [[Eichstraße]] nächst der Bahnlinie. Am [[4. Mai]] [[1927]] begannen die Arbeiten für das heutige großzügige Schulgebäude. Unter dem Beisein hochrangiger Mitglieder der Landesschulbehörde, der Gemeindevorstehung, des Lehrkörpers, der Schulkinder und einer Reihe geladener Gäste wurde die Schule dann am [[23. September]] [[1928]] eröffnet. | ||
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| + | Durch Gnigl führen zwei wichtigen Bundesstraßen, die [[Wiener Straße]] (B 1, in Gnigl als [[Linzer Bundesstraße]]), nach [[Eugendorf]] und die [[Wolfgangsee Straße]] (B 158) ins [[Salzkammergut]]. Bevor am [[1. Februar]] [[1944]] die damalige städtische [[Chronik der Salzburger Obuslinien#Linie A|Obusline A]] Obergnigl mit dem [[Sigmundsplatz]] in der Salzburger [[Altstadt]] verband, wurde vom [[Gnigler Verschönerungsverein]] ab [[1909]] ein sonntäglicher Omnibusverkehr in die Stadt Salzburg organisiert. | ||
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| + | Am Westrand des Stadtteils führt die [[Salzburg-Tiroler-Bahn]] (ehemalige [[Giselabahn]]) vorbei und bildet den [[Rangierbahnhof Gnigl]]. | ||
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| + | Bis Dezember [[2003]] gab es dort auch einen [[Bahnhof Gnigl|Personenbahnhof]], welcher im Rahmen des Nahverkehrsprojektes [[S-Bahn Salzburg]] durch eine moderne [[Salzburg Gnigl (Haltestelle)|Haltestelle]] unter der [[Schwabenwirtsbrücke]] ([[Linzer Bundesstraße]]) ersetzt wurde. Bei der Errichtung dieser Haltestelle musste die Sportanlage des [[1. Salzburger SK 1919]] weichen. An der [[Salzburg Gnigl (Haltestelle)|Haltestelle]] der {{Symbol-S-Bahn|S3}} halten Züge im 30-Minuten-Takt. Die Fahrzeit zum [[Salzburger Hauptbahnhof|Hauptbahnhof]] beträgt 6 Minuten. Weiters ist Gnigl mit den [[Stadtbus|Obuslinien]] {{Symbol-Obuslinie|2}}, {{Symbol-Obuslinie|4}}, {{Symbol-Obuslinie|10}}, der Autobuslinie {{Symbol-Buslinie|23}} sowie mehreren [[Postbus|Regionalbuslinien]] erreichbar. | ||
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=== Öffentlicher Personennahverkehr === | === Öffentlicher Personennahverkehr === | ||
Der Stadtteil ist durch die Obuslinien {{Symbol-Obuslinie|2}}, {{Symbol-Obuslinie|4}}, {{Symbol-Obuslinie|10}} und die Buslinien {{Symbol-Buslinie|23}}, {{Symbol-Buslinie|130}}, {{Symbol-Buslinie|131}}, {{Symbol-Buslinie|140}}, {{Symbol-Buslinie|141}}, {{Symbol-Buslinie|150}}, {{Symbol-Buslinie|151}}, {{Symbol-Buslinie|155}}, sowie über die [[S-Bahn Salzburg|S-Bahnlinie]] {{Symbol-S-Bahn|S3|#19B24B}} mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. | Der Stadtteil ist durch die Obuslinien {{Symbol-Obuslinie|2}}, {{Symbol-Obuslinie|4}}, {{Symbol-Obuslinie|10}} und die Buslinien {{Symbol-Buslinie|23}}, {{Symbol-Buslinie|130}}, {{Symbol-Buslinie|131}}, {{Symbol-Buslinie|140}}, {{Symbol-Buslinie|141}}, {{Symbol-Buslinie|150}}, {{Symbol-Buslinie|151}}, {{Symbol-Buslinie|155}}, sowie über die [[S-Bahn Salzburg|S-Bahnlinie]] {{Symbol-S-Bahn|S3|#19B24B}} mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. | ||
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== Gesellschaft und soziale Einrichtungen == | == Gesellschaft und soziale Einrichtungen == | ||
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* [[Ortsnamen (Etymologie)]] | * [[Ortsnamen (Etymologie)]] | ||
* [[Benutzer:Dr. Reinhard Medicus|Dr. Reinhard Medicus]] | * [[Benutzer:Dr. Reinhard Medicus|Dr. Reinhard Medicus]] | ||
| − | * ''Gnigl in alten Ansichten Band 2'' | + | * Peter Walder-Gottsbacher: ''Gnigl in alten Ansichten Band 2'', 2002, Europäische Bibliothek, Zaltbommel, Niederlande |
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Version vom 19. November 2016, 10:40 Uhr
Gnigl ist ein Stadtteil im Nordosten der Stadt Salzburg.
