Glyphipterigidae: Unterschied zwischen den Versionen

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[[File:E-MK-7-386a.jpg|thumb|Falter von ''[[Glyphipterix bergstraesserella]]'': Salzburg, [[Hohe Tauern]], Glocknergebiet, Hochmais, 1950 m, 1994.07.16]]
[[File:E-MK-7-386a.jpg|thumb|Falter von ''[[Glyphipterix bergstraesserella]]'': Salzburg, [[Hohe Tauern]], Glocknergebiet, Hochmais, 1950 m, 1994.07.16]]
[[File:bGlyphipterixthrasonella.jpg|thumb|Falter von ''[[Glyphipterix thrasonella]]'':  Salzburg, [[Wals]], Mooswiesen, 2001.05.17]]
[[File:bGlyphipterixthrasonella.jpg|thumb|Falter von ''[[Glyphipterix thrasonella]]'':  Salzburg, [[Wals]], Mooswiesen, 2001.05.17]]
'''Glyphipterigidae''' sind eine artenarme Familie der Schmetterlinge ([[Lepidoptera]]) mit etwa 400 weltweit vorkommenden Arten, von denen der Großteil in den Tropen lebt.


Volkstümlicher Name: Wippmotten
== Volkstümlicher Name ==
Wippmotten


==Allgemeines==
==Allgemeines==
 
Neben den Orthoteliinae und den eigentlichen Glyphipteriginae werden heute oft auch die [[Acrolepiidae]] als Unterfamile der Glyphipterigidae geführt  (Karsholt & Nieukerken 2011). Die Größe der heimischen Glyphipteriginae schwankt von rund 6-16 mm. Die verschiedenen Arten haben ein recht einheitliches Aussehen, mit olive- bis braungoldenen Vorderflügeln und weißen Häkchen am vorderen Flügelrand. Die Tiere sind tagaktiv und wippen beim Sitzen recht auffällig mit den Flügeln, weshalb sie im Deutschen auch als Wippmotten bezeichnet werden. Die Raupen fressen an Samen von Süß- (Poaceae) und Sauergräsern (Cyperaceae), sowie Binsen (Juncaceae), bei ''[[Glyphipterix equitella]]'' minieren sie in den Stengeln und Blättern von ''Sedum''-Arten (Pelham-Clinton 1985).
'''Glyphipterigidae''' sind eine artenarme Familie der Schmetterlinge ([[Lepidoptera]]) mit etwa 400 weltweit vorkommenden Arten, von denen der Großteil in den Tropen lebt. Neben den Orthoteliinae und den eigentlichen Glyphipteriginae werden heute oft auch die [[Acrolepiidae]] als Unterfamile der Glyphipterigidae geführt  (Karsholt & Nieukerken 2011). Die Größe der heimischen Glyphipteriginae schwankt von rund 6-16 mm. Die verschiedenen Arten haben ein recht einheitliches Aussehen, mit olive- bis braungoldenen Vorderflügeln und weißen Häkchen am vorderen Flügelrand. Die Tiere sind tagaktiv und wippen beim Sitzen recht auffällig mit den Flügeln, weshalb sie im Deutschen auch als Wippmotten bezeichnet werden. Die Raupen fressen an Samen von Süß- (Poaceae) und Sauergräsern (Cyperaceae), sowie Binsen (Juncaceae), bei ''[[Glyphipterix equitella]]'' minieren sie in den Stengeln und Blättern von ''Sedum''-Arten (Pelham-Clinton 1985).


==Kenntnisstand der Gruppe in Salzburg==
==Kenntnisstand der Gruppe in Salzburg==


In Europa sind bisher 20 Arten bekannt, 19 davon gehören zu den Glyphipteriginae (Karsholt & Nieukerken 2011). Mit 6 Arten kommt fast ein Drittel davon auch in Salzburg vor (Embacher et al. 2011, Kurz & Kurz 2013). Das Arteninventar dürfte damit vollständig sein, weitere Arten sind kaum noch zu erwarten. Intensiver Forschungsbedarf ist aber noch hinsichtlich der Biologie vonnöten, da aus Salzburg bisher nur sehr wenige Daten diesbezüglich vorliegen. Die meisten Arten, auch die häufigeren, treten oft nur sehr lokal auf, kommen hier aber meist zahlreich vor, was auf eine hohe Bindung an bestimmte Typen von Lebensräumen schließen lässt.
In Europa sind bisher 20 Arten bekannt, 19 davon gehören zu den Glyphipteriginae (Karsholt & Nieukerken 2011). Mit sechs Arten kommt fast ein Drittel davon auch in Salzburg vor (Embacher et al. 2011, Kurz & Kurz 2013). Das Arteninventar dürfte damit vollständig sein, weitere Arten sind kaum noch zu erwarten. Intensiver Forschungsbedarf ist aber noch hinsichtlich der Biologie vonnöten, da aus Salzburg bisher nur sehr wenige Daten diesbezüglich vorliegen. Die meisten Arten, auch die häufigeren, treten oft nur sehr lokal auf, kommen hier aber meist zahlreich vor, was auf eine hohe Bindung an bestimmte Typen von Lebensräumen schließen lässt.


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