Salzburger Nachrichten: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Salzburger Nachrichten''' sind eine überregionale Tageszeitung aus dem Bundesland Salzburg, die innerhalb der Landesgrenzen mit einem eigenen  
 
Die '''Salzburger Nachrichten''' sind eine überregionale Tageszeitung aus dem Bundesland Salzburg, die innerhalb der Landesgrenzen mit einem eigenen  
Lokalteil für Salzburg verkauft werden.
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Lokalteil für Salzburg verkauft werden. Die Kurzbezeichnung lautet SN. Sie unterscheidet sich insofern von den klassischen Bundesländerzeitungen, das ist journalistischer Anspruch von jeher auch ein nationaler war. Bis heute werden die Salzburger Nachrichten neben Presse und Standard zu den führenden Qualitätszeitungen des Landes gezählt. Die nationale Reichweite liegt im vergangenen Jahrzehnt stetig gestiegen. Die SN werden täglich von knapp 300.000 Leserinnen und Lesern gelesen. Ein Drittel davon wohnt ausserhalb Salzburgs. Insbesondere in Oberösterreich und Wien haben die SN eine große und treue Leserschaft. Am Heimmarkt sind die SN die Nummer eins vor der Kronen Zeitung. Die Reichweite pendelte in den vergangenen Jahren zwischen 43 und 48 Prozent. 
  
