Judenbergalm (Hotel): Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 17. Juni 2014, 16:16 Uhr

Das Hotel Judenbergalm ist ein drei-Sterne-Hotel auf der Judenbergalm am Gaisberg in der Stadt Salzburg.

Judenbergalm - Hotel Kobenzl - Judenbergalm

Bei einer ehemaligen Haltestelle der Gaisbergbahn hatte Julius Böhacker ein Hotel mit 55 Betten, einer Bar und einem Restaurant errichtet: Das Hotel Cobenzl wurde am 28. März 1953 eröffnet. Der Betrieb war an das Wiener Fremdenverkehrsunternehmen Hübner verpachtet. 1959 wurde es von Marianne und Rupert Herzog übernommen und in „Kobenzl“ umbenannt, wurde das Hotel bald zur nobelsten Adresse in Salzburg.

Nach der Schließung des Hotels Kobenzl im Jahr 2006 wurde ein Käufer gesucht und es kam zu einem gescheiterten Verkauf. Im Frühjahr 2014 eröffnete das Hotel wieder unter seinem alten Namen Judenbergalm.

Neubeginn 2014

Peter Herzog, einer der beiden Söhne der Hoteliersfamilie wollte 2005 das Haus schon einmal retten, als er in Kooperation mit dem Suhrkamp-Verlag und Raimund Fellinger, dem Lektor von Thomas Bernhard und Peter Handke, das Kobenzl in ein „Bücherhotel“ umwandelte. Damals sei man wohl zu früh von dem Konzept abgerückt, erzählt er.

Peter Herzog will nun aus der Not eine Tugend machen, indem er sich fortan auf die Stärken des elterlichen Hotels besinnt. „Das sind zuallererst die Lage des Hauses sowie die Menschen, die hier – aber auch in der Umgebung – daheim sind“, sagt er. Ein Fünf-Sterne-Hotel sei deshalb kein Thema mehr. „Wir müssten sieben Millionen Euro investieren, um einen Standard zu schaffen, den viele andere Hotels auch haben. Aber diese Hotels haben nicht diese Ruhe und erst recht nicht diese Aussicht“.

Von Mai bis Oktober – 12 Uhr mittags bis 21 Uhr – soll das Haus als Almbetrieb geführt werden. Partner aus der Region, etwa mit der Fleischerei Auernig, der Bäckerei Unterbäck aus Seekirchen am Wallersee und Thomas Beuchel von Icezeit werden Herzog dabei unterstützen. Für das Bier sei man mit dem Müllner Bräu in Verhandlungen. Beide Terrassen bieten Platz für 150 Personen. „Und wir wollen, dass diese Terrassen bei Schönwetter täglich von Salzburgern besetzt sind“, erklärt Herzog. Auf Vorbestellung werde man auch Picknickkörbe mit Decken und Sonnenschirm zur Verfügung stellen. Die Metzgerei grillt, ebenfalls nach Vorbestellung (ab 20 Personen), zukünftig an jener Stelle, wo einst US-Präsident Nixon über Salzburg schaute.

Laut Magistrat bezwingen jährlich eine Million Wanderer und Radfahrer den Gaisberg“, sagt Herzog. Und diese möchte er nicht nur mit der Aussicht, sondern auch mit dem Preis locken: „Ziel ist, dass eine vierköpfige Familie bei uns um 50 Euro essen und trinken kann.

Hotelkonzept mit Gästeflasche und Gästebuch

Völlig aus dem Raster fällt Herzogs Hotelkonzept: Das Bed & Breakfast Kobenzl ist von Mai bis Oktober geöffnet. Beim Einchecken müssen die Gäste eine Flasche „ihres Geschmacks“ sowie ein Taschenbuch mitbringen. Beides wird an der Rezeption im „Buch des Geistes“ eingetragen. „Die Flasche kommt in die Bar“, erklärt Herzog. „Dort gibt es keinen Barkeeper. Die Gästeflasche ist die Eintrittskarte, um von 21 bis 24 Uhr kostenfrei Wein, Bier, alkoholfreie Getränke, Spirituosen, Kaffee und Tee zu konsumieren.“ Eine mitgebrachte Flasche gilt übrigens drei Tage. „Danach ist Nachschub seitens der Gäste notwendig“, sagt Herzog.

Das mitgebrachte Taschenbuch komme in die „Wirre Bibliothek“. Dort können die Gäste aus 5 000 Büchern vom Suhrkamp Verlag auswählen. Bei der Abreise dürfen sie sich ein Buch mit nach Hause nehmen. „Sie haben ja eines mitgebracht, das als Teil von ihnen bei uns bleibt“, sagt Herzog. Fernseher gebe es künftig nur noch im Bar-Bereich. Vermietet werden im Sommer maximal 14, im Winter sechs Zimmer – alle mit Blick auf die Stadt. Der Preis soll 90 bis 130 Euro pro Person betragen. Die „Hausgäste“ können von 21 bis 12 Uhr frei über ihren Urlaubsort verfügen. Für sie entstehen dank des Konzepts keine zusätzlichen Kosten.

Quellen