Großer Brachvogel: Unterschied zwischen den Versionen

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Er brütet in [[Moor]]en, auf Feuchtwiesen und in offenen Flussniederungen. Er rastet während des Vogelzuges im Frühjahr (März / April) und im Herbst (Juni – Oktober) an Küsten und auf Wiesen.
 
Er brütet in [[Moor]]en, auf Feuchtwiesen und in offenen Flussniederungen. Er rastet während des Vogelzuges im Frühjahr (März / April) und im Herbst (Juni – Oktober) an Küsten und auf Wiesen.
 
==Salzburgbezug==
 
==Salzburgbezug==
Der Große Brachvogel ist im [[Bundesland Salzburg]] nördlich vom [[Pass Lueg]] in geringer Zahl als [[Brutvogel]] anzutreffen. Erste Brutnachweise gelangen am [[Wallersee]] im Jahr 1955. Gegenwärtige Hauptbrutgebiete sind die [[Oichtenriede]] und das Wallerseegebiet. Aber auch am [[Obertrumer See]] und am [[Grabensee]] ist eine kleinere Population festzustellen. Der höchste Brutplatz liegt am [[Fuschlsee]], wo - wie auch im [[Weidmoos]] - einzelne Brutpaare zu finden sind.  
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Der Große Brachvogel ist im [[Bundesland Salzburg]] nördlich vom [[Pass Lueg]] in geringer Zahl als [[Brutvogel]] anzutreffen. Erste Brutnachweise gelangen am [[Wallersee]] im Jahr 1955. Gegenwärtige Hauptbrutgebiete sind das [[Naturschutzgebiet Oichtenriede]] und das Wallerseegebiet. Aber auch am [[Obertrumer See]] und am [[Grabensee]] ist eine kleinere Population festzustellen. Der höchste Brutplatz liegt am [[Fuschlsee]], wo - wie auch im [[Weidmoos]] - einzelne Brutpaare zu finden sind.  
 
Die Anzahl der Brutpaare liegt aber nur zwischen 11 und 100 und gilt der Große Brachvogel auf Salzburger Gebiet als hochgefährdet. Die Bedrohung liegt in der geringen Anzahl der Brutpaare, im Lebensraumverlust durch die Intensivierung der [[Landwirtschaft]] – wie beispielsweise im [[Unzinger Moos]] und bei den [[Egelseen]] nahe [[Schleedorf]], die Vernachlässigung der Streuwiesenmahd in Schutzgebieten, Störungen durch Erholungssuchende und Missachtung des Wegegebotes in den Schutzgebieten.
 
Die Anzahl der Brutpaare liegt aber nur zwischen 11 und 100 und gilt der Große Brachvogel auf Salzburger Gebiet als hochgefährdet. Die Bedrohung liegt in der geringen Anzahl der Brutpaare, im Lebensraumverlust durch die Intensivierung der [[Landwirtschaft]] – wie beispielsweise im [[Unzinger Moos]] und bei den [[Egelseen]] nahe [[Schleedorf]], die Vernachlässigung der Streuwiesenmahd in Schutzgebieten, Störungen durch Erholungssuchende und Missachtung des Wegegebotes in den Schutzgebieten.
 
Zum Schutz seiner Lebensräume wird von den Ornithologen Schutzgebietspflege wie Mahd von [[Streuwiese]]n, Entbuschung und Vernässung erwähnt. Darüber hinaus sind eine wirksame Besucherlenkung, sowie die Schaffung von Pufferzonen notwendig.
 
Zum Schutz seiner Lebensräume wird von den Ornithologen Schutzgebietspflege wie Mahd von [[Streuwiese]]n, Entbuschung und Vernässung erwähnt. Darüber hinaus sind eine wirksame Besucherlenkung, sowie die Schaffung von Pufferzonen notwendig.
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==Zugzeit und Winter==
 
==Zugzeit und Winter==
 
Im Bundesland Salzburg sind einzelne Überwinterungsversuche des Großen Brachvogels bekannt. Seine Frühjahrszugszeit beginnt ab Mitte Februar und erstreckt sich bis Ende April. Sein Abzug aus den heimischen Brutgebieten beginnt ab Juli, der Herbstdurchzug findet in wenigen Exemplaren von August bis November statt.
 