 
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Die Internetplattform salzburg.com geht am 5. März 1997 online:  
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Die SN erscheinen erstmals am 7. Juni 1945 als eine der ersten Tageszeitungen nach dem 2. Weltkrieg in Österreich.
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Herausgegeben werden die SN von der Spezialabteilung Information Service Branch (ISB) des 12. Armeekorps General Eisenhowers. Sie trägt zu diesem Zeitpunkt den Untertitel: „Herausgegeben von der 12. Heeresgruppe für die Österreichische Bevölkerung“. Die ersten Ausgaben umfassen wegen der Papierzuteilungen lediglich zwei Seiten. Der Preis betrug damals 20 Pfennig.
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Am 20. Oktober erhalten Max Dasch (Jahrgang 1903), zu diesem Zeitpunkt Direktor der Salzburger Druckerei (seit 1937), und Dr. Gustav Canaval, geboren 1898 und gelernter Staatswissenschafter und Nationalökonom, das Permit S1, die Lizenz zur Herausgabe der Zeitung. (Canaval musste sieben Jahre seines Lebens im Konzentrationslager Dachau zubringen. Er war Journalist bei der „Reichspost“, Herausgeber der „Tagespresse“ und von 1936 bis 1938 Chefredakteur des „Wiener Telegraph“. Dasch hatte sich vom Lehrling bis zum Direktor emporgearbeitet, leitete in den Kriegsjahren eine Großdruckerei in Warschau und danach die „Salzburger Druckerei“).
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Am Dienstag, dem 23. Oktober 1945, erscheinen die Salzburger Nachrichten als unabhängige österreichische Tageszeitung. Durchschnittlicher Umfang bereits vier Seiten.
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(Am 11.6. erschienen die Oberösterreichischen Nachrichten und am 21.6. die Tiroler Tageszeitung erstmals wieder nach dem Krieg. Die anderen Titel, die vor den SN gegründet wurden, waren die "Österreichische Zeitung", "Neues Österreich", "Kärntner Nachrichten" und "Neue Steirische Zeitung". Alle wurden nach relativ kurzer Zeit wieder eingestellt. Weiterführung der Krone übrigens ab dem 11.4.1959 als "Illustrierte Kronen-Zeitung". Später dann Namensänderung auf "Neue Kronen-Zeitung")
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1946
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Zu Beginn dieses Jahres gibt es bereits wieder 8 Tageszeitungen in Österreich. Die SN erscheinen wochentags und am Samstag mit einer Auflage von 124.503 Exemplaren. Eine Auflage in dieser Höhe wurde jahrzehntelang nicht erreicht, die Zeitung konnte daran erst in den letzten Jahren wieder anschließen. Aufgrund der großzügigen Haltung der amerikanischen Zensurstelle galten gerade die Salzburger Nachrichten als die freie Stimme schlechthin.
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Im September dieses Jahres teilen die SN ihren Lesern mit, dass sie freiwillig statt mit sechs nur mit vier Seiten erscheinen würden, um den Vorarlberger Nachrichten ein Erscheinen mit vier Seiten zu sichern. Im November zwang die Papiernot alle österreichischen Tageszeitungen wöchentlich mit 30 Seiten auszukommen.
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1949
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Der bisherige stellvertretende Chefredakteur, Dr. Viktor Reimann, verlässt die SN.
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1950
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ab diesem Jahr erscheint in den SN der „Staatsbürger“
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1955
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In Österreich erscheinen in diesem Jahr noch 33 Tageszeitungen
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1958
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Am 1. Dezember dieses Jahres beginnt Karl Heinz Ritschel als Wirtschaftsredakteur bei den SN.
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1959
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Gustav Canaval stirbt am 28. November. Seine Nachfolge tritt der im Jahre 1946 bei den SN eingetretene Dr. René Marcic an.
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Die ursprünglich nicht in der Firma tätige Antonie Canaval übernimmt den 50-Prozent-Anteil ihres Gatten und wird Co-Herausgeberin.
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1964
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René Marcic legt das Amt des Chefredakteurs zurück, bleibt den SN jedoch als Kommentator und freier Mitarbeiter erhalten. Prof. Dr. Karl Heinz Ritschel tritt seine Nachfolge an.
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1971
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René Marcic und seine Frau Blanca kommen am 2. Oktober auf dem Rückflug von einem Forschungsjahr in Australien bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.
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1972
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Antonie Canaval und Max Dasch schließen am 9. November einen Gesellschaftsvertrag sowie ein Syndikatsübereinkommen. Darin werden die Modalitäten festgelegt, sollte ein Gesellschafter seinen Anteil veräußern wollen.
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1975
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Am 24. August erliegt Antonie Canaval einem Krebsleiden. Ihre Anteile gehen an ihre vier Kinder über.
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Umzug aus dem Haus Bergstraße 12 in das Verlagshaus Bergstraße 14, welches offiziell am 28. November vom damaligen Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger eröffnet wird. Die Salzburger Nachrichten hatten zu diesem Zeitpunkt 123 Mitarbeiter.
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1976
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Die Kinder äußern Verkaufsabsichten. Die Familie Dasch tritt gemäß den vorliegenden Verträgen in ihr Aufgriffsrecht ein und erwirbt am 1. März die Canaval-Anteile, und zwar zu 20 % für Kommerzialrat Dasch und zu je 40 % für die beiden Kinder, Dr. Maximilian Dasch und Dkfm. Gertrude Kaindl-Hönig.
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1977
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Max Dasch senior erliegt am 22. September einem Krebsleiden. Die Kommanditisten sind nun Dr. Maximilian Dasch gemeinsam mit Dkfm. Gertrude Kaindl-Hönig.
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1979
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Das traditionsreiche „Salzburger Volksblatt“ stellt aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten am 14. April 1979 sein Erscheinen ein. Es gelingt den SN, den überwiegenden Teil der Abonnenten des „Volksblattes“, rund 6.000, in den eigenen Bezieherkreis einzugliedern.
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Dr. Max Dasch übernimmt die "Pongauer Nachrichten" und gründet die Verlagshaus GesmbH & Co KG, die ab diesem Zeitpunkt auch für die restlichen Gaue jeweils eine Wochenzeitung herausgibt.
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1983
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Umstellung vom Blei- auf den Lichtsatz. Die Produktion liegt zu diesem Zeitpunkt noch, wie all die Jahre vorher, in den Händen der Salzburger Druckerei.
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Ab dem Februar dieses Jahres erscheint der Titel der SN in Blau.
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1985
