Hydrographischer Dienst des Landes Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Hydrographische Dienst des Landes Salzburg ist im [[Amt der Salzburger Landesregierung]] als ''Referat 4/33: Hydrographischer Dienst'' angesiedelt. Damit ist er eine Unterabteilung der ''Fachabteilung 4/3: Wasserwirtschaft'', die ihrerseits zur ''Abteilung 4: Lebensgrundlagen und Energie'' gehört. | Der Hydrographische Dienst des Landes Salzburg ist im [[Amt der Salzburger Landesregierung]] als ''Referat 4/33: Hydrographischer Dienst'' angesiedelt. Damit ist er eine Unterabteilung der ''Fachabteilung 4/3: Wasserwirtschaft'', die ihrerseits zur ''Abteilung 4: Lebensgrundlagen und Energie'' gehört. | ||
== Geschichte== | |||
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* [[1820]]: Beginn der Beobachtung der Hochwasserstände in [[Oberndorf]] | |||
* [[1850]]: Beginn der Beobachtung der Hochwasserstände in [[Salzburg]] | |||
* [[1895]], April: Anwerbung der örtlichen Beobachter und Sicherstellung des Amtssachaufwandes | |||
:::Juli: Gründung der Hydrographischen Landesabteilung am 1. Juli 1895 und Zuordnung zum Baudepartement; erster Salzburger Hydrograph: Franz Pichler (provisorischer Bauadjunkt) | |||
* [[1897]], Juli: Hochwasser an der [[Salzach]] und zahlreichen Zubringern mit großen Überflutungen flussab von Golling bis Oberndorf | |||
* [[1899]], Februar: ''Provisorisches Regulativ für den Hochwassernachrichtendienst im Herzogthume Salzburg'' | |||
::: September: 100jährliches Hochwasser der Salzach mit großen Überflutungen (Wasserstand um 80 cm höher als 1897) im Bereich des nördlichen [[Tennengebirge]]s und insbesondere im Stadtbereich | |||
* [[1902]], Dezember: Vorschrift für den Hochwassernachrichtendienst im Einzugsgebiet der Salzach und [[Saalach]] | |||
* [[1911]]: Personalaufstockung durch Josef Schifferer (technischer Zeichner) – Personalstand: zwei Bedienstete | |||
* [[1920]], September: 80jährliches Hochwasser der Salzach mit Überflutungen flussab [[Golling]] und insbesondere der Stadt Salzburg | |||
* [[1949]], August: Salzachhochwasser im [[Pinzgau]] mit Überflutungen und teilweiser Zerstörung der Bahnlinie zwischen [[Wald im Pinzgau|Wald]] und [[Krimml]] | |||
* [[1954]], Juli: 25jährliches Hochwasser der Salzach | |||
* [[1959]], August: 60jährliches Salzachhochwasser mit Einsturz der Autobahnbrücke im Salzburger Stadtgebiet | |||
* [[1966]], August: Hochwasser der Salzach und ihrer Zubringer mit großen Überflutungen im Pinzgau und [[Pongau]] | |||
* [[1974]]: Das „Referat Hydrographischer Landesdienst“ wurde durch die Geschäftseinteilung von 1974 in der (damals noch nicht Fach-, sondern) Unterabteilung Wasserbau der Landesbaudirektion geschaffen. | |||
:Die Umschreibung seiner Aufgaben war noch bescheiden: | |||
:* Erhebung, Erforschung und Evidenthaltung der grundlegenden Daten für die gesamte Wasserwirtschaft; | |||
:*hydrographische Fachgutachten; | |||
:* amtlicher Hochwassernachrichten- und Warndienst. | |||
* [[1976]]: Beginn der EDV-Bearbeitung | |||
* [[1977]]: 30jährliches Salzachhochwasser | |||
* [[1985]], August: Salzachhochwasser im [[Oberpinzgau]] | |||
* [[1987]], August: 100jährliches Hochwasser oberste Salzach | |||
* [[1990]], Beginn der Entwicklung des „Hochwasservorhersagemodells Salzach–Saalach“ | |||
