| | * Hallo [[Benutzer:Hagenau|Hagenau]], Danke für diese umfassenden und interessanten Informationen. Leider gibt es ja von diesem Sitz meines Wissens nach bisher keinerlei schriftliche Beschreibungen, Bodenfunde oder Hinweise irgendwelcher Art, um Rückschlüsse auf die Bauweise machen zu können. Dadurch hatte ich natürlich automatisch an eine befestigte "Holzbauweise" gedacht. Wie Du aber schreibst, gab es früher oft steinerne Fundamente, Mischbauformen oder gar einen steinernen Wohnturm. Wahrscheinlich sollte man die Beschreibung des Stammsitzes der Hagenauer bei Schrobenhausen anders formulieren als: "eine verstärkte und wahrscheinlich "hölzerne" Feste"... Irgendwelche Vorschläge? meint [[Benutzer:Wolfgang|Wolfgang]] ([[Benutzer Diskussion:Wolfgang|Diskussion]]) 15:09, 4. Dez. 2015 (CET) | | * Hallo [[Benutzer:Hagenau|Hagenau]], Danke für diese umfassenden und interessanten Informationen. Leider gibt es ja von diesem Sitz meines Wissens nach bisher keinerlei schriftliche Beschreibungen, Bodenfunde oder Hinweise irgendwelcher Art, um Rückschlüsse auf die Bauweise machen zu können. Dadurch hatte ich natürlich automatisch an eine befestigte "Holzbauweise" gedacht. Wie Du aber schreibst, gab es früher oft steinerne Fundamente, Mischbauformen oder gar einen steinernen Wohnturm. Wahrscheinlich sollte man die Beschreibung des Stammsitzes der Hagenauer bei Schrobenhausen anders formulieren als: "eine verstärkte und wahrscheinlich "hölzerne" Feste"... Irgendwelche Vorschläge? meint [[Benutzer:Wolfgang|Wolfgang]] ([[Benutzer Diskussion:Wolfgang|Diskussion]]) 15:09, 4. Dez. 2015 (CET) |
| − | ** Vielen Dank! Die Formulierung ist zutreffend, da zumindest ein Teil der Anlage aus Holz errichtet worden sein dürfte - gut denkbar wäre ein Stein-Erde-Wall mit Holzaufbauten aus großen Balken, und stabiles, lehmverputztes Fachwerk auf Steinsockeln für die Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Glatte und flache bzw. gesägte Bretter, wie sie bei Rekonstruktionsversuchen mancher Anlagen auftauchen, sind unwahrscheinlich, massive Balken und robuste Fachwerkkonstruktionen aufgrund des Holzreichtums des Forstes dagegen sehr plausibel. Die geologisch verfügbaren Baumaterialien vor Ort wären auch passend... Der Boden direkt im heutigen Weiler Högenau ist sehr sandig, es gibt in der Umgebung Lehm, Flußschotter und Geschiebe-Geröll. Es ließe sich an verschiedene Bauformen und Bauweisen denken, eine reine Stein-Mörtel-Bauweise ist unwahrscheinlich. Andererseits kann man ein "Festes Haus" aus Stein auch für diese Zeit nicht völlig ausschließen. Zu allem Überfluß stehen in der weiteren Umgebung, in Richtung Königslachen und Edelshausen alte Steingebäude, was für ein "Recycling" der Baumaterialien einer Burganlage aus Stein sprechen kann. Mein Eindruck ist, daß der alte Weiler Hagenau/ Högenau in einem engen Bezug zu Königslachen steht und Baumaterialien mindestens in diese Richtung abtransportiert worden sein könnten, wobei ich bisher keine Fakten über die Ortsgeschichte und Eigentumsverhältnisse erhalten konnte. Der Abbruch einer steinernen Burg hätte in jedem Fall in einer viel späteren Ausbaustufe stattgefunden, so daß direkte Rückschlüsse nicht leicht sind. Bis ich Genaueres weiß, schlage ich eine Formulierung vor wie: "eine wahrscheinlich mit Steinen, Lehm und Holzbalken errichtete und verstärkte Feste" bzw. in Langfassung "eine wahrscheinlich mit Steinen, Lehm und massiven Holzbalken, vermutlich in teilweiser Fachwerkbauweise errichtete, für die Umstände der Zeit zweckmäßig befestigte Burganlage". Ob das historisch stimmt ist unklar, aber eine gute Plausibilität hätte es. --[[Benutzer:Hagenau|Hagenau]] ([[Benutzer Diskussion:Hagenau|Diskussion]]) 17:11, 4. Dez. 2015 (CET) | + | ** Vielen Dank! Die Formulierung ist zutreffend, da zumindest ein Teil der Anlage aus Holz errichtet worden sein dürfte - gut denkbar wäre ein Stein-Erde-Wall mit Holzaufbauten aus großen Balken, und stabiles, lehmverputztes Fachwerk auf Steinsockeln für die Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Glatte und flache bzw. gesägte Bretter, wie sie bei Rekonstruktionsversuchen mancher Anlagen auftauchen, sind unwahrscheinlich, massive Balken und robuste Fachwerkkonstruktionen aufgrund des Holzreichtums des Forstes dagegen sehr plausibel. Die geologisch verfügbaren Baumaterialien vor Ort wären auch passend... Der Boden direkt im heutigen Weiler Högenau ist sehr sandig, es gibt in der Umgebung Lehm, Flußschotter und Geschiebe-Geröll. Es ließe sich an verschiedene Bauformen und Bauweisen denken, eine reine Stein-Mörtel-Bauweise ist unwahrscheinlich. Andererseits kann man ein "Festes Haus" aus Stein auch für diese Zeit nicht völlig ausschließen. Zu allem Überfluß stehen in der weiteren Umgebung, in Richtung Königslachen und Edelshausen alte Steingebäude, was für ein "Recycling" der Baumaterialien einer Burganlage aus Stein sprechen kann. Mein Eindruck ist, daß der alte Weiler Hagenau/ Högenau in einem engen Bezug zu Königslachen steht und Baumaterialien mindestens in diese Richtung abtransportiert worden sein könnten, wobei ich bisher keine Fakten über die Ortsgeschichte und Eigentumsverhältnisse erhalten konnte. Der Abbruch einer steinernen Burg hätte in jedem Fall in einer viel späteren Ausbaustufe stattgefunden, so daß direkte Rückschlüsse nicht leicht sind. Bis sich Genaueres in Erfahrung bringen läßt, schlage ich eine Formulierung vor wie: "eine wahrscheinlich mit Steinen, Lehm und Holzbalken errichtete und verstärkte Feste" bzw. in Langfassung "eine wahrscheinlich mit Steinen, Lehm und massiven Holzbalken, vermutlich in teilweiser Fachwerkbauweise errichtete, für die Umstände der Zeit zweckmäßig befestigte Burganlage". Ob das historisch stimmt ist unklar, aber eine gute Plausibilität hätte es. --[[Benutzer:Hagenau|Hagenau]] ([[Benutzer Diskussion:Hagenau|Diskussion]]) 17:11, 4. Dez. 2015 (CET) |