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Am 6. Juni feiern die SN im Carabinierisaal der Residenz „40 Jahre SN“. Im Rahmen dieser Feier verleiht Herausgeber Max Dasch erstmals den SN-Ehrenring, und zwar an Geschäftsführer Fritz Maier und an Chefredakteur Prof. Dr. Karl Heinz Ritschel.
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1987
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In dieses Jahr fällt die Umstellung auf das hauseigene Satzsystem. Druckvorbereitung bzw. Druck verbleiben noch in den Händen der Salzburger Druckerei. Im gleichen Jahr wird wegen der drückenden Raumnot das Haus Bergstraße 10 angekauft.
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1989
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Ab dem 1. März erscheinen die SN mit einer eigenen Österreich-Ausgabe. Für Salzburg erscheinen die "Salzburger Nachrichten" mit erweiterter umfangreicher Lokalberichterstattung. Ab diesem Zeitpunkt liegt den SN (wie auch der "Kleinen Zeitung", den "Oberösterreichischen Nachrichten", der "Neuen Vorarlberger Tageszeitung", der "Tiroler Tageszeitung", den "Vorarlberger Nachrichten" und der Wochenzeitung "Niederösterreichische Nachrichten") das Fernseh- und Radiomagazin "tele" bei.
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Am 4. August dieses Jahres wird Ramon Torra zum Geschäftsführer ernannt.
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1990
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Geschäftsführer Fritz Maier tritt am 31. Juli in den Ruhestand.
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Im August geben die SN und die Mediaprint bekannt, künftig im Bereich Druck zusammenzuarbeiten. Ein Kooperationsvertrag wird geschlossen. Eine eigene Gesellschaft, zu 100% eine SN-Tochterfirma, errichtet das Salzburger Druckzentrum, das wiederum von einer eigenen Betreibergesellschaft geführt wird, die zu je 50% den Verlagsfirmen der SN und der Mediaprint gehören.
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1991
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Im Oktober wird das Druckzentrum fertiggestellt
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1993
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Prof. Gerhard Neureiter, langjähriger Weggefährte und Stellvertreter von Karl Heinz Ritschel, stirbt am 7. Februar dieses Jahres.
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1994
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Fertigstellung und Umzug in das neue Verlagsgebäude in der Karolingerstraße am 12. August 1994. Die Salzburger Nachrichten haben zu diesem Zeitpunkt 222 Mitarbeiter. Anlässlich der Einweihungsfeier erhält Geschäftsführer Ramon Torra den dritten SN-Ehrenring wegen seiner Verdienste um den Bau des Druck- und Pressezentrums verliehen.
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1995
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Karl-Heinz Ritschel übergibt das Amt des Chefredakteurs nach mehr als 35 Jahren in dieser Position am 1. Februar 1995 an Dr. Engelbert Washietl, der im Jahr 1988 zu den SN stieß und bis zu diesem Zeitpunkt stellvertretender Chefredakteur der "Presse" war.
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Dr. Engelbert Washietl verlässt die Salzburger Nachrichten mit Ende September dieses Jahres. Sein Nachfolger wird der bereits seit 30 Jahren für die SN in der Wiener Redaktion als Wirtschaftsredakteur tätige Ronald Barazon.
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Ab 16. September erscheinen die Salzburger Nachrichten in einer neuen Blattstruktur und in zwei Formaten:
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Die Österreich-Ausgabe (nun wieder mit dem Untertitel „Unabhängige Zeitung für Österreich“) im gewohnten Berliner Format.
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Zusätzlich erscheinen die Salzburger Nachrichten mit einem völlig neu konzipierten Lokalteil für Salzburg im Halbberliner Format. Dieser Lokalteil mit dem Titel SALZBURGER wird der Stammausgabe im Bundesland Salzburg und in den angrenzenden Bezirken in Oberösterreich beigelegt und ist um die Bereiche Kultur, Wirtschaft und Sport aus Stadt und Land erweitert.
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1996
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25. Todestag von René Marcic, der die SN von 1959 bis 1964 als Chefredakteur entscheidend geprägt hat.
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1997
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Die Salzburger Nachrichten gehen ab 5. März in den Live-Betrieb Ihres Angebotes im Internet und bauen dieses unter der Topadresse www.salzburg.com ständig aus.
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Im Dezember wählt die Generalversammlung des VÖZ Dr. Max Dasch einstimmig zum neuen Präsidenten. Max Dasch tritt damit im Verband Österreichischer Zeitungen die Nachfolge von Werner Schrotta an.
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1998
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Gustav A. Canaval, erster Chefredakteur, der die SN ab 1945 zur Stimme Österreichs macht, wäre am 5. August 100 Jahre alt geworden.
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Die Gratiszeitung „Salzburger Fenster“ ist nun eine 100-prozentige Tochter des SN-Konzerns.
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Gründung der „Salzburger Nachrichten Immobilien- und Dienstleistungsgesellschaft m.b.H & Co. KG“. Von dieser Gesellschaft aus werden ab diesem Zeitpunkt die Hauszustellung der Salzburger Nachrichten und die Werbemittelverteilung durchgeführt.
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Ein neues Anzeigenverrechnungssystem erleichtert das Service für den Kunden und stärkt die Position der SN als kompetenter Partner der Wirtschaft.
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1999
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Dr. Max Dasch, SN-Herausgeber und Präsident des VÖZ erhält aus den Händen Bundeskanzler Viktor Klimas das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
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Am 27. März erscheint erstmals „Hallo Nachbar“. Es ist das einzige grenzüberschreitende Ländermagazin für Salzburg und die angrenzenden bayrischen Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein. Es erscheint 7mal jährlich im Halbberliner Format, liegt in der Stadt Salzburg der Wochenendausgabe der Salzburger Nachrichten bei und wird in Bayern an jeden Haushalt verteilt.
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Im 1. Halbjahr 1999 durchbricht die Salzburger Nachrichten erstmals die Schallmauer von 300.000 täglichen Lesern österreichweit.
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Ab dem 3. November präsentieren sich die Salzburger Nachrichten in einem neuen Erscheinungsbild. Neben einer Neustrukturierung der Seitenabfolge mit mehr Raum für die Österreich-Berichterstattung wird sowohl Titel- als auch Grundschrift erneuert. Zusammen mit dem Kubaner Mario Garcia, der bis zu diesem Zeitpunkt bereits 410 Zeitungen in aller Welt beraten hat, wird auch die Optik, Lesbarkeit und Übersichtlichkeit verbessert und modernisiert.
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Mehrheitliche Beteiligung an der „Techconsult Salzburg GmbH“, welche im Bereich IT-Softwarelösung und Dienstleistungen in diesem Bereich einbringt.
