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| | + | [[Datei:Grossglockner_Hochalpenstrasse_Edelweissstrasse_01.jpg|thumb|Blick auf die Kurven der Edelweißstraße, die zur [[Edelweißspitze]] führt; unten im Hintergrund die [[Fuscher Lacke]], der Blick geht über den [[Mittertörltunnel]] zum [[Hochtor]]tunnel]] |
| | [[Datei:Edelweissstrasse.jpg|thumb|vom Sattel am rechten Bildrand führt die Straße zur Edelweißspitze (links) hinauf]] | | [[Datei:Edelweissstrasse.jpg|thumb|vom Sattel am rechten Bildrand führt die Straße zur Edelweißspitze (links) hinauf]] |
| | + | [[Datei:Grossglockner_Hochalpenstrasse_Edelweissstrasse_02.jpg|thumb|das Bild zeigt recht anschaulich die noch immer originale (!) Stöckelsteinpflasterung - früher waren alle Kehren der Großglockner Hochalpenstraße so gepflastert ]] |
| | Die '''Edelweißstraße''' ist eine 1,6 km lange "Sackstraße" an der [[Großglockner Hochalpenstraße]]. | | Die '''Edelweißstraße''' ist eine 1,6 km lange "Sackstraße" an der [[Großglockner Hochalpenstraße]]. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | [[Datei:Grossglockner_Hochalpenstrasse_Baugeschichte_06.jpg|thumb|[[Landeshauptmann]] [[Franz Rehrl|Dr. Franz Rehrl]], vermutlich bei der Eröffnung des ersten Stücks bis zum [[Fuscher Törl]], hier dürfte er auf der [[Edelweißspitze]] stehen (links im Hintergrund die Auffahrt zum Fuscher Törl?)]]
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| | Der Bau dieser Nebenausflugsstraße geht auf eine Zufall zurück. [[Franz Friedrich Wallack]], dem Erbauer der Großglockner Hochalpenstraße, blieben im Sommer 1934, kurz vor der Vollendung der Großglockner Hochalpenstraße, ein Betrag von öS 53.000.-- über. Diesen Betrag hatte er beim Bau um den Törlkopf beim Fuscher Törl einsparen können. | | Der Bau dieser Nebenausflugsstraße geht auf eine Zufall zurück. [[Franz Friedrich Wallack]], dem Erbauer der Großglockner Hochalpenstraße, blieben im Sommer 1934, kurz vor der Vollendung der Großglockner Hochalpenstraße, ein Betrag von öS 53.000.-- über. Diesen Betrag hatte er beim Bau um den Törlkopf beim Fuscher Törl einsparen können. |
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| | Da ja eine der Grundaufgaben der Straße in der touristischen Erschließung der hochalpinen Region um den [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] lag, dachte Wallack, diesen Aussichtspunkt zu erschließen. So wurde die Straße zur Edelweißspitze in nur 47 Tagen errichtet: in sechs Kehren und über 177 Höhenmetern führt sie zu einem Punkt, von dem aus man einen Rundblick auf 37 Dreitausender und - damals noch - 19 [[Gletscher]] hatte. Wallack gab ihm den Namen ''Edelweißspitze''. | | Da ja eine der Grundaufgaben der Straße in der touristischen Erschließung der hochalpinen Region um den [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] lag, dachte Wallack, diesen Aussichtspunkt zu erschließen. So wurde die Straße zur Edelweißspitze in nur 47 Tagen errichtet: in sechs Kehren und über 177 Höhenmetern führt sie zu einem Punkt, von dem aus man einen Rundblick auf 37 Dreitausender und - damals noch - 19 [[Gletscher]] hatte. Wallack gab ihm den Namen ''Edelweißspitze''. |
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| − | Am [[23. September]] [[1934]] um 10 Uhr begann die Autokolonne die Auffahrt von der Mautstelle [[Ferleiten]] zur Einweihung dieser Straße auf die Edelweißspitze. Im ersten Fahrzeug [[Landeshauptmann]] [[Franz Rehrl|Dr. Franz Rehrl]]. Dahinter die Wagen mit dem Bundespräsidenten Miklas, dem Bundeskanzler Schuschnigg, den Ministern, Diplomaten und sonstigen Würdenträgern: 343 Personenkrafwagen, 32 Autobusse und 318 Motorräder.
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| − | Eine feierliche Feldmesse fand knapp unterhalb der Edelweißspitze beim Fuscher Törl statt. Nach der Messe sang Kammersänger [[Richard Mayr]] ohne jede Begleitung die beiden ersten Strophen Goethes "Talismane" nach der Vertonung von [[Franz Schubert]]. Dann folgten Ansprachen, denen rund 8.000 Menschen in 2 571 m ü. A. lauschten und über ihren Köpfen kreiste Fürst Kinsky in seinem Sportflugzeug.
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| | ==Straßendaten== | | ==Straßendaten== |