Aloys Virgil Bacher: Unterschied zwischen den Versionen

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1802: "Dr. Aloys Bacher von Rattenberg aus Tyrol hat das erledigte Landschaftsphysikat im Lungau erhalten".<ref>Medizinisch chirurgische Zeitung, 25. Februar 1802, Intelligenzblatt von Salzburg 1802, 13. Februar 1802, 109-110.</ref> 1808 als mehrere Stellen neu zu besetzen waren wurde eine Art Beurteilung verfasst. Darin heißt es über ihn: "Dr. Bacher, a) er dient 6 Jahre 7 ½ /mit Zufriedenheit/ der politischen und medicinischen Stellung, b) war er seit dieser Zeit in einem ärmeren Bezirke nur mit 300 fl Gehalt angestellt, da seine jüngere Kollegen bey der Anstellung 400 fl erhalten haben. Unter den Kompetenten für das Physikat Laufen sind die Herrn Doktorn Bacher und [[Franz Ferchl|Ferchl]] diejenigen, welche /alleine durch die Aufstellung/ triftiger Gründe auf diese Beförderung Anspruch machen können." In diesem Akt findet sich eine Kurzbeschreibung des Physikats Lungau: Es ist "ein armes, beschwerliches, und nur mit 300 fl dotirtes Physikat".<ref>SLA churf. u österr. Reg II B 32.</ref>
 
1802: "Dr. Aloys Bacher von Rattenberg aus Tyrol hat das erledigte Landschaftsphysikat im Lungau erhalten".<ref>Medizinisch chirurgische Zeitung, 25. Februar 1802, Intelligenzblatt von Salzburg 1802, 13. Februar 1802, 109-110.</ref> 1808 als mehrere Stellen neu zu besetzen waren wurde eine Art Beurteilung verfasst. Darin heißt es über ihn: "Dr. Bacher, a) er dient 6 Jahre 7 ½ /mit Zufriedenheit/ der politischen und medicinischen Stellung, b) war er seit dieser Zeit in einem ärmeren Bezirke nur mit 300 fl Gehalt angestellt, da seine jüngere Kollegen bey der Anstellung 400 fl erhalten haben. Unter den Kompetenten für das Physikat Laufen sind die Herrn Doktorn Bacher und [[Franz Ferchl|Ferchl]] diejenigen, welche /alleine durch die Aufstellung/ triftiger Gründe auf diese Beförderung Anspruch machen können." In diesem Akt findet sich eine Kurzbeschreibung des Physikats Lungau: Es ist "ein armes, beschwerliches, und nur mit 300 fl dotirtes Physikat".<ref>SLA churf. u österr. Reg II B 32.</ref>
  
das Physikat Laufen war neu zu besetzen, da der dortige Physiker [[Anton Hell]] relativ jung, unerwartet verstorben war.  
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Das Physikat Laufen war neu zu besetzen, da der dortige Physiker [[Anton Hell]] relativ jung, unerwartet verstorben war. Diesen Wechsel beschrieb er 7 Jahre später folgendermaßen: "Ich wurde bereits am 27. Januar 1802 als Gerichtsarzt in Tamsweg angestellt, und hatte meine Übersetzung nach Laufen im November 1808 als die Belohnung meines Siebenjährigen Diensteifers umso mehr zu betrachten als nicht nur damals das Land Physikat zu Laufen, mit der auch jenes von Teisendorf und Tittmoning verbunden war, an Ansehen das erste, und an Einkünften das einträglichste war, sondern auch das freundlichere Klima und eine mildere Natur dem Wohle eines Mannes zusagten dem seine körperliche Beschaffenheit bei Vorrückendem Alter immer beschwerlicher fiel, und der in seinen ersten 7 Dienstjahren bereits getreulich allen Anstrengungen unterzogen hatte, mit denen der Posten eines Gerichtsarztes im Lungau verknüpft war, und also Anspruch auf eine bequeme Stelle machen konnte und durfte."<ref>StaM RA Nr 15038.</ref>
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Version vom 24. November 2024, 16:18 Uhr

Aloys Virgil Bacher (* 4. Mai 1766 Rattenberg, Tirol; † 10. April 1834 in Frankenmarkt, Oberösterreich) war ein Landschaftsphysikus im Lungau, Physiker in Laufen und Bezirksarzt in Frankenmarkt.