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Beteiligung an der im Dezember 1999 gegründeten „Bundesländerverlage BeteiligungsGmbH“. Dahinter steht „Tipp3“, ein Wettangebot für Sportereignisse.
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Ein technischer Meilenstein verändert den gesamten Druckvorgang und ermöglicht den Lesern noch aktuellere Informationen durch späteren Redaktionsschluss: die „Computer to Plate“-Technologie wird eingeführt, die fertigen Zeitungsseiten werden direkt auf die Druckplatte gespielt. Das mühsame Anfertigen und Belichten der Druckplatten fällt als Zwischenschritt weg.
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2000
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Die Salzburger Nachrichten trennen sich vom früheren Verlagsgebäude in der Bergstraße 14. Im gleichen Jahr wird eine Immobilie in der Salzburger Getreidegasse erworben.
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Ab 20. Oktober geben die Salzburger Nachrichten ein neues Magazin heraus, das den SN jeden Freitag im Halbberliner Format beiliegt: Salzburg Life ist ein Freizeit- und Veranstaltungsmagazin für Stadt und Land Salzburg.
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2001
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Im Februar verstirbt der Gatte der Miteigentümerin der Salzburger Nachrichten, Max Kaindl-Hönig, 82-jährig in St. Jakob am Thurn. Er beschäftigte sich Zeit seines Lebens mit dem kulturellen Erbe Salzburgs in allen seinen Facetten.
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In der Media-Analyse 2000 (veröffentlicht im Frühjahr 2001) erreichen die Salzburger Nachrichten erstmals über 60 % Reichweite in der Stadt Salzburg. Fast zwei Drittel aller Stadt-Salzburger (64,1 %) lesen täglich „ihre“ SN.
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Im ersten Halbjahr 2001 erreichen die Salzburger Nachrichten auch das dritte selbstgesteckte Traumziel: erstmals lesen über 200.000 Salzburger täglich SN.
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Ernst Wuger wird ab 1. September Marketingleiter der Salzburger Nachrichten. Er leitete von 1981-1989 die Werbeabteilung und übernahm mit 1. Mai 1989 die Verlagsleitung der „Salzburger Woche“.
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Zugleich übernimmt Erich Scharf – zuletzt bei den Niederösterreichischen Nachrichten für den Anzeigenverkauf und den Aufbau des bundeslandweiten Gratiszeitungsringes – die Funktion des Verlagsleiters der „Salzburger Woche“ mit den Titeln Flachgauer Nachrichten, Tennengauer Nachrichten, Pongauer Nachrichten, Pinzgauer Nachrichten und Lungauer Nachrichten.
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Der langjährige Geschäftsführer der Salzburger Nachrichten, Fritz Maier, begeht am 2. April seinen 75. Geburtstag.
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Die Medienbeteiligungs GmbH der SN erwirbt 50 % Anteile an der Polzer Travel- und Ticketcenter GmbH & Co KG. Das Kartenbüro Polzer ist eines der renommiertesten Salzburger Unternehmen und Anbieter von Festspielkarten, Packages und Veranstaltungen.
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Gründung der Gesellschaft „Holiday.salzburg.com“ (heute: Webtouristik GmbH) und 50 % Beteiligung. Dabei handelt es sich um eine Hotelreservierungsplattform im Internet in Zusammenarbeit mit der SalzburgerLand Tourismus GmbH.
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2002
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Das Online Ticketsystem mit dem Kartenbüro Polzer geht in Betrieb. Es können damit direkt über das Internet-Angebot der Salzburger Nachrichten viele Veranstaltungen aller Art, die Festspiele oder Konzertkarten direkt angefragt und gebucht werden.
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Im Jahr 2001 wird eine Immobilie im 1. Wiener Bezirk angekauft. Dort befindet sich ab 2002 der neue Standort der Wiener SN-Redaktion.
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Am 23. April verstirbt der langjährige Geschäftsführer der Salzburger Nachrichten, Fritz Maier, im 77. Lebensjahr.
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Beteiligung (14 %) an der Anzeigen Internet Services GmbH & Co KG, die später in „dermarkt.at GmbH & Co KG“ umfirmiert wird. Unter dem Internet-Portal „derMarkt.at“ sind in den Bereichen Auto, Immobilien und Stellenmarkt tausende Angebote österreichweit zu finden. DerMarkt.at wird zur größten Internet-Plattform in diesen Bereichen. Daran beteiligt sind neben den SN auch die übrigen Bundesländerzeitungen sowie „Die Presse“.
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2003
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Mit Stand 1. Februar überschreitet die Salzburger Nachrichten erstmals die magische Marke von 100.000 Abonnenten.
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Die Wochenendbeilage der Salzburger Nachrichten erhält ein neues Gesicht und einen neuen Namen. Ab Jänner heißt das „SN-Wochenende“ LebensArt und bietet ein neues Konzept und einen erweiterten Umfang von zumindest 16 Seiten. Wesentliche Themen: Bücher, Reisen, Gesundheit, Fitness und Wellness, Schönheit, Tipps für Haus & Garten, Freizeitanregungen, „Fritz“, die Seite für die Jugend und die Kinderseite „Wundern – Wagen – Wissen“.
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Der Mitgeschäftsführer der Salzburger Nachrichten, Ramon Torra, feiert am 29. März 2003 seinen 60. Geburtstag. Ramon Torra, in Calaf (Barcelona) geboren, ist seit mehr als 25 Jahren bei den SN tätig – ab 1985 als Assistent der Geschäftsleitung und seit 1990 einzelzeichnungsbefugter Geschäftsführer neben SN-Herausgeber Max Dasch.
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Am 9. September erhält SN-Herausgeber Dr. Max Dasch aus den Händen von LH Waltraud Klasnic für sein "kraftvolles Wirken zum Nutzen der Vielfalt, der Freiheit und der Unabhängigkeit journalistischer Arbeit" das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark.
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2004
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Zu Jahresbeginn wird „Salzburg Life“ erweitert. Ab sofort erscheint das Freizeit- magazin jeweils am Donnerstag (Stadt Salzburg: Freitag) in den Regionalausgaben der „Salzburger Woche“ mit Schwerpunkt auf Veranstaltungstipps für das Wochen- ende und am Montag in den „Salzburger Nachrichten“ mit Schwerpunkt auf Berichten über Veranstaltungen und Freizeitereignisse des vergangenen Wochenendes.
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Das Grenzlandmagazin „Hallo Nachbar“ wird auf Salzburger Seite neben der Stadt Salzburg auf den gesamten Flach- und Tennengau ausgeweitet (als Beilage der SN-Wochenendausgabe), die Verteilung in Bayern erfolgt nach wie vor an jeden Haushalt.
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2006
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Zur Jahresmitte folgt der 46-jährige Manfred Perterer, zuletzt Brüssel-Korrespondent und davor Lokalchef der SN, Ronald Barazon als Chefredakteur. Barazon bleibt den SN als Kommentator erhalten. Neben Dr. Viktor Hermann wird Dr. Andreas Koller zweiter stellvertretender Chefredakteur. Als Chefs vom Dienst fungieren Mag. Hermann Fröschl und Dr. Gerhard Schwischei. Der bisherige Chef vom Dienst Norbert Lublasser übernimmt die Wochenendbeilage von Doris Esser, die in Pension geht.
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Version vom 9. Februar 2007, 19:18 Uhr

