Fürstallergasse: Unterschied zwischen den Versionen

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Joseph Jakob Fürstaller, geb. am 21. 01. 1730 in Gerling bei Saalfelden, gest. am 14. 04. 1775 in Bramberg; Lehrer und Geograph, gelernter Tischler. Schon früh erwachte in ihm eine besondere Liebe zur Geometrie und zur Mechanik. Vor 1749 übersiedelte die Familie nach Kaprun, wo der Vater den Mesnerposten erhalten hatte. Mit 18 Jahren kam Joseph Fürstaller zum Tischlermeister Josef Egger nach Walchen bei Piesendorf in die Lehre. Unterstützt von Kaplan Johann Steiner faßte Fürstaller nach drei Jahren den Entschluß, sich den Wissenschaften zu widmen. Er besuchte in Salzburg das Gymnasium und brachte sich ohne fremde Hilfe bis zur Satzlehre durch und lernte nicht viel mehr als etwas besser rechnen. Nach einer Wanderschaft durch Italien erhielt Fürstaller 1760 den Schulmeister- und Mesnerdienst in Kaprun. Dort widmete er sich besonders der Geometrie und Astronomie. Eine seiner ersten Arbeiten war die Herstellung eines "Salzburg Atlas" mit 34 Karten. Erzbischof Sigmund fand daran großen Gefallen und ließ ihm dafür 420 Gulden auszahlen. Als weitere Belohnung erhielt Fürstaller den Mesnerdienst in Bramberg. Dort verfertigte er einen Globus - diesen schenkte der Erzbischof der Salzburger Universität, wo er sich noch heute in der Bibliotheksaula be-findet - der sehr bewundert wurde. Vom Erzbischof erhielt Fürstaller dafür ein Gnadengehalt von 80 Gulden. Er war ein tüchtiger Kartograph (der "Salzburger Peter Anich"), der u.a. eine Generalkarte des Erzstiftes, mehrere Handzeichnungen pinzgauischer Almreviere und eine Mappe vom Pinzgau verfertigte. Seine Arbeiten, für die er viel Zeit und Geld opferte, fanden zu seinen Lebzeiten viel zu wenig Würdigung. Fürstaller lebte und starb in ärmlichen Verhältnissen.
 
Joseph Jakob Fürstaller, geb. am 21. 01. 1730 in Gerling bei Saalfelden, gest. am 14. 04. 1775 in Bramberg; Lehrer und Geograph, gelernter Tischler. Schon früh erwachte in ihm eine besondere Liebe zur Geometrie und zur Mechanik. Vor 1749 übersiedelte die Familie nach Kaprun, wo der Vater den Mesnerposten erhalten hatte. Mit 18 Jahren kam Joseph Fürstaller zum Tischlermeister Josef Egger nach Walchen bei Piesendorf in die Lehre. Unterstützt von Kaplan Johann Steiner faßte Fürstaller nach drei Jahren den Entschluß, sich den Wissenschaften zu widmen. Er besuchte in Salzburg das Gymnasium und brachte sich ohne fremde Hilfe bis zur Satzlehre durch und lernte nicht viel mehr als etwas besser rechnen. Nach einer Wanderschaft durch Italien erhielt Fürstaller 1760 den Schulmeister- und Mesnerdienst in Kaprun. Dort widmete er sich besonders der Geometrie und Astronomie. Eine seiner ersten Arbeiten war die Herstellung eines "Salzburg Atlas" mit 34 Karten. Erzbischof Sigmund fand daran großen Gefallen und ließ ihm dafür 420 Gulden auszahlen. Als weitere Belohnung erhielt Fürstaller den Mesnerdienst in Bramberg. Dort verfertigte er einen Globus - diesen schenkte der Erzbischof der Salzburger Universität, wo er sich noch heute in der Bibliotheksaula be-findet - der sehr bewundert wurde. Vom Erzbischof erhielt Fürstaller dafür ein Gnadengehalt von 80 Gulden. Er war ein tüchtiger Kartograph (der "Salzburger Peter Anich"), der u.a. eine Generalkarte des Erzstiftes, mehrere Handzeichnungen pinzgauischer Almreviere und eine Mappe vom Pinzgau verfertigte. Seine Arbeiten, für die er viel Zeit und Geld opferte, fanden zu seinen Lebzeiten viel zu wenig Würdigung. Fürstaller lebte und starb in ärmlichen Verhältnissen.
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Quelle:
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http://www.stadt-salzburg.at

Version vom 10. Dezember 2007, 17:53 Uhr

Situierung:

Parsch; zweigt von der Gaisbergstraße ab, dann parallel zu dieser, Fußgängerdurchgang zur Clemens-Krauss-Straße.


Link zu Google Maps

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Beschreibung:

Joseph Jakob Fürstaller, geb. am 21. 01. 1730 in Gerling bei Saalfelden, gest. am 14. 04. 1775 in Bramberg; Lehrer und Geograph, gelernter Tischler. Schon früh erwachte in ihm eine besondere Liebe zur Geometrie und zur Mechanik. Vor 1749 übersiedelte die Familie nach Kaprun, wo der Vater den Mesnerposten erhalten hatte. Mit 18 Jahren kam Joseph Fürstaller zum Tischlermeister Josef Egger nach Walchen bei Piesendorf in die Lehre. Unterstützt von Kaplan Johann Steiner faßte Fürstaller nach drei Jahren den Entschluß, sich den Wissenschaften zu widmen. Er besuchte in Salzburg das Gymnasium und brachte sich ohne fremde Hilfe bis zur Satzlehre durch und lernte nicht viel mehr als etwas besser rechnen. Nach einer Wanderschaft durch Italien erhielt Fürstaller 1760 den Schulmeister- und Mesnerdienst in Kaprun. Dort widmete er sich besonders der Geometrie und Astronomie. Eine seiner ersten Arbeiten war die Herstellung eines "Salzburg Atlas" mit 34 Karten. Erzbischof Sigmund fand daran großen Gefallen und ließ ihm dafür 420 Gulden auszahlen. Als weitere Belohnung erhielt Fürstaller den Mesnerdienst in Bramberg. Dort verfertigte er einen Globus - diesen schenkte der Erzbischof der Salzburger Universität, wo er sich noch heute in der Bibliotheksaula be-findet - der sehr bewundert wurde. Vom Erzbischof erhielt Fürstaller dafür ein Gnadengehalt von 80 Gulden. Er war ein tüchtiger Kartograph (der "Salzburger Peter Anich"), der u.a. eine Generalkarte des Erzstiftes, mehrere Handzeichnungen pinzgauischer Almreviere und eine Mappe vom Pinzgau verfertigte. Seine Arbeiten, für die er viel Zeit und Geld opferte, fanden zu seinen Lebzeiten viel zu wenig Würdigung. Fürstaller lebte und starb in ärmlichen Verhältnissen.

Quelle: http://www.stadt-salzburg.at