Geschichte der Gemeinde Bergheim: Unterschied zwischen den Versionen

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Wahrscheinlich ist nur für die Bedeutung ‘Ebene, Fläche’ romanische Herkunft bzw. romanischer Einfluss anzunehmen. Es gibt im Alpenslawischen und Slowenischen zwei 'plan-', und zwar 'plan- I' gemeinslawischer Herkunft mit der Bedeutung unfruchtbar, wild, auch in Zusammenhang mit dem Hoch- und Bergland, und 'plan- II' als Entlehnung aus dem roman. in der Bedeutung eben, flach, letzteres ist in mittelhochdeutscher Zeit auch ins Deutsche gelangt, z. B. mittelhochdeutsch plânîe im Bergnamen Planai in [[Schladming]] in den [[Niederen Tauern]] in der [[Steiermark]].
Wahrscheinlich ist nur für die Bedeutung ‘Ebene, Fläche’ romanische Herkunft bzw. romanischer Einfluss anzunehmen. Es gibt im Alpenslawischen und Slowenischen zwei 'plan-', und zwar 'plan- I' gemeinslawischer Herkunft mit der Bedeutung unfruchtbar, wild, auch in Zusammenhang mit dem Hoch- und Bergland, und 'plan- II' als Entlehnung aus dem roman. in der Bedeutung eben, flach, letzteres ist in mittelhochdeutscher Zeit auch ins Deutsche gelangt, z. B. mittelhochdeutsch plânîe im Bergnamen Planai in [[Schladming]] in den [[Niederen Tauern]] in der [[Steiermark]].


Hier wurde [[1652]] eine [[Ursprungskapelle|Gnadenkapelle]] "auf dem Plaindl", einem Austragshaus des Gutes [[Kemating (Bergheim)|Kemating]], erbaut. Bei Plain, auch Pliden, handelt es sich nach [[Franz Hörburger|Hörburger]] um eine Bildung zum Personennamenstamm Blid- (vgl. Plidolf 888/907). [[1671]] bis [[1674]] ließ Fürsterzbischof [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] auf dem Gut die große [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain|Wallfahrtskirche]] errichten, die [[1810]] an das [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstift St. Peter]] fiel und [[1952]] von Papst Pius XII zur ''Basilica minor'' erhoben wurde.
Hier wurde [[1652]] eine [[Ursprungskapelle|Gnadenkapelle]] "auf dem Plaindl", einem Austragshaus des Gutes [[Kemating (Bergheim)|Kemating]], erbaut. Bei Plain, auch Pliden, handelt es sich nach [[Franz Hörburger|Hörburger]] um eine Bildung zum Personennamenstamm Blid- (vgl. Plidolf 888/907). [[1671]] bis [[1674]] ließ Fürsterzbischof [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] auf dem Gut die große [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain|Wallfahrtskirche]] errichten, die [[1810]] an das [[Benediktinererzabtei St. Peter|Benediktinerstift St. Peter]] fiel und [[1952]] von Papst Pius XII zur ''Basilica minor'' erhoben wurde.


Von der Dipl.-Dolmetscherin Mag.<sup>a</sup><ref>{{Magistra}}</ref> [[Ulrike Prlic]] erhalten wir den Hinweis, dass für "Plain" angeblich ein [[Kelten|keltischer]] Ursprung möglich wäre, weil zahlreiche Bergnamen den Bestandteil "plan/plain" enthalten. Solche Bezeichnungen lassen sich zwar problemlos vom lateinischen "planus" = "eben, flach" (auch "Hochebene") ableiten. Zu nennen sich hier z. B. Planai oder die serbische Stadt Velika Plana. Das slowenische Appellativ ''planina'' für Bergweide, Hochebene; (slowen.) Alm, plan-/plan - 'offene, freie Fläche' ist gerade an der slawisch-romanischen Sprachgrenze und im romanisch-slawischen Übergangsgebiet häufig. Eine romanische Herkunft liegt auch hier nahe. Dagegen spricht nach Ulrike Prlic, dass das dem südslawischen ''planina'' entsprechende ukrainische ''polonyna'' ‘Bergweide’ (durch "Volllaut" < *pa(ln- entstanden) lautet und daher kein romanisches Lehnwort sein könne. Der Begriff "polonyna" oder "polonina" im Polnischen, Slowakischen und im ukrainisch-Russinischen lässt sich aber problemlos aus dem altslawischen Wort plonina (= Einöde, Wildnis) ableiten. In südslawischen Sprachen bedeutet planina bzw. planine "Gebirge".
Von der Dipl.-Dolmetscherin Mag.<sup>a</sup><ref>{{Magistra}}</ref> [[Ulrike Prlic]] erhalten wir den Hinweis, dass für "Plain" angeblich ein [[Kelten|keltischer]] Ursprung möglich wäre, weil zahlreiche Bergnamen den Bestandteil "plan/plain" enthalten. Solche Bezeichnungen lassen sich zwar problemlos vom lateinischen "planus" = "eben, flach" (auch "Hochebene") ableiten. Zu nennen sich hier z. B. Planai oder die serbische Stadt Velika Plana. Das slowenische Appellativ ''planina'' für Bergweide, Hochebene; (slowen.) Alm, plan-/plan - 'offene, freie Fläche' ist gerade an der slawisch-romanischen Sprachgrenze und im romanisch-slawischen Übergangsgebiet häufig. Eine romanische Herkunft liegt auch hier nahe. Dagegen spricht nach Ulrike Prlic, dass das dem südslawischen ''planina'' entsprechende ukrainische ''polonyna'' ‘Bergweide’ (durch "Volllaut" < *pa(ln- entstanden) lautet und daher kein romanisches Lehnwort sein könne. Der Begriff "polonyna" oder "polonina" im Polnischen, Slowakischen und im ukrainisch-Russinischen lässt sich aber problemlos aus dem altslawischen Wort plonina (= Einöde, Wildnis) ableiten. In südslawischen Sprachen bedeutet planina bzw. planine "Gebirge".