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Die Salzburger Nachrichten sind eine überregionale Tageszeitung aus dem Bundesland Salzburg, die innerhalb der Landesgrenzen mit einem eigenen Lokalteil für Salzburg verkauft werden. Die Kurzbezeichnung lautet SN. Sie unterscheidet sich insofern von den klassischen Bundesländerzeitungen, das ist journalistischer Anspruch von jeher auch ein nationaler war. Bis heute werden die Salzburger Nachrichten neben Presse und Standard zu den führenden Qualitätszeitungen des Landes gezählt. Die nationale Reichweite liegt im vergangenen Jahrzehnt stetig gestiegen. Die SN werden täglich von knapp 300.000 Leserinnen und Lesern gelesen. Ein Drittel davon wohnt ausserhalb Salzburgs. Insbesondere in Oberösterreich und Wien haben die SN eine große und treue Leserschaft. Am Heimmarkt sind die SN die Nummer eins vor der Kronen Zeitung. Die Reichweite pendelte in den vergangenen Jahren zwischen 43 und 48 Prozent.

Timeline

Die SN erscheinen erstmals am 7. Juni 1945 als eine der ersten Tageszeitungen nach dem 2. Weltkrieg in Österreich. Herausgegeben werden die SN von der Spezialabteilung Information Service Branch (ISB) des 12. Armeekorps General Eisenhowers. Sie trägt zu diesem Zeitpunkt den Untertitel: „Herausgegeben von der 12. Heeresgruppe für die Österreichische Bevölkerung“. Die ersten Ausgaben umfassen wegen der Papierzuteilungen lediglich zwei Seiten. Der Preis betrug damals 20 Pfennig.

Am 20. Oktober erhalten Max Dasch (Jahrgang 1903), zu diesem Zeitpunkt Direktor der Salzburger Druckerei (seit 1937), und Dr. Gustav Canaval, geboren 1898 und gelernter Staatswissenschafter und Nationalökonom, das Permit S1, die Lizenz zur Herausgabe der Zeitung. (Canaval musste sieben Jahre seines Lebens im Konzentrationslager Dachau zubringen. Er war Journalist bei der „Reichspost“, Herausgeber der „Tagespresse“ und von 1936 bis 1938 Chefredakteur des „Wiener Telegraph“. Dasch hatte sich vom Lehrling bis zum Direktor emporgearbeitet, leitete in den Kriegsjahren eine Großdruckerei in Warschau und danach die „Salzburger Druckerei“).

Am Dienstag, dem 23. Oktober 1945, erscheinen die Salzburger Nachrichten als unabhängige österreichische Tageszeitung. Durchschnittlicher Umfang bereits vier Seiten.

(Am 11.6. erschienen die Oberösterreichischen Nachrichten und am 21.6. die Tiroler Tageszeitung erstmals wieder nach dem Krieg. Die anderen Titel, die vor den SN gegründet wurden, waren die "Österreichische Zeitung", "Neues Österreich", "Kärntner Nachrichten" und "Neue Steirische Zeitung". Alle wurden nach relativ kurzer Zeit wieder eingestellt. Weiterführung der Krone übrigens ab dem 11.4.1959 als "Illustrierte Kronen-Zeitung". Später dann Namensänderung auf "Neue Kronen-Zeitung")

1946 Zu Beginn dieses Jahres gibt es bereits wieder 8 Tageszeitungen in Österreich. Die SN erscheinen wochentags und am Samstag mit einer Auflage von 124.503 Exemplaren. Eine Auflage in dieser Höhe wurde jahrzehntelang nicht erreicht, die Zeitung konnte daran erst in den letzten Jahren wieder anschließen. Aufgrund der großzügigen Haltung der amerikanischen Zensurstelle galten gerade die Salzburger Nachrichten als die freie Stimme schlechthin.

Im September dieses Jahres teilen die SN ihren Lesern mit, dass sie freiwillig statt mit sechs nur mit vier Seiten erscheinen würden, um den Vorarlberger Nachrichten ein Erscheinen mit vier Seiten zu sichern. Im November zwang die Papiernot alle österreichischen Tageszeitungen wöchentlich mit 30 Seiten auszukommen.

1949 Der bisherige stellvertretende Chefredakteur, Dr. Viktor Reimann, verlässt die SN.

1950 ab diesem Jahr erscheint in den SN der „Staatsbürger“

1955 In Österreich erscheinen in diesem Jahr noch 33 Tageszeitungen

1958 Am 1. Dezember dieses Jahres beginnt Karl Heinz Ritschel als Wirtschaftsredakteur bei den SN.

1959 Gustav Canaval stirbt am 28. November. Seine Nachfolge tritt der im Jahre 1946 bei den SN eingetretene Dr. René Marcic an.

Die ursprünglich nicht in der Firma tätige Antonie Canaval übernimmt den 50-Prozent-Anteil ihres Gatten und wird Co-Herausgeberin.

1964 René Marcic legt das Amt des Chefredakteurs zurück, bleibt den SN jedoch als Kommentator und freier Mitarbeiter erhalten. Prof. Dr. Karl Heinz Ritschel tritt seine Nachfolge an.

