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| − | Das '''Salzburg Museum''' wurde [[1834]] vom städtischen Leihausverwalter [[Vinzenz Maria Süß]] gegründet. Er wolle damit verhindern, dass Salzburger Kulturgut an die damalige Hauptstadt Linz abgetreten werden müsse, wo 1933 ein Museum gegründet worden war. 1850 übernahm die in Salzburg lebende Witwe nach Kaiser Franz I., [[Karoline Auguste von Bayern|Caroline Auguste]] die Patronanz über das Museum, das fortan '''Salzburger Museum Carolino Augusteum''' (''SMCA'') genannt wurde. [[1852]] übernahm die [[Stadt Salzburg]] das Museum in ihr Eigentum. | + | Das '''Salzburg Museum''' ist ein Museum in der [[Salzburg|Stadt Salzburg]] am [[Mozartplatz]], das über die Geschichte von Stadt und [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] informiert. |
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| | + | ==Geschichte== |
| | + | ==Im 19. Jahrhundert== |
| | + | Es wurde [[1834]] vom städtischen Leihausverwalter [[Vinzenz Maria Süß]] gegründet. Er wolle damit verhindern, dass Salzburger Kulturgut an die damalige Hauptstadt Linz abgetreten werden müsse, wo 1933 ein Museum gegründet worden war. 1850 übernahm die in Salzburg lebende Witwe nach Kaiser Franz I., [[Karoline Auguste von Bayern|Caroline Auguste]] die Patronanz über das Museum, das fortan '''Salzburger Museum Carolino Augusteum''' (''SMCA'') genannt wurde. [[1852]] übernahm die [[Stadt Salzburg]] das Museum in ihr Eigentum. |
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| | Die Stadt stellte dem Museum im ehemaligen Magazingebäude am Gries (zwischen [[Griesgasse]] und [[Franz-Josef-Kai]]) immer mehr Raum zur Verfügung, weil die Sammlungen an Waffen, Kunstobjekten, Tierpräparaten, Münzen, Literatur usw. durch Ankäufe und Geschenke der Bürgerschaft ständig wuchsen. Auch die Funde der archäologischen Grabungen im gesamten Land Salzburg kamen ins städtische Museum. | | Die Stadt stellte dem Museum im ehemaligen Magazingebäude am Gries (zwischen [[Griesgasse]] und [[Franz-Josef-Kai]]) immer mehr Raum zur Verfügung, weil die Sammlungen an Waffen, Kunstobjekten, Tierpräparaten, Münzen, Literatur usw. durch Ankäufe und Geschenke der Bürgerschaft ständig wuchsen. Auch die Funde der archäologischen Grabungen im gesamten Land Salzburg kamen ins städtische Museum. |
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| | Ab [[1870]] gestaltete der damalige Museumsdirektor [[Jost Schiffmann]] die Ausstellungsräume zu historischen Ensembles (Kapelle, Halle, Gelehrtenstube, Jagdzimmer, Schlafzimmer). Diese Stimmungsräume waren derart populär, dass sie noch bis in die 1920er Jahre im wesentlichen erhalten blieben. Erst Museumsdirektor [[Julius Leisching]] sorgte dann für eine wissenschaftliche Neuausrichtung und Trennung in Schausammlung und Studiensammlung in Depots. | | Ab [[1870]] gestaltete der damalige Museumsdirektor [[Jost Schiffmann]] die Ausstellungsräume zu historischen Ensembles (Kapelle, Halle, Gelehrtenstube, Jagdzimmer, Schlafzimmer). Diese Stimmungsräume waren derart populär, dass sie noch bis in die 1920er Jahre im wesentlichen erhalten blieben. Erst Museumsdirektor [[Julius Leisching]] sorgte dann für eine wissenschaftliche Neuausrichtung und Trennung in Schausammlung und Studiensammlung in Depots. |
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| | + | ==Im 20. Jahrhundert== |
| | [[1923]] wurden die naturkundlichen Sammlungen abgetrennt und daraus das [[Haus der Natur]] neu aufgebaut. | | [[1923]] wurden die naturkundlichen Sammlungen abgetrennt und daraus das [[Haus der Natur]] neu aufgebaut. |
