| − | Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Maximilian Bernhard (* [[13. Dezember]] [[1811]], † [[13. November]] [[1885]]) verbrachte Alois seine Kindheit und frühe Jugend auf dem Gut Stepperg, welches seiner Mutter gehörte. Maria Leopoldines Verhalten gegenüber ihren Söhnen war widersprüchlich: Einerseits gab sich die Mutter dominant, andererseits verhätschelte und verwöhnte sie ihre Kinder nach Strich und Faden. Alois und Maximilian erhielten eine gründliche Ausbildung - in Religion, Musik, Tanz, Fremdsprachen, "''erlernten gesellige Umgangsformen und gesellschaftlichen Schliff''" <ref>Friedrich ''Weissensteiner'', Habsburgerinnen auf fremden Thronen, Wien, 2000, Seite 170</ref>- von Hauslehrern. Zunächst nur in Steppberg, später auch in München. | + | Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Maximilian Bernhard (* [[13. Dezember]] [[1811]], † [[13. November]] [[1885]]) verbrachte Alois seine Kindheit und frühe Jugend auf dem Gut Stepperg, welches seiner Mutter gehörte. Maria Leopoldines Verhalten gegenüber ihren Söhnen war widersprüchlich: Einerseits gab sich die Mutter dominant, andererseits verhätschelte und verwöhnte sie ihre Kinder nach Strich und Faden. Alois und Maximilian erhielten eine gründliche Ausbildung - in Religion, Musik, Tanz, Fremdsprachen, "''erlernten gesellige Umgangsformen und gesellschaftlichen Schliff''" <ref>Weissensteiner, Friedrich, ''Habsburgerinnen auf fremden Thronen'' Seite 170</ref>- von Hauslehrern. Zunächst nur in Steppberg, später auch in München. |
| | == Ehe, Familienleben und Salzburgbezug == | | == Ehe, Familienleben und Salzburgbezug == |
| − | 1829 wurde Alois für volljährig erklärt. Er studierte kurze Zeit in Straßburg und erbte dann die Herrschaft Stepperg. 1830 heiratete er Irene Pallavicini (* 1811, † 1877), die Tochter des Markgrafen Eduard Pallavacini. Gemeinsam lebten sie in der Theatertinerstraße in einem großen Palais. 1837 erwarb Alois das [[Wasserschloss Anif]] bei Salzburg. Unter Zeitgenossen galt der junge Mann als hochmütig und eitel. Er betrog seine Frau und verführte minderjährige Mädchen<ref>Ebenda, S. 170</ref>. Alois und Irene wurden später geschieden. Die Ehe war kinderlos geblieben. | + | 1829 wurde Alois für volljährig erklärt. Er studierte kurze Zeit in Straßburg und erbte dann die Herrschaft Stepperg. 1830 heiratete er Irene Pallavicini (* 1811, † 1877), die Tochter des Markgrafen Eduard Pallavacini. Gemeinsam lebten sie in der Theatertinerstraße in einem großen Palais. 1837 erwarb Alois das [[Wasserschloss Anif]] bei Salzburg. Unter Zeitgenossen galt der junge Mann als hochmütig und eitel. Er betrog seine Frau und verführte minderjährige Mädchen<ref>Ebenda, Seite 170</ref>. Alois und Irene wurden später geschieden. Die Ehe war kinderlos geblieben. |
| | Mit seiner zweiten Frau Pauline Oswald (* 1851, † 1902), die er nur sechs Monate nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete, hatte Alois eine Tochter, Sophie (* 1868, † 1952), welche er später zur Gräfin von Arco-Stepperg legitimierte. Pauline erbte Schloss und Gut Stepperg und heiratete den aus französischem Adel stammenden Graf Ernst von Moy de Sons. Das Schloss befindet sich seit damals bis heute im Besitz dieser Familie. | | Mit seiner zweiten Frau Pauline Oswald (* 1851, † 1902), die er nur sechs Monate nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete, hatte Alois eine Tochter, Sophie (* 1868, † 1952), welche er später zur Gräfin von Arco-Stepperg legitimierte. Pauline erbte Schloss und Gut Stepperg und heiratete den aus französischem Adel stammenden Graf Ernst von Moy de Sons. Das Schloss befindet sich seit damals bis heute im Besitz dieser Familie. |