* [[1991]], Juli: 30- bis 60jährliches Hochwasser der Salzachzubringer im Bereich der Stadt Salzburg | |||
* [[1995]]: 100-Jahr-Feier des Hydrographischen Landesdienstes; Personalstand: 11 Mitarbeiter | |||
* [[2002]], August: 100jährliches Hochwasser an der unteren Salzach | |||
* [[2005]], Juli und August: Salzachhochwässer im Oberpinzgau | |||
* [[2010]], Juni: die Salzach erreicht bei [[Tittmoning]] 7,08 m | |||
* [[2011]], Jänner: die Salzach erreicht im Salzburger Stadtgebiet eine Durchflussmenge von 200 m³ pro Sekunde | |||
* [[2013]], Juni: [[Hochwasser 2013|großes Hochwasser]] [[Hochwasser im Pinzgau (Juni 2013)|im Pinzgau]], [[Hochwasser im Pongau (Juni 2013)|im Pongau]],[[Hochwasser in der Stadt Salzburg (Juni 2013)|in der Stadt Salzburg]] und [[Hochwasser im Flachgau (Juni 2013)|im Flachgau]] | |||
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* [[1921]] – [[1923]]: Dipl.-Ing. [[Karl Hübner]] | |||
* 1923 – [[1928]]: Dipl.-Ing. Franz Honsig | |||
* [[1929]] – [[1936]]: Dipl.-Ing. Josef Straßl | |||
* 1936 – [[1945]]: Dipl.-Ing. Heinrich Gallenbach | |||
* 1945 – [[1949]]: Ing. Josef Schifferer | |||
* [[1950]] – [[1972]]: Dipl.-Ing. Herbert Straub | |||
* 1972 – [[1982]]: Ing. Friedrich Prodinger | |||
* 1982 – [[2006]]: Dipl.-Ing. [[Günther Schmidt|Günther H. Schmidt]] | |||
* seit 2006 Dipl.-Ing. [[Hans Wiesenegger]] | |||
== Quellen == | == Quellen == | ||
{{homepage|http://www.salzburg.gv.at/themen/nuw/wasser/wasserkreislauf/hydro-2/aufgaben-hydro.htm}} | {{homepage|http://www.salzburg.gv.at/themen/nuw/wasser/wasserkreislauf/hydro-2/aufgaben-hydro.htm}} | ||
* Artikel [[Amt der Salzburger Landesregierung, Fachabteilung 4/3: Wasserwirtschaft]] | :[http://www.salzburg.gv.at/100-jahre Land Salzburg > Umwelt|Natur|Wasser > Wasserwirtschaft > Wasserkreislauf > Hydrographischer Dienst > Chronologie: ''Über 100 Jahre Hydrographischer Dienst Salzburg] | ||
* Artikel [[Amt der Salzburger Landesregierung, Fachabteilung 4/3: Wasserwirtschaft]], und [[Hochwasser]] | |||
[[Kategorie:Infrastruktur]] | [[Kategorie:Infrastruktur]] | ||
[[Kategorie:Verwaltung]] | [[Kategorie:Verwaltung]] | ||
[[Kategorie:Wasser]] | [[Kategorie:Wasser]] | ||
Version vom 15. Dezember 2013, 14:31 Uhr
Der Hydrographische Dienst des Landes Salzburg ist eine Organisationseinheit (Referat 4/33) des Amtes der Salzburger Landesregierung und gehört zur Fachabteilung 4/3: Wasserwirtschaft der Abteilung 4: Lebensgrundlagen und Energie.
Aufgabenbereiche
- Langzeitbeobachtung und Trendanalysen des Wasserkreislaufes
- Niederschlagsbeobachtung und Angabe von Bemessungsregen
- Messung von Lufttemperatur und Verdunstung
- Messung des Wasserstandes von Flüssen und Seen
- Angabe charakteristischer Abflüsse eines Gewässers
- Wassertemperatur von Flüssen und Seen
- Quellbeobachtungen
- Grundwasserbeobachtung
- Sachverständigendienst in Naturschutz- und Wasserrechtsverfahren
- Hydrographische Beurteilung wasserbaulicher und wasserwirtschaftlicher Projekte
- Hochwasserwarn- und -nachrichtendienst
- Hochwasserüberflutungsflächen und -koten
Strukturierung
Der Hydrographische Dienst des Landes Salzburg ist im Amt der Salzburger Landesregierung als Referat 4/33: Hydrographischer Dienst angesiedelt. Damit ist er eine Unterabteilung der Fachabteilung 4/3: Wasserwirtschaft, die ihrerseits zur Abteilung 4: Lebensgrundlagen und Energie gehört.
