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| | [[Datei:Keltenmuseum Hallein 2010 02.jpg|thumb|das "Grüne Zimmer", eines der Fürstenzimmer im obersten Stockwerk ]] | | [[Datei:Keltenmuseum Hallein 2010 02.jpg|thumb|das "Grüne Zimmer", eines der Fürstenzimmer im obersten Stockwerk ]] |
| | [[Datei:Keltenmuseum Hallein 2010 06.jpg|thumb|Korridor durch die Fürstenzimmer im obersten Stockwerk ]] | | [[Datei:Keltenmuseum Hallein 2010 06.jpg|thumb|Korridor durch die Fürstenzimmer im obersten Stockwerk ]] |
| − | Das '''Keltenmuseum Hallein''' liegt in der [[Tennengau]]er Bezirkshauptstadt [[Hallein]] und zählt zu den bedeutendsten Sammlungen von Zeugnissen keltischer Kunst in Europa. Es befindet sich im alten Sitz der Salinenpflege. | + | Das '''Keltenmuseum Hallein''' liegt in der [[Tennengau]]er Bezirkshauptstadt [[Hallein]] und zählt zu den bedeutendsten Sammlungen von Zeugnissen [[Kelten|keltischer]] Kunst in Europa. Es befindet sich in einem der ehemaligen Salinenverwaltungsgebäuden. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Ursprünglich befand sich der Sitz der Salinenpflege in der [[Kuffergasse]]. [[Erzbischof]] [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] ließ [[1654]] ein neues Gebäude am [[Pflegerplatz]] errichten, in dem der Sitz der Salinenpflege mit Salzverweseramt, Bau-, Pfannhaus- und Grießamt untergebracht waren. Für die Besuche des Fürsterzbischofs und andere hohe Gäste waren im obersten Stockwerk die [[Fürstenzimmer (Hallein)|Fürstenzimmer]] eingerichtet worden. | + | Ursprünglich befand sich der Sitz der Salinenverwaltung in der [[Kuffergasse]]. [[Erzbischof#Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] ließ [[1654]] ein neues Gebäude am [[Pflegerplatz]] errichten, in dem der Sitz der Salinenverwaltung mit Salzverweseramt, Bau-, Pfannhaus- und Grießamt untergebracht waren. Für die Besuche des Fürsterzbischofs und anderer hohe Gäste waren im obersten Stockwerk die [[Fürstenzimmer (Hallein)|Fürstenzimmer]] eingerichtet worden. |
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| − | Das Keltenmuseum ging aus dem [[1882]] gegründeten ''Stadtmuseum Hallein'' hervor. Dieses war ursprünglich im [[Bürgerspital (Hallein)|Bürgerspital]], ab [[1930]] im [[Rathaus Hallein|Rathaus]] in sieben Ausstellungsräumen, die von [[Nora Watteck]] eingerichtet wurden, die [[1932]] die [[Schnabelkanne]] am [[Dürrnberg]] freigelegt hatte. [[1952]] übersiedelte das Museum in das [[Griestor]] der Stadtbefestigung. Bereits [[1922]] gab es Bestrebungen, die ''Fürstenzimmer'' als Museum zu nutzen. Jedoch verwies die Salinenverwaltung damals noch auf den dadurch beeinträchtigten Amtsbetrieb und die Gefährdung der Salinenkasse. Auch das Bundesministerium für Finanzen sah die Sache damals so und das Projekt wurde ad acta gelegt. [[1966]] erfolgte dann aber der Ankauf des Gebäudes durch die Stadt Hallein, mit der Planung, darin das Keltenmuseum unterzubringen. Doch die Finanzierung gestaltete sich schwierig, das Land Salzburg konnte nur 500.000 [[Schilling]] im selben Jahr noch bereit stellen, den Rest musste die Stadtgemeinde Hallein selbst finanzieren. | + | Das Keltenmuseum ging aus dem [[1882]] gegründeten [[Stadtmuseum Hallein]] hervor. Bereits [[1922]] gab es Bestrebungen, die ''Fürstenzimmer'' als Museum zu nutzen. Jedoch verwies die Salinenverwaltung damals noch auf den dadurch beeinträchtigten Amtsbetrieb und die Gefährdung der Salinenkasse. Auch das Bundesministerium für Finanzen sah die Sache damals so und das Projekt wurde ad acta gelegt. [[1966]] erfolgte dann aber der Ankauf des Gebäudes durch die Stadt Hallein, mit der Planung, darin das Keltenmuseum unterzubringen. Doch die Finanzierung gestaltete sich schwierig, das [[Land Salzburg]] konnte nur 500.000 [[Schilling]] im selben Jahr noch bereit stellen, den Rest musste die [[Stadtgemeinde Hallein]] selbst finanzieren. |
