Tinea trinotella: Unterschied zwischen den Versionen
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[[File:E-MK-17531c.jpg|thumb|Salzburg, [[Flachgau]], [[Bürmoos]], 1990.08.04]] | [[File:E-MK-17531c.jpg|thumb|Salzburg, [[Flachgau]], [[Bürmoos]], 1990.08.04]] | ||
'''Tinea trinotella''' Thunberg, 1794: 95-96 ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Tineidae]]. | '''Tinea trinotella''' Thunberg, 1794: 95-96 ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Tineidae]]. | ||
==Diagnose== | ==Diagnose== | ||
Die drei schwarzbraunen Punkte auf cremefarbenen Untergrund im Vorderflügel kennzeichnen die Art eindeutig und machen sie in Salzburg unverwechselbar. | Die drei schwarzbraunen Punkte auf cremefarbenen Untergrund im Vorderflügel kennzeichnen die Art eindeutig und machen sie in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] unverwechselbar. | ||
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== | ||
''T. trinotella'' ist in Salzburg weit verbreitet und bereits aus allen Zonen des Landes nach [[Gernot Embacher#Embacher et al.|Embacher et al.]] (2024) bekannt, mit Ausnahme der [[Zentralalpen]] (Zone IV) und des [[Lungau]]s (Zone V). Das Fehlen von Funden im Gebirge könnte auch mit der geringen bisher dokumentierten Höhenverbreitung zusammenhängen (420 bis 760 m nach [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024). Die Tiere wurden in Salzburg auf hochstauden- und gebüschreichen Schlagflächen gefunden, leben nach Hannemann (1977) aber auch in lichten Laubwäldern, wo sie in zwei Generationen von April bis August fliegen. | ''T. trinotella'' ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] weit verbreitet und bereits aus allen Zonen des Landes nach [[Gernot Embacher#Embacher et al.|Embacher et al.]] (2024) bekannt, mit Ausnahme der [[Zentralalpen]] (Zone IV) und des [[Lungau]]s (Zone V). Das Fehlen von Funden im Gebirge könnte auch mit der geringen bisher dokumentierten Höhenverbreitung zusammenhängen (420 bis 760 m nach [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024). Die Tiere wurden in Salzburg auf hochstauden- und gebüschreichen Schlagflächen gefunden, leben nach Hannemann (1977) aber auch in lichten Laubwäldern, wo sie in zwei Generationen von April bis August fliegen. | ||
==Nachbarfaunen== | ==Nachbarfaunen== | ||
''T. trinotella'' ist eine weitverbreitete Art, die in allen österreichischen Bundesländern vorkommt (Huemer 2013). In Oberösterreich gibt sie Klimesch (1990) aus dem Mühlviertel und dem Alpenvorland, nicht aber aus dem | ''T. trinotella'' ist eine weitverbreitete Art, die in allen österreichischen Bundesländern vorkommt (Huemer 2013). In [[Oberösterreich]] gibt sie Klimesch (1990) aus dem [[Mühlviertel]] und dem [[Alpenvorland]], nicht aber aus dem [[Alpen]]gebiet an. Gemäß GBIF (2024) gibt es aber aus dem oberösterreichischen Alpengebiet mehrere rezente Funde. Auch in [[Bayern]] wird die Art mit neueren Funden nach dem Jahr 2000 aus allen vier Naturräumen angegeben (Haslberger & Segerer 2016). | ||
==Biologie und Gefährdung== | ==Biologie und Gefährdung== | ||
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{{Quelle Embacher et al. 2024}} | {{Quelle Embacher et al. 2024}} | ||
*GBIF Austria 2024. Global Biodiversity Information Facility, participant node Austria. URL: https://www.gbif.at/ [online 2024.11.19]. | *GBIF Austria 2024. Global Biodiversity Information Facility, participant node Austria. URL: https://www.gbif.at/ [online 2024.11.19]. | ||
*Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). | *Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). – In: Dahl, F. 1925. Die Tierwelt Deutschlands. 63. Teil. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 275 pp., 17 Taf. | ||
*Haslberger, A. & A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp. | *Haslberger, A. & A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp. | ||
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp. | *Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp. | ||
*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332. | *Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332. | ||
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2024.11.19]. | *[[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. A.]] & [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2024.11.19]. | ||
== Einzelnachweis == | |||
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[[Kategorie:Wissenschaft]] | [[Kategorie:Wissenschaft]] | ||