1971 René Marcic und seine Frau Blanca kommen am 2. Oktober auf dem Rückflug von einem Forschungsjahr in Australien bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. 1972 Antonie Canaval und Max Dasch schließen am 9. November einen Gesellschaftsvertrag sowie ein Syndikatsübereinkommen. Darin werden die Modalitäten festgelegt, sollte ein Gesellschafter seinen Anteil veräußern wollen.

1975 Am 24. August erliegt Antonie Canaval einem Krebsleiden. Ihre Anteile gehen an ihre vier Kinder über.

Umzug aus dem Haus Bergstraße 12 in das Verlagshaus Bergstraße 14, welches offiziell am 28. November vom damaligen Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger eröffnet wird. Die Salzburger Nachrichten hatten zu diesem Zeitpunkt 123 Mitarbeiter.

1976 Die Kinder äußern Verkaufsabsichten. Die Familie Dasch tritt gemäß den vorliegenden Verträgen in ihr Aufgriffsrecht ein und erwirbt am 1. März die Canaval-Anteile, und zwar zu 20 % für Kommerzialrat Dasch und zu je 40 % für die beiden Kinder, Dr. Maximilian Dasch und Dkfm. Gertrude Kaindl-Hönig.

1977 Max Dasch senior erliegt am 22. September einem Krebsleiden. Die Kommanditisten sind nun Dr. Maximilian Dasch gemeinsam mit Dkfm. Gertrude Kaindl-Hönig.

1979 Das traditionsreiche „Salzburger Volksblatt“ stellt aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten am 14. April 1979 sein Erscheinen ein. Es gelingt den SN, den überwiegenden Teil der Abonnenten des „Volksblattes“, rund 6.000, in den eigenen Bezieherkreis einzugliedern.

Dr. Max Dasch übernimmt die "Pongauer Nachrichten" und gründet die Verlagshaus GesmbH & Co KG, die ab diesem Zeitpunkt auch für die restlichen Gaue jeweils eine Wochenzeitung herausgibt.

1983 Umstellung vom Blei- auf den Lichtsatz. Die Produktion liegt zu diesem Zeitpunkt noch, wie all die Jahre vorher, in den Händen der Salzburger Druckerei. Ab dem Februar dieses Jahres erscheint der Titel der SN in Blau.

1985 Am 6. Juni feiern die SN im Carabinierisaal der Residenz „40 Jahre SN“. Im Rahmen dieser Feier verleiht Herausgeber Max Dasch erstmals den SN-Ehrenring, und zwar an Geschäftsführer Fritz Maier und an Chefredakteur Prof. Dr. Karl Heinz Ritschel.

1987 In dieses Jahr fällt die Umstellung auf das hauseigene Satzsystem. Druckvorbereitung bzw. Druck verbleiben noch in den Händen der Salzburger Druckerei. Im gleichen Jahr wird wegen der drückenden Raumnot das Haus Bergstraße 10 angekauft.

1989 Ab dem 1. März erscheinen die SN mit einer eigenen Österreich-Ausgabe. Für Salzburg erscheinen die "Salzburger Nachrichten" mit erweiterter umfangreicher Lokalberichterstattung. Ab diesem Zeitpunkt liegt den SN (wie auch der "Kleinen Zeitung", den "Oberösterreichischen Nachrichten", der "Neuen Vorarlberger Tageszeitung", der "Tiroler Tageszeitung", den "Vorarlberger Nachrichten" und der Wochenzeitung "Niederösterreichische Nachrichten") das Fernseh- und Radiomagazin "tele" bei.

Am 4. August dieses Jahres wird Ramon Torra zum Geschäftsführer ernannt.

1990 Geschäftsführer Fritz Maier tritt am 31. Juli in den Ruhestand. Im August geben die SN und die Mediaprint bekannt, künftig im Bereich Druck zusammenzuarbeiten. Ein Kooperationsvertrag wird geschlossen. Eine eigene Gesellschaft, zu 100% eine SN-Tochterfirma, errichtet das Salzburger Druckzentrum, das wiederum von einer eigenen Betreibergesellschaft geführt wird, die zu je 50% den Verlagsfirmen der SN und der Mediaprint gehören.

1991 Im Oktober wird das Druckzentrum fertiggestellt

1993 Prof. Gerhard Neureiter, langjähriger Weggefährte und Stellvertreter von Karl Heinz Ritschel, stirbt am 7. Februar dieses Jahres.

1994 Fertigstellung und Umzug in das neue Verlagsgebäude in der Karolingerstraße am 12. August 1994. Die Salzburger Nachrichten haben zu diesem Zeitpunkt 222 Mitarbeiter. Anlässlich der Einweihungsfeier erhält Geschäftsführer Ramon Torra den dritten SN-Ehrenring wegen seiner Verdienste um den Bau des Druck- und Pressezentrums verliehen.

1995 Karl-Heinz Ritschel übergibt das Amt des Chefredakteurs nach mehr als 35 Jahren in dieser Position am 1. Februar 1995 an Dr. Engelbert Washietl, der im Jahr 1988 zu den SN stieß und bis zu diesem Zeitpunkt stellvertretender Chefredakteur der "Presse" war.

Dr. Engelbert Washietl verlässt die Salzburger Nachrichten mit Ende September dieses Jahres. Sein Nachfolger wird der bereits seit 30 Jahren für die SN in der Wiener Redaktion als Wirtschaftsredakteur tätige Ronald Barazon.

