Hallein: Unterschied zwischen den Versionen

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| Gemeinderat: || 25 Mitglieder: 11 [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]], <br /> 10 [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SPÖ]],<br /> 1 [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]],<br /> 3[[Bündnis für Hallein]]
 
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Wegen besonderer geologischer Verhältnisse reicht auf dem Dürrnberg das salzhaltige Gestein teilweise bis an die Oberfläche empor. Vereinzelt treten salzhaltige Quellen hervor, die schon von steinzeitlichen Jägern um 2500 bis 2000 v. Chr. genutzt wurden.
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Bereits 600 v. Chr. begann der Abbau von Kernsalz im Untertage-bau. Den Kelten am Dürrnberg verhalf der Salzhandel zu einem beachtlichem Wohlstand. Dies belegen heute die reichen Grabausstattungen der zahlreichen Funde. In prähistorischer Zeit machte der rege Salzhandel das Gebiet um den Dürrnberg und die am linken Salzachufer situierte Talsiedlung zu einem wirtschaftpolitischen Zentrum ersten Ranges.
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Mit Einverleibung des keltischen Königreiches Norikum um 15 v. Chr. in das römische Weltreich wurde die Salzgewinnung auf dem Dürrnberg vermutlich als Folge der Einfuhr von Meersalz eingestellt.
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Urkundlich erwähnt wurde ein Salzpfanne erstmals im Jahre 1198 in "muelpach" einem Ort im Bereich der aufgegebenen keltischen Talsiedlung. Im Laufe des 13. Jhdts. wurde diese Bezeichnung durch die Namen salina und schließlich Hallein (kleines Hall) ersetzt.
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Erst 1000 Jahre später wurde die Salzproduktion wieder aufgenommen. Mit einer neuen Technologie, dem sog. Laugverfahren, und einer gezielten Wirtschafts- und Preispolitik sicherten die Salzburger Erzbischöfe dem Dürrnberg und der Salinenstadt Hallein bald eine Vormachtstellung im gesamten Ostalpenraum. Über den Salzhandel, der vorwiegend über den Transportweg Salzach erfolgte, sicherten sich die Erzbischöfe jahrhundertelang mehr als die Hälfte ihrer gesamten Einkünfte. In der Folge stieg Hallein im 16. Jhd. durch die Gewinnung eines Großteils der Reichenhaller Absatzmärkte zur leistungsfähigsten Saline im Ostalpenraum auf.
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Der Verlust der böhmischen Absatzmärkte an Österreich und ein verlorenen Salzkrieg gegen Bayern führte zu starken wirtschaftlichen Einbußen und zur Verarmung der Bergknappen und Salinenarbeiter. So verließen zwischen 1731 und 1732 im Verlauf der Protestantenausweisungen 780 Dürrnberger Bergknappen mit ihren Familien das Land. Als das Erzbistum Salzburg im Jahre 1816 in das Habsburgerreich überging, verlor die Saline Hallein im Verbund mit dem österreichischen Salinenwesen an Bedeutung.
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1854/62 wurde mit dem Bau einer leistungsfähigen Salinenanlage eine längst überfällige Rationalisierung auf der Pernerinsel eingeleitet. In der 2. Hälfte des 19. Jhdts. versuchte man der einseitig auf das Salzwesen ausgerichteten Ökonomie der Stadt Hallein versuchte mit neuen Betriebsansiedlungen entgegen zu wirken. Daraus entstanden z.B. ein Zementwerk, eine Zigarren- und eine Papierfabrik.
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Einen letzten Innovationsschub erhielt der Salinenstandort Hallein
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1954/55 mit der Errichtung einer modernen Thermokompressionsanlage .
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1989 wurde die Soleproduktion auf dem Dürrnberg eingestellt und die Saline geschlossen. Die stillgelegten Industriestätten erfüllen seither Kunst und Kultur mit neuem Leben.
  
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<!-- == Kultur und Sehenswürdigkeiten == -->
 
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Salzburger Festspiele, Halleiner Kulturforum, internationale Sommerakademie
 
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Version vom 12. Januar 2007, 22:15 Uhr

Karte
Karte 5400.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Hallein (HA)
Fläche: 26.98 km²
Geografische Koordinaten: 47° 40' N, 13° 5' O
Höhe: 447 m ü. d. M.
Einwohner: 18.880 (Stand 2005)
Postleitzahl: 5400
Vorwahl: 06245
Gemeindekennziffer: 50205
Gliederung Stadtgebiet: XX Stadtteile/Stadtbezirke
Gliederung Gemeindegebiet: 11 Stadtteile/ Stadtbezirke
Magistrat/Gemeindeamt: Schöndorferplatz 14
5400 Hallein
Offizielle Website: www.hallein.gv.at
Politik
Bürgermeister: Christian Stöckl (ÖVP)
Gemeinderat: 25 Mitglieder: 11 ÖVP,
10 SPÖ,
1 FPÖ,
3Bündnis für Hallein

Hallein ist ein Ort im Norden des Tennengaus.