Bevölkerung
In Gnigl (inkl. Langwied) leben 6 343 Bewohner (Stand 1. Jänner 2015, statistischer Zählbezirk 48 [1]).
Geografie
Lage
Der Siedlungsraum von Gnigl wird im Osten vom Küh- und vom Heuberg begrenzt. Im Süden bilden die Neuhauser Straße und die Anton-Graf-Straße die alte Grenzlinie zum Stadtteil Parsch. Im Norden grenzt der Alterbach den Stadtteil gegen Langwied und Sam ab. Im Westen bilden die Gleise der Salzburg-Tiroler-Bahn und der Rangierbahnhof Gnigl heute die Grenze zu Schallmoos.
Stadtteil und seine Teile
Gnigl besitzt - im Gegensatz zu allen anderen alten Stadtteilen - zwei getrennte historische Siedlungskerne: das alte Mühlendorf Obergnigl entlang der Grazer Bundesstraße an der alten Eisenstraße in die Steiermark und das Handwerker- und Kleinbauerndorf Niedergnigl an der Linzer Bundesstraße.
Obergnigl
- Hauptartikel Obergnigl
Im Mittelalter war der Standort am Alterbach im heutigen Obergnigl vor allem für Mühlen von Bedeutung. Neben Getreidemühlen standen dort auch mehrere Schmieden und Hämmer. Etliche alte Mühlen dieses Mühlendorfes sind erhalten, etwa die Freyhammermühle, die Gmahlmühle, Glockmühle, Sturmmühle, Kirchtagsmühle, Staudenböckmühle, Haselbachermühle oder die Schnoderbacher Mühle. Seit etwa 1485 führen von hier die ersten noch hölzernen Wasserleitungen in die Stadt Salzburg, die seit 1488 das Wasser über die Stadtbrücke bis zum Marktbrunnen am heutigen Alten Markt brachten. 1898 gab es noch dreizehn Mühlen in Obergnigl, von denen 1930 nur mehr drei bestanden.
Niedergnigl
Schon in der römischen Zeit war der Ortsteil Niedergnigl an der Gabelung zweier wichtiger Straßenverbindungen gelegen von Bedeutung.
Die Straße Richtung Linz entlang der Linzer Reichsstraße war die vermutlich meist befahrene Verkehrsader der Stadt Salzburg. Sie hieß damals auch Österreichstraße. Der Weg nach Ebensee und zum steirischen Erzberg war als Eisenstraße bekannt und hieß hier Grazer Reichsstraße oder Ebenseer Straße. An der Gabelung der Grazer Straße und der Linzer Straße befand sich einst das in der Bausubstanz erhaltene alte Mauthaus. Neben dem alten großen Gasthof, dem heutigen Hotel Thurnerwirt, waren an dieser wichtigen Weggabelung neben Kleinbauern vor allem Handwerker angesiedelt. Das Bader-, das Schmied- und das Wagner-Haus sind in der Bausubstanz erhalten.
Neuhauserfeldsiedlung
- Hauptartikel Neuhauserfeldsiedlung
Von Obergnigl aus wurde das 30 Hektar große Neuhauserfeld, unterhalb des Schlosses Neuhaus, bald nach dem Zweiten Weltkrieg immer mehr verbaut. Hier überwiegt insgesamt eine offene Bauweise und eine niedrige Bebauung.
Gnigl Nord
Der großteils als Gewerbegebiet genutzte Nordteil von Gnigl, der nördlich an Niedergnigl anschließt, wurde ebenfalls erst nach dem Zweiten Weltkrieg verbaut. Im Zuge der Bebauung verschwanden auch etliche hier zuvor gelegene Weiher, die aus Ziegelteichen entstanden waren.
Katastralgemeinde
- Hauptartikel Katastralgemeinde Gnigl
Geschichte
Name
Der Name Gnigl stammt vom keltischen Wort Glanicle. Es bedeutet klares Wasser und ist möglicherweise ein alter Name des Alterbaches, der durch Gnigl fließt. In Gnigl bestand während der antik-römischen Zeit angeblich ein Tempel.
