Rotationspflug "System Wallack": Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Nachbau von Kettengliedern für Rotationspflug  System Wallack.jpg|thumb|Nachbau von Kettengliedern]]
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Die historische Technik der 15 Tonnen schweren Maschinen stößt zunehmend an ihre Grenzen. Für die seit 1953 eingesetzten Maschinen sind Ersatzteile für die beanspruchten Kettenantriebsglieder längst nicht mehr verfügbar. Konstruktionspläne oder gar CAD-Daten gibt es nicht. Eine Herausforderung, welche die <span style="color:green">Maschinenfabrik Liezen und Gießerei</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Maschinenfabrik Liezen und Gießerei|Maschinenfabrik Liezen und Gießerei]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> (MFL) auf den Plan rief: Um die abgenutzten Kettenglieder der Schneefräsen neu herzustellen, rekonstruierte das österreichische Unternehmen die Komponenten. "Ohne intakte Ketten fehlt es den Raupenfahrzeugen an der nötigen Traktion, um sich sicher durch den schweren Schnee zu graben und schwierige Passagen zu bewältigen. Daher haben wir das Fertigungsverfahren auf den Kopf gestellt", erklärt MFL-Gießereileiter Peter Fuchs. Heißt: Mit Hilfe des sogenannten ''Reverse Engineerings'' konnte das Unternehmen die Kettenglieder nicht nur reproduzieren, sondern gleichzeitig auch optimieren. "Dazu haben wir ein bis zuletzt montiertes Bauteil zunächst sowohl taktil als auch mit Laserscannern vermessen. Die Messergebnisse lieferten eine Punktewolke bzw. ein Polygonmodell. Daraus wurde durch unsere Ingenieure ein virtuelles Abbild eines Bauteils generiert, das wir in der Folge optimierten, um dessen Haltbarkeit sogar noch zu verbessern", beschreibt Fuchs die Herangehensweise. Die verbesserten Daten wurden schließlich als Basis für die Gießsimulation und Ableitung der Formwerkzeuge herangezogen, ehe diese im hauseigenen Werkzeugbau hergestellt wurden. Schließlich entstanden daraus im Maskenformverfahren 300 präzise Kettenglieder, welche den Einsatz der Schneefräsen weiterhin sicherstellen.<ref>[https://www.mfl.at/de/news-detail/mfl-bringt-ikonische-grossglockner-fraesen-zurueck-auf-die-spur.html www.mfl.at], 25. Jänner 2025: MFL bringt ikonische Großglockner-Fräsen zurück auf die Spur</ref>
Die historische Technik der 15 Tonnen schweren Maschinen stößt zunehmend an ihre Grenzen. Für die seit 1953 eingesetzten Maschinen sind Ersatzteile für die beanspruchten Kettenantriebsglieder längst nicht mehr verfügbar. Konstruktionspläne oder gar CAD-Daten gibt es nicht. Eine Herausforderung, welche die <span style="color:green">Maschinenfabrik Liezen und Gießerei</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Maschinenfabrik Liezen und Gießerei|Maschinenfabrik Liezen und Gießerei]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> (MFL) auf den Plan rief: Um die abgenutzten Kettenglieder der Schneefräsen neu herzustellen, rekonstruierte das österreichische Unternehmen die Komponenten. "Ohne intakte Ketten fehlt es den Raupenfahrzeugen an der nötigen Traktion, um sich sicher durch den schweren Schnee zu graben und schwierige Passagen zu bewältigen. Daher haben wir das Fertigungsverfahren auf den Kopf gestellt", erklärt MFL-Gießereileiter Peter Fuchs. Heißt: Mit Hilfe des sogenannten ''Reverse Engineerings'' konnte das Unternehmen die Kettenglieder nicht nur reproduzieren, sondern gleichzeitig auch optimieren. "Dazu haben wir ein bis zuletzt montiertes Bauteil zunächst sowohl taktil als auch mit Laserscannern vermessen. Die Messergebnisse lieferten eine Punktewolke bzw. ein Polygonmodell. Daraus wurde durch unsere Ingenieure ein virtuelles Abbild eines Bauteils generiert, das wir in der Folge optimierten, um dessen Haltbarkeit sogar noch zu verbessern", beschreibt Fuchs die Herangehensweise. Die verbesserten Daten wurden schließlich als Basis für die Gießsimulation und Ableitung der Formwerkzeuge herangezogen, ehe diese im hauseigenen Werkzeugbau hergestellt wurden. Schließlich entstanden daraus im Maskenformverfahren 300 präzise Kettenglieder, welche den Einsatz der Schneefräsen weiterhin sicherstellen.<ref>[https://www.mfl.at/de/news-detail/mfl-bringt-ikonische-grossglockner-fraesen-zurueck-auf-die-spur.html www.mfl.at], 25. Jänner 2025: MFL bringt ikonische Großglockner-Fräsen zurück auf die Spur</ref>


=== Die noch in Betrieb befindlichen Maschinen ===
=== Die noch in Betrieb befindlichen Maschinen ===