"ich bin sehr groß und sehr korpulent;"

Aloys Bacher/Pacher studierte in Wien Medizin und promovierte am 10.5.1799 (bzw. 25.4.1800)[1] Der Abschluss bestand aus zwei Rigorosen an den sich eventuell noch eine Konkursprüfung anschloss, dadurch kommen mitunter verschiedene Datumsnennungen zustande. Jedenfalls war Bacher bereits 34 Jahre alt, als er das Studium abschloss.

1802: "Dr. Aloys Bacher von Rattenberg aus Tyrol hat das erledigte Landschaftsphysikat im Lungau erhalten".[2] 1808 als mehrere Stellen neu zu besetzen waren wurde eine Art Beurteilung verfasst. Darin heißt es über ihn: "Dr. Bacher, a) er dient 6 Jahre 7 ½ /mit Zufriedenheit/ der politischen und medicinischen Stellung, b) war er seit dieser Zeit in einem ärmeren Bezirke nur mit 300 fl Gehalt angestellt, da seine jüngere Kollegen bey der Anstellung 400 fl erhalten haben. Unter den Kompetenten für das Physikat Laufen sind die Herrn Doktorn Bacher und Ferchl diejenigen, welche /alleine durch die Aufstellung/ triftiger Gründe auf diese Beförderung Anspruch machen können." In diesem Akt findet sich eine Kurzbeschreibung des Physikats Lungau: Es ist "ein armes, beschwerliches, und nur mit 300 fl dotirtes Physikat".[3]

Das Physikat Laufen war neu zu besetzen, da der dortige Physiker Anton Hell relativ jung, unerwartet verstorben war. Diesen Wechsel beschrieb er 7 Jahre später folgendermaßen: "Ich wurde bereits am 27. Januar 1802 als Gerichtsarzt in Tamsweg angestellt, und hatte meine Übersetzung nach Laufen im November 1808 als die Belohnung meines Siebenjährigen Diensteifers umso mehr zu betrachten als nicht nur damals das Land Physikat zu Laufen, mit der auch jenes von Teisendorf und Tittmoning verbunden war, an Ansehen das erste, und an Einkünften das einträglichste war, sondern auch das freundlichere Klima und eine mildere Natur dem Wohle eines Mannes zusagten dem seine körperliche Beschaffenheit bei Vorrückendem Alter immer beschwerlicher fiel, und der in seinen ersten 7 Dienstjahren bereits getreulich allen Anstrengungen unterzogen hatte, mit denen der Posten eines Gerichtsarztes im Lungau verknüpft war, und also Anspruch auf eine bequeme Stelle machen konnte und durfte."[4]





Leben

Quellen

  • Heitzinger-Weiser, Eva: "Medizinisch-topographische Skizze von Lungau" von Dr. Karl Maffei (1791–1850). Funktion, Analyse und Edition. Masterarbeit am Fachbereich Geschichte der Universität Salzburg, 2022, in UB search online publiziert


Einzelnachweise

  1. UAW Med9,5-256, online in genteam.at, Anton Edler von Rosas, Geschichte der k. k. österr. medic. Bildungs-, Heil- und Wohlthätigkeits-Anstalten, dann medic. Statistik und Topographie der k. k. österr. Monarchie. Kurzgefasste Geschichte der Wiener Hochschule im Allgemeinen und der medicinischen Facultät derselben insbesondere, in: Wilhelm Edler von Well, Hg., Medicinische Jahrbücher des kaiserl. königl. österreichischen Staates, Wien 1848, 81-354, hier: 336.
  2. Medizinisch chirurgische Zeitung, 25. Februar 1802, Intelligenzblatt von Salzburg 1802, 13. Februar 1802, 109-110.
  3. SLA churf. u österr. Reg II B 32.
  4. StaM RA Nr 15038.