Neuzeit
1881 wurde die Freiwillige Feuerwehr Gnigl gegründet. Einen wirtschaftlichen Aufschwung nahm das Mühlendorf durch den Bau der Bahnlinie nach 1860, vor allem aber nach Fertigstellung des neuen Rangierbahnhofes 1908. 1934 war die Gemeinde Gnigl-Itzling nach der Stadt Salzburg mit über 10 000 Einwohner die bevölkerungsreichste Gemeinde des Landes Salzburg. Der damit stark angewachsene Verkehr führte zur Neutrassierung der Bundesstraße quer durch den alten Minnesheimpark, der im 19. Jahrhunderts mit seinen damaligen pittoresken Miniaturbauten eine viel besuchte Sehenswürdigkeit dargestellt hatte. Eine frühe Bürgerinitiative konnte zwar den Straßenneubau nicht verhindern, erreichte aber die dauernde Unterschutzstellung und damit Sicherung des restlichen Parkareals.
Zur einstigen Gemeinde Gnigl gehörte auch die Baron-Schwarz-Villa im heutigen Stadtteil Schallmoos mit den zugehörigen weitläufigen Parkanlagen. Davon geblieben ist lediglich der Grünraum des heutigen Baron-Schwarz-Parkes.
Gnigl wurde größtenteils 1935 in die Landeshauptstadt eingemeindet. Zu dieser Gemeinde hatte zuvor auch Itzling gehört. Kleine randliche Teile von Gnigl wurden 1939 eingemeindet.
Im November 2010 erschien eine umfassende Chronik zu Gnigl mit dem Titel: Gnigl. Mittelalterliches Mühlendorf, Gemeinde an der Eisenbahn, Salzburger Stadtteil
Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche Gnigl
- Hauptartikel: Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt und hl. Michael
Die Kirche steht am Rand des historischen Ortskerns von Obergnigl. Der heutige Gnigler Friedhof hatte in einem römerzeitlichen und einer bajuwarischen Reihengrabstätte würdige Vorfahren. Erstmals erwähnt ist eine Kapelle St. Michael in Gnigl erst 1585, diese Messkapelle, benannt nach einem im Mittelalter sehr beliebten Heiligen dürfte aber mittelalterlichen Ursprungs sein.
Unter Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein wurde vermutlich nur ein Anbau an die bestehende Kapelle errichtet. Die Pläne für die neue Kirche stammten von Tobias Kendler. Dieser heute stehende Kirchbau wurde unter Fürsterzbischof Firmian 1731 begonnen, dann aber 1732 vorübergehend eingestellt. Ob die damals für den Weiterbau fehlenden Geldmittel mit hohen Ausgaben des Erzbischofs im Zusammenhang mit der Protestantenvertreibung standen, bleibt ungeklärt. Die Weihe der Kirche erfolgt 1738 durch Erzbischof Firmian. Die Kirche ist ein barocker Saalbau. Der dominante Turm mit Zwiebelhaube über dem Haupteingang ist als dominante Fassade vorgestellt. Der heutige Hochaltar von Sebastian Stumpfegger gefertigt, die Orgelempore und der Zwiebelturm wurden zwischen 1732 und 1738 ebenfalls unter Erzbischof Firmian errichtet. Einige Statuen stammen vom bekannten Bildhauer Josef Anton Pfaffinger. 1852 ist die Pfarre Gnigl selbständig.
Im Jahr 1700 wurde unweit der Kirche in Obergnigl die Luggaukapelle Unsere liebe Frau am Schnoderbach errichtet.
Gnigler Friedhof
- Hauptartikel Friedhof Gnigl
Der Friedhof besteht seit 1696. 1963 wurde dieser Friedhof neben der Kirche zur dritten Mal erweitert. Eine Seltenheit im Stadtgebiet ist die erhaltene Totenkapelle im Friedhof mit seinem Allerseelen-Kulissenaltar und mit fein beschrifteten Totenschädeln, die in Holzkästchen aufbewahrt sind.
An der der Kirche abgewandten Seite befindet sich an der alten Kirchhofmauer eine Gruftreihe, in denen sich u. a. folgende Grabstätten befinden:
- Karl Freiherr von Schwarz (* 1817, † 1898)
- Emanuel Czuber,Hofrat Dr. Univ. Prof. der Technischen Universität in Wien, (* 1851, † 1925) und seine Frau Berta
- Familiengrab der Familien Toncic-Sorinj von Schmielerloew und de Plason de la Woerstyne.
