Lorenz Hübner: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 12. August 2008, 15:51 Uhr
Lorenz Hübner (* 2. August 1751 in Donauwörth, † 9. Februar 1807 in München) war der erste ausgewiesene Chefredakteur einer Salzburger Tageszeitung.
Hübner und Salzburg
1783 berief Erzbischof Hieronymus Graf Colloredo den Bayer Lorenz Hübner als Redakteur und Herausgeber der Salzburger Zeitung nach Salzburg. Es war das erste Mal, dass ein ausgewiesener Redakteur für die Erstellung einer Zeitung geholt wurde, davor hatten die Herausgeber (= Druckereien) einfach die Korrespondenzmeldungen aneinandergereiht.
Bald schon erzielte Hübner mit dem in Oberdeutschen Staatszeitung umbenannten Blatt schöne Erfolge, nicht zuletzt deshalb, weil er mit der Zeitung ein Medium aufklärerischen Denkens geschaffen hatte. Plötzlich waren nicht mehr nur Staatsanzeigen und Chronikberichte interessant, sondern auch Themen wie Kritik an der Kirche oder Beiträge zur Geschichte des Landes Salzburg.
Möglicherweise noch wichtiger als sein Erfolg mit der Tageszeitung dürfte Hübners Gründung des ersten repräsentativen Rezensionsblattes, der Oberdeutschen allgemeinen Litteraturzeitung im Jahr 1788 sein, in dem es ihm um die Selbstdarstellung der katholischen Aufklärung ging.
Während seiner Zeit in Salzburg machte er sich auch als quasi Reisebuchautor einen Namen. Erwähnenswert sind die zweibändige Beschreibung der ... Haupt- und Residenzstadt Salzburg, sowie die dreibändige Beschreibung des Erzstiftes und Reichsfürstenthums Salzburg. Er brauchte auch als Kartograf eine Straßenkarte des Erzstifts heraus, die es als Beilage zu seinem Buch Reise durch das Erzstift Salzburg zum Unterricht und Vergnügen gab.
1799 kehrte Hübner nach München zurück, wohin er als Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften berufen worden war.
In der Stadt Salzburg ist die Hübnergasse in der Riedenburg nach Lorenz Hübner benannt.
Quelle
- Manfred Knedlik in Bautz.de [1]