Geschichte
Ereignisse
- 1820: Beginn der Beobachtung der Hochwasserstände in Oberndorf
- 1850: Beginn der Beobachtung der Hochwasserstände in Salzburg
- 1895, April: Anwerbung der örtlichen Beobachter und Sicherstellung des Amtssachaufwandes
- Juli: Gründung der Hydrographischen Landesabteilung am 1. Juli 1895 und Zuordnung zum Baudepartement; erster Salzburger Hydrograph: Franz Pichler (provisorischer Bauadjunkt)
- 1897, Juli: Hochwasser an der Salzach und zahlreichen Zubringern mit großen Überflutungen flussab von Golling bis Oberndorf
- 1899, Februar: Provisorisches Regulativ für den Hochwassernachrichtendienst im Herzogthume Salzburg
- September: 100jährliches Hochwasser der Salzach mit großen Überflutungen (Wasserstand um 80 cm höher als 1897) im Bereich des nördlichen Tennengebirges und insbesondere im Stadtbereich
- 1902, Dezember: Vorschrift für den Hochwassernachrichtendienst im Einzugsgebiet der Salzach und Saalach
- 1911: Personalaufstockung durch Josef Schifferer (technischer Zeichner) – Personalstand: zwei Bedienstete
- 1920, September: 80jährliches Hochwasser der Salzach mit Überflutungen flussab Golling und insbesondere der Stadt Salzburg
- 1949, August: Salzachhochwasser im Pinzgau mit Überflutungen und teilweiser Zerstörung der Bahnlinie zwischen Wald und Krimml
- 1954, Juli: 25jährliches Hochwasser der Salzach
- 1959, August: 60jährliches Salzachhochwasser mit Einsturz der Autobahnbrücke im Salzburger Stadtgebiet
- 1966, August: Hochwasser der Salzach und ihrer Zubringer mit großen Überflutungen im Pinzgau und Pongau
- 1974: Das „Referat Hydrographischer Landesdienst“ wurde durch die Geschäftseinteilung von 1974 in der (damals noch nicht Fach-, sondern) Unterabteilung Wasserbau der Landesbaudirektion geschaffen.
- Die Umschreibung seiner Aufgaben war noch bescheiden:
- Erhebung, Erforschung und Evidenthaltung der grundlegenden Daten für die gesamte Wasserwirtschaft;
- hydrographische Fachgutachten;
- amtlicher Hochwassernachrichten- und Warndienst.
- 1976: Beginn der EDV-Bearbeitung
- 1977: 30jährliches Salzachhochwasser
- 1985, August: Salzachhochwasser im Oberpinzgau
- 1987, August: 100jährliches Hochwasser oberste Salzach
- 1990, Beginn der Entwicklung des „Hochwasservorhersagemodells Salzach–Saalach“
- 1991, Juli: 30- bis 60jährliches Hochwasser der Salzachzubringer im Bereich der Stadt Salzburg
- 1995: 100-Jahr-Feier des Hydrographischen Landesdienstes; Personalstand: 11 Mitarbeiter
- 2002, August: 100jährliches Hochwasser an der unteren Salzach
- 2005, Juli und August: Salzachhochwässer im Oberpinzgau
- 2010, Juni: die Salzach erreicht bei Tittmoning 7,08 m
- 2011, Jänner: die Salzach erreicht im Salzburger Stadtgebiet eine Durchflussmenge von 200 m³ pro Sekunde
- 2013, Juni: großes Hochwasser im Pinzgau, im Pongau,in der Stadt Salzburg und im Flachgau
Leiter
- 1921 – 1923: Dipl.-Ing. Karl Hübner
- 1923 – 1928: Dipl.-Ing. Franz Honsig
- 1929 – 1936: Dipl.-Ing. Josef Straßl
- 1936 – 1945: Dipl.-Ing. Heinrich Gallenbach
- 1945 – 1949: Ing. Josef Schifferer
- 1950 – 1972: Dipl.-Ing. Herbert Straub
- 1972 – 1982: Ing. Friedrich Prodinger
- 1982 – 2006: Dipl.-Ing. Günther H. Schmidt
- seit 2006 Dipl.-Ing. Hans Wiesenegger