Bauten und Gebäude
Schloss Neuhaus
- Hauptartikel: Schloss Neuhaus
Am Kühberg befindet sich das auch als im Kern wohl älteste erhaltene Bauwerk von Gnigl, das Schloss Neuhaus. Es liegt auf einem steilen Vorberg des Kühberges (dem Neuhauserberg) und wurde erstmalig bereits 1219 unter Konrad von Neuhaus genannt.
Minnesheim Schloss und Park
Der heutige Minnesheimpark (auch Gniglerpark genannt) gehörte als Schlossgarten früher zu Schloss Minnesheim, das von Fürsterzbischof Paris Graf von Lodron erbaut wurde. Das Schloss (heute Grazer Bundesstraße 22, in Privatbesitz) hatte durch den tiefgreifenden Umbau im Jahr 1888 seinen früheren Charakter weitestgehend verloren.
Der nach dem Straßenneubau (ehemalige Johann-Nestroy-Straße) übrig gebliebene Teil des Minnesheimparks ist heute ein Landschaftsgarten im englischen Stil. Die frühere kleinräumige, kunstvolle Gestaltung des 18. Jahrhunderts ist heute kaum mehr erkennbar. Das dortige Vogelhaus ist ebenso verschwunden wie das Lusthaus, die gotisierende Kapelle, der Ententeich mit der Kanincheninsel, dem holländischen Meierhaus und verschiedene Monumente.
Das ehemalige St.-Anna-Spital
Das St.-Anna-Spital (heute Grazer Bundesstraße 6) wurde 1697 von Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein als Pfleghaus (Gerichtshaus) erbaut und im 19. Jahrhundert zu einem Krankenhaus erweitert. Über dem Portal des Gebäudes befindet sich heute noch das Wappen des Fürsterzbischofs. Hier ist heute das Sozial- und Gesundheitszentrum St. Anna des Salzburger Diakoniewerks untergebracht.
Gnigler Schule
- Hauptartikel Volksschule Gnigl
Seit 1683 besitzt Gnigl einen eigenen „Schulhalter“ (Lehrer). Der Schulunterricht fand dabei zuerst im Blümlhaus und später im Pfarrerstöckl statt. 1859 erhielt Gnigl ein neues Schulgebäude. Nachdem 1869 die allgemeine Schulpflicht eingeführt worden war und Gnigl im Zuge des Bahnbaues zudem stark anwuchs, herrschten in der Gnigler Schule bald große Platzprobleme. Einzelne Klassen übersiedelten darauf notgedrungen in den Thurnerwirt und in ein Gebäude an der Eichstraße nächst der Bahnlinie. Am 4. Mai 1927 begannen die Arbeiten für das heutige großzügige Schulgebäude. Unter dem Beisein hochrangiger Mitglieder der Landesschulbehörde, der Gemeindevorstehung, des Lehrkörpers, der Schulkinder und einer Reihe geladener Gäste wurde die Schule dann am 23. September 1928 eröffnet. <!
weitere Bauten und Gebäude
- (alphabetisch)
Öffentliche Einrichtungen
Siedlungen
Verkehr
Verkehr
Durch Gnigl führen zwei wichtigen Bundesstraßen, die Wiener Straße (B 1, in Gnigl als Linzer Bundesstraße), nach Eugendorf und die Wolfgangsee Straße (B 158) ins Salzkammergut. Bevor am 1. Februar 1944 die damalige städtische Obusline A Obergnigl mit dem Sigmundsplatz in der Salzburger Altstadt verband, wurde vom Gnigler Verschönerungsverein ab 1909 ein sonntäglicher Omnibusverkehr in die Stadt Salzburg organisiert.
Am Westrand des Stadtteils führt die Salzburg-Tiroler-Bahn (ehemalige Giselabahn) vorbei und bildet den Rangierbahnhof Gnigl.
Bis Dezember 2003 gab es dort auch einen Personenbahnhof, welcher im Rahmen des Nahverkehrsprojektes S-Bahn Salzburg durch eine moderne Haltestelle unter der Schwabenwirtsbrücke (Linzer Bundesstraße) ersetzt wurde. Bei der Errichtung dieser Haltestelle musste die Sportanlage des 1. Salzburger SK 1919 weichen. An der Haltestelle der S3 halten Züge im 30-Minuten-Takt. Die Fahrzeit zum Hauptbahnhof beträgt 6 Minuten. Weiters ist Gnigl mit den Obuslinien 2 , 4 , 10 , der Autobuslinie 23 sowie mehreren Regionalbuslinien erreichbar.
