Bergbau- und Gotikmuseum Leogang: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Museum ist in einem aus dem Jahr [[1593]] stammenden [[Gewerke]]<nowiki>nhaus</nowiki> im Ortsteil [[Hütten]] untergebracht. Neben mehr als 70 verschiedenen [[Mineralien]] sind auch Exponate aus der Bergbaugeschichte des Ortes zu sehen. | Das Museum ist in einem aus dem Jahr [[1593]] stammenden [[Gewerke]]<nowiki>nhaus</nowiki> im Ortsteil [[Hütten]] untergebracht. Neben mehr als 70 verschiedenen [[Mineralien]] sind auch Exponate aus der Bergbaugeschichte des Ortes zu sehen. | ||
3 000 Jahre [[Bergbau|Bergbaugeschichte]]: [[Kupfererzbergbau|Kupfer]], [[Bleierzbergbau|Blei]], Kobalt, [[Quecksilberbergbau|Quecksilber]], [[Nickelerzbergbau|Nickel]] und [[Rohmagnesitbergbau|Magnesit]] wurden hier aus dem Berg geholt. Begehrt war vor allem [[Silbererzbergbau|Silber]], das die Knappen für die [[Salzburger Erzbischöfe]] schürften (die [[Salzburger Silbermünzen]]). | 3 000 Jahre [[Bergbau|Bergbaugeschichte]]: [[Kupfererzbergbau|Kupfer]], [[Bleierzbergbau|Blei]], Kobalt, [[Quecksilberbergbau|Quecksilber]], [[Nickelerzbergbau|Nickel]] und [[Rohmagnesitbergbau|Magnesit]] wurden hier aus dem Berg geholt. Begehrt war vor allem [[Silbererzbergbau|Silber]], das die Knappen für die [[Salzburger Erzbischöfe]] schürften (die [[Salzburger Silbermünzen]]). Die Hoyerstube thematisiert die Vertreibung von insgesamt 20 000 Lutheranern ([[Salzburger Exilanten]]), unter ihnen viele Knappen, aus dem [[Erzbistum Salzburg]] im Jahr 1731. Die Gebrüder Hoyer, welche die Lutheraner anführten, brachten Leogang den Ruf ein, der „ärgste Ketzerherd“ zu sein. | ||
Daneben verfügt das Museum über eine Sammlung erlesener Exponate aus der [[Gotik]], die unter dem Titel ''Wegweiser aus der Finsternis - Bergbauheilige im Mittelalter'' zu sehen ist. Sie umfasst Skulpturen der Heiligen des Bergbaus aus dem [[14. Jahrhundert|14.]] und [[15. Jahrhundert]]. Das Herzstück der Sammlung ist die ''Schöne Madonna''. Eine im Jahre 1410 entweder in Salzburg oder in Prag gefertigte Skulptur. <ref>Bergbaumuseum Leogang (Hrsg.), Bergbau Heilige – Gotische Skulpturen aud dem Alpenraum, Leogang, 2000, S. 94 f. </ref> Sie zeigt einen ausgeprägten S-Schwung in der Körperhaltung, die von einer Schüsselfalte im Mantel umspielt wird. Sowohl Maria als auch das Kind zeigen ein für diesen Stil typisches sanftes Lächeln und mandelförmige Augen. | Daneben verfügt das Museum über eine Sammlung erlesener Exponate aus der [[Gotik]], die unter dem Titel ''Wegweiser aus der Finsternis - Bergbauheilige im Mittelalter'' zu sehen ist. Sie umfasst Skulpturen der Heiligen des Bergbaus aus dem [[14. Jahrhundert|14.]] und [[15. Jahrhundert]]. Das Herzstück der Sammlung ist die ''Schöne Madonna''. Eine im Jahre 1410 entweder in Salzburg oder in Prag gefertigte Skulptur. <ref>Bergbaumuseum Leogang (Hrsg.), Bergbau Heilige – Gotische Skulpturen aud dem Alpenraum, Leogang, 2000, S. 94 f. </ref> Sie zeigt einen ausgeprägten S-Schwung in der Körperhaltung, die von einer Schüsselfalte im Mantel umspielt wird. Sowohl Maria als auch das Kind zeigen ein für diesen Stil typisches sanftes Lächeln und mandelförmige Augen. | ||