Änderungen

keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 8: Zeile 8:  
des Prüfungswesens eine Besserung eingetreten. Viele aber, die schon Meister sind, seien teils sehr liederlich und "verdrunkhen" und nicht einmal mit den geringsten Mitteln für den Bedarfsfall ("im fahl der Noth") ausgestattet. Auch hätten manche von ihnen zuviel Selbstvertrauen, aber nicht genügend Verstand und gründliches Können, doch zu große Nachlässigkeit, womit sie den Leuten sowohl äußerlich wie innerlich Schaden zufügten. Es gäbe aber im ganzen Land keinen Ort, wo sich nicht ein Bader, der sein Handwerk versteht und fleißig ist, ehrlich und gut fortbringen könnte. Allerdings müßten die "Empirici" abgestellt werden, deren sich zu bedienen man keine Ursache habe."
 
des Prüfungswesens eine Besserung eingetreten. Viele aber, die schon Meister sind, seien teils sehr liederlich und "verdrunkhen" und nicht einmal mit den geringsten Mitteln für den Bedarfsfall ("im fahl der Noth") ausgestattet. Auch hätten manche von ihnen zuviel Selbstvertrauen, aber nicht genügend Verstand und gründliches Können, doch zu große Nachlässigkeit, womit sie den Leuten sowohl äußerlich wie innerlich Schaden zufügten. Es gäbe aber im ganzen Land keinen Ort, wo sich nicht ein Bader, der sein Handwerk versteht und fleißig ist, ehrlich und gut fortbringen könnte. Allerdings müßten die "Empirici" abgestellt werden, deren sich zu bedienen man keine Ursache habe."
   −
Duellis "Khurze mir Gdigist anbeuolchne notata" (kurze gnädigst anbefohlene Notizen) mochten unter anderem bewirkt haben, dass die städtischen Bader und Wundärzte in der Folge auf hofrätlichen Befehl vom 14. Juni 1690 auf Visitationstour auf das Land geschickt wurden.<ref>[[Friedrich Besl|Friedrich R. Besl]], Die Entwicklung des handwerklichen Medizinalwesens im Land Salzburg vom 15. bis zum 19. Jahrhundert, in: MGSL 138 (1998), 103-296, hier: 156.</ref>
+
Duellis "Khurze mir Gdigist anbeuolchne notata" (kurze mir gnädigst anbefohlene Notizen) mochten unter anderem bewirkt haben, dass die städtischen Bader und Wundärzte in der Folge auf hofrätlichen Befehl vom 14. Juni 1690 auf Visitationstour auf das Land geschickt wurden.<ref>[[Friedrich Besl|Friedrich R. Besl]], Die Entwicklung des handwerklichen Medizinalwesens im Land Salzburg vom 15. bis zum 19. Jahrhundert, in: MGSL 138 (1998), 103-296, hier: 156.</ref>
    
== Textteile ==
 
== Textteile ==