Ab 16. September erscheinen die Salzburger Nachrichten in einer neuen Blattstruktur und in zwei Formaten: Die Österreich-Ausgabe (nun wieder mit dem Untertitel „Unabhängige Zeitung für Österreich“) im gewohnten Berliner Format. Zusätzlich erscheinen die Salzburger Nachrichten mit einem völlig neu konzipierten Lokalteil für Salzburg im Halbberliner Format. Dieser Lokalteil mit dem Titel SALZBURGER wird der Stammausgabe im Bundesland Salzburg und in den angrenzenden Bezirken in Oberösterreich beigelegt und ist um die Bereiche Kultur, Wirtschaft und Sport aus Stadt und Land erweitert.

1996 25. Todestag von René Marcic, der die SN von 1959 bis 1964 als Chefredakteur entscheidend geprägt hat.

1997 Die Salzburger Nachrichten gehen ab 5. März in den Live-Betrieb Ihres Angebotes im Internet und bauen dieses unter der Topadresse www.salzburg.com ständig aus.

Im Dezember wählt die Generalversammlung des VÖZ Dr. Max Dasch einstimmig zum neuen Präsidenten. Max Dasch tritt damit im Verband Österreichischer Zeitungen die Nachfolge von Werner Schrotta an.

1998 Gustav A. Canaval, erster Chefredakteur, der die SN ab 1945 zur Stimme Österreichs macht, wäre am 5. August 100 Jahre alt geworden.

Die Gratiszeitung „Salzburger Fenster“ ist nun eine 100-prozentige Tochter des SN-Konzerns.

Gründung der „Salzburger Nachrichten Immobilien- und Dienstleistungsgesellschaft m.b.H & Co. KG“. Von dieser Gesellschaft aus werden ab diesem Zeitpunkt die Hauszustellung der Salzburger Nachrichten und die Werbemittelverteilung durchgeführt.

Ein neues Anzeigenverrechnungssystem erleichtert das Service für den Kunden und stärkt die Position der SN als kompetenter Partner der Wirtschaft.

1999 Dr. Max Dasch, SN-Herausgeber und Präsident des VÖZ erhält aus den Händen Bundeskanzler Viktor Klimas das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Am 27. März erscheint erstmals „Hallo Nachbar“. Es ist das einzige grenzüberschreitende Ländermagazin für Salzburg und die angrenzenden bayrischen Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein. Es erscheint 7mal jährlich im Halbberliner Format, liegt in der Stadt Salzburg der Wochenendausgabe der Salzburger Nachrichten bei und wird in Bayern an jeden Haushalt verteilt.

Im 1. Halbjahr 1999 durchbricht die Salzburger Nachrichten erstmals die Schallmauer von 300.000 täglichen Lesern österreichweit.

Ab dem 3. November präsentieren sich die Salzburger Nachrichten in einem neuen Erscheinungsbild. Neben einer Neustrukturierung der Seitenabfolge mit mehr Raum für die Österreich-Berichterstattung wird sowohl Titel- als auch Grundschrift erneuert. Zusammen mit dem Kubaner Mario Garcia, der bis zu diesem Zeitpunkt bereits 410 Zeitungen in aller Welt beraten hat, wird auch die Optik, Lesbarkeit und Übersichtlichkeit verbessert und modernisiert.

Mehrheitliche Beteiligung an der „Techconsult Salzburg GmbH“, welche im Bereich IT-Softwarelösung und Dienstleistungen in diesem Bereich einbringt.

Beteiligung an der im Dezember 1999 gegründeten „Bundesländerverlage BeteiligungsGmbH“. Dahinter steht „Tipp3“, ein Wettangebot für Sportereignisse.

Ein technischer Meilenstein verändert den gesamten Druckvorgang und ermöglicht den Lesern noch aktuellere Informationen durch späteren Redaktionsschluss: die „Computer to Plate“-Technologie wird eingeführt, die fertigen Zeitungsseiten werden direkt auf die Druckplatte gespielt. Das mühsame Anfertigen und Belichten der Druckplatten fällt als Zwischenschritt weg.

2000 Die Salzburger Nachrichten trennen sich vom früheren Verlagsgebäude in der Bergstraße 14. Im gleichen Jahr wird eine Immobilie in der Salzburger Getreidegasse erworben. Ab 20. Oktober geben die Salzburger Nachrichten ein neues Magazin heraus, das den SN jeden Freitag im Halbberliner Format beiliegt: Salzburg Life ist ein Freizeit- und Veranstaltungsmagazin für Stadt und Land Salzburg.

2001 Im Februar verstirbt der Gatte der Miteigentümerin der Salzburger Nachrichten, Max Kaindl-Hönig, 82-jährig in St. Jakob am Thurn. Er beschäftigte sich Zeit seines Lebens mit dem kulturellen Erbe Salzburgs in allen seinen Facetten.

In der Media-Analyse 2000 (veröffentlicht im Frühjahr 2001) erreichen die Salzburger Nachrichten erstmals über 60 % Reichweite in der Stadt Salzburg. Fast zwei Drittel aller Stadt-Salzburger (64,1 %) lesen täglich „ihre“ SN.

Im ersten Halbjahr 2001 erreichen die Salzburger Nachrichten auch das dritte selbstgesteckte Traumziel: erstmals lesen über 200.000 Salzburger täglich SN.