Öffentlicher Personennahverkehr
Der Stadtteil ist durch die Obuslinien 2 , 4 , 10 und die Buslinien 23, 130, 131, 140, 141, 150, 151, 155, sowie über die S-Bahnlinie S3 mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
- Salzburg Gnigl S-Bahn (Haltestelle)
- Parscher Straße (Haltestelle)
- Reisenbergerstraße (Haltestelle)
- Volksschule Gnigl (Haltestelle)
- Obergnigl (Haltestelle)
- Turnerstraße (Haltestelle)
- Bachstraße (Haltestelle)
- Josef-Waach-Straße (Haltestelle)
Straßen
wichtige Straßen und Wege
- Linzer Bundesstraße, ein Teil der Wiener Straße
- Minnesheimstraße, übergehend in die Grazer Bundesstraße mit der Radauerkurve, dann weiter in die Wolfgangsee Straße
- Aglassingerstraße
- Schillinghofstraße
- Bachstraße
- Parscher Straße
- Eichstraße
alle Straßen und Wege
(alphabetisch)
Aglassingerstraße, Albert-Schweiger-Straße, Albrecht-Dürer-Straße, Alexander-Haidenthaller-Straße, Anna-Berta-Königsegg-Straße, Andrä-Blüml-Straße, Bachstraße, Boenikegasse, Bundschuhstraße, Christian-Laserer-Straße, Doblerweg, Drei-Eichen-Weg, Eberhard-Fugger-Straße, Eichstraße, Ferdinand-Sauter-Straße, Ferdinand-Spannring-Straße, Franz-Hattinger-Straße, Freyhammerstraße, Fuchshofstraße, Gällegasse, Gewerbehofstraße, Glockmühlstraße, Gnigler Straße, Grössingerstraße, Guggenthaler Straße, Hannakstraße, Heubergstraße, Josef-Haidinger-Weg, Josef-Waach-Straße, Julius-Schilling-Weg, Julius-Welser-Straße, Kirchbergsteig, Leopold-Pfest-Straße, Lugauerweg, Minnesheimstraße, Mühlstraße, Neuhauser Straße, Panzlwiesenstraße, Parscher Straße, Reisenbergerstraße, Schillinghofstraße, Schöpfgasse, Schulstraße, Siedlerstraße, Turnerstraße, Versorgungshausstraße, Warwitzstraße, Weiher-Wiesbach-Straße, Weingartenstraße, Wüstenrotstraße, Zeughausstraße
Brücken
- Schwabenwirtsbrücke
Betriebe und Unternehmen
Gesellschaft und soziale Einrichtungen
Natur
Landschaft
Gewässer
- Alterbach
- Glockenmuehlgerinne
Persönlichkeiten
- Verstorbene
- Karl Freiherr von Schwarz, Bauunternehmer der Gründerzeit
Bilder
Bildergalerie
Alterbach bei der früheren Sillnermühle in Obergnigl
Gnigler Bahnanlage mit Eichstraßenbrücke im Hintergrund
- Grazer Bundessstraße 22, ehem. Schloss Gnigl.jpg
Grazer Bundessstraße 22, ehem. Schloss Minnesheim, das Objekt ist denkmalgeschützt
Volksschule Gnigl, Schulstraße 7, Westseite
Kirche u. Pfarrzentrum St. Severin, rechts davon der Kindergarten Alterbach in Langwied
weitere Bilder
Gnigl – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Gnigl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Literatur
Quellen
- SAGIS (Stadt- und Ortsteile)
- Salzburg Stadtteilnamen
- Ortsnamen (Etymologie)
- Dr. Reinhard Medicus
- Peter Walder-Gottsbacher: Gnigl in alten Ansichten Band 2, 2002, Europäische Bibliothek, Zaltbommel, Niederlande
Weblinks
Fußnoten
- ↑ Quelle [http://www.stadt-salzburg.at/internet/bildung_kultur/salzburg_in_zahlen/einwohner_321402/statistische_zaehlbezirke_und_zaehlspren_251948.htm?redirect=404 www.stadt-salzburg.at1. Jänner 2015
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