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| | [[1970]] erfolgte einhergehend mit der Umbenennung in "Keltenmuseum" die Übersiedlung in das ehemalige Amtsgebäude der [[Saline Hallein|Saline]] am Pflegerplatz, wo es am [[17. Oktober]] eröffnet wurde. Die Adaptierung des Gebäudes geschah nach Plänen von Architekt [[Jakob Adlhart]] und [[Hans Wiser]]. Die Gesamtumbaukosten betrugen 5,6 Millionen Schilling (rund 407.000 Euro). Dechant Rasp gab dem Gebäude bei der Eröffnungsfeier den Beinamen ''Haus der Begegnung''. Am selben Tag wurden auch noch ein Schulneubau des [[Sonderpädagogisches Zentrum Hallein|Sonderpädagogischen Zentrums Hallein]] mit dem Namen "[[Gotthard Guggenmoos|Gotthard-Guggenmoos-Schule Hallein]]", die [[Volksschule Rif-Rehhof]] und der [[Kaltenhausener Steg]] in Hallein eröffnet. | | [[1970]] erfolgte einhergehend mit der Umbenennung in "Keltenmuseum" die Übersiedlung in das ehemalige Amtsgebäude der [[Saline Hallein|Saline]] am Pflegerplatz, wo es am [[17. Oktober]] eröffnet wurde. Die Adaptierung des Gebäudes geschah nach Plänen von Architekt [[Jakob Adlhart]] und [[Hans Wiser]]. Die Gesamtumbaukosten betrugen 5,6 Millionen Schilling (rund 407.000 Euro). Dechant Rasp gab dem Gebäude bei der Eröffnungsfeier den Beinamen ''Haus der Begegnung''. Am selben Tag wurden auch noch ein Schulneubau des [[Sonderpädagogisches Zentrum Hallein|Sonderpädagogischen Zentrums Hallein]] mit dem Namen "[[Gotthard Guggenmoos|Gotthard-Guggenmoos-Schule Hallein]]", die [[Volksschule Rif-Rehhof]] und der [[Kaltenhausener Steg]] in Hallein eröffnet. |
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| | [[1980]] war das Museum Veranstalter der [[Landesausstellung|Salzburger Landesausstellung]] ''"Die Kelten in Mitteleuropa"'' (über 360 000 Besucher), im Jahr [[2006]] beherbergte es die viel beachtete Ausstellung ''"[[NS-Euthanasie]] im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]]"''. | | [[1980]] war das Museum Veranstalter der [[Landesausstellung|Salzburger Landesausstellung]] ''"Die Kelten in Mitteleuropa"'' (über 360 000 Besucher), im Jahr [[2006]] beherbergte es die viel beachtete Ausstellung ''"[[NS-Euthanasie]] im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]]"''. |
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| − | Von [[1985]] bis [[2009]] war [[Kurt Zeller]] Direktor des Museums. Im Juli 2009 folgte [[Stefan Moser]] dem Langzeitdirektor. | + | Von [[1985]] bis [[2009]] war [[Kurt Zeller]] Direktor des Museums. Im Juli 2009 folgte [[Stefan Moser]] dem Langzeitdirektor, den nach Kontroversen im Sommer 2011 gehen musste. Sein Nachfolger wurde Mag. [[Florian Klaus Knopp]]. |
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| | ==Ausstellungsschwerpunkte== | | ==Ausstellungsschwerpunkte== |
| − | Auf rund 3.000 qm Ausstellungsfläche zeigt das Keltenmuseum Ausstellungsstücke zu den Themenbereichen "Kelten", "Historische Salzgewinnung am [[Bad Dürrnberg|Dürrnberg]]", "Entwicklung der Stadt [[Hallein]]" und der Entstehungsgeschichte des Weihnachtsliedes "[[Stille Nacht, Heilige Nacht]]". | + | Auf rund 3 000 q² Ausstellungsfläche zeigt das Keltenmuseum Ausstellungsstücke zu den Themenbereichen "Kelten", "Historische Salzgewinnung am [[Bad Dürrnberg|Dürrnberg]]", "Entwicklung der Stadt Hallein" und der Entstehungsgeschichte des Weihnachtsliedes "[[Stille Nacht, Heilige Nacht]]". |
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| − | ====Die Welt der Kelten====
| + | ===Die Welt der Kelten=== |
| − | Das Museum verwahrt alle seit [[1949]] gehobenen Grabfunde am Dürrnberg. Das Prunkstück der Ausstellung ist die Grabausstattung eines keltischen Stammesführers der in einer hölzernen Kammer auf einem zweirädrigen Streitwagen liegend bestattet worden war. Die unversehrte Grabstätte stammt aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. und wurde [[1959]] auf der Hochfläche des Mosersteins gefunden. Seit 26. April 2012 ist das Original der [[Schnabelkanne]] vom [[Dürrnberg]], die sich seit ihrer Ausgrabung im Jahr 1932 im [[Salzburg Museum]] (ehemals Salzburger Museum Carolino Augusteum) befunden