Ernst Wuger wird ab 1. September Marketingleiter der Salzburger Nachrichten. Er leitete von 1981-1989 die Werbeabteilung und übernahm mit 1. Mai 1989 die Verlagsleitung der „Salzburger Woche“.

Zugleich übernimmt Erich Scharf – zuletzt bei den Niederösterreichischen Nachrichten für den Anzeigenverkauf und den Aufbau des bundeslandweiten Gratiszeitungsringes – die Funktion des Verlagsleiters der „Salzburger Woche“ mit den Titeln Flachgauer Nachrichten, Tennengauer Nachrichten, Pongauer Nachrichten, Pinzgauer Nachrichten und Lungauer Nachrichten.

Der langjährige Geschäftsführer der Salzburger Nachrichten, Fritz Maier, begeht am 2. April seinen 75. Geburtstag.

Die Medienbeteiligungs GmbH der SN erwirbt 50 % Anteile an der Polzer Travel- und Ticketcenter GmbH & Co KG. Das Kartenbüro Polzer ist eines der renommiertesten Salzburger Unternehmen und Anbieter von Festspielkarten, Packages und Veranstaltungen.

Gründung der Gesellschaft „Holiday.salzburg.com“ (heute: Webtouristik GmbH) und 50 % Beteiligung. Dabei handelt es sich um eine Hotelreservierungsplattform im Internet in Zusammenarbeit mit der SalzburgerLand Tourismus GmbH.

2002 Das Online Ticketsystem mit dem Kartenbüro Polzer geht in Betrieb. Es können damit direkt über das Internet-Angebot der Salzburger Nachrichten viele Veranstaltungen aller Art, die Festspiele oder Konzertkarten direkt angefragt und gebucht werden.

Im Jahr 2001 wird eine Immobilie im 1. Wiener Bezirk angekauft. Dort befindet sich ab 2002 der neue Standort der Wiener SN-Redaktion.

Am 23. April verstirbt der langjährige Geschäftsführer der Salzburger Nachrichten, Fritz Maier, im 77. Lebensjahr.

Beteiligung (14 %) an der Anzeigen Internet Services GmbH & Co KG, die später in „dermarkt.at GmbH & Co KG“ umfirmiert wird. Unter dem Internet-Portal „derMarkt.at“ sind in den Bereichen Auto, Immobilien und Stellenmarkt tausende Angebote österreichweit zu finden. DerMarkt.at wird zur größten Internet-Plattform in diesen Bereichen. Daran beteiligt sind neben den SN auch die übrigen Bundesländerzeitungen sowie „Die Presse“.

2003 Mit Stand 1. Februar überschreitet die Salzburger Nachrichten erstmals die magische Marke von 100.000 Abonnenten.

Die Wochenendbeilage der Salzburger Nachrichten erhält ein neues Gesicht und einen neuen Namen. Ab Jänner heißt das „SN-Wochenende“ LebensArt und bietet ein neues Konzept und einen erweiterten Umfang von zumindest 16 Seiten. Wesentliche Themen: Bücher, Reisen, Gesundheit, Fitness und Wellness, Schönheit, Tipps für Haus & Garten, Freizeitanregungen, „Fritz“, die Seite für die Jugend und die Kinderseite „Wundern – Wagen – Wissen“.

Der Mitgeschäftsführer der Salzburger Nachrichten, Ramon Torra, feiert am 29. März 2003 seinen 60. Geburtstag. Ramon Torra, in Calaf (Barcelona) geboren, ist seit mehr als 25 Jahren bei den SN tätig – ab 1985 als Assistent der Geschäftsleitung und seit 1990 einzelzeichnungsbefugter Geschäftsführer neben SN-Herausgeber Max Dasch.

Am 9. September erhält SN-Herausgeber Dr. Max Dasch aus den Händen von LH Waltraud Klasnic für sein "kraftvolles Wirken zum Nutzen der Vielfalt, der Freiheit und der Unabhängigkeit journalistischer Arbeit" das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark.

2004 Zu Jahresbeginn wird „Salzburg Life“ erweitert. Ab sofort erscheint das Freizeit- magazin jeweils am Donnerstag (Stadt Salzburg: Freitag) in den Regionalausgaben der „Salzburger Woche“ mit Schwerpunkt auf Veranstaltungstipps für das Wochen- ende und am Montag in den „Salzburger Nachrichten“ mit Schwerpunkt auf Berichten über Veranstaltungen und Freizeitereignisse des vergangenen Wochenendes.

Das Grenzlandmagazin „Hallo Nachbar“ wird auf Salzburger Seite neben der Stadt Salzburg auf den gesamten Flach- und Tennengau ausgeweitet (als Beilage der SN-Wochenendausgabe), die Verteilung in Bayern erfolgt nach wie vor an jeden Haushalt.

2006 Zur Jahresmitte folgt der 46-jährige Manfred Perterer, zuletzt Brüssel-Korrespondent und davor Lokalchef der SN, Ronald Barazon als Chefredakteur. Barazon bleibt den SN als Kommentator erhalten. Neben Dr. Viktor Hermann wird Dr. Andreas Koller zweiter stellvertretender Chefredakteur. Als Chefs vom Dienst fungieren Mag. Hermann Fröschl und Dr. Gerhard Schwischei. Der bisherige Chef vom Dienst Norbert Lublasser übernimmt die Wochenendbeilage von Doris Esser, die in Pension geht.