Geografie

Geologie

Wegen besonderer geologischer Verhältnisse reicht auf dem Dürrnberg das salzhaltige Gestein teilweise bis an die Oberfläche empor. Vereinzelt treten salzhaltige Quellen hervor, die schon von steinzeitlichen Jägern um 2500 bis 2000 v. Chr. genutzt wurden.


Geschichte

Bereits 600 v. Chr. begann der Abbau von Kernsalz im Untertage-bau. Den Kelten am Dürrnberg verhalf der Salzhandel zu einem beachtlichem Wohlstand. Dies belegen heute die reichen Grabausstattungen der zahlreichen Funde. In prähistorischer Zeit machte der rege Salzhandel das Gebiet um den Dürrnberg und die am linken Salzachufer situierte Talsiedlung zu einem wirtschaftpolitischen Zentrum ersten Ranges. Mit Einverleibung des keltischen Königreiches Norikum um 15 v. Chr. in das römische Weltreich wurde die Salzgewinnung auf dem Dürrnberg vermutlich als Folge der Einfuhr von Meersalz eingestellt. Urkundlich erwähnt wurde ein Salzpfanne erstmals im Jahre 1198 in "muelpach" einem Ort im Bereich der aufgegebenen keltischen Talsiedlung. Im Laufe des 13. Jhdts. wurde diese Bezeichnung durch die Namen salina und schließlich Hallein (kleines Hall) ersetzt. Erst 1000 Jahre später wurde die Salzproduktion wieder aufgenommen. Mit einer neuen Technologie, dem sog. Laugverfahren, und einer gezielten Wirtschafts- und Preispolitik sicherten die Salzburger Erzbischöfe dem Dürrnberg und der Salinenstadt Hallein bald eine Vormachtstellung im gesamten Ostalpenraum. Über den Salzhandel, der vorwiegend über den Transportweg Salzach erfolgte, sicherten sich die Erzbischöfe jahrhundertelang mehr als die Hälfte ihrer gesamten Einkünfte. In der Folge stieg Hallein im 16. Jhd. durch die Gewinnung eines Großteils der Reichenhaller Absatzmärkte zur leistungsfähigsten Saline im Ostalpenraum auf. Der Verlust der böhmischen Absatzmärkte an Österreich und ein verlorenen Salzkrieg gegen Bayern führte zu starken wirtschaftlichen Einbußen und zur Verarmung der Bergknappen und Salinenarbeiter. So verließen zwischen 1731 und 1732 im Verlauf der Protestantenausweisungen 780 Dürrnberger Bergknappen mit ihren Familien das Land. Als das Erzbistum Salzburg im Jahre 1816 in das Habsburgerreich überging, verlor die Saline Hallein im Verbund mit dem österreichischen Salinenwesen an Bedeutung. 1854/62 wurde mit dem Bau einer leistungsfähigen Salinenanlage eine längst überfällige Rationalisierung auf der Pernerinsel eingeleitet. In der 2. Hälfte des 19. Jhdts. versuchte man der einseitig auf das Salzwesen ausgerichteten Ökonomie der Stadt Hallein versuchte mit neuen Betriebsansiedlungen entgegen zu wirken. Daraus entstanden z.B. ein Zementwerk, eine Zigarren- und eine Papierfabrik. Einen letzten Innovationsschub erhielt der Salinenstandort Hallein 1954/55 mit der Errichtung einer modernen Thermokompressionsanlage . 1989 wurde die Soleproduktion auf dem Dürrnberg eingestellt und die Saline geschlossen. Die stillgelegten Industriestätten erfüllen seither Kunst und Kultur mit neuem Leben.


Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 5.430
1880 5.660
1890 6.167
1900 7.557
1910 8.190
1923 8.381
1934 9.125
1939 9.895
1951 13.290
1961 13.329
1971 14.658
1981 15.377
1991 17.271
2001 18.398

Salzburger Festspiele, Halleiner Kulturforum, internationale Sommerakademie




Weblinks