hat, im Keltenmuseum Hallein zu sehen. Dazu wurden auch die erläuternden Texte im Ausstellungsraum aktualisiert und auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht. | + | Das Museum verwahrt alle seit [[1949]] gehobenen Grabfunde am Dürrnberg. Das Prunkstück der Ausstellung ist die Grabausstattung eines keltischen Stammesführers der in einer hölzernen Kammer auf einem zweirädrigen Streitwagen liegend bestattet worden war. Die unversehrte Grabstätte stammt aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. und wurde [[1959]] auf der Hochfläche des [[Moserstein]]s gefunden. Seit [[26. April]] [[2012]] ist das Original der [[Schnabelkanne]] vom [[Dürrnberg]], die sich seit ihrer Ausgrabung im Jahr 1932 im [[Salzburg Museum]] (ehemals Salzburger Museum Carolino Augusteum) befunden hat, im Keltenmuseum Hallein zu sehen (bisher sahen die Besucher lediglich eine perfekte Kopie). Dazu wurden auch die erläuternden Texte im Ausstellungsraum aktualisiert und auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht. |
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| − | ====Forschungszentrum Dürrnberg====
| + | ===Forschungszentrum Dürrnberg=== |
| | : ''Hauptartikel: [[Forschungszentrum Dürrnberg]]'' | | : ''Hauptartikel: [[Forschungszentrum Dürrnberg]]'' |
| | + | Die archäologische Betreuung des [[Dürrnberg (Berg)|Dürrnbergs]] obliegt dem im Jahr [[1985]] gegründeten ''Forschungszentrum Dürrnberg''. Dieser überregional tätige Verein hat seinen Sitz im Halleiner Keltenmuseum und wird vom Bund, dem Land Salzburg, der Stadt Hallein und den Salinen Austria getragen. Das Forschungszentrum Dürrnberg beschäftigt sich hauptsächlich mit der systematischen Erforschung der Fundstätten sowie den Aufgaben der Bodendenkmalpflege, zu denen kurzfristige Rettungsmaßnahmen genauso zählen wie größere Forschungsprojekte. |
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| − | Die archäologische Betreuung des [[Bad Dürrnberg|Dürrnbergs]] obliegt dem im Jahr [[1985]] gegründeten ''Forschungszentrum Dürrnberg''. Dieser überregional tätige Verein hat seinen Sitz im Halleiner Keltenmuseum und wird vom Bund, dem Land Salzburg, der Stadt [[Hallein]] und den Salinen Austria getragen. Das Forschungszentrum Dürrnberg beschäftigt sich hauptsächlich mit der systematischen Erforschung der Fundstätten sowie den Aufgaben der Bodendenkmalpflege, zu denen kurzfristige Rettungsmaßnahmen genauso zählen wie größere Forschungsprojekte.
| + | ===Historisches Salzwesen=== |
| − | | + | Neben Einblicken in die historische Salzproduktion und Vertriebsorganisation zeigt das Keltenmuseum im sogenannten "Fürstenzimmer" im zweiten Obergeschoß 80 Bilder des Malers [[Benedict Werkstötter]], die dieser [[1757]] im Auftrag des Fürsterzbischofs [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]] anfertigte und auf denen alle mit der Salzgewinnung in Zusammenhang stehende Arbeiten dargestellt werden. |
| − | ====Historisches Salzwesen====
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| − | Neben Einblicken in die historische Salzproduktion und Vertriebsorganisation zeigt das Keltenmuseum im sogenannten "Fürstenzimmer" im zweiten Obergeschoß, 80 Bilder des Malers [[Benedict Werkstötter]] die dieser [[1757]] im Auftrag des Erzbischofs [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]] anfertigte und auf denen alle mit der Salzgewinnung in Zusammenhang stehende Arbeiten dargestellt werden. | |
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| | ==Sonderschau 2010== | | ==Sonderschau 2010== |
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| | == Direktoren == | | == Direktoren == |
| − | * Mag. [[Kurt Zeller]], 1985 - 2009 | + | * Mag. Kurt Zeller, 1985 - 2009 |
| − | * [[Stefan Moser]], 2010 - 2011 | + | * Stefan Moser, 2010 - 2011 |
| − | * Mag. [[Florian Klaus Knopp]], ab 2012 | + | * Mag. Florian Klaus Knopp, ab 2012 |
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| | ==Literatur und Quellen== | | ==Literatur und Quellen== |