Burgruine Pongowe: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 23. November 2017, 10:49 Uhr
Die Ruine Pongowe (Bachsfall) befindet sich im Pongau, südwestlich von Bischofshofen an der Landschaftskante zum Gainfeld am Gainfeldbach. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in Bischofshofen.
Geschichte
Am strategisch günstig gelegenen Geländesporn oberhalb des Gainfeld-Wasserfalls fanden sich Siedlungsspuren aus der Frühbronze- und Eisenzeit.
Die mittelalterliche Burganlage bildete möglicherweise den Sitz der mächtigen Burggrafen von Pongau. Auf die besondere Stellung der Herren von Pongowe weist die Tatsache hin, dass sie bereits im frühen 12. Jahrhundert mit einem Gefolge von ritterlichen Eigenleuten auftraten und einen außerordentlich weit gestreuten Besitz aufwiesen.
Früher wurde die nach Norden und Osten steil abfallende Anhöhe Burgstall bzw. „Burgberg“ genannt, die Bezeichnung „Bachsfall“ ist erst ab dem 19. Jahrhundert gebräuchlich.
Burganlage
Die heute sichtbaren Mauerreste waren 1982 im Auftrag der Marktgemeinde Bischofshofen freigelegt worden. Der Grundriß zeigt die Form eines unregelmäßigen Viereckes, das im Nordwesten abgeschrägt ist. Die Außenmauern haben eine Länge von ca. 38 bis 40 Metern und umschließen eine Fläche von etwa 1 400 m². Der südliche Teil der Turmburg war im Erdgeschoß gewölbt und hatte mit Nagelfluhsteinen eingefasste Torbögen. Der Zugang erfolgte von Südosten, wo zwei wallartige, fast im Halbkreis aufgeworfene Erhöhungen mit einem Pfahlwerk, sogenannten „Zingeln“, bewehrt und der Burg vorgelagert waren.
Nicht unweit davon befindet sich das Kulinarik-Wirtshaus (frühere Jausenstation) Bürglhöh´mit dem Mühlenweg, einem schönen Wanderweg (Salzburger Kulinariksieger 2012).
Bildergalerie
Quelle
- Schautafel vor Ort