Johann Nepomuk von Bernberg: Unterschied zwischen den Versionen
K {{SORTIERUNG}} korrigiert |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 17: | Zeile 17: | ||
Von Dr. v. Bernberg sind mehrere Jahresberichte erhalten, da verschiedenes daran beanstandet wurde. Im Jahr 1831 liegen zwei Aktenvermerke zu Beschuldigungen gegen den Kreisarzt Dr. v Bernberg vor. In diesem Jahr kam es zu einer gefährlichen Zuspitzung der Gesundheitslage. Von Osten kommend näherte sich die die erste europäische Choleraepidemie.<ref>Anton Drasche, die epidemische Cholera, Wien 1860.</ref> Beim Kreisarzt wurde - auch angesichts seines Alters von bereits 64 Jahren - ein Mangel "der besonders zur Zeit größerer Not hochwichtigen Kraft des Körpers wie des Geistes" befürchtet. Eine Versetzung in den Ruhestand wurde eingeleitet und der [[Bezirksärzte in Tamsweg|Bezirksarzt]] Dr. [[Karl Maffei|Maffei]] aus [[Tamsweg]] nach Salzburg berufen um v. Bernberg zu unterstützen.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 153.</ref> | Von Dr. v. Bernberg sind mehrere Jahresberichte erhalten, da verschiedenes daran beanstandet wurde. Im Jahr 1831 liegen zwei Aktenvermerke zu Beschuldigungen gegen den Kreisarzt Dr. v Bernberg vor. In diesem Jahr kam es zu einer gefährlichen Zuspitzung der Gesundheitslage. Von Osten kommend näherte sich die die erste europäische Choleraepidemie.<ref>Anton Drasche, die epidemische Cholera, Wien 1860.</ref> Beim Kreisarzt wurde - auch angesichts seines Alters von bereits 64 Jahren - ein Mangel "der besonders zur Zeit größerer Not hochwichtigen Kraft des Körpers wie des Geistes" befürchtet. Eine Versetzung in den Ruhestand wurde eingeleitet und der [[Bezirksärzte in Tamsweg|Bezirksarzt]] Dr. [[Karl Maffei|Maffei]] aus [[Tamsweg]] nach Salzburg berufen um v. Bernberg zu unterstützen.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 153.</ref> | ||
Anscheinend gab es Widerstand aus Salzburg, wo man mit Bernbergs Dienstleistung zufrieden war. Die Hauptvorwürfe der Landesregierung waren "Saumseligkeit und Unfolgsamkeit" einerseits und andererseits hatte er sich dadurch kompromittiert, dass er als Studiendirektor von fast allen ihm untergeordneten Professoren und Supplenten Darlehen aufgenommen hatte. All das ist im "[[Sitzungsprotokoll vom 27. Oktober 1831]]" einer Sitzung der Landesregierung nachzulesen und im Podcast [[Briefe an Behörden]] in der 12. Folge zum Thema Geld nachzuhören. | |||
Zum Ende des Jahres wurde v. Bernberg pensioniert, "weil derselbe in Erfüllung seiner Berufspflichten äußerst lau ist, und sein Karakter sich nicht in vorheilhaften Lichte darstellt; wie in Berichten ausführlich nachgewiesen wird." Bezüglich der Pensionshöhe wurde die Hälfte der Bezüge als Betrag bestimmt, da kein zureichender Grund vorlag, wodurch ein günstigerer Antrag gerechtfertigt gewesen wäre.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 153.</ref> | Zum Ende des Jahres wurde v. Bernberg pensioniert, "weil derselbe in Erfüllung seiner Berufspflichten äußerst lau ist, und sein Karakter sich nicht in vorheilhaften Lichte darstellt; wie in Berichten ausführlich nachgewiesen wird." Bezüglich der Pensionshöhe wurde die Hälfte der Bezüge als Betrag bestimmt, da kein zureichender Grund vorlag, wodurch ein günstigerer Antrag gerechtfertigt gewesen wäre.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 153.</ref> | ||