Im Bundesland Salzburg sind einzelne Überwinterungsversuche des Großen Brachvogels bekannt. Seine Frühjahrszugszeit beginnt ab Mitte Februar und erstreckt sich bis Ende April. Sein Abzug aus den heimischen Brutgebieten beginnt ab Juli, der Herbstdurchzug findet in wenigen Exemplaren von August bis November statt.

Version vom 14. Januar 2013, 23:25 Uhr

Der Große Brachvogel (Numenius arquata) zählt zu den Limikolen und ist in Salzburg vom Aussterben bedroht.

Beschreibung

Er zählt zu den Watvögeln und fällt durch die Länge seines gleichmäßig abwärts gebogenen Schnabels ins Auge. Von der Gesamtlänge des Vogels, die zwischen 48 und 57 cm beträgt, nimmt allein der Schnabel 9 bis 15 cm ein.

Lebensraum

Er brütet in Mooren, auf Feuchtwiesen und in offenen Flussniederungen. Er rastet während des Vogelzuges im Frühjahr (März / April) und im Herbst (Juni – Oktober) an Küsten und auf Wiesen.

Salzburgbezug

Der Große Brachvogel ist im Bundesland Salzburg nördlich vom Pass Lueg in geringer Zahl als Brutvogel anzutreffen. Erste Brutnachweise gelangen am Wallersee im Jahr 1955. Gegenwärtige Hauptbrutgebiete sind das Naturschutzgebiet Oichtenriede und das Wallerseegebiet. Aber auch am Obertrumer See und am Grabensee ist eine kleinere Population festzustellen. Der höchste Brutplatz liegt am Fuschlsee, wo - wie auch im Weidmoos - einzelne Brutpaare zu finden sind. Die Anzahl der Brutpaare liegt aber nur zwischen 11 und 100 und gilt der Große Brachvogel auf Salzburger Gebiet als hochgefährdet. Die Bedrohung liegt in der geringen Anzahl der Brutpaare, im Lebensraumverlust durch die Intensivierung der Landwirtschaft – wie beispielsweise im Unzinger Moos und bei den Egelseen nahe Schleedorf, die Vernachlässigung der Streuwiesenmahd in Schutzgebieten, Störungen durch Erholungssuchende und Missachtung des Wegegebotes in den Schutzgebieten. Zum Schutz seiner Lebensräume wird von den Ornithologen Schutzgebietspflege wie Mahd von Streuwiesen, Entbuschung und Vernässung erwähnt. Darüber hinaus sind eine wirksame Besucherlenkung, sowie die Schaffung von Pufferzonen notwendig.

Zugzeit und Winter

Im Bundesland Salzburg sind einzelne Überwinterungsversuche des Großen Brachvogels bekannt. Seine Frühjahrszugszeit beginnt ab Mitte Februar und erstreckt sich bis Ende April. Sein Abzug aus den heimischen Brutgebieten beginnt ab Juli, der Herbstdurchzug findet in wenigen Exemplaren von August bis November statt.

Quellen

  • Killian Mullarney, Dan Zetterström, Lars Svensson, Der Kosmos Vogelführer, Große Ausgabe, S. 180 – 190, 2. Auflage des 2011 erschienenen KOSMOS-Vogelführers.
  • Hakan Delin, Lars Svensson, Der große BLV-Vogelführer für unterwegs, S. 154 und 155, BLV-Buchverlag GmbH & Co. KG München, 2008
  • Leopold Slotta-Bachmayr, Rote Liste der gefährdeten Brutvögel des Bundeslandes Salzburg, Naturschutzbeiträge 38/12, Naturschutz Land Salzburg,Salzburg 2012