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| | In den 1960er Jahren einigten sich Stadt und Land auf eine gemeinsame Finanzierung des Museums je zur Hälfte und zur Errichtung eines Neubaus auf einem Teil des alten Museumsareals an der [[Griesgasse]], der [[1967]] eröffnet wurde. Schon bald danach begannen die Diskussionen um eine Erweiterung bzw. einen Neubau für das aus allen Nähten platzende Museum. Trotz mehrerer konkreter Planungen und Architektenwettbewerbe kam es lange zu keiner Entscheidung. Erst 1997 einigten sich Stadt und Land auf den neuen Standort in der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]]. Im Herbst [[2005]] schloss das "Haupthaus" am Museumsplatz seine Pforten für immer. | | In den 1960er Jahren einigten sich Stadt und Land auf eine gemeinsame Finanzierung des Museums je zur Hälfte und zur Errichtung eines Neubaus auf einem Teil des alten Museumsareals an der [[Griesgasse]], der [[1967]] eröffnet wurde. Schon bald danach begannen die Diskussionen um eine Erweiterung bzw. einen Neubau für das aus allen Nähten platzende Museum. Trotz mehrerer konkreter Planungen und Architektenwettbewerbe kam es lange zu keiner Entscheidung. Erst 1997 einigten sich Stadt und Land auf den neuen Standort in der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]]. Im Herbst [[2005]] schloss das "Haupthaus" am Museumsplatz seine Pforten für immer. |
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| | + | ==Im 21. Jahrhundert== |
| | Das ''SMCA'' besitzt eine umfangreiche Sammlung zur Geschichte und Kunst von [[Salzburg|Stadt]] und [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]]. Mit [[1. Mai]] [[2007]] wurde es in [[Salzburg Museum]] umbenannt. | | Das ''SMCA'' besitzt eine umfangreiche Sammlung zur Geschichte und Kunst von [[Salzburg|Stadt]] und [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]]. Mit [[1. Mai]] [[2007]] wurde es in [[Salzburg Museum]] umbenannt. |
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| | ==Standorte== | | ==Standorte== |
| − | Am [[1. Juni]] [[2007]] eröffnete das Salzburg Museum am neuen Standplatz in der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]] am Mozartplatz 1 seine Pforten. Zu sehen sind vor allem Objekte der Salzburger Kulturgeschichte seit Beginn der Neuzeit. Das 2. Stockwerk ist dem Thema "Mythos Salzburg" gewidmet, der mit den Darstellungen der Maler der Romantik seinen Ausgang gefunden hatte. Im 1. Obergeschoß sind unter dem Titel "Salzburg persönlich" interessante Personen ausgestellt, die alle mit Salzburg eng verbunden sind. Diese Ausstellungen werden ein bis zwei Mal im Jahr gewechselt. Die 500 m² große Kunsthalle im Untergeschoß ist großen Sonderausstellungen vorbehalten. Verbunden ist das neue Museum auch mit dem seit [[26. Oktober]] [[2005]] bestehenden [[Panorama Museum]], in dem das große [[Salzburg Panorama]] von [[Johann Michael Sattler]] ausgestellt ist. | + | Am [[1. Juni]] [[2007]] eröffnete das Salzburg Museum am neuen Standplatz in der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]] am Mozartplatz 1 seine Pforten. Zu sehen sind vor allem Objekte der Salzburger Kulturgeschichte seit Beginn der Neuzeit. Das 2. Stockwerk ist dem Thema "Mythos Salzburg" gewidmet, der mit den Darstellungen der Maler der Romantik seinen Ausgang gefunden hatte. Im ersten Obergeschoß sind unter dem Titel "Salzburg persönlich" interessante Personen ausgestellt, die alle mit Salzburg eng verbunden sind. Diese Ausstellungen werden ein bis zwei Mal im Jahr gewechselt. Die 500 m² große Kunsthalle im Untergeschoß ist großen Sonderausstellungen vorbehalten. |
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| | + | Verbunden ist das neue Museum auch mit dem seit [[26. Oktober]] [[2005]] bestehenden [[Panorama Museum]], in dem das große [[Salzburg Panorama]] von [[Johann Michael Sattler]] ausgestellt ist. |
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| − | '''Weitere Standorte des Salzburg Museums sind:'''
| + | ====Weitere Standorte des Salzburg Museums==== |
| | :[[Volkskunde Museum]] seit [[1924]] im [[Monatsschlössl]] [[Schloss Hellbrunn|Hellbrunn]]: Volkskultur, Brauchtum und Sonderausstellungen | | :[[Volkskunde Museum]] seit [[1924]] im [[Monatsschlössl]] [[Schloss Hellbrunn|Hellbrunn]]: Volkskultur, Brauchtum und Sonderausstellungen |
| | :[[Festungsmuseum]] seit [[1952]], im Jahr [[2000]] grundlegend neugestaltet und mit dem Österreichischen Museumspreis ausgezeichnet: zeigt Geschichte, Wohnkultur, Waffen, Militärmusik und Gerichtsbarkeit | | :[[Festungsmuseum]] seit [[1952]], im Jahr [[2000]] grundlegend neugestaltet und mit dem Österreichischen Museumspreis ausgezeichnet: zeigt Geschichte, Wohnkultur, Waffen, Militärmusik und Gerichtsbarkeit |